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Jeder Regenbogen ist eigentlich ein Doppelregenbogen, aber nur selten kann man
über dem so genannten Hauptregenbogen auch den Doppelgänger sehen. Beide Bögen
entstehen auf die gleiche Weise: Wenn Sonnenlicht auf Regentropfen trifft, wird
es gebrochen und anschließend an der Innenseite der Tropfen reflektiert. Danach
trifft es unter nochmaliger Brechung wieder aus. Auf diese Weise werden die
Wellenlängen des weißen Lichts in ihre Teile zerlegt, und die Farben erscheinen.
Beim Entstehen des höher gelegenen Nebenregenbogens wurde - wegen des anderen
Einfallwinkels - das Licht im Inneren der Regentropfen sogar zweimal reflektiert.
Dadurch ist die Farbfolge bei ihm umgekehrt, Rot erscheint innen und Violett außen.
Der Grund, warum der zweite Regenbogen nicht so gut zu sehen ist wie sein Gegenstück:
Der Anteil reflektierenden Lichts wird bei jeder Reflexion kleiner, deshalb sind
die Farben des zweiten Regenbogens schwächer. Doppelregenbögen werden also nur
sichtbar, wenn das Licht so intensiv ist, dass auch nach zweimaliger Reflexion
noch genügend zurückgeworfen werden kann. Dann erscheint auch der Hauptregenbogen
kräftig.
Ein dritter Regenbogen ist übrigens noch nicht gesichtet worden. Vermutlich, weil
durch eine dreifache Brechung des Lichts die Farben zu schwach wären und der
Drittbogen außerdem zu hoch liegen würde.
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