Vom Leben und Sterben- und all den Problemen dazwischen (von Lizzy2)

Langsam öffnete Lex seine Augen, als er das helle, warme Sonnenlicht bemerkte, das durch das kleine Fenster in sein Zimmer schien. Es war ein wunderschöner Frühlingsmorgen doch obwohl sein Zimmer im warmen Sonnenlicht strahlte fühlte er an diesem Morgan nur Kälte. Es fiel ihm schwer die Augen geöffnet zu halten, sein ganzer Körper fühlte sich an, als wäre er taub. Was war los mit ihm? War er verletzt? Verletzt. Lex und verletzt? Aber doch, er war es. Womit hatten sie das verdient? Erst der Virus der Eltern, Großeltern, Bekannte und Verwandte tötete. Dann seine eigenen Frau, sein Kind. Amber. Und nun auch noch Danni. Es war nicht fair. „Es ist einfach nicht fair!“, schrie Lex der blitzartig auffuhr und einen Bilderrahmen gegen die Wand warf. Er konnte spüren wie seine Wut und seine Verzweiflung im Tränen in die Augen trieben. Patsy öffnete vorsichtig die Tür, etwas ängstlich begann sie zu sprechen: „Du bist wach, wie geht es dir?“, verschreckt sah das kleine Mädchen auf den zerbrochenen Bilderrahmen. Sie blieb in der Tür stehen, sie traute sich nicht weiter hinein zu gehen, Doch dann erblickte Patsy Lex Tränen. In diesem Moment wurde es Patsy klar, sie musste keine Angst vor Lex haben, seine raue Schale verdeckte nur das was er wirklich war. Das kleine Mädchen setzte sich neben ihn aufs Bett. „Du hast doch noch mich. Mich und die Anderen.“ „Wie habe ich sie nur behandelt“, wurde es Lex langsam bewusst, „Patsy, Cloe, einfach alle, wo ich sie doch jeden tag verlieren könnte.“ Es fiel Lex nicht leicht, aber er musste Patsy einfach kurz umarmen, wer wusste ob er die Gelegenheit noch einmal bekommen würde. Wer wusste schon was heute noch alles geschehen würde. Wer wusste ob er eines Tages vor Patsys Grab stehen müsste, oder sie vielleicht vor seinem. Zum ersten Mal fasste Patsy Vertrauen in Lex. „Du musst essen, Tai San hat Frühstück für alle gemacht.“, meinte Patsy. „Ja, ich komme gleich.“ Patsy rannt schon vor. Lex verlies das Zimmer nur langsam, er hatte Angst davor an einem Tisch zu sitzen an dem ein weitere Platz für immer leer sein würde. Schon als er die Küche betrat spürte er das etwas anders war als sonst. Kaum jemand redete, sonst war immer ein wildes durcheinander Gequassel. Jack und Ryan nahmen Elli und Seline immer wieder in den Arm weil sie anfingen zu weinen sobald jemand das Wort Danni benutzte. Lex erlebte das alles nun schon zum dritten Mal. Die Chosen waren nun vertrieben, doch welchen Preis hatten sie dafür zahlen müssen. Lex nahm neben Ryan Platz. Tai San begrüßte ihn mit einem kurzen Kuss. Sich gegenüber erblickte Lex einen zweiten leeren Stuhl. Sofort durchfuhr ihn ein eiskalter Schauer, war noch jemand gestorben? Seline fiel Lex geschockter Gesichtsausdruck auf, während er auf den Stuhl starrte. „Bray hat keinen Hunger!“, klärte sie mit einem gezwungenen Lächeln auf. Bray. Ja richtig. Bray. Dannis Freund. Dannis Freund als sie noch lebte. „Ich habe auch nichts gegessen als Sandra starb.“, meinte Lex wie in Trance. Betrübt blickte die Menge auf ihre Teller. Als wieder das Wort „Tod“ fiel, sprang Lex auf und ging zurück in sein Zimmer. Der Holzstuhl fiel laut krachend zu Boden. Lex schloss die Tür hinter sich und lehnte gegen sie. Sein Kopf war leer, gedankenlos blickte er im Raum umher. Sein Blick fiel auf den Bilderrahmen. Ohne nachzudenken griff er nach ihm, hinein in die Glasscherben die ihm sofort die Hand zerschnitten. Lex schaute auf das Foto. Er spürte weder Schmerzen noch nahm er das Blut war, das an dem Foto entlang lief und auf den Boden tropfte. Es war noch gar nicht so alt gewesen, das Foto. Elli hatte es aufgenommen, kurz nachdem Danni zu den Mall Rats gestoßen war, für ihre Zeitung. „Von den technos zu den Mall Rats, zwei Welten treffen aufeinander“, so lautete ihre Schlagzeile damals. Das fanden damals alle übertrieben, nur Danni und Elli mochten es. Eine Ecke des Bildes fehlte schon lange, das Stück auf dem Trudy zu sehen war hatte Lex schon abgerissen als er erfuhr das Trudy die verraten hatte. Lex musste sich ablenken, er entschloss sich ein Stück mit Clody spazieren zu gehen. Er wusste auch genau wo er hin wollte. Er lief den weiten Weg zum Hügel, zu Ambers und Sandras Grab. Schnell erkannte er, das er nicht der einzige mit dieser Idee war. Bray sah zwischen den beiden Gräbern und blickte abwechselnd zwischen ihnen hin und her. „Hey!“, meinte Lex bedrückt uns setzte sich zu ihm. „Ist schon ne Weile her, seid dem ist viel passiert.“, sagte Bray der die Steinhaufen betrachtete. „Ja, ich frage mich manchmal was Amber und Sandra davon halten würden das Trudy uns verraten hat.“, schweifte Lex ab. Lex wusste nicht mehr was er zu alle dem sonst noch zu sagen gab. Dann fiel ihm Danni wieder ein. „Wir sollten Danni suchen und die auch hier oben begraben.“ „Seid wann begräbt man lebendige Menschen?“, meinte Bray lachend. „Was?“ Jetzt hatte er wohl den Verstand verloren. „Ihr glaubt alle Danni wäre tot. Sie lebt.“ „Wie kommst du darauf?“ „Keiner sagte je das sie tot ist. Trudy wusste nicht was mit ihr geschehen war. Danni ist stark. Sie ist eine Kämpferin. Ich bin sicher das sie lebt.“ Trudy wusste es nicht? Einen Moment lang spürte Lex etwas wie Hoffnung, doch dann waren da wieder Zweifel. „Wenn sie leben würde, denkst du nicht sie hätte sich bei uns gemeldet?“ Lex versuchte diese skeptische Frage so verständnisvoll wie möglich zu formulieren. Bray ging nicht weiter darauf ein. „Sie lebt“, flüsterte er wären er Clody den Kopf streichelte, „ nicht war Clody?“ Vielleicht hatte Bray recht, vielleicht lebte Dann wirklich noch. Es fiel ihm zwar schwer daran zu glauben aber er wollte die Hoffnung gar nicht aufgeben. Er wollte nicht glauben das Danni tot ist. Bray hatte Recht. Es gab keine endgültigen Beweise für ihren Tod. Vielleicht war sie verletzt und wartete ur darauf das ihre Freunde sie endlich fanden. Lex schossen tausende Ideen durch den Kopf, wo sie sein könnte, was sie tun könnte, wie es ihr gehen könnte. Danni und Tod. Wer weiß. Als Bray und Lex zurück ihn die Mall kamen waren sie überrascht und geschockt zugleich. Alle lachten, tobten herum. Elli rannte ihnen aufgebracht entgegen um Erklärung abzugeben, Sie hielt den beiden die Zeitung aus einem benachbarten Ort vor die Nase. Auf dem Titelblatt war ein Foto mit lauter befreiten Geiseln der Chosen abgebildet. „Chosen verschwunden, Gefangene frei“ lautete die Schlagzeile. „Das ist schön.“, stotterte Lex der die Begeisterung darüber nicht ganz verstand. Bray schaute etwas länger auf das Bild. Er traute seinen Augen kaum. War er blind oder..... „Ist das Danni?“, fragte er aufgebracht und zeigte auf eines der Mädchen auf dem Foto. „Es sieht so aus. Wir waren uns nicht sicher aber das Taatoo in ihrem Gesicht gehört zu den Zeichen der Mall Rats. Die Freude zu wissen das Danni anscheinend wohl auf war, wurde von einer Frage überschattet. Wieso war sie dann nicht bei ihnen? Wieso hatte sie sich nicht gemeldet? Bray deprimierte der Gedanke das Danni ihn verlassen haben könnte, doch er versuchte seine Bedenken und Ängste zu überspielen. „Wo könnten wir sie am Besten suchen?“, fragte er seine Freunde um Rat. „Naja, vielleicht in dem Ort wo die Zeitung gedruckt wurde!“, schlug Jack vor. Ohne zu zögern lief Bray in sein Zimmer und kam 10 Minuten später mit einem voll gepackten Rucksack die Treppe hinunter. „Ich mache mich auf den Weg nach Bluevillage und suche Danni!“ Zwar fanden alle Mall Rats den plötzlichen Aufbruch etwas überstürzt, aber dennoch stimmten sie Bray zu. Die Hoffnung ihr Freundin wieder zu finden ließ keine Zeit zum warten. „Ich werde mir dir gehen!“, meinte Lex. Bray nickte. Er hatte nichts dagegen, vielleicht konnte er Unterstützung gebrauchen. Eine halbe Stunde später brachen Lex und Bray auf, mit ihren vollgestopften Rucksäcken und all ihrer Hoffnung. Die Hoffnung, das was sie am meisten fürchteten doch noch verhindern zu können. Spät am Abend waren die beiden Jungs in Bluevillage angekommen. Zwar war diese Stadt nicht groß, dennoch zu groß um ohne jeden Anhaltspunkt nach jemandem zu suchen. Ratlos spazierten Lex und Bray durch die Straßen. Es waren nicht viele Leute draußen unterwegs, doch die die man traf hatten alle das gleiche Thema. Die Technos. Manche äußerten sich so als würden die Technos, Dannis früherer Stamm, die Nachfolge der Chosen anstreben. Da fiel es Bray wie Schuppen von den Augen- er hatte einen Anhaltspunkt. Die Technos. Die kannten Danni, wenn ihnen in dieser Stadt jemand helfen konnte dann sie. „Entschuldige“, sprach Bray ein Junges Mädchen an, „kannst du uns sagen wie wir zum Stamm der Technos kommen?“ Lex sah Bray ein wenig skeptisch an, immerhin waren diese Leute nicht gerade ganz oben auf seiner Beliebtheitsskala. Das Mädchen schaute ähnlich überrascht. „Ihr müsst nur die Straße weiter runter laufen, sie haben ihren Sitz in einen früheren Fernsehsender verlegt.“ „Vielen Dank, du hast uns sehr geholfen!“, bedankte Lex sich freundlich. „Ich wünsche euch viel Glück!“, meinte die Fremde augenbrauenhochziehend. Während die Jungs sich dem Fernsehturm nähren kamen Lex Zweifel. „Du weißt schon das dass Lebensmüde ist oder?“ „Sie sind zwar nicht die nettesten Menschen aber sie werden friedlich sein solange wir ihnen nichts tun.“, versuchte Bray zu beruhigen. „Du vergisst das wir ihnen schon etwas getan haben! Wegen uns hat Danni sie verlassen.“ Bray dachte kurz nach. „Lex, du hast recht, und genau darum möchte ich das du draußen wartest. Wenn mir was passiert ist es nur halb so schlimm- auf dich wartet Tai San, auf mich wartet niemand.“ „Das ist doch Quatsch!“ „Wie auch immer, gleichzeitig rein zu gehen wäre unklug.“ Lex wollte zwar nicht einfach nur warten aber er sah ein das Bray Recht hatte. „Viel Glück!“, rief er ernst, fast besorgt als Bray das Gebäude betrat. „Ist es möglich mit eurem Anführer zu reden?“, wollte Bray von einem der Wachposten in der ersten Etage wissen. „Wir sind Fremden gegenüber misstrauisch. Bei uns muss man beweisen das man es wert ist beachtet und angehört zu werden.“ „Wie?“ „Du hast die Möglichkeit mit dem Anführer zu reden wenn du kämpfen kannst. Im Keller wartet der derzeit beste Kämpfer unseres Stammes auf dich. Besiege ihn und der Stammesführer wird sich deiner annehmen. Verlierst du so wirst du dich für immer von unserem Stamm fernhalten müssen. Du hast die Wahl.“ „Wie gelange ich in den Keller?“ Der Wächter trat einen Schritt zur Seite. „Nutze den Fahrstuhl.“ „Danke.“ „Viel Glück, du wirst es brauchen!“ Bray betrat den Fahrstuhl. Glück? Er brauchte kein Glück. Alles was er brauchte war Danni. Er brauchte ihre Willensstärke, ihr Lachen, ihre Entschlossenheit. Der sich öffnende Fahrstuhl riss Bray aus seinen Träumen. Er betrat einen großen Raum der von Fackeln erleuchtet wurde. Es war schrecklich warm und an den Wänden hangen Bilder und Waffen. Vor ihm öffnete sich eine Tür, sein Gegner betrat den Raum. Er hatte eine Maske auf und lief im Kreis um Bray herum. „Ich bin hier um euren Anführer zu sprechen. Man sagte mir ich müsste zuvor kämpfen.“ Die merkwürdige Gestalt nahm eines der alten, antiken Schwerter von der Wand und warf es Bray vor die Füße. Er wollte es aufheben, doch es fiel ihm schwer deinen Blick von dieser Person abzuwenden. Es war gar kein Junge, es war ein Mädchen. Bray mochte es nicht gegen Mädchen zu kämpfen aber es hatte keine Wahl. Die mysteriöse Kämpferin machte den Anfang, Bray konnte ihr Schert zwar gut abwehren, aber er war damit so beschäftigt das er selbst nicht zum Angriff kam. Plötzlich stolperte er auch noch. Das Mädchen hielt ihm das Schwert an den Hals. „Nun ist endgültig alles vorbei“, wurde es Bray bewusst. Er hatte es versaut, er hatte Danni im Stich gelassen, seine Freunde die alle Hoffnung in ihn gesteckt hatten. Doch der erlösende Stoß den er erwartete km nicht. Das Mädchen zog ihr Schwert zurück und warf es neben ihn auf den Boden. Sie reichte ihm eine Hand und half ihm auf die Beine. „Danke.“, würgte er sich deprimiert heraus, „wieso tust du das?“ „Ich töte keine Menschen, ich stelle sie nur auf die Probe. Wie ist dein Name?“ „Bray. Und eurer?“ Das Mädchen nahm die Maske ab, ihre langen Haare fielen ihr über die Schultern. „Mein Stamm nennt mich Danni.“ Bray konnte nicht glauben was er sah. Danni, seine Danni! Sie war es ohne Zweifel, sie hatte sich nicht verändert. „Danni“, rief er freudig und wollte sie umarmen. Das Mädchen jedoch wich sofort zurück und hielt ihm ein Messer vors Gesicht. „Da hast ein sehr merkwürdiges Verhalten! Was willst du von meinem Anführer?“ „Aber Danni, ich bin es doch, Bray! Ich bin deine dwegen hier- um dich zurück zu holen, die Mall Rats dachten du seihst tot.“ Nachdenklich blickte Danni den Jungen der ihr einer seits so fremd, anderer seits jedoch auch so vertraut war an. Bray. Sie kannte diesen Namen. Mall Rats. Die Tür öffnete sich ein erneutes mal. „Danni ich übernehme das!“ „Wie ihr wünscht.“ Danni verließ das Gebäude über den Fahrstuhl, woher kannte sie diesen Jungen nur?“ „Ich habe schon mit dir gerechnet, willst du das was ich glaube?“ „Ich will Danni nach Hause holen!“ „Nach Hause? Die Technos sind ihr zu Hause!“ „Was hast du ihr eingeredet? Sie scheint uns ganz vergessen zu haben!“, rief Bray aufgebracht. „Ich habe nichts der gleichen getan, ich habe ihr das Leben gerettet als die Chosen sie töten wollten. Aber du kannst beruhigt sein- gleiches Recht für alle, sie konnte sich auch an uns nicht mehr erinnern. Sie hat durch die Chosen ihr Gedächtnis verloren. Danni ist jetzt wieder da wo sie hin gehört.“ „ich will mit ihr reden!“ „Versuch es, aber lass dich nicht dabei von mir erwischen, du hast sie uns einmal weg genommen, kein zweites Mal!“, der Anführer verschwand wieder. Zu tiefst bedrückt verließ Bray das Gebäude. Danni hatte ihn vergessen, Draußen kam ihm lex entgegen. „Wie lief es?“, fragte er neugierig. „Sie kennt uns nicht mehr.“ „Wie? Sie ist hier?“ „Ja. Aber sie hat das Gedächtnis verloren. Sie kennt nur noch die Technos.“ Brays Stimme versagte. Der Gedanke das Danni ihr vergessen hatte zeriss ihn innerlich. Hatte sie wirklich alles vergessen, ihren ersten Kuss, wie sie gemeinsam mit ihm und den anderen für ihre Träume einer besseren Welt gekämpft hatte, das Schlaflied das sie Patsy und Cloe immer vorgesungen hatte? „Kannst du mir die Wahrheit erzählen Bray?“ Als er Dannis Stimme vernahm drehte er sich blitzartig um. Dannis Blick wanderte von Bray zu Lex. „Und du bist.....“ „Denke nach, du kennst ihn!“ Danni hatte diesen Jungen schon gesehen. Die halb langen Haare, der Blick. Ein Mädchen mir schwarzen Haaren. Wie rief sie ihn dich immer? „Lex“ Lex freute sich seinen Namen aus ihrem Mund zu hören. „Folgt mir!“ Danni führte die Jungs an einen kleinen See. Dort unterhielten sie sich. „Ich weiß das die Technos mich belügen und mir Dinge verschweigen, es gab ein Leben vor den Chosen. Manchmal erinnere ich mich an Situationen oder Menschen aber nur selten kann ich sie genauer zuordnen.“ „Du gehörtest einmal zu den Technos“, begann Bray zu erklären, „ doch irgendwann wechseltest du den Stamm, du wurdest Mitglied bei den Mall Rats. Du hast dich mit allen gut verstanden. Doch eine unserer Freundinnen verkaufte uns an die Chosen, während der Gefangenschaft trennte man die Mall Rats, auch dich. Du und ich waren Anführer. Als alles vorbei war glaubten wir du wärst tot, aber wir entdeckten dich auf einem Bild in der Zeitung. Darauf hin beschlossen wir dich zu suchen.“ Danni nickte. Bray spürte das es sie traurig machte so viele Fragen zu haben. Wie gerne hätte er sie jetzt geküsst, vielleicht würde sie ihn dann wieder erkennen. „Ich habe etwas was dir womöglich hilft!“, fiel es Lex ein. Aus seinem Rucksack zog er das Foto, aus dem kaputten Rahmen. Danni sah es scih ganz genau an. Einiges erschien ihr so bekannt, als wäre es ihr einmal sehr wichtig gewesen. Elli fehlte auf dem Bild, die konnte zumindest halbwegs zuordnen wer wer war. Mit dem Zeigefinger wanderte sie über das Foto uns begann zu murmeln. „Jack, Patsy.....Cloe....Tai“ “Tai San!”, ergänzte Lex. “Ryan” Plötzlich bekam Danni furchtbare Kopfschmerzen, das war alles zu viel für sie. „Geht zu eurem Stamm zurück. Ich bin bereits bei meinem!“, meinte sie entschlossen. Bray brachen diese Worte das Herz. Wie konnte er sie jetzt zurück lassen, er würde sie ein zweites Mal verlieren. Doch er wollte das sie glücklich wird und wenn dieser Tribe die glücklich machte sollte es so sein. Die drei verabschiedeten sich fast wie Fremde. „Das Foto schenke ich dir. Vielleicht kannst du dich eines Tages wieder an alles erinnern.“, meinte Lex. Bray lief schon ein Stück voraus, er verkraftete keine langen Abschiedsszenen. Auch Lex wollte gehen als Danni ihn ein letztes Mal rief. „Lex, sag mir, wie kam es dazu das ich meinen Stamm verließ und mit euch ging?“ „Nimm dir die Zeit das Foto anzusehen, es kann dir Antworten auf all deine Fragen geben.“, flüsterte er. Jeder kehrte in sein Leben zurück, doch war es wirklich noch Dannis Leben? Traurig saß sie in ihrem Zimmer. 4 Wochen waren vergangen, seid dieser Begegnung mit lex und Bray fühlte die sich unglücklich. Warum war das so? „Das Foto kann die Antworten auf all deine Fragen geben!“, lex Worte schossen ihr durch den Kopf. Sie hatte dieses Bild noch am gleichen Tag der Begegnung in den Schrank geworfen und es ignoriert. „Ob Seline ihr Baby schon hat?“, ging es ihr beim Suchen durch den Kopf. Waren Elli und Jack noch zusammen? Was war mit Tai San und Lex? Und Patsy und Cloe- waren die noch die kleinen Mädchen von früher? Hatte Bray eine neue Freundin? Endlich fand sie das Foto. Gebannt starrte sie darauf. Was dachte sie da? Bray eine neue Freundin? An Stelle von wem? „An Stelle von mir.“, flüsterte sie. Sie konnte dich erinnern. An die Mall, an ihre Freunde, an den Virus. An ihre Gefangenschaft bei den Chosen. Und sie wusste nun die Antwort darauf warum sie dich Technos einst verlassen hatte. Es gab kaum noch etwas, an das sie sich nicht erinnern konnte. Sie kannte ihr Leben wieder. In der Mall Seid Bray und Lex die schlechten Nachrichten überbracht hatten wurde weniger gelacht als vorher. Bray sah man kaum noch, die meiste Zeit verbrachte er damit in Dannis Zimmer zu sitzen und vor sich hin zu träumen. Wie auch an einem Freitagabend. Es bildete sich ein Dannis Stimme zu hören. Sie rief nach ihm, nach Lex und Seline. Diese Stimme in seinem Kopf wurde immer lauter. In seinem Kopf? Nein. Vom Flur! Wie vom Blitz getroffen sprang Bray hoch, riss die Tür auf und erblickte Danni, als er sich über das Geländer beugte, umringt von ihren Freunden die sie übermütig begrüßten. Während sie Seline umarmte fiel ihr Blick zum Geländer auf Bray, der dort wie versteinert stand. „Willst du deine Freundin nicht begrüßen?“, ermahnte Lex spaßig. Bray traute seinen Augen nicht, Danni. Sie stand dort, mit einer Selbstverständlichkeit die fast schon beängstigend war. Langsam ging sie auf ihn zu. Bray erschienen diese paar Meter, diese paar Schritte wie eine Ewigkeit. Wie sehr hatte er sich gewünscht das alles sei nur ein böser Traum aus dem er erwachen würde und Danni ohne Probleme wieder in seine Arme schließen könnte. Doch das alles hielt er nicht nur für einen Traum, er hielt es für eine Illusion, ein Wunschdenken das sich niemals mehr bewarheiten würde. Als Danni ihm gegenüber stand wollte er reden. Er wollte ihr sagen wie sehr er sie vermisst hatte, alles an ihr. Wie oft er sich danach gesehnt hatte sie zu küssen oder beim schlafen im Arm zu halten. Doch anstatt Worte stiegen Tränen in ihm hoch. Mit dem vertrauten Lächeln das ihm so gefehlt hatte umarmte Danni ihren Freund. „Ich erinnere mich. Ich habe die Technos damals wegen dir verlassen, und genau das würde ich immer wieder tun, so wie heute.“, flüsterte sie. Dann wendete sie sich wieder den restlichen Mall Rats zu. „Tut mir Leid das ich euch so einen Schrecken eingejagt habe. Ich kann mich wieder an alles erinnern. Ich weiß jetzt wieder wo ich hin gehöre, wer meine Freunde sind. Wer meine Familie ist.“ Freude strahlen sahen ihr Freunde sie an. „Ich finde das sollten wir feiern, mit der großen Torte im Kühlschrank!?“, schlug Lex grinsend vor. „Oh ja!“, rief Cloe begeistert und auch die anderen Mall Rats waren alles andere als abgeneigt. Alle stürmten in die Küche, alle außer Danni und Bray. „Geh schon vor Bray, ich will mal kurz in mein Zimmer, ich komme nach.“ „Ok!“, meinte er verständnisvoll. Danni betrat ihr Zimmer und stellte ihren Rucksack ab. Sie kramte das Foto von Lex heraus und hang es an die Pinnwand zu den vielen anderen Bildern. „Dinge die man liebt vergisst man eben nicht so schnell“, flüsterte sie mit einem Lächeln auf den Lippen. „Das ist war!“, sagte Bray der in der Tür stand. Danni wendete ihren Blick von den Fotos ab und ging auf die Tür zu um sich ebenfalls auf die Torte zu stürzen, doch Bray versperrte ihr den Weg. „Was muss ich machen das du mich vorbei lässt?“, wollte Danni grinsend wissen. „Als ob du das nicht wüsstest!“ Bray zog seine Freundin dich an sich und küsste sie so leidenschaftlich wie warscheinlich noch nie zuvor. „Wie konnte ich so was nur vergessen“, fragte sich Danni und musste grinsen. „Ähm, ich will euch ja nicht stören aber wenn ihr euch nicht beeilt hat Lex alles weg gegessen!“, meinte Patsy verlegen. Dann fasste Patsy bei der Hand, das kleine Mädchen zwinkerte Bray zu. „Endlich ist alles wieder wie es einmal war!“, wurde es ihr klar. Und nicht nur Patsy war darüber froh.