Eeva Liisa Hallanaro
M.Sc., Expertin für Umweltschutz :


Die für die finnische Natur typischsten Elemente sind Wald und Wasser. Wälder bedecken mehr als zwei Drittel und Gewässer knapp ein Zehntel des Landes.


Land der Wälder und Gewässer


Aber es ist weniger die Häufigkeit dieser beiden Elemente, die den wesenseigenen Charakter der finnischen Landschaft ausmacht, sondern die Art, wie sie ineinander greifen und einander abwechseln. So bewaldet ist hier zu Lande kein Landstrich, als dass er nicht von zahllosen Seen, Teichen und Flüssen aufgelockert würde. Und keine weite Seefläche, die nicht durch bewaldete Seen und Landzungen unterbrochen würde.
In Finnland wurden gut 56 000 über einen Hektar große Seen gezählt. Im Bild der Saimaasee in Ostfinnland, der aus zahlreichen verästelten, gleichwohl zusammenhängenden Seenbecken besteht.

Die Wechselwirkungen zwischen Wald und Wasser setzen sich zur Küste hin fort, wo sich eine der zerklüftetsten und abwechslungsreichsten Schärenwelt der Welt herausbildete. An den finnischen Küsten wurden insgesamt an die 95 000 Inseln gezählt. Die meisten von ihnen sind kleine Klippen und Felsinseln; die größte, die Hauptinsel der Ålandinseln, misst über 685 Quadratkilometer Die Küste ist, direkt gemessen, gut tausend Kilometer lang, aber die wirkliche Küstenlinie ist um ein Vielfaches länger, denn zahllose Landzungen und Buchten lassen die Küste mal in die eine, mal in die andere Richtung ausschlagen. Die Gesamtlänge der Ufer, Inseln mitgerechnet, beläuft sich auf ca. 40 000 Kilometer.

Auf eine noch größere Gesamtlänge bringen es mit rund 130 000 Kilometern die Ufer der Inseln im Binnenland. Auf jeden Finnen entfällt mithin fast 33 Meter Uferlinie, was schon weltrekordverdächtig ist.

Finnland kann mit einem weiteren Rekord aufwarten: Der Anteil der Moore und Sümpfe an der Landfläche ist rund ein Drittel größer als in jedem anderen Land. Der größte Teil des Moorlands ist schütter bewaldet, und gut die Hälfte wurde zur Förderung des Waldswachstum entwässert.



















Finnland ist das am dichtesten bewaldete Land Europas. Die Kategorie »Anderes« umfasst u.a. baumlose Fjällkuppen.


Die Fülle unterschiedlicher Feuchtgebiete spiegelt sich in der Vegetation wider. Ein bedeutender Teil der in Finnland heimischen Pflanzen sind Arten, die auf Mooren, an Ufern oder im Wasser gedeihen.

Auch zahlreiche Wasser- und Stelzvögel sind in Finnland zu Haus. Unter ihnen viele Raritäten wie der Sumpfläufer, von dessen Weltpopulation gut ein Drittel in Finnland nistet. Über 60 Prozent aller Schellenten der Welt bauen ihr Nest in Finnland.

Publiziert November 2002,  Quelle:http://www.virtual.finland.fi
Natur in Finnland

Finnlands “Markenzeichen” ist eine der größten und unberührtesten Naturlandschaften Europas. Oft als „Land der 1000 Seen“ bezeichnet, kann Finnland weitaus mehr aufweisen -187.888, wenn man es ganz genau nimmt. Ein beeindruckendes Netz aus Binnenwasserstraßen mit unzähligen Buchten, Schären und Inseln, das sich manchmal zu größeren Seen weitet, zieht sich durch das ganze Land. Besonders dicht ist es aber in den östlichen Landesteilen. Die Seen sind durch Flüsse, Meerengen und Kanäle miteinander verknüpft und bieten jede Menge Möglichkeiten zur Erholung.

In den Sommermonaten zwischen Juni und August sind Baden und Bootsausflüge besonders beliebt. Ein Schiffsliniennetz im Seenland, das die größeren Städte miteinander verbindet, bietet dann eine besonders entspannte Art, das Land zu bereisen. Im Winter sind die gefrorenen Seen eine wahre „Spielwiese“ für Skiläufer und Schlittschuhläufer. Dichte Wälder, die sich mit Ausnahme der höchsten Berge im Norden Lapplands über das ganze Land erstrecken, sind das andere bestimmende Naturmerkmal Finnlands. Kiefer, Fichte und Birke sind die verbreitetsten Baumarten.


National- und Naturparks

In Finnland ist die Natur wesentlich sauberer und unbelasteter als in den mitteleuropäischen Ländern. Dadurch sind auch in den finnischen Lebensmitteln deutlich weniger Spuren von Schwermetallen oder Umweltgiften zu finden. Zudem werden weitaus seltener Schädlingsbekämpfungsmittel und Kunstdünger eingesetzt, was der ökologischen Qualität und dem Wohlgeschmack der landwirtschaftlichen Produkte zugute kommt. 80 Prozent der finnischen Seen werden von ihrer Qualität her als gut oder ausgezeichnet bewertet. Die Richtwerte für die Sauberkeit der Luft sind im internationalen Vergleich sehr streng gefasst.

Die 35 Nationalparks des Landes sind zum Schutz der ursprünglichen finnischen Natur und Landschaft eingerichtet worden.







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Quelle:www.visitfinland.de