Hauptcharas: Ebony, Zoot

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Ne Loco Story:


Kapitel 1

Spikeeee!!!!!!!!" hört man Zoots Stimme durch die Gassen hallen. Mal wieder typisch für ihn, denkt sich Zoot, immer auf streife verschwinden. Es ist schon fast nacht und außer ihm, Spike und zwei anderen der locos ist niemand da. Ebony ist im hotel geblieben und Zoot ist mit Spike unterwegs auf Nahrungssuche. "Spike!!!" schreit er nocheinmal, inzwichen müssten selbst die toten Erwachsenen Zoots stimme gehört haben,so laut wie er jetzt war.
"sorry, es dauert halt etwas länger sich alleine aus einer falle von den Demon Dogs zu schälen.... die blöden köter bauen ihre Netze echt überall auf!" ärgerlich klappt Spike sein Messer zu das er in der hand hält und steckt es in die Tasche.
Zoot interessiert die Geschichte von Spike nicht. "Hast du was gefunden" fragt er ihn genervt.
Spike schaut sich unruhig um. Er hat ein ungutes gefühl mitten in der Nacht hier draußen zu stehen.
" was ist nu?" fragt Zoot ungeduldig weiter.
" Hier... hier ist nichts. Können wir nicht abhauen, bis morgen muss das Essen doch reichen."
" hey, du bist Loco!! Also reiß dich zusammen! Los wir suchen weiter" befiehlt Zoot streng und wirft Spike einen hämischen Blick zu. Spike will sich umdrehen als plötzlich nicht weit von ihm ein geräusch zu hören ist. Erschrocken stößt er einen schrei aus...
"was hast du denn jetzt schon wieder????!!!" fährt Zoot ihn genervt an. Spike schaut sich verunsichert um, es ist nichts zu sehen, auch die anderen Locos schauen sich fragend an. Zoot scheint nichts gehört zu haben, dabei ist sich spike tot sicher etwas gehört zu haben. Es klang genauso wie eine Horde Demon Dogs beinacht, schon ganz so ähnlich wie die, die hinter ihm standen.... was???? Eine Horde Demon Dogs?
" Mein Gott!!!" keucht Spike erschrocken als er bemerkt in welcher Gefahr er sich befindet. Auch Zoot hat sie nun bemerkt, sie stehen knapp 5 Meter hinter Spike und schauen ihnen amüsiert zu. Schnell rennen die drei Locos hinter Zoots Auto, an dessen Dach Zoot weiterhin steht und gebannt zu den Demon Dogs schaut.
" ähmm... chefchen..." meldete sich nun einer der Locos zu Wort " du gedenkst doch nicht sie anzugreifen... oder? Ich meine, wir sind nur zu viert und das sind über zwanzig, also meiner meinung nach..." Zoot macht ein lässige handbewegung zu dem Loco.
" Still!" sagt er ganz gelassen. " Hunde spüren deine Angst, wenn wir nicht angreifen, greifen sie auch nicht an!"
Spike war sich da nicht so sicher. Es schien Stunden zu dauern ehe einer von den Demon Dogs sich zu ihnen wandte.
" Hey, Zoot!" schrie er zu Zoot hinauf "komm darunter! Oder traust du dich nicht?!"
Zoot grinste hämich und steigt aus dem Wagen im vorbeigehen flüsterte er Spike zu: " Steig unauffällig in den Wagen und setz dich ans Steuer, es könnte zu einer Flucht kommen!"
Dann ging er langsam auf die Demon Dogs zu.
" Zoot!" beginnt der anführer der demon dogs, als Zoot vor ihm steht " ich schätze dir ist bekannt, das du in unserem Revier bist, oder?" Es ertönt ein kurzer Beifall von der seite der Demon Dogs.
" Dein Revier?? So, so. Ich kann mich nicht errinnern hier ein schild gelesen zu haben... ach warte, dahinten war doch sowas >Beware of the dog< oder etwas dieser art!" Zoot grinst.
" ganz genau!" es sieht aus als ob dem anführer Zoots spöticher unterton entgangen wäre.
"Oh" meint Zoot. Es dauert eine weile bis er sich seine antwort zurecht gelegt hatte. " tja... das muss mir glatt entfallen sein!"
Spike linst langsam aus seinem Versteck hervor, er hatte sich inzwichen schon bis vorne ins auto durchgepellt. Es war nicht seine große Stärke so zu schleichen. Aber es schien ihn keiner bemerkt zu haben.
" dann scheint dir wohl auch entfallen zu sein, das du in der Unterzahl bist!" meint der anführer und besieht sich die beiden Locos, die sich zu Zoots schutz neben ihm aufgestellt haben.
" nein. das nicht. aber ich hoffe du bist intelligent genug um zu wissen, dass wenn ihr uns heute fertig macht, wir morgen mit unserer ganzen armee anrücken!"
" das wäre ein Argument!" meint er und denkt nach " nur sind meine Hundchen heute sehr hungrig, und sie werden schnell aggressiv wenn sie nichts zu essen bekommen. Ich schlage vor du gibst uns das Essen was ihr gefunden habt und wir lassen euch in Ruhe"
Zoot schaut die beiden Locos neben ihm vielsagend an und die beiden gehen hinten an den wagen.
" Zoot,du scheinst vernunft anzunehemen" grinst der anführer.
"Aber sicher! " grinst Zoot zurück " Ich habe gelernt, das wenn man in der Unterzahl ist, es immer besser ist so schnell wie möglich zu flüchten"
Das war Spikes Stichwort. Er drehte den Schlüssel um und der wagen sprang an. Zoot rannte auf den wagen los, doch die Demon Dogy hatten Zoots Plan noch schnell genug erkannt.
"Auf ihn!!" befiehlt der Anführer und die demon dogs rannten los...
Zoot hatte sich schon gedacht, das er nicht schnell genug sein würde und war aus diesem Grund schon auf eine kleine Rangelei vorbereitet. Er verpasste dem ersten der sich ihm in den Weg stellte einen raschen Kinnhaken, der ihn zu Boden stürzen ließ und erreichte das Auto. Knapp ein Bein bringt er in Sicherheit als schon die nächsten Demon Dogs ankamen und versuchten ihn aus dem Auto zu ziehen.
"scheiße" bringt Zoot atemlos hervor, als sich drei aufeinmal auf ihn stürzten.
Spike sitzt hinter seinem Szeuer wie gelämt und auch die anderen beiden Locos erwachen erst jetzt aus ihrer Trance und eilen ihrem Anführer zu hilfe. Mit vereinter Kraft gelingt es ihnen schließlich Zoot ins auto zu hiefen und zu flüchten. Zoot hat eine blutige Lippe und an seiner Stirn entwickelt sich eine große Beule, das hämmern in seinem Kopf lässt nur langsam nach.
"Spike" ächzt er.
"ja??"
"Mach die Sirene aus du Doofkopp!"
Ohne weiter zu fragen befolgt Spike Zoots Befehl. Die Demon Dogs haben anscheinend aufgegeben, es ist nichts mehr von ihnen zu hören und zu sehen erst recht nicht. Ohne irgendwelche Komplikationen erreichen sie das Hotel. Spike und die anderen gehen sofort rein, sie wissen genau das Zoot sich in diesem falle nicht helfen lassen will.
Zoot schleicht sich vorsichtig ins Hotel.
"Hi Zoot" begrüßt ihn ein Loco der den wachdienst draußen übernommen hat. Zoot fährt erschrocken rum. "scht!!!" befiehlt er ihm. Der Loco hält inne.
so ein Mist, denkt Zoot, wenn Ebony mich hier so sieht bin ich das Gespöt der Locos... doch bevor er diesen Gedanken beenden kann hört er hinter sich eine Stimme.
"Na Zoot, auch wieder da?"
"Verdammt" murmelt Zoot ohne sich umzudrehen, dann im geänderten tonfall fährt er fort "Ebony... du bist noch wach?"
"Allerdings... kannst du mir mal erklären wieso du gegen die Wand redest???" Zoot wird bleich, verzweifelt sucht er nach einer passenden ausrede, ebony steht immer noch auf eine antwort wartend, hinter ihm.
" Also... ähh... ach siehst du, hier ist ein Fleck auf der Tapete...ähm...den muss ich schleunigst entfernen" stottert Zoot verlegen.
"So?" Ebony zieht die augenbraue verächtlich hoch "warum sagst du mir nicht einfach die Wahrheit, so in etwa: Liebe Ebony, ich habe mal wieder eine dicke Lippe riskiert und sehe auch dementsprechend aus!"
Zoot blickt unsicher hin und her. " Wo ist spike "wechselt er das Thema. Ebony seufzt, sie hat ihn schon längst durchschaut.
"er ist oben und lässt sich ein schaumbad ein.... hey, das würde dir auch nicht schlecht tuen, dann könntest du dir das Blut aus dem Gesicht spachteln!" Ohne ein weiteres wort, packt ebony ihn am arm und dreht ihn zu sich um. Zoot steht wie festgewachsen da.
"Oje..." meint ebony nach einer weile "sieht garnicht gut aus, aber du hörst ja nie auf mich!"
"Bin ich dein ehemann?" murmelt Zoot sarkastich
" Komm her, das muss desinfiziert werden." sagt sie ohne auf zoots worte einzugehen. Zoot ist von ihrer liebenswürdigkeit verblüfft, sicher hat sie irgendwas vor. Sieht sie etwa eine neue Chance ihn zu entmachten? Zoot läßt sich von ihr vorsichtig die wunden abtupfen, er ist immer noch mißtrauich. Von selbst ist sie niemals so nett zu ihm, er ist sich sicher, dass sie etwas vor hat.
"Warum bist du so nett?" fragt er ohne sie anzusehen.
"ich?" sie zögert kurz "naja, ich bin doch immer so, oder?"
Zoot zuckt kurz mit den schultern. So ganz glaubt er ihre antwort nicht.
Spike ist beruhigt, endlich hat der stress ein ende und er sitzt zufrieden mit sich und dieser neuartigen welt in einem vollen schaumbad. Seufzend steht er auf und trocknet sich ab, aber auch diese Ruhe geht irgendwann zu ende. Angezogen schleicht er sich runter zum haupteingang und versucht sich heimlich davonzumachen. Heute hat er mal wieder ein top- secret Date, davon muss Zoot ja nichts wissen.
Spike hat glück, die Wachen am Tor sind mal wieder am pennen, also nervt ihn keiner mit unangenehmen Fragen. Ein letztes mal nach hinten geschaut und dann ab durch die Mitte!


Zoot atmet erleichtert auf, endlich ist ebony fertig mit seinen wunden.
"Gibs zu" meint er nach einer weile, als ebony gerade dabei ist sich die Hände zu waschen.
"Was?" fragt sie gespielt überrascht.
"Du tust so nett, weil du auf eine chance wartest mich zu entmachten. Wenn ich auf dein Süßholz geraspel herein falle."
Wütend dreht ebony sich zu ihm um. Wie kann er es wagen, sie auf frischer tat zu ertappen???
"Bist du verrückt? Warum sollte ich das tun?" meint sie aufgebracht.
" Das fragst du noch?"
Jetzt reicht es ebony, schon allein der gedanke daran, das er ihren plan kennt macht sie rasend.
" Meinst du echt ich bin scharf darauf, einen haufen schwachköpfe, erzogen von einem Anführer der nichts zustande bringt zu übernehmen??? Was soll ich mit diesen Flaschen??"
Entgeistert starrt Zoot sie an. Ebony schluckt verwirrt. Hat sie das wirklich gerade gesagt.
Zoot verpasst ihr eine schallende ohrfeige... Ebony starrt ihn verwirrt an. "du...du schlägst Frauen?" bringt sie aufgebracht hervor.
Zoot schüttelt den kopf, " Nein, normaler weise nicht, aber du hattest es dringend nötig!!"
Ebony weiß nicht mehr was sie sagen will, noch nie hatte jemand den mut sie zu schlagen. Unaufhaltsam schossen ihr tränen in die augen, tränen ihrer wut und ihrer verzweiflung. Schnell dreht sie sich um damit Zoot es nicht bemerkt und einmal mehr etwas gegen sie in der Hand hat. Aber Zoot hat es bemerkt.
"Es tut mir leid, das du so über die Locos denkst." meint er zögernd. "Aber bis jetzt hat sich noch keiner über meine Anführmethoden beschwert!"
" Das meinte ich auch nicht...ich hatte das nicht ernst gemeint...es war nur weil...." Tränen rannen ihr gesicht runter und die stimme versagte ihr. Sie hielt es einfach nicht mehr aus. Ohne noch ein weiteres wort zu sagen rannte sie auf ihr zimmer.
Zoot steht noch einige Minuten unten in der halle und blickt verwirrt in die richtung in die ebony verschwunden war. Er hatte sie noch nie so gesehen. Normalerweise zeigt sie sich bei soetwas immer recht kühl, aber diesmal hatte sie ziemlich überreagiert. Irgendwas stimmt mit ihr nicht, dessen war sich Zoot sicher.
Ebony liegt auf ihrem Bett und ist rücksichtslos am heulen. Sie weiß selber nicht was in sie gefahren ist. Ich hasse diesen Kerl, denkt Ebony, ich hasse ihn einfach so sehr!! Langsam geht sie ins bad und betrachtet sich im spiegel. Sie ist über ihr aussehen entsetzt, noch nie hatte sie ein kerl so sehr verletzt. Zwar nicht körperlich, sondern innerlich.
Bei Bray war es etwas anderes. In Bray war sie verliebt gewesen, auch wenn sie es nicht zugab. Aber Zoot? Zoot ist ein ganz anderes kaliber! Sie ist nur bei den Locos, weil sie Macht wittert. Ebony weiß doch das sie nichts für Zoot empfindet, er ist ihr vollkommen egal. Nur warum macht sie sich solche Gedanken über ihn?
Niemand schafft es mich zu demütigen, denkt sie voller hass, auch Zoot nicht!
Sie muss sich ganz dringend einen Plan einfallen lassen, der allen zeigt, das sie nicht verwundbar ist! Und genau diesen plan wird sie jetzt in aller Ruhe entwerfen!
Zoot sitzt ebenfalls in seinem Zimmer und ist über das eben Geschehene am grübeln. Er kann nicht begreifen, das ebony wegen dieser Ohrfeige so aufgelöst ist. Noch nie hat sie bei ihm soviel schwäche gezeigt. Ihm ist klar das auch ebony ihre schwachpunkte hat, nur sie weiß immer wieder eine Lösung wie sie diese verstecken kann.
Ebony ist für ihn ein bemerkenswertes wesen, sie strahlt so eine kälte aus, obwohl jeder weiß das sie es nur vorspielt. Sie hat sich bei den Locos ihren nötigen respekt verschafft. Das beeindruckt Zoot. Aber jetzt scheint das ganze bild, was er sich seit sie sich kennen, von ihr gemacht hat, einfach zu verblassen.
Langsam kommt eine ganz andere Ebony zum Vorschein.
Zoot hatte diese Ohrfeige nicht gewollt und er hatte auch garnicht so fest zugeschlagen, im Prinzip war sie ganz sanft gewesen....naja etwas zumindest.
Zoot macht sich wegen ihr Vorwürfe, er hatte noch nie ein Mädchen geschlagen...
Es geht nicht anders, denkt er, ich muss mich wohl bei ihr entschuldigen.
Ebony sitzt nach wie vor an ihrem schreibtich und entwirft einen Plan nach dem anderen, doch keiner entspricht dem was sie wirklich erreichen will.
Einige Minuten später klopft es an ihrer tür.Schnell wischt sich ebony die Tränen weg und steht auf. Bevor sie die Tür öffnet, wirft sie nochmal schnell einen Blick in den Spiegel und setzt ihr lässige ich-lass-mir-nix-befehlen- Miene auf.
Langsam öffnet sie die Tür und sie ist nicht überrascht, dort Zoot anzutreffen. Das hatte sie sich schon gedacht, natürlich würde er keine Gelegenheit auslassen sie zur schnecke zu machen.
"Was willst du?" wirft sie ihm kühl entgegen und setzt sich auf das Sofa in der nähe ihres Bettes.
Zoot setzt sich neben sie.
"Du wirst es nicht glauben," beginnt er " aber ich habe beschlossen dich in deiner Ruhe zu stören weil...."
"Hab ich gemerkt!" unterbricht sie ihn.
"toll..." ihre kühle art reizt Zoot am liebsten würde er jetzt alles hinschmeißen und sie könnte sich ihre entschuldigung an den Hut stecken. " ich wollte nur sagen, das mir eben die hand nur ausgerutscht ist...ich hab es nicht so gemeint! Ich will nicht das wir uns streiten."
"Schon geschehen" Abweisend blickt sie zur seite, seine plötzliche entschuldigung hat sie schon überrascht. Zoot steht auf. Um einen weiteren streit zu verhindern geht er zur tür und öffnet sie. "Okay, wenn du mir nicht verzeihen willst, auch gut! Dann gehe ich jetzt wieder!"
Ebony blickt ihn verstört an. Normalerweise wollte sie ihn noch ein bißchen zappeln lassen um noch irgendwas aus ihm herrauszubekommen, aber irgendwie spielt er heute nicht mit.
Doch bevor Zoot geht, hat sich ebony ohne zu wissen was das soll doch noch überwunden.
"Warte!" Ebony steht auf und kommt auf ihn zu "Bitte bleib!"
Zoot verbergt seine innerliche unruhe. Etwas stimmt mit ihr nicht, sie ist heute ganz anders als sonst.
"Wieso? Ich denke du..."
"Stell keine blöden fragen und setz dich! Oder soll ich dich zum sofa tragen?"
Ohne zu widersprechen setzt sich zoot.
Beide sitzen neben einander und schweigen sich minutenlang an. Jeder geht seinen eigenen Gedanken nach.
"Und ?" fragt zoot. " Was jetzt?"
Ebony zögert mal wieder, es kommt immer häufiger vor das sie einfach keine passenden antworten mehr findet.Zoot sieht sie prüfend an. „Bekomme ich auch eine Antwort?“ Ebony zuckt nur kurz mit den schultern. Jetzt hat sie ihn unbewusst zu sich eingeladen und weiß nicht was sie sagen soll. Noch nie erging es ihr so wie heute.
Sie weiß ebenso wenig ob sie ihm verzeihen soll, oder weiter die beleidigte Leberwurst spielen soll.
„Naja, ich denke wir haben eine Unterhaltung nötig.“ sagt sie nach kurzer Überlegung. Zoot nickt betreten.
„Ich denke, ich war nicht immer sehr nett in letzter Zeit...Und eigentlich hättest du dich nicht entschuldigen brauchen, schließlich hast du nichts schlimmes getan.“
Zoot starrt Ebony entsetzt an. Er kann nicht glauben was er da hört. Ebony will sich entschuldigen?? Er ist der festen überzeugung, dass er hier im falschen Film ist. Wahrscheinlich ist das alles nur ein sehr realer Traum. Seiner Ansicht her, etwas zu real.
Doch es ist kein Traum, wie Ebony ihm beweist als sie weiterspricht.
„So schlimm, war die Ohrfeige nicht... ich habe dir nur was vorgegaukelt. Die Tränen waren nicht echt!“
Zoot begreift langsam, Ebony will sich raushauen, weil sie geheult hat. Und er dachte, sie hätte vorgehabt sich wirklich zu entschuldigen. Wie töricht von ihm. Natürlich würde sich ebony nur im Notfall entschuldigen. Dieser war anscheinend einer für sie. Er glaubt ihr kein weiteres Wort.
„Das hatte ich mir schon gedacht!“ lügt Zoot „was denn auch sonst?! Ich finde wir sollten uns aussöhnen und eine Party morgen Abend feiern. Was hälst du davon?“
Ebony ist beigeistert von dieser Idee und stimmt Zoot zu. Er verlässt ihr Zimmer um die Organisation für die Party vorzubereiten. Glücklich lässt sie sich auf ihr Bett fallen. Das war wirklich einfach gewesen, Zoot hatte ihr sofort geglaubt. bei der Party morgen Abend, konnte der eigentlich Plan beginnen.
Zoot ist stolz über sich selbst. Diese Party wird Ebony lehren ihn noch einmal anzulügen, dessen ist er sich sicher! Jetzt braucht er erstmal Spike um alles vorzubereiten. Aber wo steckt er??
Zoot hat alles nach Spike absuchen lassen, aber nirgendwo eine Spur von ihm. Er hat anscheinend das Hotel verlassen, obwohl er noch im Dienst ist. Jedenfalls noch 5Minuten. Jemand tippt Zoot auf die Schulter.
„Ähm du suchst mich??“ fragt Spike vorsichtig.
Er war eben erst gekommen und hat einen der Wachleute getroffen, die ihm das berichtet hatten.
Zoot betrachtet ihm mißtrauich. Spike sieht merkwürdig aus, sein Haar ist ganz durcheinander und auch er selbst sieht etwas verunsichert aus. Wie auch immer, er würde sich Spike später noch einmal vorknöpfen, jetzt mussten erst die sachen vorbereitet werden.
„Wir brauchen Alkohol, Spike. Jede Menge! Geh los, mit den Demon Dogs verhandeln, klar?“ meint Zoot streng.
„Äh.. jetzt noch??? Die Demon Dogs sind durch unsere Flucht von heute schrecklich schlecht gelaunt!!!“ Spike findet Zoots plötzliche Idee garnicht gut, wenn er einen Tribe hasst, dann sind es die Demon Dogs!Ebony wacht viel zu früh am nächsten morgen auf. Sie hat wenigstens das Glück, das sie für die Party heute Abend nichts vorbereiten muss. Das würde Zoot schon alles, ohne etwas zu ahnen, besorgen.
Die ganzen Locos schlafen noch, als Ebony ihr Zimmer verlässt und sich an den Frühstückstich setzt. Sie hat gar keinen Hunger, verschlingt aber trotzdem ein halbes Brötchen. Es dauert nicht lange und Spike gesellt sich zu ihr.
„Moin!“ murmelt er verschlafen. Ebony nickt ihm nur geistesabwesend zu.
„Ist Zoot schon wach?“ Spike bekommt keine Antwort. Etwas verwirrt stupst er sie kurz an. „Hallooooo?!“
„Hi“ antwortet sie kurz und widmet sich voll und ganz dem halben Brötchen. Spike zuckt mit den schultern, als er bemerkt, das Ebony ihm nicht antworten würde.
Es vergehen Minuten des Schweigens, bis Zoot die Stille unterbricht. „Morgen alle miteinander!!!“ schreit er fröhlich in den Raum und Ebony fährt erschrocken zusammen. Zoot lächelt und gibt Ebony im vorbeigehen einen Kuss auf die Wange.
„Uäähhh“ kreischt Ebony angewidert und versucht sich die Wange mit der Hand abzuwischen.
„Hey, keine Panik, ich bin schon nicht vergiftet!“ lacht er sie an. Doch Ebony scheint ihn schon nicht mehr zu hören. Also wendet er sich Spike zu. „Und hast du die Sachen besorgt“
„Öh ...ja!“ erwidert er kurz und beginnt sich ein Brötchen zu schmieren.
„Was haben die Demon Dogs gesagt?“
„Das willst du nicht wissen..“
„Doch!“ sagt Zoot voller Überzeugung. Spike nickt ihm zu und beginnt in einer kindlichen Stimme: „Zoot ist ein Feigling, Zoot ist ein Feigling“
Ebony prustet vor lachen los und auch Spike kann sich jetzt kaum noch auf den Beinen halten. Einzig und allein Zoot findet das ganze überhaupt nicht komisch. „Halt die Klappe!!!“ faucht er die beiden an.
Ebony verzieht den Mund zu einem grinsen.
„So schlimm ist es doch nicht, oder willst du wieder Streit mit mir anfangen?“
Wütend schüttelt er den Kopf.
„Hallo, lach doch mit.“ forscht Ebony weiter nach.
Zoot lächelt ironisch und setzt sich neben sie. „Ebony, ich möchte es nicht wenn du auf meine Kosten lachst. Und um einem weiteren streit aus dem Wege zu gehen bitte ich dich: Halte dich an meinen Befehl! Okay?“ Immer noch lächelnd steht er auf und verlässt den raum.
Ebony wirft einen Blick voller Spot in seine Richtung und wirft den Rest ihres Brötchens in den Müll. Zoot hat ihr mit diesen Worten den Appetit komplett verdorben. Sie kann nur hoffen, das er bis zur Party heute Abend wieder ganz okay ist. Sonst würde ihr Plan daneben gehen, aber vielleicht würde der Alkohol ja ein wenig die Stimmung heben. Sie ist sich vollkommen sicher das der Plan einfach funktionieren muss. Diesmal kann ihn keiner verpfuschen. Der Plan ist absolut Idiotensicher! Ebony steht in ihrem Zimmer vor dem großen Schrank und betrachtet sich in dem davor angebrachten Spiegel. Sie hat ihre besten Klamotten aus dem Schrank gekramt und sich feierlich geschminkt. Wie immer trägt sie eine Lederhose, diesmal aber in Schwarz. Das sonstige rot würde nicht zu ihrem Oberteil passen. Um die Hüften hat sie eine silberne Kette gelegt. Ihr Oberteil ist rot, bauchfrei und hat einen tiefen Ausschnitt. Ebony lächelt vor sich hin. Sie sieht noch besser aus als sonst, und Zoot würden bei ihrem Anblick die Augen rausfallen... genau das was sie erreichen will.
Nur schwermütig kann sie ihren Blick vom Spiegel trennen und zu Uhr schauen. Es ist punkt sechs, genau wie sie es abgemacht hatten. Auf dem Weg nach unten in den Gemeinschaftsraum, würde sie noch ein bißchen trödeln. Umso eher wittert sie die Chance, das alle sie beim reingehen sehen würden, und sie alle blicke auf sich ziehen konnte.
Zoot steht unten an der Bar und lässt sich von einem der Locos bedienen. Er trägt sein ganz normales Zoot Outfit, nur er hatte besser riechendes Rasierwasser benutzt. Schließlich war es bekannt, das Frauen auf guten Geruch stehen, da würde Ebony keine Ausnahme sein. Doch wo bleibt sie?
Es ist bereits fünf nach sechs und sie ist immer noch nicht aufgetaucht.
Plötzlich geht die Tür auf und Ruhe kehrt im Raum ein.
Ebony steht am Eingang und bewegt sich langsam auf Zoot zu.
Ganau wie sie es sich gewünscht hat, starren alle sie an. Kein Wunder, sie ist die einzigste Frau in dem ganzen Verein.
Irgendeiner hat die Musik angeschaltet und die Party nimmt wieder ihren gewohnten Lauf ein.
Zoot betrachtet Ebony von oben bis unten. Sie hat ihr Outfit nicht komplett gewegsellt, aber sie hat etwas anziehendes an sich. Zoot ist sich nur nicht ganz klar darüber was es ist.
Ebony stellt sich neben Zoot und bestellt ein Glas Bacardi- Cola. Sie wollte sich noch nicht so früh betrinken, da sie für ihren Plan wenigstens etwas nüchtern sein muss, sonst würde alles nach hinten losgehen.
Zoot ist der gleichen Ansicht, er hat auch nicht vor sich zu betrinken. Aber irgendwie muss er Ebony zum trinken bewegen und er weiß auch schon wie.
„Gut siehst du aus“ meint er lächelnd zu ihr. Ebony findet zwar, das gut etwas untertrieben ist, schließlich sieht sie perfekt aus, aber diesmal muss sie sich zusammenreißen.
„Danke, dein Rasierwasser ist auch nicht schlecht.“ lächelt sie zurück.
Es ist eine blöde Unterhaltung, aber was besseres fällt Zoot im Moment nicht ein.
„Keine schlechte Party“ meint Ebony nach einer kurzen Pause. Zoot nickt geheimnisvoll.
„Warte erst mal ab, bis es zwölf ist! Dann wird Feuerzangenbowle gemacht!“
Ebony hat davon noch nie was gehört, und sie kann sich auch keinen Reim darauf machen, andererseits will sie nicht danach fragen um sich nicht zu blamieren.
„Sehr schön...“ antwortet sie verlegen und nippt an ihrem Glas.Die Stunden vergingen schneller als angenommen. Zoot ist dabei, alles für die Feuerzangenbowle vorzubereiten. Spike bringt ihm: Zuckerhut, Rum, gekochten Wein, Orangensaft, eine Kerze und ein Feuerzeug.
„Okay, jetzt aufpassen!“ sagt Zoot laut zu den umstehenden. Er nimmt den Zuckerhut und stellt ihn auf eine Ablage über dem Weintopf. Der Weintopf steht auf einem eisen Wärmer, mit der Kerze darunter. Zuerst kippt er etwas Orangensaft zu dem Wein. Danach schüttet er etwas Rum über den Zuckerhut und zündet ihn an. Sofort fängt der ganze Topf inklusive Zuckerhut an zu brennen.
Ebony schaut ihm erstaunt zu, das war wirklich beeindrucken, fand sie. „Und was ist der Trick dabei?“ fragt sie ihn.
„Du kennst es wohl nicht? Dabei dachte ich du wärst in Chemie so eine große Nummer!“ Zoot lacht „Jedenfalls ist Rum brennbar, und da der Rum mit dem Zucker in den Wein läuft, brennt der Wein ebenfalls... vorausgesetzt der Wein ist heiß!“
„Ja aber, das ist ja vollkommen Alkoholisch, davon wirst du ja vergiftet!“ wirft sie entsetzt ein. Und wieder lacht Zoot. Sie hat wirklich keine Ahnung davon.
„Aus dem Grund brennt das! Der meiste Alkohol wird verbrannt!“
„Und wozu der Orangensaft?“
„Ohne Orangensaft, würde das scheiße schmecken. Der Saft versüßt das ganze und gibt den Geschmack! Okay und jetzt die tassen her!“
Mit einer Schöpfkelle verteilt er die Bowle unter den Locos. Er selbst hat sich ganz wenig eingefüllt.
„Davon wird man doch dann nicht mehr betrunken, oder?“ fragt Ebony Zoot unsicher, als sie an ihrer Tasse schnuppert.
„Nur wenn du nichts verträgst“ lügt er. Es würde nicht schwer sein Ebony zum Trinken zu verhelfen. Die Bowle kriegt man zwar runter wie wasser, aber sie haut richtig rein.
Zoot lächelt, als Ebony ein paar Schlücke aus ihrer Tasse trinkt. Er selbst hat seine Tasse schon lehr. Jetzt würde er nur noch Bier trinken.
Ebony trinkt ihre Bowle mit höchster vorsicht, es könnte ja sein, das Zoot sie angelogen hat. Aber dessen ist sie sich nicht sicher, schließlich schmeckt es viel zu harmlos.
Knapp eine Stunde später war Ebony schon etwas angetrunken. Genau wie Zoot, der nicht bemerkt hat, das man Bowle nicht mit Bier mischen soll.
„Hab ich dir schon gesagt das du heute gut aussiehst?“ fragt Zoot an Ebony gewandt. Ebony nickt ihn lächelnd an. Das läuft wirklich gut.
„Hat es dir denn geschmeckt?“ fragt er weiter.
Wieder nickt sie nur. Sie ist sich noch nicht ganz klar was sie sagen soll. Aber zoot hat das Gespräch ja in der Hand. Sie muss ihm einfach nur weiter zustimmen.
„Ich hab das ernst gemeint, du bist ehrlich hübsch heute!“ Sanft streicht er über Ebonys Haare.
„Aber ich bin doch immer hübsch!“ antwortet sie und schaut ihm in die Augen. Langsam nickt er und beugt sich nach vorne um sie zu küssen. Ebony hat keine Einwände, sie läßt alles ruhig geschehen.Früh am morgen schreckt Ebony aus dem Schlaf hoch, mein Gott, sie hatte einen gräslichen Alptraum gehabt. Außerdem tut ihr Kopf verdammt weh. Sie riskiert ein Auge neben sich und ihr fällt ein, das es kein Traum gewesen war. Sie hat letzte Nacht wirklich mit Zoot... nein, denkt sie entschieden, das kann nicht wahr sein. Sie hat es doch genau umgekehrt, sie wollte Zoot verführen, nicht er sie. Zoot war noch tief und fest verschlafen, als sie wütend aus dem Bett steig. Ebony wollte sich schnell anziehen, schließlich muss er ja nicht alles sehen.
Gut, sie atmet tief durch, jetzt muss sie sich was neues einfallen lassen. Am besten wäre es, wenn sie sein Spiel mitspielt. Ebony war sich sicher das er es von anfang an geplant hat, also blieb ihr keine andere Wahl, als ein verliebtes Mädchen zu spielen, das sich ernsthaft was auf diese Nacht einbildet.
Kein Problem, das Schauspielern liegt ihr im Blut.
Schnell ging sie zum Waschbecken, das praktischer weise gegenüber des Bette lag. Ihr Atem roch nach Alkohol, ekelhaft. Zoot hat sie angelogen. Von wegen, die Bowle macht nicht betrunken!
Ebony schnappt sich ihre Zahnbürste und fängt an sich ,voller Wut über sich selbst, die Zähne zu putzen.
In derselben Zeit erwacht Zoot. Auch er muss erst kurz überlegen, wo er sich eigentlich befindet. „Morgen!“ gähnt er und rappelt sich hoch.
„Lets Go!“ flüstert Ebony, zu ihrem Spiegel bild und rennt mit dem Mund voller Zahnpasta auf ihn zu.
„Morgen mein Schatz“ trällert sie und gibt ihm einen Kuss auf die Wange. Zoot ist sichtlich entsetzt über ihr verhalten.
„Was soll das denn?!“ kreischt er und wicht sich die Zahnpasta aus dem Gesicht. Ebony lacht in sich hinein.
„Ich habe meinem Liebling nur einen guten Morgen gewünscht“ sie läuft wieder zum Waschbecken und spült sich den Mund aus. Im Spiegel kann sie Zoots angsterfüllten Blick sehen.
„Bist du heute Nacht irgendwie aus dem bett gefallen?“ fragt er zur Sicherheit. Fragend kommt sie zum Bett und legt sich auf ihn.
„Wieso denn? Warum willst du streiten, wir könnten doch was viel besseres unternehmen“ verführerich leckt sie sich über die Lippen.
„Heilige Scheiße“ ruckartig springt Zoot auf und schmeißt sie aus dem Bett. Er kann einfach nicht glauben was er da sieht.
„Nicht gleich grob werden“ brummt sie vor sich hin „Das kann man auch anders sagen. Ich verstehe es ja, das du jetzt nicht mehr kannst. Schließlich hast du dich heute Nacht total verausgabt!“
„Ich kann schon!“ protestiert er sofort. Und damit hat er sich verraten. Nun muss er sich schnell eine Ausrede überlegen. Ebony scheint komplett übergeschnappt zu sein. Vielleicht war sein Plan wohl doch nicht so gut gewesen.
Aber was denkt er da, seine Pläne sind immer gut. Ebony ist wahrscheinlich noch nicht nüchtern genug. Sie würde sich mit der Zeit schon wieder finden, hofft er.
Ebony liegt voller Stolz im Bett, ihr Plan scheint noch besser zu sein als der vorige... viel besser! Zoot würde schon noch erfahren mit wem er sich angelegt hat!

Zoot geht unruhig in seinem Zimmer auf und ab. Er ist sich über Ebonys verhalten nicht ganz im klaren. Zoot ist sich sicher, dass Ebony ihn hasst, sie hat es schließlich mehr als einmal bewiesen. Nur was soll dieser plötzliche Sinneswandel?
Nachdem sich die Chance ergeben hatte, ist Zoot sofort getürmt. Wer weiß was sie sonst noch alles geplant hätte.
Ebony sitzt unten im Esszimmer und liest eine Illustrierte. Sie brauch sich überhaupt keine Sorgen zu machen, diesmal würde garantiert alles richtig verlaufen. Und wenn sie Zoot komplett in der Hand hat, wird sie ihn eiskalt fallen lassen. Zoot würde sofort einsehen dass er ihr nicht gewachsen ist.
„ähm... Ebony?“ fragt Spike wie aus dem nichts. Ebony sieht zu ihm auf.
„Wo ist Zoot? Sein Bruder steht vor der Tür...“
„Bray?!“ ruft sie begeistert, springt auf und rennt zur Tür. Spike hat sie nicht belogen, Bray steht wirklich vor der Tür. Ebony atmet noch mal tief durch, sie muss vollkommen ruhig wirken wenn sie auf ihn zugeht...
„Bray! Was treibt dich denn hierher?“ umspielt Ebony ihn.
„Verdammt, ich habe nach Mar... ich meine nach Zoot verlangt und nicht nach dir!!“ Ebony ist insgeheim über Brays wildes erscheinen enttäuscht. Sie hat gehofft ihn etwas netter anzutreffen.
„Nun mach dir mal nicht gleich ins Hemd!“ meint sie ärgerlich „Er kann jetzt nicht, aber du kannst genauso gut mit mir reden!“
Zoot kann sie in der Nähe von Bray auf keinen Fall gebrauchen, sonst würde sie auffliegen.
„Ich muss zu Zoot! Die Angelegenheit geht nur ihn etwas an!“
Ebony rollt mit den Augen, was ein Spießer, denkt sie sich. Sie hat Bray anders in errinnerung gehabt, so interessant ist er nicht mehr.
Sie ist etwas überrascht, in irgendeiner weise fühlt sie sich gar nicht mehr zu ihm hingezogen. Im Gegenteil, jetzt macht er sie fast rasend.
„Wird das heute noch mal was?!“ unterbricht Bray ihre Gedankengänge. Nun reicht es ihr, kaum ist er da schon gibt es ärger. „Jetzt hör mir mal zu, wenn ich sage er hat keine Zeit, dann hat er auch keine Zeit! Ich werde ihm ausrichten das du da warst und wir werden sehen!“
Bray starrt sie an. Die Zusammenarbeit mit zoot hat sie völlig verändert, meint er, oder es hat ihr wahres ich hervorgerufen. Wie auch immer, so einfach lässt Bray sich nicht abwimmeln. Unsanft schupst er sie zur Seite und tritt in das Hotel ein.
„ZOOT!!!“ schreit Bray „ZOOT! Ich muss mit dir reden!!“
Ebony ist sehr heftig gegen die Wand geknallt und ihr wird schwarz vor augen. „Ich darf nicht ohnmächtig werden“ redet sie sich zu „Ich darf nicht...“ Zu Spät, schon ist sie im Land der Träume.

Zoot hört augenblicklich Brays Stimme. Doch was sollte Bray schon von ihm wollen? Zoot zieht sein Capi auf und geht runter in die Richtung aus der die Rufe kommen und tatsächlich, sein Bruder steht vor im.
„Bray? Was willst du von mir?“ seine Stimme klingt hochmütig und streng.
Bray hält dem Blick seines Bruders mühelos stand. Er weiß genau, dass Zoot ihm nichts tun wird.
„Ich muss mit dir reden, sind wir hier irgendwo ungestört?“
Zoot nickt ihm wortlos zu und Bray folgt ihm in einen stillen Raum. Er bedeutet Bray sich zu setzen.
„Also,“beginnt Bray „ich hoffe du erinnerst dich noch an Trudy.“ Zoot starrt wortlos aus dem Fenster und sieht wie ein paar der Locos die bewusstlose Ebony hinein tragen.
Wenigstens stört sie jetzt nicht, denkt Zoot beruhigt über Ebony.
„Sie ist schwanger“ reißt Bray ihn aus seinen Gedanken. Zoot sieht in entsetzt an.
„Wer?“
„Na Trudy, du Dummkopf!“
Zoot ist schockiert, seine Trudy ist schwanger... das kann unmöglich wahr sein. Bray will ihn auf den Arm nehmen.
„Na und, was geht das mich an?“ fragt er desinteressiert.
„Du bist der Vater! Du hast dich um das Kind zu kümmern! Kapiert?“
Zoot steht auf und wandert im Raum umher.
„Wieso sollte ich das tun? Vielleicht bist du ja der Vater. Wer garantiert mir das du mich nicht belügst um die Locos abzuzocken?“ Zoot hat sich nun richtig in Rage geredet, es gibt so vieles was er Bray schon immer sagen wollte. Das ER immer die Hauptrolle spielen sollte, das IHM alle Mädchen nachliefen und das KEINER sich um SEINEN kleinen Bruder gekümmert hat. Immer hatte er die zweite Geige spielen müssen. Das geht ihm momentan durch den Kopf, aber davon sagt er nichts. Noch ist nicht der richtige Zeitpunkt!
„Gut,“ sagt Zoot leise, „bring sie her!“ Bray starrt eine Weile lang auf den Boden, sein eigener Bruder denkt tatsächlich, dass er ihn hintergangen hat. Unfassbar!
„Das wird sie nicht wollen! Sie fürchtet sich vor dir und den Locos.“
Bevor Zoot darauf antworten kann, geht die Tür auf und Ebony kommt rein. Sie steht mit einem Kühlbeutel an den Kopf haltend und einem wütenden Gesichtsausdruck am Türrahmen.
Zoot dreht sich genervt zu ihr um.
„Was willst du?“
Ebony verzieht ihr Gesicht, sie sieht genau das sie hier nicht erwünscht ist, ein Grund mehr zum bleiben.
„Ich will nichts, außer zuhören. Schließlich bin ich deine rechte Hand!“
Der Ton gefällt Zoot nicht, wenn sie jetzt wieder zärtlich wird und das vor Brays Augen sitzt er in der Klemme.
„Das ist privat, tut mir leid!“
So einfach lässt sie sich von Zoot nicht rausschieben. Bray hat etwas wichtiges mitzuteilen und sie darf nicht zuhören??? Niemals. Keiner wird sie hier raus scheuchen!
„Wartest du auf einen roten Teppich?!“ fragt Zoot streng und deutet zur Tür. Irgendwie muss sie immer alles versauen, sagt Zoot in Gedanken zu sich selbst. Als Ebony immer noch keine Anstalten macht zu gehen, steht Zoot auf, packt sie grob am Arm und wirft sie hinaus, ohne auf dasd protestierende „Hey“ zu hören.Ebony sitzt schmollend im Essraum und nippt an einem Becher Kaffee, als Spike sich zu ihr setzt.
„Mies drauf?“ fragt er vorsichtig.
„Nein... mies drunter!“ gibt sie kühl zurück. Spike grinst ihr vielsagend zu.
„Ich weiß, du bist sauer weil Zoot dich rausgeworfen hat und plötzlich jeder gegen dich ankommt!!!“
„Wird bloß nicht frech!“ meint Ebony mürrig und wirft ihren Becher gekonnt in den Mülleimer. Spike erwidert nichts mehr darauf, er war sich nicht sicher ob man sie in dieser Situation nicht lieber in Ruhe lassen sollte. Doch Ebony gibt nun wieder eine ganz gewohnte Laune von sich und Spike mischt sich weiter in ihre Privatfähre ein.
„Ist es weil dein Lover da ist?“ Ebony schnappt sich eine Zeitung und ignoriert ihn einfach. Sie hat keine Lust auf solch ein Gespräch und überhaupt geht das Spike rein gar nichts an!
„Hallo????!!!“
„Bitte?“
„Eine Antwort auf meine Frage!!!!“
Ebony sieht Spike vorwurfsvoll an, doch er lässt sich davon nichts anmerken.
„Er ist nicht mein Lover“ beginnt sie „ich weiß gar nicht wie du bloß auf einen solchen Schwachsinn kommst!?“
Spike geht langsam zur Tür und schließt sie, andere sollten schließlich nichts mitbekommen!
„Zoot meinte dass du in Bray verknallt bist!“
Ebony zieht eine Augenbraue hoch.
„Spike, ich bin in niemanden verknallt, merk dir das!“
„Wenn du meinst...“ sagt Spike nicht sehr glaubwürdig. Ebony macht diese Art von Spike rasend, er hat gar kein Recht darauf sie so auszufragen. Und Zoot hätte so was auch nicht erzählen brauchen!
Ebony steht auf und lässt sich müde auf den Sessel gegenüber von Spike fallen.
„Halt!“ fährt Spike hoch und Ebony erschrickt „Ich weiß in wen du verknallt bist!“
Ebony stößt ein enttäuschtes Seufzen aus, Spike würde einfach keine Ruhe geben.
„In Zoot, nicht wahr?!“ sprudelt es aus ihm raus. Dieser Schreck saß weit tiefer als der von vorhin.
„Meine Fresse Spike? Geht es dir gut?“ fragt sie gespielt besorgt.
„Es kann nur Zoot sein. Das ist mir schon vorher aufgefallen, wie du ihn immer angesehen hast. Und an der Party...“
„Halt die Klappe“ schreit Ebony fassungslos. Spike hat komplett den Verstand verloren. Und so hat er nicht mit ihr zu reden. Spike hat ihr Respekt entgegenzubringen.
„Erwischt!“ murmelt Spike als er sich wieder unter Kontrolle hat.
„Hör zu, ich sag es zum letzten Mal: Ich bin in niemanden verknallt. Nicht in Bray und auch nicht in Zoot. Du hast keine Ahnung von so was und jetzt lass mich bitte in Ruhe!“ angestrengt holt sie etwas Luft und setzt sich wieder auf den Sessel.
„Also, doch!“ sagt Spike risikolustig.

Als Bray gegangen ist gesellt sich Zoot zu Spike und Ebony. Die beiden haben anscheinend eine kleine Meinungsverschiedenheit hinter sich, denkt sich Zoot und setzt sich an den Kamin, neben Ebonys Sessel.
„Was seid ihr denn so mieß drauf?“ fragt er nach einer Weile. Ebony zuckt nur uninteressiert mit den Schultern und Spike rutscht grinsend auf seinem Stuhl hin und her, doch keiner der beiden gibt ihm eine klare Antwort.
Auch Zoot interessiert das jetzt nicht mehr, er hat schon völlig andere Sachen im Kopf.
„Spike, tank das Auto bitte auf, ich brauche es gleich!“
Spike nickt Zoot zu und verschwindet. Ebony wird hellhörig.
„Willst du auf Streife?“
„Nein, ich muss etwas privates klären.“ gibt er ruhig zurück. Ebony hat sofort verstanden, der satz war umgangssprachlich für: >du darfst nicht mitkommen!< Sie kann sich auch schon denken worum es geht, Bray war ja wohl nicht umsonst da gewesen.
„Und was willst du bei deinem Bruder?“ fragt sie kess. Es ärgert Ebony, dass er sich ihr nicht anvertraut, vor allem da sie im gleichen Tribe sind.
„Das geht dich nichts an...“ beginnt er, doch Ebony unterbricht ihn.
„Oh doch, Zoot. Es geht mich etwas an.“ sie geht locker auf ihn zu und baut sich vor Zoot auf. Zoot schaut sie herausfordernd an.
„Bitte?“
Ebony schaut auf den Boden, sie hat ihren Plan vollkommen vergessen, wenn sie jetzt so einfach losbraust, dann ist alles im Eimer.
„Ich weiß worum es geht. Um Trudy, nicht wahr?“ sagt Ebony ganz ruhig.
Zoot zieht eine Augenbraue hoch und schaut sie weiter an.
„Sie ist schwanger von dir. Und du liebst sie immer noch.“ redet sie in einem ebenso ruhigen ton wie eben weiter.
„Ich liebe sie nicht mehr... aber woher weißt du davon?“
Ebony lächelt ihn geheimnisvoll an und setzt sich auf seinen Schoß. Zoot lässt sich das alles gefallen.
„Woher weiß ich was? Das sie schwanger ist? Tja, das ist ganz einfach: Sie kam zu Bray und mir als sie von dir abgehauen ist und du die Locos gegründet hast. Dieser Schlange hatte ich es auch zu verdanken, das Bray mich rausgeworfen hat und ich zu euch kam.“ Grinsend blinzelt sie ihn an.
Zoot ist am nachdenken, es stimmt was sie sagt. Sie hat also nicht gelauscht und sie weiß es schon die ganze Zeit lang ohne Zoot ein Wörtchen davon zu sagen. Das kann doch nicht wahr sein!!!! Zoot schmeißt sie mit einem Ruck von sich runter und steht auf.
„Autsch...“ gibt Ebony verwirrt von sich und reibt sich den Arm.
„Du wusstest es die ganze Zeit????!!!“ schreit er „Und du hast mir kein Wort gesagt? Was denkst du eigentlich wer du bist. Ich habe ein Recht darauf es zu erfahren!“
Ebony springt auf und schaut Zoot in die Augen.
„Ich weiß wer ich bin, ich bin schon mal auf keinen fall eure Ehevermittlung. Klar? Ich habe mit der ganzen Sache gar nichts zu tun.“
Zoot schaut sie schweigend an ohne ihr zuzuhören. Da ist es wieder, dieses wütende Blitzen in ihren Glutaugen. Wenn sie wüsste wie gut sie aussieht wenn sie wütend ist, denkt Zoot und küsst sie.

Zoot wendet sich von ihr ab, als er sich wieder unter Kontrolle hat und schaut unsicher zu Boden.
Ebony kann ihre Verblüffung kaum verbergen. Warum hat er das getan?, denkt sie sich und genau das gleiche denkt Zoot sich auch.
„In jedem Fall bleibst du hier.“ meint Zoot leise. Ebony hört seine Worte garnicht sie ist erst wieder bei vollem Bewusstsein, als sie sieht, wie Zoot sich auf den Weg nach draußen macht. Ebony würde ihm gerne hinter her rennen, aber dafür fehlt ihr die nötige Kraft. Sie kann zwar wieder klar denken, aber sie ist immer noch wie gelähmt. So sollte das alles nicht enden. Sie wollte ihn verwirren, aber doch nicht umgekehrt!
Zoot steigt alleine, ohne irgendwelche Begleitung ins Auto und fährt los. Er hat seinen Führerschein, genau wie Bray mit 16 gemacht. Aber in dieser Welt brauch er sowas nicht. Er kennt die ganzen Regeln beim fahren, aber die brauch er auch nicht, er selbst macht schließlich die Regeln und kein anderer.
Er richtet seinen Blick auf die Straße, sie war jetzt gefährlicher als vor dem Virus. Über all lagen irgendwelche Kisten oder Tonnen rum, die musste er dann irgendwie umgehen. Zoot versucht sich darauf zu konzentrieren, aber es hat keinen Sinn, immer wieder kehren seine Gedanken zu Ebony zurück. Er hat nicht gewusst warum er sie geküsst hat. Es wahr ein Ausrutscher. Niemals würde er sowas noch einmal machen!
Ebony sitzt wieder im Sessel neben dem Kamin, als Spike den Raum betritt.
„Ich habe alles gesehen! Also hatte ich doch recht“ grinst er sie an.
Ebony lässt ein genervtes seufzen von sich hören und schaut an die Decke.
„Wenn du alles gesehen hast, dann müsstest du auch wissen das er mich geküsst hat nicht umgekehrt!“
Spike schaut sie erstaunt an
„Er hat dich geküsst?!“ fragt er erstaunt.
„Ja... ich denke du hast alles gesehen?“
„Das war ein Joke“ gesteht Spike und sieht sie weiter erstaunt an. „Also wenn du schon auf meine Witze reinfällst, dann bist du wirklich ernsthaft verknallt!“
******
Zoot hat sich schon zum zweiten Mal verfahren. Was war bloß mit ihm los? Dreht er jetzt völlig durch?
„Das nur wegen dieser blöden Kuh!“ schimpft er zu sich selbst „Nur wegen ihr komme ich zu spät“
Zoot erkennt die Gegend, hier irgendwo musste der Treffpunkt sein. Am besten fährt er noch ein kleines Stück und stellt den Wagen dann ab.
Wie ein irrer rast er um die Kurve, als plötzlich wie aus dem nichts Trudy mitten auf der Straße steht.
Entsetzt tritt Zoot auf die Bremse und gibt ein lautes Kreichen von sich. Der Wagen schlikkert ohne zu stoppen weiter und ein ohrenbetäubendes Krachen ertöhnt...

Es hat schon angefangen zu dämmern, als Zoot wieder zu sich kommt. Er hat TRudy plötzlich auf der Straße gesehen und wollte abbremsen, an das danach kann er sich nicht mehr errinnern. Vorsichtig befühlt er seine pochende Stirn. Seine Hände sind voller Blut, ebenso wie sein Hemd und seine Hose. Seltsamer weise spürt er kaum schmerzen. War er tot? Nein, das kann nicht sein. Es ist alles viel zu real. Schweren Herzens packt er den Griff der Tür und öffnet sie.
Ganz wie Zoot sich gedacht hat. Trudy war eine Einbildung gewesen. Die scheinbare Trudy war in wirklichkeit eine dicke Buche 20meter von der Straße entfernt. Wie ist er da bloß hingekommen?
Es hat keinen Sinn weiter Fragen zu stellen. Zoot muss zurück zu den Locos. Das Treffen hat er versäumt und sein Auto war nur noch Schrott. Der ganze Rahmen des Wagens ist vollkommen verzogen, kein Automechaniker (wenn es noch welche gäbe) könnte das wieder reparieren. Wenn Zoot nur jetzt noch wüsste wo das Hotel liegt, dann kann er sich auch auf den Weg machen. Aber so. Ohne irgendeine Ahnung wo er überhaupt ist, muss er wohl immer der Straße entlang.
„Na? Was meinst du, Ebony? Wo steckt denn dein geliebter?“ fragt Spike in einem spöttischen Ton. Bray hat den Locos vor weniger als einer Stunde einen Besuch abgestattet um zu sehen wo Zoot bleibt. Er ist anscheinend nicht bei Trudy und Bray gewesen. Ebony hat ein paar der Locos als Suchtrupp losgeschickt. Aber weit und breit keine Spur. Vor ein paar Minuten ist der nächste Suchtrupp mit dem Zweitwagen los. Aber bis jetzt sind sie noch nicht wieder da.
Ebony ist nicht gerade Zoot`s beste Freundin, dennoch fängt sie an sich Sorgen um ihn zu machen. Zoot hat einen starken Charakter. Einfach so zu verschwinde, das ist gar nicht seine Art.
„Werden wir ja noch sehen...“ murmelt Ebony Spike betreten zu.
Zoot wurde nirgens als Geisel gehalten, das wäre zu riskant für die Geiselnehmer. Sie kann sich einfach nicht erklären wo er steckt.
Die Tür zu Ebonys Zimmer wird aufgerissen und der zweite Suchtrupp kommt rein.
„Und?“ fragt sie schnell.
Der Loco schüttelt den Kopf. „Kein Erfolg!“
Ebony wird wütend.
„Verdammt!! Dann sucht gefälligst weiter, ihr Nasen!“ schreit sie den Loco an und dieser verlässt eiligst den Raum.
Zoot folgt jetzt schon seit zehn minuten der Strasse, aber er hat immer noch keinen Anhaltspunkt wo er ist. So langsam spürt er seine Wunden wieder, alles fängt heftig an zu pochen. Seine Glieder werden auch immer schwächer, er kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Um ihn herum dreht sich alles. Ihm ist unendlich heiß und er kann keine klaren Gedanken mehr fassen. Langsam geht Zoot auf die Knie.
Ich muss weiter, ich muss weiter... denkt er sich immer wieder. Es hat keinen Sinn mehr. Vor seinen Augen verschwimmt alles und Zoot geht endgültig zu Boden. Besinnungslos liegt er irgendwo am Rande der Stadt.

Ebonys Entäuschung ist gross, als auch diesmal der Suchtrupp mit leeren Händen wiederkommt. Sie weiß, das die Locos sicher ihr bestes gegeben haben, aber dennoch kann sie nicht glauben das es verschwunden ist. Die Jungs müssen etwas übersehen haben. Es muss einfach so sein.
Ebony sieht nach draußen, es ist stockduster, sicherlich ist es schon drei Uhr morgens.
Länger hält sie es nicht aus.
„Okay Jungs, auf ein neues. Jetzt finden wir ihn!“ ruft sie der erschöpften Mannschaft zu.
„Was heißt wir?“ fragt einer der Locos aufdringlich.
Ebony zuckt mit den Schultern. „Ich komme mit!“ meint sie und schreitet nach draußen zum Zweitwagen.
Zoot liegt noch immer am Straßenrand. Er kommt langsam wieder zu besinnung. Sein Kopf schmerzt jetzt noch heftiger als vorher und seine Stirn fühlt sich heiß an. Er hat höchstwahrscheinlich eine Gehirnerschütterung. Als er sich auf seine Arme stützt und sich langsam hoch rappelt, spürt er wie sein Körper zittert, ihm wird schwindelig und ein Gefühl von Schwäche überkommt ihn. Doch so leicht würde er sich nicht noch mal der Ohnmacht hingeben, er muss sich wenigstens vorerst ein sicheres Versteck suchen. So würde er den Demon Dogs schutzlos ausgeliefert sein.
Als er ein paar Schritte geht, merkt er wie Übelkeit sich in seinem Körper ausbreitet. „Jetzt nicht...“ keucht er sich selbst zu. Er würde jetzt stark sein und all seine Kraft verwenden und einen Weg zum Hotel finden.
Ein paar Kurven hat er schon geschafft und so langsam weiß er auch wieder wo er sich befindet. Zu den Locos war es nicht mehr weit. Und sicher würden schon alle nach ihm suchen, hofft er.
Zoot ist sich nicht sicher ob sein Körper es noch bis ans Ziel schafft. Wenn doch nur... in dem Moment hört er eine Sirene heulen. Nicht nur irgendeine... es ist die Sirene der Locos. Seine Sirene.
Sie sind ganz in seiner Nähe. Plötzlich spürt er seine Schwäche wieder vollkommen. Er sinkt auf die Knie. Egal, wie schwach er jetzt ist. Die locos finden ihn schon. Der Polizeiwagen ist unmittelbar in seiner Nähe und kommt auf ihn zu. Sie haben mich gesehen, denkt er schwach. Doch er hat sich geirrt. Mit langsamen Tempo fährt er an Zoot vorbei.
Zoot ist bestürzt... soviel Dummheit auf einen Haufen. Er ist zu schwach um zu schreien und bei der Sirene würden sie ihn auch nicht hören. Wie eine letzte Rettung, erinnert er sich an den Film „Titanic“ den er sich damals mit Bray angeschaut hat. Er hat nie einen Sinn in diesem Film gesehen, doch nun weiß er ihn endlich einzusetzen.
Seine Finger berühren die Trillerpfeife um seinem Hals. Mit letzter Kraft atmet er tief ein und trillert was das Zeug hält.
Der Wagen ist noch nicht weit entfernt, die Locos haben ihn bestimmt gehört. Ganz bestimmt...

Ebony erschrickt. Sie hat ein Geräusch gehört, dass dem von Zoots Trillerpfeife ähnlich ist.
„Sirene aus!“ befiehlt sie laut. Sofort ist es still. Der Wagen hat angehalten und Ebony lauscht. Nichts. Nur Stille. Sicherlich hat sie sich verhört. Gerade als sie dem Befehl zum weiterfahren geben will, hört sie das Geräusch noch einmal laut und deutlich. Kein Zweifel das ist Zoot.
„Umdrehen sofort,“ schreit sie in die Dunkelheit. Die Locos machen kehrt und fahren ganz langsam den Weg noch einmal ab.
******
Zoot ist kurz davor in einen Jubel zu verfallen, wenn er nicht zu schwach wäre. Die Sirene ist nicht mehr zu hören, aber trotzdem spürt er das die Locos auf dem Weg zu ihm sind.
Gerade noch sieht er wie ein Wagen auf ihn zurollt, als er in einen tiefen Schlaf sinkt...

Zoot sitzt in einem Boot um ihn herum ist nichts als Wasser, keine Aussicht auf eine Insel irgendwo in der Nähe. Es war ein dummer Fluchtversuch, nur um von seiner Insel zu kommen. Das Boot hat ein Loch und ist langsam am sinken. Er hat keine Chance sich zu retten. Er kann versuchen zu schwimmen, aber irgendwann wird er vor Müdigkeit umkippen. Er ist gefangen. Keine Wahl. Sterben wird er jetzt sowieso, ob an den Haien um ihn herum, oder an dem Wasser. Ein Hai kommt immer näher. Langsam umkreist er ihn und springt mit einem Satz auf ihn zu...
„Aaaaaaaahhhh!!!“ schreit Zoot und springt auf. Vorsichtig sieht er sich um. Er hat einen Alptraum gehabt und erst jetzt wird ihm bewusst wo er ist. Er sitzt in seinem Bett und neben ihm auf dem Boden kniet Ebony, mit einer Schüssel voll Wasser. Entsetzt schaut sie ihn an.
„Entschuldige,“ stottert sie „ich wollte nur das Tuch wechseln. Ich hatte nicht vor ich zu wecken, das Wasser war wohl etwas zu kalt...“
Ebonys Stimme klingt sanft und mitfühlend. Ganz anders als sonst.
„Nicht schlimm.“ flüstert Zoot. Er ist noch nicht bei Kräften. Er hat furchtbare Schmerzen und kann kaum noch sitzen bleiben. Vorsichtig sinkt er in seine Kissen zurück.
„Wie lange habe ich geschlafen?“
Ebony denkt nach und legt die Schüssel beiseite.
„Na ja, knapp eine Woche. Hast du Hunger?“
Jetzt wo sie es sagt verspürt er wirklich eine Art Hunger. Ohne lang zu überlegen nickt er. Ebony lächelt ihm zu und verlässt den Raum.
******
Zoot würde am liebsten sofort wieder einschlafen, nur sein Hunger trieb ihn an wach zu bleiben.
Ebony ist ungewöhnlich nett zu ihm, dass ist sie zwar seit einiger Zeit öfter gewesen, aber jetzt hat sie dabei eine etwas ehrlichere Art. Es gefällt Zoot so umsorgt zu werden, trotzdem würde er am liebsten jetzt gleich gesund sein und auf Streife gehen.
Sein Fieber ist nur etwas zurück gegangen und nachdem er etwas gegessen hat würde er sofort wieder schlafen. Warum kann Ebony sich nicht beeilen???

Ebony kommt mit einem riesigem Tablett voller Essen zu Zoot ins Zimmer.
Na endlich.
Zoot fühlt sich als hätte er Jahre lang nichts mehr gegessen und es schmeckt auch tatsächlich so. Mit jedem Bissen wird sein Appetit größer.
Zum Schluss als er alles gegessen hat und Ebony etwas verstört das Tablett wieder an sich nimmt, verfällt er zurück in seinen tiefen Fieberschlaf.
Ebony sitzt im Gemeinschaftsraum und liest eine alte Illustrierte. Zu ihrem Unglück hat Spike sich auch wieder dazugesellt.
„Na,“ fragt er frech „was macht die Liebe?“
Ebony schaut genervt auf.
„Frag sie doch, du Idiot.“
„Oder soll ich lieber fragen, was deine Liebe zu Zoot macht“
Ebony steht auf und wirft ihm die Illustrierte an den Kopf. Wütend geht sie an ihm vorbei.
„Ich liebe ihn nicht, zum letzen Mal!“
„Ach? Und warum wirst du immer so zickig wenn ich nach ihm frage?“
„Weil du mich nervst.“
Spike steht auf und tritt ihr gegenüber. Streng hält er sie an den Schultern fest und schubst sie auf die Couch.
„Warum gibst du es nicht endlich zu? Hier im Tribe weiß es sowieso jeder!“ Gelassen lässt er sich neben sie fallen und starrt an die Decke.
Ebony zuckt abwesend mit den Schultern.
„Ich denke das liegt daran dass du dein Maul nicht halten konntest!“ murrt sie.
Spike schüttelt den Kopf.
„Nein, jeder weiß es, weil jeder es sieht. klingt logisch oder? Die ganzen Locos haben bemerkt wie du vor Sorge um Zoot letztens fast gestorben wärst. Und jetzt komm mir nicht damit, dass er unser Anführer ist und wir ihn brauchen. Das interessiert dich nämlich nicht. Du willst an die Macht, kannst aber nicht dran weil Zoot dir im Weg ist.
Du hättest ihn schon längst entmachtet, wenn du wolltest. Damit hast du ja auch angefangen. Einen Plan nach dem anderem geschmiedet um ihn loszuwerden. Sogar Zoot hat das bemerkt und er hat dich nicht rausgeschmissen, weil er sich, unbewusst, ziemlich für dich interessiert. Er weiß nur wie er es verheimlichen kann, im Gegensatz zu dir. Deine Pläne haben vor einiger Zeit schlagartig aufgehört. Du bist viel freundlicher als vorher und du verlierst langsam an Respekt.
Ja, ja, so ist die Liebe!“ schließt er.
Ebony starrt Spike verblüfft an. Jetzt hat er ihren wunden Punkt getroffen. Aber geschlagen wird sie sich nicht geben.
Wütend steht sie auf und verlässt ohne ein weiteres Wort den Raum. Irgendwann wird Spike das noch furchtbar leid tun. Sie wird sich was für ihn überlegen. Dieses mal scheitert sie nicht so wie an Zoot.

Spike ist mit dem was er gesagt hat vollkommen zufrieden. Irgendwann wird Ebony ihm dafür mal dankbar sein. Einer muss es ihr ja mal sagen. Ob sie es hören will oder nicht, so kann es schließlich nicht weitergehen!
*******
Ebony sitzt in ihrem Zimmer auf dem Sofa und hört Musik. Im moment kann sie sich einfach nicht richtig auf ihre Pläne konzentrieren und sie muss zugeben, dass es ohne Zoot recht langweilig ist. Er ist die ganze Zeit schon am schlafen. Ab und zu wacht er mal auf, isst etwas und dann schläft er sofort wieder ein. Keine Erklärung, wo er war oder was ihm zugestoßen ist... nichts.
Es ist unerträglich für Ebony diese Stille auszuhalten. Keiner ist da mit dem sie sich richtig hätte streiten können. Außer Spike, aber mit ihm macht sowas keinen spaß. Das liegt wohl daran, dass Ebony ihm aus irgendeinem verborgenem Grund unterlegen ist.
Aus den Boxen dröhnt ununterbrochen das selbe Lied.
>No milk today< eines ihrer absoluten Lieblingslieder. Ihre Rolladen sind runtergezogen und in der Mitte des Zimmers, auf einem kleinem Tisch brennt unaufhaltsam eine Duftkerze. In dieser Stimmung kann sie am besten ihr altes und wahres ICH wiederfinden.
Ein dumpfes klopfen an der Tür stört ihre Ruhe.
Ebony richtet sich auf und dreht die Musik etwas leiser, dann geht sie zur tür und öffnet sie.
„Ja?“ Vor ihr steht ein schwacher zoot, der ungleichmäßig aus und ein atmet. Erstaunt starrt sie ihn an.
„Was ist?“ fragt sie etwas durcheinander.
„Darf ich reinkommen?“ Ebony nickt, öffnet ihm die Tür ganz und deutet ihm auf dem Sofa platz zu nehmen.
Mit einem fragendem Gesichtsausdruck setzt sie sich ihm gegenüber.
„Ich hab es in meinem Zimmer nicht mehr ausgehalten“ beginnt Zoot. „es ist ziemlich langweilig ganz alleine...“
„meine Meinung“ Sie schenkt ihm ein aufmunterndes lächeln.
„Und außerdem muss ich dir was sagen“ Zoot schaut sich in dem halbdunklen Zimmer um und redet etwas stockend weiter.
„Neulich bei der Party, das... das war geplant. Ich wollte nur das du das für alle Fälle weißt!“
Unfähig etwas zu sagen, sitzt ebony auf ihrem Platz und sieht in an. Sie hat es schon gewusst, aber sie hätte sich nie träumen lassen, dass er das zugeben würde.
„Du hattest es auch geplant! Nicht wahr?“ fragt er und Ebony nickt.
„Tja, ich denke mal. Zwei idioten, ein Gedanke!“ Zoot grinst, dann fängt er plötzlich an zu husten. Ebony steht auf und geht mit schnellen schritten auf ihn zu.
„Ich denke mal, du hast dich gut erkältet!“ lächelt Ebony und klopft ihm auf den Rücken.

Zoot lächelt ihr dankbar zu und sein Husten verringert sich.
„Sag mir deinen Grund?“ meint er promt.
Ebony schaut ihn etwas entsetzt an, aber in wenigen Sekunden hat sie sich wieder gefangen und lässt sich auf ihrem platz nieder.
„Ich weiß nicht... ich war ziemlich sauer auf dich...“
Zoot nickt. So etwas hat er sich schon vorher gedacht.
„Und das ganze verliebt getue war auch geplant, nicht wahr?“
Reuhmütig nickt Ebony, sie hat ihren Plan wohl nicht so gut ausgearbeitet, wie sie gedacht hat.
„ Aber mal im ernst: was sollte dir das bringen, Ebony?“ Ebony sieht vor sich auf den Boden, eigentlich hat er kein Recht danach zu fragen, denkt sie sich, aber ihn anzupfeifen wird auch nichts bringen. Am besten sagt sie die Wahrheit und die Sache ist vorerst gegessen.
Sie will es zwar sagen, aber sie bringt keinen Ton raus.
Wartend schaut Zoot sie an.
„was ist?“ fragt er langsam.
Ebony schaut immer noch vor sich hin. Sie weiß gar nicht was sie erklären soll. Und wie sie was erlären soll ist ihr noch weniger klar. Aber mehr als schief gehen kann es nicht. Ist leider so.
„Es war einfach nur eine Rache, manchmal kommt man halt eben auf solche Ideen. Weiß der geier was das bringt. Vielleicht eine innere Ruhe oder so was in der Art.“
Zoot schaut sie mit aufgerissenen Augen an. Er spürt wie sein Fieber ganz plötzlich wieder in ihm hochkommt un sich in seinem Körper breit macht.
Entsetzt spring Ebony auf und rennt zu ihm rüber.
Zoot überkommt wieder seine gewohnte schläfrigkeit und sackt in Ebonys Armen erschöpft zusammen.
******

„SPIKE!!!“ hört Spike seinen Namen von oben schreien. Es ist eindeutig Ebonys Stimme. Sie klingt sehr aufgebracht... nur warum? Diesmal hat er wirklich nichts verbrochen.
Eilig rennt er hoch in ihr Zimmer.
Er staunt nicht schlecht, als er Zoot in Ebonys Armen liegen sieht. Später erkennt er das Zoot nicht bei Bewusstsein ist.
„Was ist passiert“ fragt Spike lahm.
Ebony schluckt weinerlich, sie ist über die Lage vollkommen betrübt.
„Er ist zusammengebrochen! Ganz einfach so!!!“ meint Ebony und sie spürt heiße Tränen die ihr über die Wangen laufen... mist, denkt sie.
Spike kniet sich neben sie und schaut sich Zoot an. Das dauert Ebony zu lange.
„Nun tu doch endlich was!!“ schreit sie ihn an. Spike ist etwas verwirrt darüber, dass sie sich so aufregt.
„So ernst ist die Lage nicht, er muss nur zurück in sein Bett!“Ebony wacht, seit Zoot zusammengeklappt ist, ohne Pause vor seinem Bett. Spike hat ihr zwar versichert, dass Zoot nur überanstrengt ist, trotzdem macht sie sich Sorgen. Sie schämt sich furchtbar für den gestrigen Auftritt, doch sie hat nichts tun können, die Tränen sind ihr einfach so über die Wangen gerollt.
Zu Ebonys Glück hat Spike kein Wort darüber verloren. Ab und zu kommt Spike vorbei um Essen zu bringen, oder einfach nur um sich zu unterhalten. „Den Locos ist es ohne Zoot ziemlich langweilig“ hat er ihr berichtet. Das ist Ebony auch schon aufgefallen, wenn sie runtergeht sieht sie meistens nur gelangweilte Gesichter, anfangs wussten die Jungs sich noch zu beschäftigen, aber inzwischen haben sie keine Einfälle mehr.
Ebony selbst spürt die reale Welt um sich herum gar nicht mehr. Sie hat wichtigere Dinge zu tun, sie redet mit Zoot, obwohl sie weiß dass er sie nicht hört. Es beschafft ihr mehr Beruhigung, wie ein Tagebuch redet sie sich alles von der Schulter und wenn sie geendet hat, hat sie eine Last weniger zu schleppen. Wenigstens für einen Moment.
Eine klopfen an der Tür reißt ebony aus ihren Gedanken.
„Ja?“ flüstert sie schon fast überhörbar.
Die Tür geht auf und Spike setzt sich zu ihr. Ebony sagt kein Wort, sie hat tiefe Ringe unter den Augen, die ganze nacht war sie wach gewesen.
„Es ist wirklich ernster als ich dachte“ meint Spike und sein Blick beruht auf Zoots Bettdecke.
Ebony sieht ihn müde an.
„Was meinst du?“
„Na ja, du und Zoot. Du brauchst es nicht zu leugnen, gestern habe ich es mehr als deutlich gemerkt. Du...“
Wütend springt Ebony auf.
„Halt die Klappe!!!“ schreit sie ihn an.
Spike verstummt augenblicklich. Diesmal ist er wohl wirklich zu weit gegangen. Einige Sekunden später hat Ebony sich wieder unter Kontrolle und setzt sich kleinlaut hin.
„...tschuldige...“ murmelt sie undeutlich vor sich hin. Entschuldigungen sind nicht ihre Stärke.
Spike nickt stumm.
Er wird nicht mehr so schnell davon anfangen, schließlich weiß er jetzt wie Ebony darauf reagiert.
Zoots Bettdecke bewegt sich langsam. Ebony hat sofort wieder alles um sich herum vergessen.
Zoot öffnet die augen und gähnt vor sich hin.
„Mensch habe ich gut geschlafen“
Spike fängt an zu kichern.
„Siehst du, er hat keinen Kratzer und ist ausgeruht wie nie!“ flüstert er Ebony zu. Doch sie scheint seine Worte gar nicht zu hören.
„Hast du Hunger?“ fragt sie an Zoot gewandt.
„Na was denkst du denn?!“
Ebony nickt Spike zu, der daraufhin den Raum verlässt um etwas zu essen für Zoot zu besorgen.

Warst du die ganze Zeit hier?“ fragt Zoot mit matter Stimme.
Ebony nickt. „Nur ein paar Nächte!“
Erstaunt sieht Zoot sie an. „Aus welchem Grund? Das ist doch selbstmord!“
In dem Moment kommt Spike mit dem Essen herein. Spike stackst an Ebony vorbei und stellt Zoot ein großes Tablett auf den Schoß.
Ebony verzieht widerwärtig das Gesicht. „Mir wird schlecht wenn ich mir vorstelle das alles zu essen.“
„Deshalb musst du es auch nicht tun, ich schaff das schon alleine!“ grinst Zoot ihr zu.
Ein paar Tage später ist Zoot schon wieder voll fit. Zum ersten Mal seit Wochen verlässt er das Bett früh morgens und geht zum Gemeinschaftsraum. Noch etwas schlaftrunken macht er sich einen starken Kaffee und schlurft müde in Richtung Frühstückstisch.
Nun bemerken auch einige der locos ,die schon wach sind, ihn.
„Zoot“ einer springt erschrocken auf „Du bist von den toten auferstanden!!!“
Zoot versteht seine Worte gar nicht und geht mit einem gemurmelten „mmmhh“ an dem Loco vorbei. Zoot hat sich auf seinem Stammplatz niedergelassen und schon nach einigen Sekunden Bedenkzeit, nahm der Morgen wieder seinen gewöhnlichen Lauf ein.
Zwischendurch kommen immer mehr Locos zum Frühstückstisch und nach einer halben Stunde trudeln auch Ebony und Spike lachend an den Tisch.
„Oh, Zoot du bist auch wieder mal hier unten?“ grinst Ebony ihn an. Zoot der inzwischen voll wach geworden ist, was halbwegs am Kaffee liegt, streckt ihr seine gesunde Zunge entgegen.
„Schönes Esszimmer hast du da“ meint Ebony daraufhin.
Nun meldet sich auch Spike langsam zu Wort. „Ach ja, Bray war gestern hier. Er will mit dir reden, Zoot. Alleine!“
Ebony rollt genervt mit den Augen, während Zoot ganz Ohr ist.
„Wann?“
„Er hat gesagt er will heute noch mal einen Termin mit dir ausmachen“
Zoot nickt zufrieden und widmet seine ganze Aufmerksamkeit wieder seinem Kaffee.
„Sag mal, Zoot“ bricht Ebony das plötzlich eingetretene Schweigen „du hast uns noch gar nicht erzählt was dir zugestoßen ist“
Ein anderer Loco mischt sich ein.
„Und wo ist eigentlich unser Auto?“
Zoot grinst.
„Das Auto ist mitten in der Pampa total verschrottet.“ Ebony zieht eine Augenbraue hoch, was soviel heißt wie: >Und wie das?<
„Ich hab einen Baum geküsst, er wirkte halt so anziehend!“ behauptet Zoot kleinlaut.
Alle bis auf Ebony geben sich mit dieser Antwort zufrieden. Aber Ebony hat sich angewöhnt nicht immer gleich los zu plärzen. Irgendwann wird sich die passende Gelegenheit noch finden. Und wenn es Jahre dauern wird.Die Locos ziehen noch ein letztes Mal alleine durch die Strassen, da Zoot sich noch nicht ganz sicher ist ob er das durchhalten würde. Ebony bleibt ebenfalls im Hotel, so hat Spike auch endlich mal die Chance das Kommando zu übernehmen.
Zoot sitzt mit Ebony in seinem Zimmer, Ebony zeigt Zoot alles vor was in der vergangenen Zeit, während Zoot K.O. war, passiert ist.
„WAS?!“ ruft Zoot entsetzt. „Ihr habt den Demon Dogs unsere Schnapsflaschen gegeben?!“
Ebony zuckt unmerklich mit den Schultern.
„Im Gegenzug haben sie uns Medizin für dich gegeben. Abgesehen davon haben wir noch ein paar Flaschen über behalten!“
Seufzend schaut Zoot zu seiner Tasse mit Zitronenwasser. Dieses abartige Zeug soll ihm die Halsschmerzen vertreiben?! Wirklich kaum zu glauben.
„Okay, und warum habt ihr den Mall- Rats Essen gegeben?“
Wieder zuckt Ebony nur mit den Schultern.
„Wir brauchten einen Arzt. Der kleine Dal hat seine Arbeit wirklich gut gemacht!“
Zoot klatscht in die Hände. „Na großartig... wirklich prima! Und das alles nur weil ich krank war.“
Ebony lächelt ihn triumphierend an. Ihr ist klar das Zoot das nur ironisch gemeint hat, schließlich wurde sein Leben dadurch gerettet, - das ist ja wohl die Hauptsache. Jedenfalls für Ebony, wenn sie an Zoots Stelle gewesen wäre.
Etwas später klopft es an der Tür und Spike tritt ein. Die Locos sind anscheinend von ihrer Streife zurück.
„Öhm... wir haben hier jemanden gefunden, der sich nicht einsperren lassen will.“ meint Spike etwas bedrückt.
„Ist das ein Problem für dich?“ ruft Ebony sofort. Zoot ist klar, dass es eine Weile dauern wird ehe Ebony begreift, dass er jetzt wieder der Herr im Hause ist. In einem etwas ruhigerem Tonfall als Ebony fragt er was los ist.
„Dieser jenige behauptet, dass er mit Ebony befreundet ist...“ erzählt Spike weiter.
„Ich habe keine Freunde!“ unterbricht Ebony wieder. Zoot bringt sie mit einer Handbewegung zum Schweigen.
„Gut, erzähl weiter Spike!“
„Er meint, er ließe sich nicht einsperren bevor er nicht mit Ebony geredet hat.“
„Für wen hält der sich?!“ ruft Ebony sofort. Zoot flunkert sie wütend an, Ebony verstummt sofort.
„Vielleicht kennt ihr euch ja doch. Bring ihn her Spike!“ Als Spike den Raum verlassen hat, steht Ebony auf und rennt im Zimmer hin und her.
Sie kann nicht fassen dass Zoot so jemandem Glauben schenkt. Es ist doch wohl klar das sie keine Freunde hat.
„Warum Zoot?“ fragt sie ihn aufgebracht.
„Wart doch erst mal ab, vielleicht kann er uns doch von nutzen sein!“ Zoot ist immer noch vollkommen ruhig, was Ebony nur noch rasender macht.

"Du weißt doch ganz genau dass...“
„Ja süße, ich weiß. Und ich glaube dir auch. Aber warte doch mal ab was er zu sagen hat.“ meint Zoot ganz gelassen. – Mein Gott, denkt Ebony, jetzt dreht er völlig durch.
„Seit wann hat ein Gefangener was zu sagen?“
„Du willst mich nicht verstehen. Ich meine, dass er versuchen wird uns etwas vorzuheucheln. Das heißt wir können so tun als ob wir ihm glauben und ihn so für unsere Zwecke benutzen. Verstehst du mich?“
„Nein“ kommt es wie aus der Pistole geschossen. Zoot sieht Ebony schräg an. Ebony verzieht das Gesicht und setzt sich etwas beruhigt wieder hin. „Ja ich hab dich schon verstanden!“ seufzt sie.
Zoot nickt ihr anerkennend zu.
„Sehr gut.“
Tausend Gedanken schießen ihr durch den Kopf. Für sie steht fest das dieser jenige, der behauptet sie zu kennen, alles nur lügt. Schließlich gibt es keinen außerhalb des Hotels mit dem sie je eine Freundschaft angefangen haben könnte. Vielleicht kennt sie ihn und vielleicht ist es ein Freund aus der Zeit vor dem Virus. Aber das bedeutet heute gar nichts mehr. Jeder der mal mit ihr befreundet war, hat ihr die Freundschaft gekündigt. Genau wie sie es gewollt hat. Sie braucht keine Freunde und für Freundschaft ist in dieser Welt kein Platz.
Wieder klopft es an der Tür.
„Hier ist er.“ meint Spike und öffnet die Tür soweit das der Fremde eintreten kann.
Ebony schaut vorsichtshalber schon mal direkt zur Wand. Sie hat keine Lust sich mit einem Heuchler abzugeben und ganz vielleicht könnte dieser Schwindler ja gut aussehen.
Sie hört wie Zoot aufsteht.
„So,so.“ meint Zoot und mustert den Fremden. „Du behauptest also, unsere Ebony zu kennen.“
„Wo ist sie?“
Zoot lächelt und deutet auf das Mädchen, das etwas nervös auf dem Sofa sitzt und kein einsehen hat ihr Gesicht zu zeigen.
„Ebony!“ meint Zoot mit gelassener Stimme. „komm her und sag mir ob du ihn kennst.“
Ebony lässt ein Stöhnen von sich geben und geht mit gesenkten Kopf zur Tür herüber.
In diesem Moment ist es ihr egal was sie für einen Eindruck hinterlässt.
„Und?“ Zoot steht wartend neben ihr. Ebony hebt langsam den Kopf und blickt in das Gesicht des Fremden.
Ihr Herz macht für eine Sekunde einen Aussetzer, fast wäre sie in Ohnmacht gefallen.
Ebony hat nicht gedacht, dass Spike DIESE Art von Freundschaft meint. Das ist einfach unmöglich. ER kann nicht einfach hier sein. Nicht jetzt. Warum? Das kann nur ein andrer sein, niemals der echte...
Der Fremde reißt Ebony aus ihren Gedanken.
„Mein Güte... Maus.... hast du dich verändert“ vorsichtig streckt er seine Hand nach ihr aus und streichelt ihre Wange.Zoot steht etwas verwirrt neben den beiden und weiß nicht so recht was er sagen soll. Ebony scheint diesen Kerl wirklich zu kennen. Ihr Gesicht ist ganz bleich geworden und sie selbst bringt keinen Ton heraus.
Das ist einfach nicht wahr, denkt sie erschrocken. Sie muss richtig gegen die Tränen ankämpfen und gegen den Drang diesen Kerl einfach in die Arme zu fallen. Wie lange hat sie jetzt auf seine Rückkehr gewartet? Und vor wie langer Zeit hat sie aufgehört sich falsche Hoffnungen zu machen?
Und jetzt? Jetzt nach all den Jahren taucht er einfach wieder in ihrem Leben auf. Es kann nur ein Traum sein...
Sie spürt das Tränen ihre Wange hinunterlaufen, ohne das sie Kontrolle darüber hat. Ihr ist es plötzlich egal, dass Zoot und Spike um sie herum stehen. Jetzt ist es zu spät... keine Kontrolle...die neue welt...die neu welt von der sie und Zoot immer geträumt haben. Alles was mit den Locos geplant ist... die neuen Gefühle für Zoot, all das ist mit einem Türschlag wieder entfernt worden. Unfassbar, aber es ist wahr.
Wieder reißt der Fremde sie aus den Gedanken und nimmt sie in die Arme. Ebony lässt sich das alles gefallen. Viel zu lange hat sie darauf gewartet um es jetzt einfach wegzuschieben.
Seine Hand fährt über ihren Rücken bis hin zu ihrem Kopf und fängt an sie sanft zu streicheln.
„Ruhig meine süße... es wird alles gut...“
Mit weit offenen Augen steht Zoot ziemlich perplex neben dem sich in den Armen haltenden Menschen. Etwas ratlos und nach Hilfe suchend sieht er zu Spike, der aber genau wie Zoot auch nicht weiß was jetzt zu tun ist.
Ebony hat Zoot und die Welt um sich herum schon ganz vergessen. Ihr Leben dreht sich in ihrer Vergangenheit. So vieles hat sie in ihrem Unterbewusstsein gespeichert und schon sehr lange Zeit nicht mehr dran gedacht. Auf einmal kommt alles in ihr hoch.
„Spin...“ murmelt sie fassungslos.
„Spin?“ wiederholt Zoot „Ebony, kannst du mir mal bitte erklären wer das ist?!“
Ebony erwacht wieder aus ihrem Trance zustand. Erschrocken dreht sie sich zu Zoot um.
„Also das ist...“ Ebony findet keine passenden Worte dafür, aber Spin hat sie sofort.
„Darf ich vorstellen“ grinst er „meine Verlobte!“

Der große Zoot steht inmitten eines großen Raumes und weiß zum ersten Mal, seit der Gründung der Locos, nicht was er machen soll. Die Antwort eben hätte ihm fast sein Leben gekostet. Die beiden wollen ihn wohl verarschen?!
Doch Ebony steht immer noch dicht an Spin gedrängt und sucht Zoots Blick. Zoot ist klar, dass Ebony es ernst meint. Trotzdem kann er es nicht glauben. Das alles ist viel zu unglaubwürdig. Wenn die beiden wirklich verlobt sind, dann haben sie sich vor dem Virus verlobt, aber Ebony ist doch jetzt gerade mal 16!
„Ich denke, wir setzen uns erst mal unten in den Gemeinschaftsraum, da können wir...“ meint Ebony betreten wir aber von Zoot unterbrochen.
„Nein! Nicht dort. Wir bleiben hier!“ sagt er streng und zeigt Spike mit einer Geste das er den Raum verlassen soll.
Spin und Ebony nehmen Platz, nur Zoot steht noch unschlüssig rum.
Nervös geht er hin und her.
„Also, ihr zwei seid verlobt.“ schließt Zoot und schaut die beiden an. Ebony nickt etwas unbehaglich.
„Und wie lange?“
Spin denkt kurz nach „Ich schätze das währen jetzt drei Jahre...“
Zoot verschlägt es die Sprache. 3 Jahre!!!
„Was?!“ keucht er „Aber da war Ebony ja erst 13!“
Ebony verzieht das Gesicht und zuckt mit den Schultern.
„Warum???“ fragt Zoot ungläubig als keiner der beiden anstalten macht es zu erklären. Ebony steht langsam auf und legt eine Hand auf Zoots Schulter.
„Zoot, denk mal nach. Warum verlobt man sich wohl?“ Zoot schaut ihr ins Gesicht während Ebony ihn angrinst.
„Das meinte ich nicht, warum so früh?“
Ebony sieht Zoot erschrocken an, dann sieht sie zu Spin und schließlich auf den Boden. Spin scheint jetzt auch etwas verwirrt zu sein, denn er schaut stirnrunzelnd zu Ebony, steht auf und packt sie an den Schultern. „Was ist damit?“ fragt Spin sie streng. Ebony antwortet nicht.
„Ebony! Los sag es!“ nun fängt er an sie an den schultern zu rütteln. Tränen laufen Ebony die wange runter, aber sie bringt noch immer keinen Ton raus. Bis Zoot einschreitet und Spin von ihr wegschubst.
„Was ist denn hier los?“ fragt Zoot wütend „Könnte mir vielleicht mal einer auskunft geben???“
Spin hat sich inzwischen wieder hingesetzt und starrt Zoot und Ebony abwechselnd böse an.
„Wenn du es wissen willst, dann frag Ebony! Mir will sie es schließlich auch nicht sagen.“
Ebony hat sich auf die knie gelassen und weint still vor sich hin. Sie weiß genau was Sache ist und sie weiß auch das Spin es schon ahnt. Aber sagen kann sie es ihm nicht. Dazu brauchte sie 3 Jahre um das zu verarbeiten und jetzt soll sie alle ihre Wunden wieder ausbuddeln?!
Zoot beugt sich zu ihr runter, zieht sie an den Armen hoch und schleppt sie auf das Sofa.
„Erzähl endlich!“ fordert er sie leise auf. Ebony schluckt und setzt an um etwas zu sagen.

"damals, kurz bevor ich in diese Stadt gezogen bin, war ich schwanger...“ beginnt Ebony leise. Zoot hat vor Schreck ganz große Augen.
„Spin war schon lange mit mir zusammen und er versprach mir mich zu heiraten wenn er mit seinem Studium fertig wäre. Wir hatten schon große Pläne für die Zukunft, wie unser Kind heißen sollte, wo wir wohnen würden und, und, und.“ Ebony holt kurz einmal Luft. „Dann kam der Umzug und machte alle Pläne einfach so zunichte...“
„Was redest du denn da?!“ rief Spin aufgebracht „Es hat gar nichts zunichte gemacht, ich hab dir versprochen ich komme zu dir und wir ziehen alles durch. Und du hast gesagt du würdest mir schreiben, wie es dem Kind geht... aber du hast nichts unternommen!!!“
Ebony sah den wütenden Spin traurig an. „Versteh doch, ich versuche zu erklären. Ich konnte dir nicht schreiben, weil ich es nicht übers Herz gebracht habe. Das Baby ist direkt nach der Geburt gestorben!“
Jetzt ist es raus. Ebony spürt wie alle Blicke auf ihr haften.
Zoot ist vollkommen verwirrt. Warum hat er von all dem nichts mitbekommen?
Spin steht auf und setzt sich neben Ebony.
„Hey... aber das hättest du mir doch sagen können. Warum Ebony? Ich war der Vater, ich dachte du vertraust mir...“
Ebony weicht Spins streichelnder Hand aus.
„Es ging nicht. Ich hatte Angst. Und ich wusste nicht ob du mich überhaupt noch liebst.“ Und schon wieder rollen Tränen ihre Wange runter. Heute scheint echt nicht Ebonys Tag zu sein. Ständig muss sie ihre Schwäche zeigen. Zoot wäre darüber bestürzt... Zoot? – oje.... den hat sie völlig vergessen. Vorsichtig schaut sie zu ihm auf.
Er starrt verträumt vor sich hin, Ebony kann nicht erkennen ob er traurig, wütend oder fröhlich ist. Sie sieht nur eine leichte Spur von Verwirrung.
„Zoot?“
Augenblicklich schaut er auf und sieht sie fragend an.
„Was?“
Ebony schüttelt als Antwort nur den Kopf. Sie weiß nicht was sie ihm sagen soll. Sie weiß auch nicht was sie Spin sagen soll. Nach all den Jahren taucht er wieder hier auf... was soll sie denn tun? Ebony hat keine Ahnung ob sie ihn noch liebt oder nicht. Am Anfang als er reinkam, war es für Sekunden so wie früher. Aber jetzt kann sie nicht mehr da weiter machen wo sie aufgehört haben.
Ihr Baby ist tot. Schon lange Jahre ist es tot. Es war der Einzige Grund zur Verlobung. Ebony hatte damals einen Vater für es gewollt und der wahre Vater wollte sich darum kümmern. Doch in der zeit als sie im Krankenhaus lag, in der zeit des Kummers, hat er sich da je gemeldet?
Nie, irgendwann hat sie eingesehen, das er nicht der richtige ist.
Und jetzt?
Was empfindet sie jetzt für ihn?
Was ist mit Zoot?
Das ist alles so schwierig, viel zu schwierig für einen allein. Sie braucht einen zum reden. Zoot wäre geeignet, aber das geht nicht, sonst müsste sie Sachen preisgeben die sie lieber für sich behalten will.
Spike! Ganz genau, mit Spike kann sie reden! Ohne auf die beiden anderen zu achten verlässt sie den Raum und läuft zu Spike.Spike sieht Ebony etwas ratlos an. „Ähm... und was soll ich jetzt dazu sagen?“
Ebony hat ihm in innerhalb einer viertel Stunde die ganze Geschichte erzählt. Nun ist sie doch etwas enttäuscht, wenn sie Spike ansieht und daraus schließen muss das er auch keine Ahnung hat was sie tun soll. Wirklich blöd.
Als Ebony nicht antwortet nickt Spike etwas bedenklich und klatscht in die Hände.
„Also, ich kann dir nicht sagen für wen von beiden du dich entscheiden sollst, denn das musst du selbst wissen. Aber ich kann dir sagen das du dich bereits für jemanden entschieden hast...“
„Kann gar nicht sein!“ protestiert Ebony sofort, doch Spike bringt sie schnell zum schweigen.
„ Es mag vielleicht doof klingen, dein Herz weiß wen du liebst und wen du behalten möchtest. Nur dein Verstand ist sich noch nicht darüber im klaren. Egal wie du dich zum Schluss entscheidest, einer wird verletzt sein, du kannst nicht beide glücklich machen!“
Was Spike ihr da gesagt hat, mag wohl stimmen. Trotzdem hat Ebony noch keine Idee, wen der beiden sie nun ihr Herz geschenkt hat. Vielleicht hat Spin es noch. Vielleicht hatte Spin es die ganzen Jahre über.... oder sie hat es zurückgenommen und es Zoot geschenkt- blöder mist! Beides missfällt ihr irgendwie.
Das war es!
Natürlich.... warum ist sie nicht gleich drauf gekommen?! Begeistert klatscht sie in die Hände und Spike sieht sie verwundert an.
„Oh Spike, du bist ein Schatz!“ ruft sie mit gespielter kindlichkeit. „Ich liebe keinen von beiden!!!“
Begeistert sieht sie in sein entsetztes Gesicht. Damit hat Spike nun nicht gerechnet.... Ebony, die intelligente der Locos, trifft gerade diese Entscheidung. Unfassbar. Ohne das Spike sie aufhalten kann ist Ebony schon wieder aus der Tür.
Vergnügt geht sie den Gang zu Zoots Zimmer entlang. Kurz vor seiner Tür bekommt sie die ersten schmerzvollen Geräusche mit.
Mit einem lauten „Mist Mist Mist“ stürzt sie ins Zimmer.
Ihre Vermutung hat sich offenbart. Spin hat Zoot in die Mangel genommen. Zoot versucht sich verzweifelt aus Spins Würgegriff zu befreien, aber Spin ist ihm kraftmäßig einfach überlegen.
„Spin! Hör sofort auf damit!“ wütend reißt sie Spin von dem röchelnden Zoot weg.
Zoot setzt sich sofort einige Meter von Spin entfernt auf Sofa, während Spin immer noch wütend in seine Richtung schielt.
Fassunglos greift Ebony sich an die Stirn.
„Was ist denn mit dir los, Spin?“
Lächelnd geht Spin auf sie zu.
„Merkst du nicht das dieser Kerl dir im Weg ist?! Er hält dich nur davon ab mit mir zu gehen...“
„Du hast mich ja noch gar nicht gefragt ob ich mit dir gehen will“
„Ich weiß, aber mir war von anfang an klar, dass er“ und damit deutet er auf Zoot „dich hier behalten wird. Aber ich weiß das du dir in deinem inneren nichts lieber wünschst als mit mir zu kommen. Dieser Zoot ist eine komplette Null, ein Nichts! Was hast du hier schon? Er kann dir nichts bieten, also komm mit mir!“
Etwas überfragt schaut Ebony auf den Boden. „Spin, ich habe mich schon längst entschieden...“ beginnt sie.Zoot und Spin schauen Ebony abwechselnd fragend an.
„Ich liebe Zoot!“ meint Ebony entschlossen „Ich bin schon seit ausbruch des Virus hier und ich werde auch weiterhin hier bleiben.“
Spin fällt aus allen Wolken, er war sich so sicher gewesen, dass Ebony Zoot absagen würde. Er hat wirklich geglaubt Ebony würde mit ihm gehen. Wie man sich doch in jemanden täuschen kann. Dann eben nicht!
„Okay. Du willst also bei dieser Null bleiben, bei diesem Versager. Meinetwegen tu das, du gehörst schon lange nicht mehr zu mir. Und um ehrlich zu sein du hast nie zu mir gehört. Ich war nur mit dir zusammen weil du so gut aussahst und als du mir erzählt hast das du schwanger bist, bin ich abgehauen. Mit recht, ich wollte niemals etwas mit dir oder deiner Familie zutun haben!“ Mit funkelnden Augen sieht er Ebony an und geht schließlich stampfend an ihr vorbei zur Tür.
Ebony hat er gerade in dem Moment das Herz gebrochen. Wie so oft. Immer hat er ihr irgendwie weh getan und sie ist immer wieder auf ihn reingefallen. Aber jetzt, jetzt war sie stark gewesen.
Spin hat die Locos einfach ohne ein weiteres Wort verlassen. Zoot, der sich inzwischen wieder erholt hat muss sich jetzt um die gebrochene Ebony kümmern. Vorsichtig setzt er sich neben sie auf das Sofa.
„Hey süße, ich würde mir keine Gedanken mehr um den machen. Das ist nur Verschwendung. So einer ist es nicht wert.“ Zoot weiß das er selber nicht besonders gut im aufheitern ist, Bray konnte das alles immer viel besser. Nur diesmal ist es wohl doch nicht so schlecht gesagt worden wie üblich.
Ebonys Miene erhellt sich plötzlich und sie schaut ihn etwas schräg an und grinst. „Du hast recht, Männer sind eben Schweine!“
Zoot hat zwar nicht das beabsichtigt, aber andererseits erscheint es ihm eher so als ob Ebony ihn gar nicht sieht. Sie schaut durch ihn hindurch. Seltsam... dabei hat sie eben noch gesagt das sie ihn liebt.
„Ich hoffe du beruhigst dich wieder...“ redet ihr Zoot nachdenklich zu, während seine Hand über ihren Rücken kreist.
Bei einem muss er Spin aber recht geben, Ebony ist wirklich hübsch. Den Gedanken behält er allerdings für sich.
Ebony nickt ihm freundschaftlich zu.
„Ich bin schon in Ordnung... der Tag war nur etwas seltsam. Es ist so vieles passiert und es wurde so vieles wieder aufgewühlt.“
Zoot stellt sich vor Ebony auf. Er gibt ihr völlig recht. Ebony schaut ihn verwirrt an.
„Du liebst mich?“ fragt er sie ganz plötzlich. Ebony fühlt sich so, als hätte Zoot ihr ein Brett vor den Kopf geschlagen. Wie kommt er jetzt plötzlich wieder darauf zurück?
Etwas unbehaglich nickt sie.
Zoot verzieht das Gesicht und lässt sich säufzend nieder.
„Ebony, warum? Warum Liebe? Konnte es nicht nur freundschaft sein? Warum musstest du dich in mich verlieben? So geht das doch nicht. Ich hab dich schon gern, aber ich kann schon von berufs wegen her nicht mit dir zusammen sein. Ich kann nicht einfach so runter in den Gemeinschaftsraum kommen und dich küssen. Das geht nicht. Was soll ich denn tun?“ Ebony ist etwas überrascht von Zoots Reaktion, das er das ganze so sieht hätte sie nicht gedacht. Lächelnd sieht sie ihn an.
„Lass nur Zoot, wenn du mit allem wirklich glücklich bist, bin ich zufrieden!“Ebony ist zufrieden mit dem was sie gesagt hat, dass Gespräch zwischen ihr und Zoot ist sowieso etwas aus den Fugen geraten. Wer hätte auch ahnen können, dass Zoot sich alles so sehr zu Herzen nimmt? Oder will er sie etwa gar nicht hier bei sich haben? Wieso kann er nicht einfach Klartext reden?
Typisch Männer, denkt Ebony, die machens einem immer noch schwerer als es eigentlich schon ist. Zoot liebt sie nicht, dass hat er ihr deutlich gezeigt.
Einsam geht Ebony durch das inzwischen ziemlich ruhige Hotel, ohne überhaupt ein Ziel zu haben.
„Na nu?! Du bist ja noch da!“ hört Ebony eine bekannte Stimme hinter sich. Spike.
Mal wieder.
„Ja, bin ich. Oder hast du vielleicht ein Problem damit?“ Von Ebonys bissiger Stimme überrascht schüttelt Spike schnell den Kopf.
„Ich dachte nur, du hättest es dir anders überlegt. Schließlich sah der Kerl nicht schlecht aus“
Ebony gibt ihm einen wütenden Schlag auf die Schulter. So ein Idiot, Spike weiß wirklich am besten wie man sich unbeliebt machen kann. So was hätte er sich auch sparen könne. Schließlich behauptet er immer, er würde ihre Gefühle kennen.
„Ich habe Zoot gesagt was ich für ihn empfinde...“ meint Ebony leise nach einiger Zeit.
„Und er hat dir einen Korb gegeben“ vollendet Spike ihren Satz.
Ebony sieht ihn an.
Woher weiß er das denn nun wieder? Hat Zoot den Locos etwa schon alles erzählt?
„Es ist immer das selbe! Zoot hat Angst vor einer Beziehung. Daraus musst du dir nichts machen, gib einfach nicht auf!“
Spike gibt einen merklich gelangweilten Wink und zieht Ebony mit in die Küche.
Sofort geht er zu einem Schrank und holt zwei Gläser heraus. Auf Ebonys fragenden Blick gibt er zur Antwort.
„Jetzt hilft nur noch etwas Sekt!“ grinsen bringt er nun auch eine Flasche Sekt zum Vorschein.
„Oh... ich versuch gerade trocken zu bleiben“ Ebony hält beide Hände vor sich.
Spike lächelt.
„Ebony, sei nicht so, ein Gläschen hat noch niemanden geschadet!“
Ebony geht sofort einen Schritt zurück, als Spike mit den Gläsern auf sie zukommt.
Seit der letzten Party hat sie sich geschworen nie wieder Alkohol zu trinken. So ein Kater ist die Hölle.
„Hey, auf einem Bein kann man nicht stehen, meinst du nicht ich weiß das dort mehr draus werden?“
Spike muss sich lachend umdrehen.
„Doch, ich war mir schon sicher das du das weißt. Aber mal ehrlich. Was solls?“ Ebony zuckt grinsen mit den Schultern und nimmt ein Glas an sich. Spike hat recht, was solls?

Ebony und Spike torkeln nachts um zwölf stockbesoffen durchs Hotel.
Ebony ist verwundert darüber, dass nur drei flaschen sekt so glücklich machen können.
„Weißt du Spike“ lallt sie „isch denke wer kein Alkohol trinkt, bei dem ist alles verloren!“
Spike grinst und wirft die letzte leere Flasche Sekt unachtsam hinter sich. Ein lautes klirren ertönt und Spike kann sich vor lachen kaum noch halten. Ebony lacht auch, komisch, wenn sie nüchtern gewesen wäre fände sie das alles nur albern. Aber jetzt kann sie sich über jede kleinigkeit amüsieren.
**********
Zoot schläft schon tief und fest als er etwas unsanft aus seinen Träumen gerissen wird.
„Einer geht noch, einer geht noch rein...“ Dieser Gesang hallt durch das ganze Hotel. Zoot kann die Stimmen sofort unterordnen.
Natürlich... Ebony und Spike!
Seufzend und schlecht gelaunt steht er auf und reibt sich den Schlaf aus den Augen. Müde geht er zur Tür. Sein Vorhaben die beiden zu stoppen, verschiebt er, als seine hand die Klinke berührt und er die Zahnpasta an seinen Fingern spürt.
„Verdammte scheiße!!!“ brüllt er.
Der Gesang verstummt urplötzlich und dafür ertönt wieder ein lautes Lachen.
„Kindsköpp!“ murrt er und schlurft ins Bad um sich seine Hände zu waschen.
Nicht lange danach fangen Ebony und Spike wieder an zu gröhlen.
„Eisgekühlter Bommerlunder, Bommerlunder eisgekühlt...“
Zoot hat keine Ahnung was Ebony und Spike noch so angestellt haben, und wenn er ehrlich ist, will er es auch gar nicht wissen.
Entschlossen geht er dem Gesang entgegen.
„...und dazu ein belegtes Brot mit Schinken...“
Bingo! Da sind sie auch schon.
„Könnt ihr vielleicht freundlicherweise mal die Klappe halten?“ fragt Zoot und baut sich vor ihnen auf.
„Schinken!“ bringt Spike ihm sofort entgegen. Ebony dreht sich lachend um. Die ganze Situation ist echt zu komisch.
Ohne auf Zoot zu achten gehen die beiden weitersingend an ihm vorbei in den Gemeinschaftsraum.
Zoot gibt auf. Vielleicht wird es ihnen ja doch irgendwann zu langweilig. Mit dieser letzten Hoffnung krabbelt Zoot zurück in sein Bett.
*******
Ebony und Spike denken gar nicht daran ins Bett zu gehen. Für sie hat der Spaß gerade erst angefangen.
Spike setzt sich sofort ans Klavier und klimpert ein Lied nach dem anderen, während Ebony sich aufs Sofa legt. Nicht lange und die beiden werden von ein paar Locos aufgespürt, denen das Palaver wohl ziemlich auf die Nerven geht.
Die Locos verbieten Spike weiter zu spielen. Das wiederum ärgert Spike. Ebony ist ihm dabei wohl keine große Hilfe, sie liegt nur lachend auf dem Sofa. Spike will sich den Spaß nicht weiter verderben lassen und funkt Zoot mit seinem Walky-Talky, dass er für die Rundfahrten hat, an. Zoot meldet sich sofort.
„Komm mal schnell runter, hier gibts gleich stress!“ ruft Spike durch.
Keine Minute später steht Zoot in der Halle und traut seinen Augen nicht. Da sitzt Spike, der nicht Klavier spielen darf und eine noch betrunkenere Ebony liegt auf dem Sofa. Drumherum stehen ein paar Locos die ziemlich verwirrt in die Runde blicken. Von vermeintlichen Aggressoren ode3r potenziellen Schlägern keine Spur.
Dafür ist er um halb zwei uhr aufgestanden? Fassungslos nimmt er Ebony und Spike in den Schlepp und verfrachtet sie in ihre Zimmer.

Müde und mit pochendem Schädel setzt Ebony sich auf. So schlecht hat sie lange nicht mehr geschlafen. Das Hämmern in ihrem Kopf will einfach nicht aufhören und ihre Erinnerungen an gestern Nacht sind nur verschleiert zu erkennen. So was kann nur ihr passieren... na ja und vielleicht Spike.
Plötzlich hört sie ein zaghaftes Klopfen, es ist zwar leise, aber trotzdem springt ihr Kopf bei dem Geräusch im Dreieck.
„Herein“ stöhnt sie. Die Tür geht auf und Zoot steckt langsam seinen Kopf ins Zimmer,
„Na schon wach?“ fragt er grinsend.
„Sieht so aus“ murrt Ebony vor sich hin.
Zoot kommt rein und schließt die Tür hinter sich. Unschlüssig steht er inmitten des Raumes.
„Wird ja auch langsam Zeit das du aufstehst“ meint er achselzuckend „Ist schließlich schon 15 Uhr!“
Ebony fällt vor Schreck fast aus dem Bett. 15 Uhr? Hat sie echt so lange geschlafen? Ein Blick auf die Uhr verrät ihr das Zoot recht hat. Aber seltsamerweise spürt sie immer noch Müdigkeit in sich.
Zoot setzt sich neben sie aufs Bett
„Sag mal“ beginnt er „warum hast du soviel getrunken?“
„Ich hatte durst!“ antwortet Ebony einfallslos. Zoot schüttelt verächtlich den Kopf und Ebony muss einsehen, dass sich mit einem Kater schlecht lügen lässt.
„Hach... ich weiß auch nicht... es hat sich halt so angeboten“ seufzt sie schließlich.
„Doch nicht etwa wegen mir, oder?“ Zoot glaubt ihr immer noch nicht, er ist sich sicher das sie den Grund weiß´, er muss ihn nur noch aus ihr rausbekommen.
Ebony ist entsetzt. Kann sie wirklich so schlecht lügen? Nervös steht sie auf und dreht sich zu Zoot um.
„Junge, nerv mich nicht!“ mit diesen Worten verlässt sie das Zimmer und geht runter in Richtung Pool.
*********
Zoot steht an Ebonys Fenster und sieht hinaus auf den Pool. Ebony hat sich dort an den Rand gesetzt um sich einzucremen. Für Zoot steht fest, dass es eine Flucht vor ihm war.
Das hat er nun nicht gewollt. Und eigentlich mag er sie ja sehr.... nur leider ist er seit der Sache mit Trudy etwas zurückgezogener in Sachen Beziehung.
Zoot hat neulich erfahren das Trudy ihr Kind hat. Sie hat es Brady genannt. Wie auffällig und wie dumm.
Jeder merkt das der Name eine Ableitung von Bray und Trudy ist, aber es ist Zoots Kind. Nicht Brays.
Da kann man sehen wie leicht es ist ihn auszunutzen. Und so etwas soll Zoot nie wieder passieren.Zoot steht noch immer oben in Ebonys Zimmer und schaut runter auf den Pool. Ebony hat sich inzwischen umgezogen und schwimmt mit ihrem schwarzen Bikini ein paar Bahnen.
Zoot kann sich von dem Anblick nicht losreißen. In diesem Outfit sieht Ebony richtig sexy aus. Aber an so was darf er gar nicht denken, sonst würde er es sich zum Schluss wahrscheinlich noch mal anders überlegen.
Auch wenn er Trudy schon lange überwunden hat, ärgert es ihn dennoch, dass er, der große Zoot, Anführer der Locos, auf so etwas hereingefallen ist.
Wie niederträchtig.
Zoot ist froh das keiner von den Locos über die Sache mit Trudy bescheid weiß. Wer weiß wie lange er dann noch Anführer wäre...
********
Spike sitzt im Gemeinschaftsraum und denkt nach. Er hat seinen Kater schon lange überwunden, er war ja auch nicht ganz so voll wie Ebony gewesen.
Spike hat sich eine Illustrierte geschnappt und blättert darin, aber irgendwie kann er sich nicht so richtig darauf konzentrieren.
Diese ganze Beziehungsgeschichte hat es ihm noch mehr angetan als Ebony oder Zoot.
Die beiden kümmern sich ja wohl, allen Anschein nach, einen Dreck um ihre Zukunft. Aus dem Grund muss Spike wohl oder übel wieder eingreifen.
Nur ist ihm noch nicht so klar wie er das tun soll. Er hat schon mal ein paar vorteile darin, dass er neben Ebony auch noch der Vertraute von Zoot ist. Das heißt, er könnte im Prinzip mit Zoot drüber reden.... aber auch nur wenn Zoot selbst mit ihm drüber reden will. Und dazu muss man diesen Sturkopf erst mal bringen.
Wirklich verzwickt die Lage.... Warum können die zwei sich nicht selber finden? Muss er denn wirklich immer Amor spielen?
Zuerst jedenfalls, ist es ratsam zu wissen ob Zoot überhaupt was von Ebony will. Sollte das nicht der Fall sein, hat er ein Problem. Das hat er ohnehin wenn Ebony erst einmal rausfindet was er dort eifrig am planen ist. Aber mit solchen Nichtigkeiten kann er sich jetzt nicht aufhalten.
**********
Ebony ist schon ganz geschafft vom schwimmen. Sie hat ihren ganzen Frust in den Bahnen ausgelassen. Und mit einem Kater lässt sich auch nicht so gut schwimmen. Völlig erschöpft klettert sie die Leiter aus dem Poll hoch.
Natürlich das Handtuch lag wieder mal einen Meter weiter entfernt.
Nachdem sie sich abgetrocknet hat legt sie sich auf die Liege um sich bräunen zu lassen.
Nebenbei spürt sie die ganzen Blicke der Locos die auf ihr Lasten. Es ist alles beim alten. Am Anfang als sie zu den Locos kam, ist es ihr ziemlich schwer gefallen das alles beim schwimmen zu ignorieren, aber inzwischen bekommt sie es ganz gut hin. Schließlich sind das alles auch nur Männer.
„Hey“ ertönt neben ihr eine vertraute Stimme. Ebony öffnet die Augen und blinzelt nach oben. Über ihr steht Zoot und schaut auf ihr herab – sein Blick in ihren Ausschnitt ist ihr nicht entgangen-
„Was ist?“ fragt sie kurz angebunden.
„Lust auf ein Wettschwimmen?“ Erst jetzt bemerkt sie das Zoot in Badehose da steht. Nickend rafft sie sich auf.

Die Sache mit Amor erweist sich für Spike als nicht ganz so einfach, wie er anfangs gehofft hat.
Zuerst einmal wird er mit Zoot reden, der sich jedoch mit Ebony am Pool aufhält.
Spike hat keine Ahnung was dort los ist, auf jedenfall stehen alle Locos um den pool herum.
Natürlich, keiner kümmert sich jetzt mehr um seine Pflichten, außer Spike. An solche Kinkerlitzchen ist jetzt nicht zu denken.
****
Zoot klettert langsam die Leiter runter ins kalte Nass. Sein Körper muss sich erst mal an diese Temperaturen gewöhnen. Ebony hingegen planscht schon wartend am Start herum.
„Na gibst du schon auf?“ ruft Ebony Zoot herausfordernd zu.
„Niemals“ schreit er zurück und schwimmt neben sie.
Es würde ein kurzes Rennen werden, da sie keinen besonders großen Pool zu Verfügung haben. Aber es ist immer noch besser als nichts!
„Okay“ beginnt Zoot „ das Rennen läuft wie folgt: wir schwimmen bis an den Rand da vorne, dann machen wir eine Wende und schwimmen wieder an den Start, Klar?“
Ebony lächelt ihn an. „Klar! Aber wer ist Schiedsrichter?“
Daran hat zoot noch gar nicht gedacht. Überlegend schaut er sich um und wählt einen der Locos aus, der unschlüssig am Rand steht.
Der Loco stellt sich hinter Zoot und zählt ab. „Auf die Plätze... fertig... lllllll....“
Zoot und Ebony warten auf das entscheidende Wort.
„Leberwurst!!“ bringt der Loco lachend hervor.
Ebony wäre beinahe drauf reingefallen und Zoot dreht sich um und zieht den Loco am Fuß einfach ins Wasser.
Die umstehenden können sich vor lachen kaum halten und auch Ebony kann sich ein grinsen nicht verkneifen als der klitschnasse Loco sich an Land zieht.
„Gibt es hier vielleicht auch einen Vernünftigen?“ wendet sich Zoot wieder an die Locos. „Hier, du“ meint er zu einem anderen der Locos „Los! Zähl ab!“
Ebony und Zoot gehen zurück in Startposition.
„Auf die Plätze, fertig, llll....“
Ebony und Zoot schauen sich genervt an.
„Los!!!“ vollendet der Loco seinen Satz.
Überraschend startet das Wettschwimmen.
Ebony sprintet sofort los und Zoot setzt sich dicht an ihre Fersen. Es dauert nicht lange und er hat sie halbwegs eingeholt. Als ebony das bemerkt versucht sie noch schneller zu schwimmen um Zoot hinter sich zu lassen, das ist jedoch nicht ganz so einfach.
An der Wende hat er sie bereits überholt.
Er ist echt ein verdammt guter Schwimmer, stellt sie in Gedanken fest.
Das spornt Ebony nur noch weiter an und sie überholt ihn wieder.
Es sieht nach einem richtigen Kopf an Kopf rennen aus, mal führt Ebony und mal zoot.
Und manchmal stehen sie beide gleich. Ebony schöpft kurz vor dem ziel noch mal alle Kraft zusammen und übernimmt die Führung. Es sind nur noch wenige Meter bis zum Sieg...Ebony ist sich ihres Sieges schon fast sicher, als sie sieht das Zoot ungefär im gleichen Tempo neben ihr schwimmt. Wenn ja nicht so viele von den Locos zuschauen würden, dann wäre es ihr egal wer bei dem schwimmen siegt- aber so...
Zoot geht anscheinend das selbe durch den Kopf, denn auch er verlangsamt sein Tempo nicht.
Und ganz knapp kurz vor dem Ziel holt Zoot auf und schlägt Ebony um haaresbreite. Das ist wirklich ein knapper sieg geworden. Ebony schaut Zoot etwas niedergeschlagen an. Sonst schwimmt er nie, aber warum ist er dann plötzlich so gut darin?
Das ist alles irgendwie unbegreiflich für sie.
Als der Schiedsrichter den anderen den Sieger verkündet hat, ertönen laute Jubelschreie von Seiten der Locos. Aber bald darauf hört das Getöse auf und die meisten gehen wieder ihrer normalen Arbeit nach.
*****

Ebony hat sich abgetrocknet und sich mit dem zweiten Platz abgefunden. Müde von dieser Anstrengung legt sie sich weiter auf ihre Liege und lässt sich den Rücken bräunen.
Zoot sitzt nicht weit von ihr entfernt am Pool und schaut ins wasser.
Es scheint als wäre er in etwas vertieft... irgendetwas beschäftigt ihn.
*****
Spike erfasst die Gelegenheit sofort und jumped zu Zoot an den pool. Ebony liegt zwar nicht weit von hier aber immer noch außer hörweite.
"Na? " meint Spike und lässt sich locker neben Zoot nieder. Zoot blinzelt ihn an, da er von der Sonne geblendet wird und nickt ihm zu.
"Einen Pennie für deine Gedanken!" lächelt Spike.
Zoot zuckt mit den Schultern " Naja... also für einen Loco-freien tag ließe sich drüber reden..."
Spike lacht.
"So unzufrieden mit uns?"
"Och nö... aber irgendwann braucht auch Zoot mal Pause!" grinst Zoot und lässt seine Füße im Wasser kühlen.
Spike mustert ihn genau, Zoot ist wieder in etwas vertieft und irgendwie muss es doch zu schaffen sein, ihn zum reden zu bringen....
"Was ist mit Ebony" fragt Spike der sich nun darauf geeinigt hat doch ganz ehrlich zu sein.
Verwirrt schaut Zoot zu Spike.
"Was soll denn mit ihr sein?"
Spike weiß das Zoot sich nur etwas dumm anstellt, er hat bereits verstanden worum es geht.
"Ich frage mich was dich davon abhält mit ihr zusammen zu sein!"
Zoot lächelt und schaut zur Seite. "Zusammen sein..." murmelt er "wie kindisch sich das anhört..."
"Das mag sein. Aber wie willst du es denn sonst nennen?"
"Ich weiß nicht. Ich denke aber das ich mir bei ihr nicht sicher sein kann ob sie treu ist."
Spike schaut zu Ebony hinüber. Sie liegt ganz bequem weiter auf der Liege, es scheint fast als würde sie schlafen.
"Wieso? Wenn sie dich doch liebt, dann wird sie wohl treu sein! Das hier ist zwar ein Haufen voller notgeiler Jungs" Zoot unterbricht ihm mit einem Lacher "aber ich denke mal das ebony noch keinen an sich rangelassen hat."
Zoot wird nachdenklich, es stört ihn nicht weiter das Spike weiß was ebony für ihn empfindet. Er weiß das Spike eine sehr vertrauenswürdige Person ist. Sicher stimmt alles was Spike sagt, aber Trudy... was soll denn nun mit ihr sein?

Ärgerlich fast sich Zoot an den Kopf... wieso muss er nach all dem Leid den sie ihm zugefügt hat immer noch an sie denken?????
Warum? Nach den ganzen Demütigungen, eigentlich müsste er trudy dafür hassen... doch es ist nicht so.
Liebt er sie etwa doch noch? Warum müssen Gefühle manchmal so undeutlich sein.Zoot will Trudy gar nicht mehr lieben. Klar, er ist neugierig auf seine Tochter, aber mehr nicht.
Spike schaut Zoot fragend an, dieser scheint voll und ganz in sich selbst vertieft zu sein. Hat er es geschafft? Spikes Gedanken überschlagen sich. Er hat es geschafft, Zoot zum nachdenken zu bringen. Hoffentlich kommt auch was ordentliches bei raus...
"Was denkst du?" fragt er Spike ganz plötzlich.
"öhhh" spike ist sichtlich verwirrt "Über was?"
Zoot zuckt mit den schultern und wirft einen blick zu ebony hinüber.
"Ich meine, was denkst du über sie?"
"Naja, ich denke das sie ein intelligentes und hübches Mädchen ist..."
"Mädchen?" Zoot schenkt ihm einen skeptischen Blick.
"ääh... Frau meinte ich..." Spike hat sich schon vor sich selbst erschrocken... wie peinlich, das ihm sowas rausgerutscht ist...
Aber zoot hat den versprecher schon wieder vergessen.
"Sie ist ein Biest!" meint zoot nachdenklich.
"Ein Biest?"
"Ja, sie tut alles auf die kosten anderer. Sie ist hinterlistig und gemein, ihr wohl geht immer vor.."
Spike schüttelt den Kopf
"Mag schon sein. Das ist doch eine herrausforderung für dich. Ich bin mir sicher das du sie zähmen wirst. Sie ist genau dein Kalieber!"
Zoot steht auf und grinst. "Ja, wahrscheinlich"
*******
Spät am Abend, als schon eine menge der Locos in den federn liegen, sitzen Ebony, Zoot und der letzte Rest im Gemeinschaftsraum.
Spike spielt mit ein paar anderen Backgammon und wirft, natürlich nur ganz rein zufällig, manchmal einen Blick auf Ebony und Zoot. Die sitzen nicht weit von ihm entfernt und flüstern irgendetwas.
Spike würde zu gerne wissen worüber die beiden reden.

"Ich weiß es nicht Zoot!" meint Ebony leise. "Es ist halt so."
"Ja, aber es muss doch irgendetwas geben was dich zu dem gemacht hat was du bist und was du schon vor dem Virus warst."
Ebony seufzt.
"Na ja, ich bin bei meinen Eltern immer ziemlich weit gegangen. Ich hab sie immer beschimpft auch wenn ich keinen Grund dazu hatte.
Weißt du, " Ebony schnappt kurz nach Luft "meine Eltern waren reich, nicht richtig reich. Aber sie haben mir alles gegeben was ich wollte. Und doch hatte ich nicht alles..."
Zoot ist sehr an dem Gespräch interessiert und wie ihm scheint auch Spike. Aber das ist ihm momentan egal.
"was wolltest du denn?"
"Ich wollte das mich jemand in meine schranken weist. Ich durfte alles ohne bestraft zu werden. Ich wollte aber das sie mich bestrafen, mir sagen wo meine Grenzen sind, mir sachen verbieten so das ich respekt vor ihnen hab. Mehr wollen wir doch alle nicht!"
Zoot hat den Anschein, dass Ebony sich wieder richtig in das leben vor dem Virus hineinversetzt hat.
Aber eigentlich hat sie recht, wenn er ehrlich ist hat er das auch immer gewollt...Als Spike gähnend am Morgen den Gemeinschaftsraum betritt, hätte er fast einen Jubelschrei ausgestoßen. Auf dem Sofa, wo Ebony und Zoot sich gestern noch unterhalten hatten, liegen die beiden jetzt engumschlungen und mit einer dicken decke. Direkt gegenüber von diesem Schaubild sitzen die restlichen Locos, leise am Frühstückstisch und flüstern sich irgendwelche Dinge zu.
Keiner will die beiden wecken und aus dem grund wagt es auch niemand ein lautes Geräusch von sich zu geben.
Das ist alles zu lustig, denkt Spike, alle wissen warum sie still sind und trotzdem tun sie so als ob es ein ganz normaler Tag ist.
Ziemlich verwunderlich das dieser Haufen voller Schwachköpfe auch mal still sein kann.
Spike schnappt sich ein Brötchen und setzt sich zu den andern an den Küchentisch. Er ist voller Glücksgefühle, endlich hat mal ein Plan geklappt. Und das in so einer kurzen Zeit....
******
Etwa eine halbe Stunde später erwacht Zoot. Erst später bemerkt er das ebony über ihmliegt und immer noch am schlafen ist. Vorsichtig bewegt er sich etwas zur Seite und legt einen Arm um sie. Wie er sich gedacht hat sitzen ein paar Locos am Tisch und geben keinen Mucks von sich, alle warten gespannt darauf wie Zoot reagieren wird.
Doch diesmal ist es ihm egal was alle von ihm denken. Er mag dieses Mädchen und keiner kann ihm jetzt dazwichen pfuschen. Ebony ist angenehm warm und ihr gleichmäßiges atmen findet Zoot auf irgendeine Art und Weise süß.
Jetzt wo sie schläft wirkt sie so hilflos und verlassen. Mit einem Schlag könnte man sie erledigen. Allerdings muss man dann doch erst an Zoot vorbei.
Er hat sich alles nochmal durch den kopf gehen lassen. Ebony ist zwei Jahre jünger als er selbst, aber trotzdem hat sie mehr Erfahrungen im leben gesammelt als er. Aber warum? Mit ihr ist es wahrscheinlich nie langweilig. Und darum beneidet zoot sie. Sicher gibt es einige dinge die er nicht gerade erleen will, aber Ebony hat alles perfekt gemeistert. Das ist einfach beeindruckend.
Ja, es stimmt. Zoot liebt dieses Lebhafte Geschöpf. Sie hat Witz, sie hat Klasse und trotzdem ist sie eine Art Dame. Welchen Mann beeindruckt das nicht?
Doch manchmal, wenn sie alles um sich herum vergisst ist sie ganz schön anstandslos. Aber wozu brauch man in dieser neuen Welt noch Anstand?
Nein, den brauch man schon lange nicht mehr.
Spike steht auf und setzt sich auf den Sessel, neben dem Sofa.
"Na?" fragt er "Du hast es dir wohl anders überlegt."
zoot grinst geheimnisvoll.
"Ja... vielleicht"
"Was habt ihr denn gestern noch gemacht, ich meine weil ihr so müde seid" Spike zwinkert zoot zu und dieser weiß sofort was Spike meint.
"Oh nein... nicht was du wieder denkst..."

So... und was dann?" Spike wirft ihm ein bedeutendes Grinsen zu.
"Du bist viel zu neugierig, steck deine Nase woanders rein!" meint zoot daraufhin schnippisch. Spike kann ein Lachen nicht mehr länger unterdrücken, auch wenn es nur ein leises lachen war um ebony nicht aufzuwecken.
In diesem Moment kommt Bray hereingestürmt, dicht gefolgt von ein paar Locos die ihn am Ärmel versuchen festzuhalten.
Vor entsetzen wäre Zoot am liebsten aufgesprungen, aber das ging ja nicht, da Ebony noch auf ihm lag.
"Was willst du?" fragt Zoot scharf und schiebt Ebony sanft von sich herunter.
"Ich will wissen wo du warst, verdammt!" schrie Bray fassungslos. Durch Brays laute Stimme wird auch Ebony langsam wach und nach einem kurzen Augen reiben, wird ihr bewusst was los ist.
"Wie? Ich verstehe dich nicht." Zoot steht auf und stellt sich Bray gegenüber. Die beiden Brüder schauen sich wütend in die Augen.
"Trudy" meint Bray kurz angebunden. Zoot geht ein Licht auf. Verlegen kratzt er sich am Hinterkopf und schaut auf den Boden.
"Oh. das Hab ich wohl vergessen... wann war das denn?"
Ebony schaut neugierig von Bray zu Zoot. Genau wie alle anderen der Locos. Alle sind plötzlich scharf darauf zu erfahren was Zoot vergessen hat.
Ebony weiß es schon. Obwohl Zoot ihr nichts erzählt hat. Bray und er hatten letztens wahrscheinlich ein neues Treffen ausgemacht. Zu dumm das Trudy keine Ruhe geben will. Oder ist es Bray der keine Ruhe gibt?
Egal. Jetzt hat sie Zoot und jetzt würde Trudy ihn nicht mehr bekommen. Ihre chance ist vorbei. Jetzt ist Ebony endlich mal dran.
Dafür das alle Locos sie mit Zoot gesehen hat schämt sie sich gar nicht. Im Gegenteil. Ebony freut sich richtig dafür. Das bedeutet, dass Zoot sich überwunden hat und er nun offiziell ihr gehört.

Ebony liegt in ihrem Zimmer auf dem Sofa und starrt an die Decke. Nachdem Zoot den Locos erklärt hat, das er mit Bray woanders weiterdiskutieren würde, haben sich alle verzogen und auch Ebony wurde es dort unten zu langweilig. Also hat sie sich in ihr Zimmer gesperrt.
Sie ist schon die ganze Zeit lang am überlegen. Sie hat Zoot, das ist klar. Endlich hat sie das was sie die ganze Zeit gewollt hatte. Aber warum ist sie nicht glücklich? Normalerweise würde sie mit einem grinsen von hier bis nach china durch das Hotel stolzieren und "If you happy and you know it." singen. Aber genau danach ist ihr nicht zumute. Irgendetwas stimmt mit ihren Gefühlen nicht. Ist das denn wirklich Liebe?
Vielleicht hat sie sich ja auch nur getäuscht... Stop! Das kann nicht sein, sogar Spike hat ihr gesagt das man ihre Liebe förmlich sehen kann.
Aber wieso ist sie nicht glücklich?
Sie fühlt sich hundeelend. Ebony steht seufzend auf und schnappt sich ihren discman.
Nur die Musik kann sie aufheitern, da ist sie sich sicher.
*********
Zoot geht den Rau auf und ab, er spürt wie Brays Blicke auf ihm haften und er auf eine Antwort wartet.
Nur für Zoot ist das ganze nicht so einfach wie für Bray.
"Nein!" meint Zoot entschlossen und schaut zu seinem Bruder. Bray ist recht verwirrt und steht auf. "Nein?" fragt er entsetzt "Aber das kannst du nicht tun, es ist dein Kind!"
Zoot lächelt nur kurz.
"Das weiß ich, du erinnerst mich täglich daran! Aber ich habe keine Lust sie zu sehen, das heißt, habe ich schon. Aber wenn Trudy was von mir will soll sie her kommen. Ich werde ihr und dem Baby nichts tun."
Bray schüttelt energich den Kopf. Wieder einmal beweist sein Bruder wieviel Spaß es ihm macht Bray zur Verwirrung zu bringen. Er kann sich doch selbst denken was für Gefahren dort draußen lauern...
"Martin, Trudy hat ein Baby. Sie kann nicht so einfach hierher kommen. Du als Vater müsstest dir doch wohl Sorgen um das Kind machen."
"Ja ja... bla bla bla." meint Zoot und dreht sich von ihm weg "Wie gesagt, entweder sie kommt her oder sie kann es vergessen, klar?"
Bray denkt nach. Wie kann Zoot nur so schnell seine Meinung geändert haben? Trudy würde ganz bestimmt nicht her kommen. Sie ist gar nicht scharf darauf Zoot zu sehen. Aber Zoot ist der einzige der sich um die beiden kümmern kann. Selbst Bray würde das nicht schaffen.
"Hat Ebony dir das eingeredet?" fragt er leise.
Zoot glaubt sich verhört zu haben. Wie kommt er denn jetzt darauf?
"Was soll das? Das ganze hier hat mit Ebony nichts zu tun! Sie hat nichts darüber gesagt. Also lass sie aus dem Spiel!"
Bray macht eine lässige Handbewegung und geht zur Tür.
"Schon klar.. Aber vorsicht, du spielstmit dem Feuer Bruderherz!" Mit diesen Worten verlässt er den Raum und geht.Spät Abends hat Ebony immer noch nicht genug von ihrer Musik. Inzwichen hat sie große Subwoofer Boxen an ihren Discman angeschlossen und den auf volle Lautstärke gestellt. Mit geschlossenen Augen sitzt sie auf ihrem Sofa und macht dirigenten Bewegungen zu dem Sound. Das Lied läuft schon seit Stunden auf Repeat und die genervten Locos unter ihr in der Halle stürzen von einem Säufzer in den nächsten. Ebony übertreibt wirklich.
Spike, der sein Zimmer neben Ebonys hat, klopft an ihrer Tür. LängereZeit steht er dort ohne das er aufgefordert wird reinzukommen. Ebony hat ihn wohl nicht gehört. Also öffnet er die Tür und steckt vorsichtig einen Kopf ins Zimmer.
"Ebony" ruft er ihr laut zu.
Erschrocken dreht Ebony sich zu ihm um und schaut ihn an.
"Ja?"
"Mach die Musik leiser!"
Ebony grinst, schüttelt den Kopf und dreht sich dann wieder um. Etwas verstört tritt Spike ein und stellt sich vor sie.
"Was ist das denn für ein Weibergekreiche?" fragt er laut.
Ebony dreht die Musik jetzt doch leiser um Spike besser zu verstehen. Die Locos unten in der Halle atmen erleichtert auf.
"Das ist >Josie and the Pussycats!<" antwortet sie schnippisch und schaltet ein andres Lied an.
Spike setzt sich neben sie auf die Couch und laucht zur Musik. Langsam bekommt er Gefühl dafür.
"Ah... Bonnie und Clyde... schon besser!" jubelt er.
**********
Zoot sitzt in seinem Zimmer und schmiedet Pläne. Dafür hat er extra seinen schreibtisch frei geräumt und sauberes Papier organisieren lassen.
Mit einem Bleistift kritzelt er das Gebäude der Demon Dogs, der Locos und der Jackalls auf ein Blatt. Er weiß wie weit sie ungefähr von einander liegen... aber irgendetwas muss er dort übersehen haben. Ja, fällt es ihm plözlich ein, das Gebäude der Jackalls...-weg! Sein voriger Einfall ist einfach verschwunden. Das gibt es doch wohl nicht.
Schon das dritte mal für heute! Er kann sich einfach nicht richtig konzentrieren. Dauernd sch****en seine Gedanken zu Ebony und zu Trudy.
Er wüsste wirklich zu gerne wie sein Baby aussieht, aber etwas sagt ihm, dass Ebony das gar nicht gerne hören wird.
Verärgern will er sie nicht wieder. Sie kann so wütend werden und das sollte ihre Beziehung nicht zerstören. Aber es ist doch sein Baby...
nein! Er muss endgültig aufhören darüber nachzudenken. Schweren Herzens widmet er sich wieder voll und ganz seinen Plänen.Also noch mal von vorne, denkt sich Zoot. Dieser Plan ist wirklich zum Haare raufen. Ständig entdeckt er einen neuen Fehler in seiner aufstellung. Solangsam stellt er sich die Frage was er hier bloß tut. Wieso muss gerade er die Pläne entwerfen. In seinem ganzen Tribe muss es doch jemanden mit Köpfchen geben... nein... darüber nach zu denken ist Sinnlos. Spike ist einer seiner klügsten Männer auch wenn seine Intelligenz sich in grenzen hält. Also muss er es doch alleine schaffen.
*******
Ebony hat sich inzwichen mit Spike runter in den Gemeinschaftsraum gesetzt und die beiden diskutieren über die neu alte Mode. "Ich denke das Orange das neue Pink ist!" meint Spike krampfhaft. "Orange?" krächzt Ebony "Also echt, Spike. Wer behauptet das Orange das neue Pink ist, dem ist nicht mehr zu helfen!!" Spike will gerade eine biestige Antwort geben, als Zoot den Raum betritt. Ebony dreht sich sofort zu ihm herum. Zoot sieht etwas erschöpft aus, sein hemd ist total verknittert und unterm Arm hält er einen Stapel Blätter. "Hier!" murmelt er und lässt den Blätter Stapel auf Ebony nieder. "der Plan!" Ebony schaut kurz zu Zoot auf und widmet sich dann seinen Plänen. Konzentriert studiert sie die einzelnen Blätter und nach einigen Minuten des Schweigens beginnt sie lauthals an zu lachen. Zoot und die übrigen schauen sich verwirrt an. "Meine Güte Zoot.... was ist in dich gefahren... willst du uns auf den Arm nehmen?!" Zoot zieht eine Augenbraue hoch. "Ich weiß nicht was es da zu lachen gibt!" "Das ist lächerlich und total hirnlos. Du kannst doch keinen Tunnel von dem Keller der Demon Dogs zu dem Keller der Jackalls graben!!" Kurzes Schweigen tritt ein. Jeder muss erstmal über das gesagt von Ebony nachdenken. Und dann bricht das große Gelächter aus. Zoot steht inmitten dieser Lachorgie und fühlt sich irgendwie verraten.
"Ruhe, Verdammt nochmal!!!" hört man Zoot`s Stimme durch das Gelächter hallen. Augenblicklich kehrt Ruhe ein. Hier und da schmunzelt noch einer, aber keiner wagt es weiter zu lachen. Außer Ebony. Mit einem Lächeln geht sie auf Zoot zu und umschlingt seinen Hals mit ihren Armen. "Hey, das war doch nicht böse gemeint!" flüstert sie ihm zu. Zoot funkelt sie weiterhin wütend an und löst sich dann aus ihrer umarmung. "Wenn euch meine Pläne nicht gefallen, dann macht doch ein paar bessere! Ist mir doch Latte was ihr macht!"mit diesen worten dreht er sich um "Aber vergesst nicht, ich bin immernoch euer anführer und das wird auch so bleiben!" Mit einem hauch von Trotz zerreist er seine Pläne und wirft sie Ebony vor die Füße. Ebony ist verwirrt über Zoots verhalten. So schlimm war das Gelächter nun auch nicht gewesen. Zoot war wahrscheinlich mal wieder viel zu gestresst um Spaß zu verstehen. "Okay, okay... wir entwerfen nen anderen Plan!" schnaubt Ebony genervt. Sie will ihm jetzt ganz bestimmt kein Mitgefühl entgegenbringen. Soll er sehen wie er mit seinen Problemen klar kommt. Zoot schüttelt wortlos den Kopf und verlässt den Raum.
*********
Seit geraumer Zeit läuft Zoot nervös in seinem Zimmer auf und ab. Immer mehr wird ihm bewusst wieviel einfacher sein Leben als Martin war. Damals konnte er den ganzen Tag lang wegbleiben ohne das jemand nach ihm verlangt hat. Heute ist das anders. Anführer zu sein erfordert viel mehr Freizeit als er sich gedacht hat. Martin konnte immer Spaß haben, selbst wenn es ihm schlecht ging. Aber das ist vorbei. Martin ist geschichte und das wird er auch für immer bleiben! Zoot hat die Macht und Martin ist der Schwächling in ihm. Niemals wieder wird er ihn irgendjemanden zeigen.
Nachdem Zoot so wütend den Raum verlassen hat, haben sich Spike und Ebony einer Runde Karten gewidmet. Ebony kann sich nicht richtig auf das Spiel konzentrieren, ihre Gedanken schweifen immer wieder zu Zoot. In letzter Zeit ist er nur noch schlecht gelaunt. Sie weiß einfach nicht woran das liegt. Viel Sinn für Humor hat er noch nie gehabt, außer als Martin aber das ist was anderes. Irgendwas muss sie sich einfallen lassen. Er kann ja nicht ewig so bleiben. Vielleicht steht Zoot auch einfach nur zu sehr unter stress und ist deshalb immer schlecht drauf. Er ist schließlich der einzige bei den Locos der sich ständig auf etwas konzentrieren muss. So gesehen hat er kaum Freizeit. Ein paar freie tage könnten ihm wohl gut tun. Aber das würde er niemals zulassen. "ha ha. Gewonnen du Looser!!" lacht Spike urplötzlich auf. Ebony schreckt aus ihren Gedanken. Verwirrt sieht sie auf den Stapel Karten vor sich und dann auf die Karten in ihrer Hand. Spike hat recht. Er hat tatsächlich mal wieder gewonnen. "Ach man... ich kann mich nicht auf das Spiel konzentrieren!" seufzt Ebony enttäuscht. Spike zuckt mit den Schultern und fängt an die Karten neu zu mischen. "dann denk nicht soviel nach!" "Ich weiß nicht...meine Gedanken schweifen immer ab. Egal was ich tue." "Ich weiß auch wohin!" meint Spike mit einem Grinsen von hier bis nach China. Ebony sieht auf und erkennt seinen relatiev vielsagenden Blick. "Sag nichts!" zischt sie ihm zu und schüttelt verächtlich den Kopf. Nickend teilt Spike die Karten für eine neue Runde aus. Nach einigen Minuten meint er: "Hast du schon von dem neuen Mitglied gehört?" Ebony schaut irritiert zu Spike, bis es ihr selbst wieder einfällt. "Ja, du meinst Rüdiger." nickt sie und nach einer kurzen Pause fügt sie hinzu "Der sieht nicht schlecht aus!" "Vergiss es, der ist schwul!" Vor lachen muss Ebony abbrechen. " Naund.. was denkst du denn von mir. ich mach mich doch nicht an jeden ran!" Spike kratzt sichverlegen am Kopf und versucht sich wieder auf das Spiel zu konzentrieren. Doch Ebony interessiert das nicht mehr. Säufzend steht sie auf und schaut auf Spike herab. "Du Spike," kichert sie "ich denke ich geh mal zu Zoot. Kannst ja Rüdiger fragen ob er mit dir spielt. Ich bin sicher er ist nicht abgeneigt!" Mit einem letzten gespielt verführerischen Blick lässt Ebony den erschrockenen Spike alleine.
*******
Zoot sitzt gähnend auf seinem Sofa als es an der Tür klopft. Murmelnd steht er auf und lässt Ebony rein. "Was willst du?" brummelt er etwas undeutlich. "Zu dir! Was sonst?" Ebony geht an ihm vorbei und setzt sich auf das Sofa. Achselzuckend schließt Zoot die Tür und setzt sich neben sie. Ebony sieht sich in Zoots Zimmer um als sähe sie es heute zum ersten Mal. Er hat vieles umgestellt. "Und jetzt?" unterbricht Zoot sie. Ebony zuckt mit den Schultern. "Wieso bist du nicht bei Spike?" fährt zot fort als Ebony nicht antwortet. "Warum sollte ich bei ihm sein?!" Ebony ist leicht irritiert. Sie hat keine Ahnung was Zoot schon wieder vorhat. "Naja...ihr seid doch zusammen" meint Zoot in einem ungewohnt ruhigen und müden Tonfall.
Ebony kann nicht fassen was sie da hört. Das kann doch wohl nicht Zoots Ernst sein. Zoot ist wohl nicht mehr ganz dicht. "Bitte was?" fragt Ebony nach obwohl sie Zoot klar und deutlich verstanden hat. "Du hast schon richtig gehört und so lasse ich mich nicht verarschen!" ärgerlich richtet Zoot sich auf und trinkt einen Schluck aus seiner Wasser Flasche. "Achja... und von wem hast du diese schlaue erkenntnis?" "Das ist jawohl eindeutig, ihr flirtet die ganze Zeit miteinander. Das sieht doch ein blinder... ich lasse mir das nicht länger gefallen." Noch immer klingt Zoots Stimme ruhig und gelassen. Ebony fasst sich genervt an die Stirn. Das gibt es ja nicht. Zoot ist komplett am durchdrehen. "Wann hab ich mit ihm geflirtet?" Zoot lächelt vor sich hin. Es ist kein nettes lächeln, sondern ein ironisch gemeintes Lächeln. Er glaubt tatsächlich ganz fest an das was er sagt. "Ihr flirtet ständig mit einander." Ebony atmet hörbar ein und aus. Solangsam geht er wirklich zu weit. Soll das jetzt nur ne billige verarsche sein, oder was? der tickt ja nicht mehr richtig. Zoot hingegen gibt sich nicht nur ruhig, sondern ist es auch innerlich. Er hat lange nachgedacht was ihn stört und letztlich ist er drauf gekommen. Es kann gar nicht anders sein. Sie verbringt viel mehr Zeit mit Spike als mit ihm. Urplötzlich steht Ebony auf und stellt sich vor Zoot. Kurz checkt sie nochmal alles was sie sagen will. "Zoot, ich hatte damals die wahl ob ich mit Spin gehe oder hier bleibe. Und Spin hat mir beiweiten mehr zu bieten als du und die Locos. Aber ich bin hier geblieben und rate mal warum!" Zoot zuckt mit den schultern. "Weil er schleimig war..." murmelt er desinteressiert. "Nein du Blödi. Weil ich dich liebe." Sie macht eine kurze Pause um ihre Worte nocheinmal zu überdenken. Zoot ich liebe dich, deshalb bin ich überhaupt noch hier. Als du damals verletzt warst bin ich fast vor angst um dich gestorben. Und jetzt wirfst du mir vor ich hätte was mit Spike!"Ebony kommen die Tränen und sie versucht verzweifelt sie zurück zu halten. Etwas leiser fährt sie fort "Das verletzt mich wirklich. Ich bin nicht so stark wie du, Zoot." Mit diesen Worten dreht sie sich um und geht zur tür. "Ebony!" ruft zoot scharf und Ebony dreht sich nochmal um. Sie ist auf harte Worte gefasst und blickt ihn traurig an. "Ich liebe dich auch" meint Zoot und schenkt ihr ein kurzes und schwaches Lächeln. "Aber..ich verstehe nicht warum du mir sowas dann vorwirfst!" Zoot bedeutet ihr sich wieder zu ihm zu setzen. "Du warst in letzter Zeit kaum noch bei mir, sondern immer nur bei Spike. Das hat mich agressiv gemacht." Ebony versteht langsam was in Zoot vorgegangen ist und er hätte es ruhig vorher schon sagen können. Langsam streicht sie mit ihrer Hand durch seine Haare. "Eine Person vergessen zu wollen, heißt immer an sie zu denken!" flüstert sie ihm leise ins Ohr...
Zoot schaut reumütig auf den Boden. So ganz versteht er ebonys satz nicht und er ist sich auch nicht sicher ob er das überhaupt muss. Er ist ziemlich verwirrt von den geschehnissen von eben und plötzlich spürt er eine Hand auf seinem Gesicht, die seinen Blick zu Ebony führt. "Was ist?" fragt sie leise. Ahnungslos zuckt er mit den schultern und wendet seinen Blick ab. Ihre Augen machen ihn noch ganz wahnsinnig. Er kann doch sonst jedem widerstehen. Warum jetzt nicht? Ebony lässt sich leicht verletzt zurück ins Sofa sinken. "Ach Zoot, so kommen wir auch nicht weiter.." Ohne auf ihren Satz einzugehen steht er auf und verlässt sein Zimmer. Ebony versteht gar nichts mehr. Erst sagt er ihr das er sie liebt und dann lässt er sie hier zurück. Was ist denn das für ein Beweis?
************
Spike ist vollkommen in ein Buch vertieft, als er neben sich die Nähe der unangenehmen Art vernimmt. Langsam riskiert er ein Auge nach links und entdeckt tatsächlich Zoot dort. Spike weiß sofort was los ist, denn vor nicht langer Zeit haben sie sich erst darüber unterhalten. "Du hast es ihr gesagt" schließt Spike. Zoot nickt. "Und? Was ist dann passiert?" Zoot atmet hörbar ein und sieht sich um. Dann beginnt er zu erzählen. Spike hört gespannt zu und als Zoot geendet hat stößt er fast einen entsetzten schrei aus. "Du hast sie da einfach sitzen gelassen?!" krächzt er. Zoot nickt wieder etwas verstört. "Oh mein Gott... das kannst du nicht tun!!Wer weiß was sie sich jetzt denkt. Los, du gehst sofort wieder zurück und entschuldigst dich!" Unsanft wird Zoot hochgezogen und zur Tür gescheucht. Das waren genau die Worte die er als letztes von einem Untertan hören wollte, aber ausnahmsweise macht es ihm nichts aus und er folgt tatsächlich Spikes befehl.
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Ebony liegt star auf Zoots Sofa und schaut an die decke. Sie kann sich keinen reim darauf machen,warum Zoot einfach gegangen ist. Ein quitschen der Tür verrät ihr das jemand den Raum betreten hat. Doch nachsehen ob es Zoot ist gefällt ihr nicht. Sie wird ihm ganz bestimmt nicht hinter her rennen. Wenn er nicht will kann sie sich auch nen anderen suchen. Sie fühlt wie eine warme und weiche Hand ihr sanft über die Wange streift. "Martin" flüstert sie leise und Zoot erstarrt.
Ruckartig setzt sich Zoot auf und starrt zur Tür. Ebony schaut leicht verunsichert zu ihm rüber und denkt sich eine passende Entschuldigung aus. „Zoot ich... es ist mir so rausgerutscht. Es tut mir wirklich leid!“ jammert sie leise Zoot würdigt sie keines Blickes und Ebony weiß nicht ob er jetzt sauer auf sie ist oder es ihn nur verwirrt hat. Zoot macht keine Anzeichen es ihr zu erklären und er verzieht auch keine Miene demnach sie sehen könnte ob er nun wollte das sie geht. Nichts...Gar nichts kann man an ihm erkennen. Vorsichtig berührt sie seine Schulter, es ist ihr ziemlich unheimlich geworden. „Zoot! Es tut mir leid!“ beginnt sie leise. Langsam dreht er seinen Kopf zu ihr um und nickt. „Du hattest Martin lieber als Zoot nicht wahr?“ Ebony ist geschockt. Daran hat sie am wenigsten gedacht. „Naja...ich fand ihn irgendwie beeindruckend und ich hatte mich um ehrlich zu sein in ihn verliebt..." Wieder nickt Zoot stumm. Er ist schon die ganze letzte Zeit darüber am grübeln ob es als Martin nicht einfacher wäre. Aber das erschien ihm immer lächerlich. Schließlich ist Martin Vergangenheit. Und abgesehen davon ist er in Trudy verliebt nicht in Ebony und das möchte er ihr gar nicht zu muten. „Ist schon klar... willst du ihn wieder haben?“ fragt Zoot leise und starrt weiterhin zur Tür. Ebony fast sich an die Stirn. Die ganze Situation ist ihr unangenehm und sie würde nichts lieber tun als weg zu laufen. „Zoot, es ist mir egal wer du bist. Hauptsache du liebst mich und bist bei mir. Ich liebe Zoot doch genauso wie Martin verstehst du?“ Immer noch etwas verletzt sieht er zu ihr rüber. „Ehrlich?“ flüstert er leise fragend. Ebony bejaht seine Frage mit einem nicken. Endlich grinst Zoot wieder und nimmt sie glücklich in die Arme. Darauf hat Ebony die ganze Zeit gewartet. Jetzt ist die Stimmung wieder etwas besser.
**************
Spike ist voll beschäftigt dem neuen Mitglied „Rüdiger“ die Gegend zu zeigen und ihm seine Aufgaben zu erklären. Er muss zugeben das Rüdiger nicht schlecht aussieht, aber durch ihn würde er keineswegs jetzt schwul werden. Das hätte ihm noch gefehlt. Aber irgendwas hat er etwas anziehendes. Sicherlich stehen viele Frauen auf Rüdiger, aber wie ein Weiber oder Männer Held sieht er nicht aus, er sieht irgendwie aus wie einer der nicht sehr viel zu sagen hat, aber trotzdem seinen Senf dazu gibt. Zu Spikes Glück kapiert Rüdiger recht schnell wo der Hase lang läuft. Also muss er nicht ganz die ganze Zeit die nervigen Warum fragen beantworten. Nach dem er ihm alles gezeigt hat, klopft Spike ihm freundschaftlich auf den Rücken. „Respekt, du lernst wirklich schnell!“ lacht er ihn an. „Danke schön“ grinst Rüdiger zurück. „Ich glaub wir könnten uns hier prima verstehen, du hast sogar die selben Arbeiten wie ich!“ meint Spike und lässt Rüdiger alleine. Nein, ein Grund schwul zu werden ist er wirklich nicht.
„Dann denke ich ist jetzt alles wieder geregelt“ meint Zoot und schaut sie an. Ebony nickt wortlos. Dann ohne weiter auf Ebony zu achten steht er auf und macht den Discman an, der an zwei boxen angeschlossen ist. Sofort ertönt Musik. „I feel it in my fingers, I feel it in my toath...“ Überrascht über diese Art von Musik schaut Ebony zu Zoot rüber, dieser lässt gerade die Rollos runter und macht eine Kerze an. Dann stellt er sich vielsagend vor Ebony. Sie legt ihren Kopf schräg und versucht zu überlegen was er nun schon wieder vor hat, er macht keinerlei anzeichen ihr das zu verraten. Wahrscheinlich denkt er das sie bescheid weiß, aber das tut sie eben nicht. Nach einiger Zeit schweigens hält er seine Hand zu ihr rüber und Ebony Gibt ihm ihre. Langsam zieht er sie zu sich hoch und hält sie fest im Arm. „Hast du Lust zu tanzen?“ flüstert er ihr ins Ohr und Ebony nickt.
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Rüdiger sitzt mit Spike und den anderen Locos draußen am Pool und lauscht den neusten Gerüchten zu. Es geht natürlich, wie sollte es auch anders sein, um Ebony und Zoot. Denn die beiden sind schon seit Stunden alleine in Zoots Zimmer, ohne das jemand sie rauskommen gesehen hat und das scheint einigen doch etwas verdächtig. „Also ich wüsste zu gerne was die beiden da oben treiben“ meint ein Loco mit rotem Irokesen. „Oh Puni, natürlich das was wir nie mit Ebony machen dürfen“ meint ein anderer. Puni nickt grinsend und seufzt. „Ja leider... aber ich meine es ist schon unfair. Sie läuft hier immer so freizügig rum und wir dürfen noch nicht mal an sie ran. Ich sag mal das ist schon ein heißer feger unsere Eby!“ „Aber eigentlich hat es uns niemand verboten. Wir gehen nur aus Respekt vor Zoot nicht an sie.“ Meint wieder ein anderer. Spike der die ganze Zeit lang geschwiegen hat meldet sich nun auch zu Wort. „Trotzdem möchte ich von zoot nicht dabei erwischt werden“ Nickend stimmen die Locos ihm zu und jeder geht kurz seinen Gedanken nach. „Was hälst du denn von unserer Eby?“ fragt Puni plötzlich an Rüdiger gewand. Dieser zuckt nur kurz mit den Schultern und ein Loco fängt plötzlich zu lachen an. „Mensch Puni!!! Der ist schwul!“ ruft er laut. Wütend steht Rüdiger auf und stellt sich vor den loco. „Merk dir eines du Würstchen, ich bin nicht schwul ich bin BI!!!“ Spike ist über Rüdigers Reaktion überrascht. Er ist sich sicher das Rüdiger sich auf jedenfall hier durch schlagen wird. Nicht so wie die anderen Neulinge die nach einer Woche wieder verschwinden.
Zoot liegt auf seinem Sofa, mit einer schlafenden Ebony im Arm. Eigentlich wollte er ja noch mal zu den locos gehen aber mittlerweile hat er seine meinung geändert. Ebony schläft so süß, da kann er unmöglich weggehen. Er ist froh das sie ihm so schnell alles verziehen hat. Schließlich tut es ihm wirklich leid und absichtlich hat er es nicht gemacht. Laute Schreie vom pool aus, wecken sein Interesse nun doch mal runter zu gehen und zu schauen was seine Männer dort so treiben. Abgesehen davon haben sie den ganzen Tag frei gehabt, jetzt wird es Zeit das sie mal wieder was tun. Vorsichtig schiebt er Ebony auf Seite und schleicht sich aus dem Zimmer. Es hat bereits schon angefangen zu dämmern wie Zoot bemerkt, als er ins freie tritt.
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Spike steht hinter Rüdigers Stuhl und drückt ihm fest die Daumen. "Rüdiger, Rüdiger!!" feuert er ihn an. Rüdiger und Puni machen grade Armdrücken um zu messen wer der beiden stärker ist. Immer mehr Locos haben sich zu ihnen gesellt und feuern vereinzelt Rüdiger oder Puni an. Keiner dieser Locos bemerkt den heranschleichenden Zoot, der eigentlich nicht vorgehabt hat zu schleichen, es aber trotzdem tut. Wie die Ruhe selbst plustert er sich auf und holt tief luft : "Haltet ihr jetzt mal eure Verdammte Fresse, oder was?!" Kreischend dreht Spike sich zu Zoot um und Puni und Rüdiger brechen ihr Spiel ab. "Was gibts?" fragt spike leise. "Wollte nur mal fragen wer am gewinnen ist!" grinst Zoot und ein erleichtertes Stöhnen geht durch die Reihe. Puni lächelt zu Zoot hinüber und geht seinen Gedanken nach. Zoot und Ebony scheinen wohl fertig mit ihrer Orgie zu sein. Wie gern würde er danach fragen, aber er tut es nicht. Wenn Ebony schwanger ist wird sich das von alleine bestätigen. Puni ist über seine eigenen Gedanken entsetzt.
"Ey Spike, kennst du noch das Loco Lied?" fragt Zoot grinsend während er sich eine Flasche Radler aufmacht. Spike sieht sofort zu ihm rüber und begegnet dem Hinterlistigen Blick von Zoot. "Aber klar" nickt er. Das Lied hatten Zoot und er vor einiger Zeit mal umgetextet und seither ist es heimlicher Kult. Außer den beiden kennt es keiner, was schon seine Gründe hat. "Willst du es jetzt singen?" fragt Spike erstaunt darüber das schließlich noch ein paar Locos dabei sitzen. Zoot nickt und beginnt mit der ersten Strophe: "Kennt ihr schon die Locos, diese kleinen Säcke? Ihr fragt wo sie geblieben sind, ich bracht sie um die ecke!" Eine allgemeines Kichern geht durch die Reihen und als Spike weitersingt kehrt Ruhe ein. "10 kleine Locos klettern über Zäune die hat Zoot unter Strom gesetzt, da waren's nur noch neune!" Wieder kichern ein paar, Spike bemerkt das sie das mit viel Humor aufnehemen.
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Ebony wird von einer bekannten leisen Stimme die von draußen reinschallt geweckt. "9 kleine Locos fuhren in den Schacht, ich hab den ganzen Berg gesprengt, da warens nur noch acht!" Kein Zweifel, das ist Zoots Stimme. Er scheint wohl mit den Locos draußen am Pool zu sitzen, so wie es sich anhört. Gähnend rafft sie sich langsam auf, erst jetzt bemerkt sie was Zoot da eigentlich singt und augenblicklich fängt sie zu lachen an. Ob die übrigen Locos das wohl auch so witzig finden? Nicht das sie nachher noch einen Anschlag auf Zoot ausüben. Das würde grad noch fehlen. Immer noch müde macht Ebony sich auf dem Weg zum Pool."was geht denn hier ab?" fragt Ebony die anderen als sie den Garten betritt. Zoot winkt ihr sofort zu, da Spike gerade mit der nächsten Strophe beschäftigt ist. "Was singt ih denn?" Zoot deutet ihr an still zu sein und zieht sie bei sich auf den Schoß. "Hör zu!" flüstert er ihr ins Ohr. "Acht kleine Locos, halfen mir beim schieben,da fuhr Zoot kurz im Rückwärtsgang ,da warn es nur noch Sieben!" sang Spike und die übrigen müssen mal wieder lachen. Ihnen ist klar das sie damit gemeint sind, aber dieses Lied ist einfach so genial das den Locos das schon gar nichts mehr ausmacht. Zoot langt mit seiner Hand nach hinten in einen Kasten und drückt Ebony ein Radler in die Hand. "Hey Zoot, du bist!" ruft Puni vor lauter Freude. Dieser nickt und macht gleich weiter. "Sieben kleine Locos, schenkt ich ein Gewächs das leider kleine Locos frass, da warn es nur noch sechs!" singt er gefolgt von einem hämischen Lachen. Ebony hat ein dermaßenes Grinsen im Gesicht das sie nicht weiß wie sie es wieder abstellen soll. "Weiter!!!" grölen und johlen die Locos aus allen Ecken. "Sechs kleine Locos trafen auf die Schlümpfe, da wurde einer Schlumpfhuman, da warn es nur noch fünfe!" Nun schauen alle wieder gebannt zu Zoot um zu erfahren wie es weiter geht. Zoot überlegt einige Zeit lang dann meint er: "Sorry Jungs, ich hab den Text vergessen... ich weiß echt nicht mehr wie es weiter geht" Ebony schlägt vor das Spike alleine weitersingen soll aber dieser kennt Zoots Text auch nicht. Hoffnungslos, sie müssen wohl oder übel aufhören. "Egal süße," meint zoot und gibt Ebony einen Kuss." Machen wir eben was anderes..."
Ein paar Stunden später hat Ebony schon reichlich getrunken. Das ist normalerweise gar nicht ihre Art, aber irgendwie ist ihr gerade danach. Zoot trinkt immer viel. Das ist nichts neues, er ist auch meistens immer besoffen aber dabei kann er sich inzwichen schon gut zurecht finden. Zoot weiß wo seine Grenzen liegen, nur Ebony weiß nicht wo ihre Grenzen sind. Immer wieder wird ihr eine neue Flasche in die Hand gedrückt ohne das sie sich dagegen währen kann.
"Hey Ebony," meint Zoot etwas später "ich glaub es reicht langsam mal. Sonst gehst du mir noch fremd!" Ebony nimmt die Bedeutung seiner Worte nur halbwegs wahr. Ihr ist es auch egal was er wieder will. "Weißt du" beginnt sie seufzend und steht auf "ob ich besoffen bin oder nicht, das macht keinen unterschied. Ich würde dir sowieso fremdgehen!" Zoot starrt sie entsetzt an und alle übrigen Locos werden mit einem mal ganz still. Jeder hat die beiden für ein perfektes Traumpaar gehalten, aber niemand weiß was das jetzt soll. "Was?!" krächzt zoot nervös. Er bekommt kaum noch ein Wort heraus so geschockt ist er. Ebony hingegen bleibt ganz ruhig und gelassen. So als ob sie ihm das schon lange sagen wollte. "Ja Zoot. Hätte Spike mich einmal gefragt ob ich mit ihm ins Bett will, hätte ich nicht nein gesagt!" "Was soll das denn heißen? Habt ihr was miteinander" flüstert Zoot ungewohnt leise. Spike der in der Nähe von Ebony sitzt, weiß nicht was er tun soll. Er hat Ebony niemals irgendwie angemacht oder sonstwas. Er hat ihr doch nur zu ihrem Glück mit Zoot verholfen. Und das hier ist wohl jetzt der Dank dafür. "Das wäre schön" meint Ebony verträumt und setzt sich bei Spike auf den Schoß, dieser zuckt erschorcken zusammen. Er will seinen Posten auf keinen Fall wegen einer besoffenen Ebony verlieren. "Irgendwie habe ich Spike unwahrscheinlich lieb, vielleicht sogar lieber als dich, zoot." Wütend steht Zoot auf und hebt Ebony auf. Langsam trägt er sie zum eingang und Ebony hat keinerlei Einwände dagegen. Kurz bevor er reingeht dreht er sich nochmal zu den anderen um. "Spike" sagt er leise aber befehlend "Du packst deine Sachen! Morgen Abend bist du hier verschwunden!" Traurig nickt Spike und macht sich geknickt auf den weg in sein Zimmer.
Am nächsten Morgen ist Ebony immer noch reichlich müde als sie sich gerade fertig macht. Irgendwie fühlt sie sich seltsam, so traurig und elend. Sie weiß nur noch Schemen von der vergangenen Nacht und sie weiß das sie viel über den Durst getrunken hatte. Zoot hat sie anscheinend ins Bett gebracht, denn das hier ist nicht ihr Zimmer sondern Zoots und dieser ist augenscheinlich schon unten bei den Rest der Locos. Der Begriff Locos erinnert sie an etwas schreckliches was sie getan hat, aber sie kann es nicht klar sehen. Wahrscheinlich wird sie es erfahren wenn sie zu den anderen runtergeht obwohl sie dazu ganz und gar keine Lust hat. Sie hat sich noch nie so unwohl in ihrer Haut gefühlt. Es muss wirklich etwas schlimmes passiert sein. Wenn sie nur wüsste was!
"Spike!!!!! Du hast deine Zahnpasta vergessen!!!!" hört sie eine Loco Stimme auf dem Flur brüllen.
Oje... Ebony fällt es wie Schuppen von den Augen. Sie hat Müll geredet und zwar dermaßenen Müll der Zoot dazu veranlasst hat Spike zu kündigen. Jetzt kann sie sich auf keinen Fall mehr raustrauen. Aber verstecken kann sie sich auch nicht. Am besten redet sie erst mal mit Spike.
Leise schleicht sie sich durch die Gänge rüber zu Spikes Zimmer. Dieser steht mit dem Rücken zu ihr und packt seine Sachen.
"Spike?" fragt sie leise. Genervt dreht er sich zu ihr um.
"Ich weiß nicht was es zu reden gibt. Bitte lass mich allein ich hab noch viel zu packen!" Ohne weiter auf sie zu achten dreht er sich wieder um und tut so als wäre sie gar nicht da.
"Spike es tut mir leid!"

"Das kommt etwas spät" meint er und zuckt mit den schultern. "Es tut mir wirklich leid!" meint sie nun etwas agressiv und packt ihn an der schulter um ihn mit einem Ruck zu ihr rüber zu drehen. "Ich mag dich wirklich Spike! Vielleicht sogar mehr als mir lieb ist." "Ich mag dich doch auch..." gibt er kleinlaut zu. Ebony schenkt ihm ein lächeln und küsst ihn. Spike gibt zu das er sich so einen Kuss schon immer gewünscht hat und wahrscheinlich bedeutet ihm der Kuss auch mehr als Ebony. Sie hat so weiche und zarte Lippen das er schon fast meint er würde ihr weh tun. Doch wieder kommen Zweifel in ihm auf und er versucht sich von ihr weg zu drehen. Ebony presst ihn sanft gegen die Wand so das er sich nicht dagegen wehren kann und das seine Lust schließlich die oberhand gewinnt. Sanft streicht er ihr über den Rücken, noch nie hatte er vorher ein Mädchen solange geküsst wobei es bei Ebony wohl schon Routine ist.
"Ebony..." flüstert er leise. "Meinst du nicht es reicht?" Ebony geht aufs Spike gerede nicht ein und küsst ihn weiter. Sie weiß nicht was ihr das bringt oder warum sie es macht. Ebony nimmt Spikes Hand drückt sie gegen ihre Brust. "Mach doch einfach mit, Spike" flüstert sie ihm ins Ohr. Spike wird immer nervöser weil Ebony immer aufdringlicher wird. Er kann gar nicht daran denken wo seine rechte hand liegt und vorallem darf er nicht daran denken wie zärtlich Ebony an seinem Ohr knabbert. Das alles macht erregt ein unbekanntes Gefühl in ihm. Irgendwer oder irgendwas muss das doch wohl stoppen können... "Seit ihr zwei bald mal fertig damit Spike endlich gehen kann?!" hört Ebony eine vertraute Stimme hinter sich. Natürlich wie nicht anders erwartet muss Zoot jetzt grade hier erscheinen, das ist doch kein Zufall mehr. Ebony dreht sich zu Zoot um und versucht ihm in die Augen zu sehen, doch dieser weicht bewusst ihren Blicken aus und wendet sich Spike zu.
"Ich hoffe das du in dieser kurzen Zeit bei den Locos deinen Spaß gehabt hast, eigentlich schade du warst mir immer sehr behilflich gewesen." Zoot klopft ihm aufmerksam und mit leichter arroganz auf die Schulter. Spike hält das alles kaum noch aus. Niemand möchte ihn dabehalten dabei hat er doch stets versucht jedem zu helfen. Aber dank bekommt er dafür nicht. Was Ebony für ein Spiel spielt weiß er nicht und er will es auch nicht wissen schließlich ist das ganze nur wegen ihr passiert. Was erhofft sich Zoot aus seinem Abtreten? Meint er etwa er würde Ebony an ihm verlieren? Was ein Unsinn. Wie gern würde er Zoot das ins Gesicht sagen, doch dazu fehlt ihm der Mut. Zoot will gerade das Zimmer verlassen als Ebony ihm gegenüber tritt.
"Wenn Spike wirklich gehen muss," beginnt sie mit fester Stimme " dann gehe ich mit!" Zoot sieht ihr wütend in die Augen und zuckt mit denn Schultern. "Dann geh doch!" meint er hart und geht weg. Ebony weiß nicht was sie denken soll. Sie ist fest entschlossen mit Spike zu gehen, aber das Zoot das gar nicht interessiert hätte sie nicht gedacht. Eigentlich wollte sie ja nur so erreichen das Zoot Gnade walten lässt und Spike hier bleiben darf. Aber das ist wohl daneben gegangen. Stattdessen muss sie mit ihm die Locos verlassen. Naja was heißt müssen, ihr Stolz verbietet es ihr, ihre Meinung zu ändern. Sie wird Zoot irgendwie vermissen. Und das nur weil sie ein bißchen besoffen war und blödsinn geredet hat. Und jetzt? Jetzt sitzt sie hier und muss ihre Sachen packen. Erschöpft und traurig hält sie inne und starrt ins Leere. "Ebony?" hört sie hinter sich eine Stimme. Ebony blickt nach hinten und sieht direkt in die kalten und verschlossenen Augen von Zoot. "Was willst du?" fragt sie und dreht sich sofort wieder weg. Zoot geht um ihr Bett herum und wirft etwas in ihren Koffer. "Das hast du vergessen!" meint er und verlässt ohne ein weiteres Wort ihr Zimmer. Eine große Entäuschung breitet sich in ihr aus. Wie dumm von ihr zu glauben Zoot würde seine Meinung nochmal ändern.
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Vollbepackt bis oben hin stehen Spike und Ebony am Hoteleingang und verabschieden sich von ihren ehemaligen Kumpanen. Mit Tränen in den Augen schüttelt Rüdiger Spike die Hand. "Du wirst mir fehlen Bruder!" bring Rüdiger mühsam hervor. Spike kann daraufhin nur nicken. "Naja und jetzt gehst du wegen einem Mädchen..." Rüdiger schüttelt kurz den kopf "Falls du es dir mal anders überlegen solltest, mein Bett ist immer für dich frei!" Entsetzt verzieht Spike das Gesicht. Jetzt kann er gar nichts mehr sagen.
Lachen klopft Puni Rüdiger auf die Schulter." Der Junge sollte Schauspieler werden" Erst jetzt prustet auch Rüdiger das Lachen raus und Spike kommt sich wie jedesmal ziemlich verarscht vor. Alle haben sich verabschiedet. Wirklich alle... außer Zoot. Dieser hat sich bei ihrer Abreise nicht einmal blicken lassen.
Ebony und Spike sind jetzt schon seit ein paar Stunden unterwegs und sprechen seit geraumer zeit kein Wort mehr miteinander. Beide sind erschöpft von dem langen Marsch und jeder von ihnen muss an den Abschied bei den Locos denken. Ebony vermisst Zoot jetzt schon, sie hätte ihn aufsuchen sollen bevor sie losgezogen sind, denn schließlich liebt sie ihn doch noch. Aber manchmal verbietet der Stolz ihr sowas. Ebony weiß nicht wo sie hinwandern, wo sie rast machen oder wo sie überhaupt sind. Ihre Reise ist ganz planlos gestartet und die Gegend in der sie sich befinden kommt Ebony bekannt vor. Irgendeine Gang haust hier, da ist sich Ebony sicher nur welche weiß sie nicht. Ein Rascheln dicht neben ihr zeigt ihr welche Gang es ist. Natürlich die Demon Dogs. Und genau diese bauen sich jetzt vor den beiden auf.
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Zoot sitzt etwas bedrückt in seinem Zimmer und schaut aus dem Fenster. Er hat Ebony und Spike weggehen gesehen, war aber nicht kühn genug sich zu verabschieden. Und das war auch besser so. Ebony hat ihm gesagt das sie lieber mit Spike gehen will als bei den Locos zu bleiben, also soll sie doch gehen. Zoot ist nicht der Typ Mann der den Weibern hinter her rennt. Sie muss selbst wissen was sie tut und gerade das weiß sie nicht. Ebony handelt in manchen Situationen etwas zu überstürzt, sie hat die Fähigkeit sich in weniger als einer Minute den tollten Plan auszudenken aber manchmal durchdenkt sie nicht alles. Bei ihrer Reise mit Spike wird garantiert was schief gehen. Aber das hat Zoot nicht mehr zu kümmern, schließlich werden sie sich wohl nicht wieder sehen.
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Ebony und Spike sitzen im Versteck der Demon Dogs. Sie haben ihnen erklärt das siue nicht mehr zu den Locos gehören und Ebonys weiblichen Charme haben sie es zu verdanken, das die Demon Dogs ihnen geglaubt haben. "So so, ihr habt also Streit mit Zoot" meint der Anführer und betrachtet sich Spike genau. Ebony nickt "Ganz genau und er hat uns rausgeschmissen!" Der Anführer runzelt die Stirn und betrachtet nun Ebony. "So? Er schmeißt also seine Loco Braut tatsächlich raus?" Wieder nickt Ebony und ihr Entgeht nicht wie der Anführer ihr beim Betrachten in den Ausschnitt glotzt. Normalerweise hätte sie für sowas schon eine schnippiche Antwort parat, aber in diesem Falle ist es gar nicht gut den Stamm zu beleidigen oder zu verärgern. "Naja in dem Falle, könnt ihr es euch überlegen den Locos abzuschwören und den Demon Dogs beizutreten" Ebony sieht Spike kurz vielsagend an. Es ist Zeit um ein mal unter vier augen zu reden.
Alleine und scheinbar von allen verlassen sitzt Zoot an der Theke der Stadtkneipe. Früher ist er öfter mit Ebony hier hin gekommen um die übrigen Kids zu erschrecken und vielleicht auch um insgeheime allen zu zeigen was für eine starke Braut er hat. Das ist vorbei. Momentan hat er an gar nichts gefallen, er schaut noch nicht mal hoch um den flüchtenden Kids ein böses Grinsen zu schenken wie er es immer getan hat. Langsam stellen sich ihm Gedanken in den Weg die ihn fragen ob er das richtige getan hat. Und ob er den beiden nicht hätte verzeihen sollen. Doch es musste sein, die beiden wären ihm wohlmöglich noch auf der Nase rumgetanzt. Schließlich war er Zoot und Zoot kann nicht so leicht verzeihen. Trotzdem wünscht er sich Ebony dabei zu haben. Zoot gibt dem kellner einen kurzen wink und promt wird ihm noch ein Rigo hingestellt. Das kann er nun nach langer Zeit wieder trinken. Ebony hat es nicht gern gehabt wenn Zoot zuviel trinkt und demnach hat er ihretwegen seinen Alkoholkonsum etwas gemindert.
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Ebony liegt in einem kleinen Raum in einem Bett. Spike und sie haben das Angebot der Demon Dogs angenommen und promt wurden ihnen die Zimmer gezeigt damit sie sich nach der langen Reise ausruhen können. Das war ihr auch nur zu lieb, denn sie ist wirklich ziemlich erschöpft und außerdem muss sie erst mal in Ruhe nachdenken. Spike hat anfänglich Zweifel gehabt bei den Demon Dogs einzutreten, denn sein Herz gehört nach wie vor den Locos und er weiß noch nicht wie er es bei einem eventuellen Kampf anstellen soll, seine Kumpels zu verprügeln. Darüber hat sich Ebony weniger Gedanken gemacht, da es ihr frei steht ob sie mitziehen will oder nicht. Die ersten paar Tage wird sie im Versteck bleiben, die Gefahr wäre zu groß Zoot in die Arme zu laufen. Wer weiß wie das enden würde. Sie hat sich fest vorgenommen ihn zu vergessen. Es gibt noch genügend andere gutaussehende Kerle auf der Welt, die sie sich angeln kann, da soll ihr Herz nicht gerade an Zoot hängen bleiben.
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Spike geht schlaflos und ziemlich müde die Gänge entlang. In dieser Umgebung fühlt er sich nicht wohl und kann demnach auch nicht schlafen. Ziellos irrt er umher ohne zu wissen wohin. An einer Tür aus der zwei oder mehr Stimmen dringe macht er halt. Denn er kann sich irgendwie denken das über ihn gesprochen wird. Und er soll recht behalten. "... sie werden schon nützlich sein" beendet eine Stimme, die Spike dem Anführer zuordnet, seinen Satz. "Und wozu? Sie haben unser Versteck und es sind ehemalige Locos. Sie werden uns bei der nächsten Gelegenheit verraten!" Die Stimme kann er nicht erkennen aber das ist auch nicht weiter wichtig. "Ach naund!? Ist doch völlig egal, keiner weiß das sie hier sind und sie werden auch vorerst nicht rauskommen!" Spike hält gebannt den Atem an. Also hat man sie nicht ohne Grund aufgenommen. "Und was hast du mit ihnen vor?" "Denk doch mal nach. Den Typ brauchen wir nicht grad, den können wir eventuell einsperren und ihm geheime nachrichten entlocken und die Tussi können wir..." "Flachlegen!" ergänzte der andere. Spike hört ein kurzes Kichern. Dann kehrt wieder Stille ein. "Das auch. Aber ich meine das sie sehr geeignet dazu ist,um..." Spike kann nicht hören was weiter gesagt wird, denn ein paar Wachen tippen ihm misstrauig auf die Schulter. "Was suchst du hier?" meint einer hart. Spike schluckt angsterfüllt. Das hat ihm gerade noch gefehlt. "Ähm... ich suche die Toilette!" stottert er einfallslos. Einer der Wachen zuckt desinteressiert mit den Schultern und der andere erklärt ihm kurz und knapp wo er die Toilette findet. Spike bedankt sich verlegen und macht sich auf den Weg zu Ebony.
Ebony sitzt fassungslos auf ihrem Bett. Sie kann nich glauben was Spike da sagt. Er muss sich verhört haben, oder vielleicht hat er auch nur geträumt. Nur für beides ist seine Art zu aufgebracht und ernst. "Ach red doch keinen Unsinn!" Ebony schüttelt wie um ihre worte zu bekräftigen den Kopf. "Ich hab es doch gehört!!" flüstert Spike verzweifelt. Aber Ebony hat genug davon, es hätte keinen Sinn für die Demon Dogs so etwas zu tun. Ärgerlich schickt sie Spike raus, sie will nichts mehr davon hören, er würde sie nur weiter vom schlafen abhalten.
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Spike sitzt entäuscht in seinem Zimmer. Er weiß nicht was er tun soll. Ebony glaubt ihm einfach nicht, dabei sollte sie ihm eigentlich mehr vertrauen als den Demon Dogs. Nur schade das es eben nicht so ist. Nervös geht er im Zimmer auf und ab wobei er an seinem Daumen kaut. Irgendetwas muss er sich ausdenken um hier wieder ab zu hauen und wenn Ebony nicht mit will geht er eben alleine und holt sie später zwingend und drohend raus. Zu dumm, der Anführer hatte gesagt das alles bewacht wird und sie nicht rauskommen. Außerdem wird er schon dafür sorgen das sie ständig unter Kontrolle stehen und nicht abhauen können. Ein großer Pläne macher ist Spike nicht gerade, deshalb hat er auch bei den Locos nur zwischen den einzelnen Stämmen vermittelt, weil er einfach kein Gefühl und keinen Nerv für einen perfekten Plan hat. Würde Ebony ihm nur glauben und mitkommen, dann wäre alles ganz leicht. Sie hat dutzende von guten Plänen schon in weniger als einer Minute. Spike bleibt wohl nichts anderes übrig als jetzt sofort abzuhauen, denn momentan werden sie nicht bewacht. Wahrscheinlich ist der Anführer wohl der Meinung das sie am ersten Tag noch nicht rausfinden würden was los ist. Spike packt eilig ein Bündel zusammen mit ein paar resten seines Abendessens die er übrig gelassen hatte und schleicht sich dann vorsichtig durch die Tür. Er hat Glück, denn es sind tatsächlich keine Wachen zu sehen als er das große Gebäude verlässt. Als er hinter dem Zaun steht und nocheinmal zurück sieht schrillt plötzlich die Alarm anlage los. Spike fährt zusammen. Sie haben ihn entdeckt, das kann doch nicht sein. Er hört wie Befehle erteilt werden und welche auf ihn zu stürmen. Blitzschnell rennt er los um ihnen zu entkommen, dabei führt ihn sein Weg automatisch zu den Locos.
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Ebony ist schon wieder fast am schlafen als sie die Alarm anlage hört. Augenblicklich muss sie an Spike denken, er wird doch wohl nicht geflüchtet sein? Ihr Gedanke bestätigt sich als bei ihr die Tür aufgeht und zwei Wachen sie an den Armen aus demBett zerren. "Was ist denn hier los?" fragt sie entsetzt. "Tja dein kleiner freund war wohl etwas intelligenter als du" meint der Anführer der plötzlich an der Tür erscheint. "Er hat seine Situation wohl erkannt und ist getürmt. Und das ohne seine Freundin. Wie selbstsüchtig!" Ebony starrt den Anführer erschrocken an. Spike hat tatsächlich die Wahrheit gesagt und in diesem Moment würde sie sich am liebsten selbst Ohrfeigen. Ebony muss jetzt sehr stark scheinen ansonsten hat sie direckt geloost. Sie weiß das Spike sie nicht einfach so alleine lassen wird, mit sicherheit holt er Hilfe. Nur wen? Spike hat doch gar keine Freunde da draußen. Eine harte Ohrfeige reißt sie aus ihren Gedanken. "Hörst du mir gefälligst zu wenn ich mit dir rede!?" Ebony schaut gelangweilt zum Anführer auf. Sie haben sie in einen kühlen Raum gebracht und an der Wand festgekettet. "Ich möchte das du weißt wofür du hier bist!" beginnt der Anführer. Ebony bemerkt erst jetzt das Blut aus ihrer Nase läuft geschockt sieht sie das unter ihr schon eine ganze Blutlache liegt. "Ich war immer etwas neidich auf Zoot, weil er so eine Braut bei sich hatte... du bist einzigartig ebony. Keiner kann dir was sagen, du bestimmst schon selbst und du weißt was du willst. Das beeindruckt mich. Aus diesem Grund wollte ich dich immer haben..." "Also brauchst du mich um Zoot eins auszuwichen?" Der Anführer lacht. "Oh nein du bist mir um einiges wichtiger, weißt du?" Ebony schüttelt missmutig den kopf. "Naja du wirst schon noch sehen" grinsend vrlässt der Anführer das Zimmer.
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Mit einem zittern in den Knien tritt Spike auf das so altbekannte und vertraute Hotel zu. Wie er es sich schon gedacht hat sind die wachen am schlafen. Das sind sie schließlich immer. Er kann sich gut vorstellen das Zoot den Befehl gegeben hat ihn nicht reinzulassen. Schließlich ist Zoot ganz schön sauer auf ihn. Aber er ist der einzige der ihm helfen kann. Leise wie noch nie schleicht er die Treppe hoch zu Zoots Zimmer. Hier war er noch nicht all zu oft. Denn der Raum ist strengstens verboten für alle Locos. Alle außer Ebony. Nur im Notfall wird erlaubt sich hier aufzuhalten. Ohne anzuklopfen tritt er ein und macht ein Feuerzeug an. Vorsichtig leuchtend sieht Spike sich im Zimmer um. Nach einigem Suchen entdeckt er den schlafenden Zoot. Dieser wacht sofort auf als Spike ihm an der Schulter rüttelt. "Was?!" fragt er leicht erschrocken und noch ziemlich verschlafen. Spike hat inzwichen schon eine Kerze angemacht. "Um Himmelswillen Spike, weißt du eigentlich wie viel Uhr es ist?!" Spike zuckt mit den Schultern. "Zeit spielt für uns keine Rolle mehr..." "was machst du eigentlich hier?" fragt Zoot nach einiger zeit, als ihm so langsam klar wird was überhaupt los ist. "Ich brauche deine Hilfe..." Grinsend steht Zoot auf und tapst durchs Zimmer. Er hat nicht mehr an als eine Boxershorts. "Achja... meine Hilfe und wofür? Nach alldem was du getan hast?!" Spike achtet nicht sehr auf Zoots Worte sondern erzählt ihm gleich was passiert ist. Zu seinem erstaunen lässt er Spike sogar ausreden. Ohne lange zu zögern packt Zoot seine sachen zusammen und ruft die restlichen Locos aus dem Bett. Er ist fest entschlossen Ebony daraus zu holen.
"Was haben sie mit Ebony vor?" fragt Zoot Spike, als sie sich mit der gesamten gähnenden Loco truppe auf den Weg zu den Demon Dogs machen. Spike seufzt nachdenklich. "Wenn ich das wüsste... einer hat etwas von flachlegen gemurmelt. Aber da ist noch was anderes. Ich hab keine Ahnung!" Zoot schüttelt den Kopf. Genau das was er sich schon gedacht hat. Was anderes käme für die Demon Dogs ohnehin nicht in Frage. "Sicher doch. Wie ich befürchtet hatte" meint Zoot leise. Er und Spike gehen voran, da Spike der einzige ist der weiß wo sich das Geheimversteck befindet. Das Eis zwischen den beiden scheint gebrochen zu sein. So hofft Spike jedenfalls. Zoot benimmt sich ihm gegenüber so wie er es vor dem ganzen Dilemma immer getan hat. Aber vielleicht liegt es auch nur an Zoots Sorge um Ebony. Wenn sie Ebony wieder haben und im Hotel sind wird sich das wohl wieder ändern. "Da fällt mir ein..." ruft Spike plötzlich aus und bleibt stehen. Zoot und die anderen Locos sehen ihn fragend an. "Wir haben gar keinen Plan! Und wir haben noch nie einen Angriff ohne Plan durchgeführt!"
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Ebony ist hundemüde, doch sie ist viel zu unbequem festgemacht als das sie schlafen kann. Die Demon Dogs haben sie vor einiger Zeit alleine gelassen um über ihre Pläne zu diskutieren. Sie kann sich schon denken was diese Köter vorhaben und sie hofft inständig das Spike mit Verstärkung hier auftauchen wird. Das kann ja wohl nicht zuviel verlangt sein. Irgendjemanden muss er schon finden. Die Tür geht auf und Ebony wird von dem Lichtstrahl einer Taschenlampe so geblendet das ihr schon tränen in die Augen steigen. "Was ist denn jetzt schon wieder" meint sie müde und genervt. "Och meine süße ist wohl erschöpft. Dann weiß sie tatsächlich nicht was nun auf sie zukommen wird!" Ein allgemeines Lachen macht die Runde. Ohne hinzusehen weiß sie das der Anführer gesprochen hat. Sie bemerkt das dieser noch weiter auf sie einredet aber irgendwie werden seine Worte immer undeutlicher und sie kann kaum noch ein Wort verstehen bis sie in eine Art Trance versinkt und nur noch Halbherzig mitbekommt was geschieht. Zwei Jungen binden sie los und legen sie auf ein weiches Bett. Dann schläft sie entgültig ein.
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"Ach wer braucht heutzutage noch einen Plan!" beginnt Zoot. "Hört zu Männer. Ein echter Loco muss lernen zu improvisieren. Wir schaffen das auch ohne Plan wir müssen nur sehen das wir uns nicht selbst im weg stehen. Das wird ein blinder angriff. Ich hoffe das die Demon Dogs nicht damit rechnen angegriffen zu werden. Aber ich denke schon das sie für einen Kampf vorbereitet sind, also ist höchste Vorsicht geboten. Ist das klar?!" Alle der Locos nicken stumm. Sie sind sich immer noch nicht sicher ob sie das schaffen aber einen Versuch ist es wert. Puni und Rüdiger laufen den Locos hinterher. Beiden ist etwas mulmig in der Magengegend. Die Tatsache das Zoot keinen Plan für sie hat, hat sie doch etwas erschrocken. "Heilige Mutter Maria.." flustert Puni vor sich hin. Rüdiger sieht in leicht fragend an. Ihm scheint als hätte sein Kumpel seinen Verstand verloren. Als Puni Rüdigers Blick bemerkt errötet er leicht. "Naja ich bete nur das uns nichts passiert!" grinst er verlegen. Rüdiger nickt verständnislos. "Meinst du denn das uns etwas passiert?" "Kann ja sein" "Ja... tatsächlich. Aber ich gehe zur Sicherheit nicht davon aus!" Daraufhin folgt ein längeres Schweigen. Ein leichter Nieselregen tropft auf die Locos herab. Doch keinem macht dies etwas aus. Schließlich haben alle außer Zoot etwas wichtigeres zu tun: Ihre Testamente prediegen. Rüdiger sieht sich in dem Gemurmel um. "Mann was machen die da?" fragt er an Puni gewandt. "Ihre Testamente, keiner glaubt daran das sie das Sonnenlicht nocheinmal lebend sehen. Und an deiner Stelle würde ich das auch tun!" Entsetzt schüttelt Rüdiger den Kopf. Er kann nicht fassen das alle so leicht aufgeben. Ihm selbst ist zwar auch ein wenig komisch aber so wie die Locos das machen würden sie den Kampf sicher nicht gewinnen.
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Ebony hört weit von sich entfernt ein paar Stimmen, obwohl sie weiß das diese Stimmen direckt neben ihr sind und sich über sie her machen. Doch sie nimmt es nicht wahr. Dazu ist sie zu müde, ihre ganzen Hoffnungen hängen bei Spike. Etwas anderes kann sie sich in ihrer Lage nicht erlauben. Zoot hin oder her, er ist der einzige den Spike rufen kann. Falls er überhaupt vorhat ihr zu helfen, schließlich hat sie ihm nicht ein Wort geglaubt als er ihr von dem Plan der Demon Dogs erzählte. Was soll sie nur tun wenn Spike nicht kommt? Vielleicht wurde Spike auch schon längst von den Demon Dogs geschnappt und lebt nicht mehr. Nein sie ist zu müde um sich jetzt Gedanken darüber zu machen. "ALAAAAAAARM!!! DIE LOOOCOOS!!" ist das letzte was ihr in die Ohren dringt, sie nimmt es gar nicht richtig wahr, weiß aber das Rettung naht! Ebony sinkt in einen erholsamen und tiefen Schlaf.
"Juhhuuuuuu" ruft Rüdiger voller begeisterung als er einen der Demon Dogs niederschlägt. "das ist echt geil. Das hab ich schon lange wieder gebraucht!" Ein weiterer Demon Dog anhänger stürmt auf Puni zu, dieser ist etwas geübter und schlägt ihn mit einem Handschlag nieder "Mein Reden!" schreit er zwinkernt zu Rüdiger. Keiner der Locos zeigt noch irgendeine Verunsicherung. Alle sind viel zu sehr damit beschäftigt ihrer angestauten Gewalt freie Bahn zu lassen. Die Testamente die einige kurz vorher berichtet hatten sind jetzt längst vergessen. Spike schleicht mit Zoot zu dem Raum in dem er vor ein paar Stunden Ebony noch gesehen hatte. Doch die Entäuschung ist groß. Sie ist tatsächlich nicht mehr da. Die Demon Dogs hatten sie wohlmöglich in irgendeinen anderen Raum gebracht. Wenigstens so doof waren sie nicht. Das wäre ja nun doch etwas zu leicht gewesen. Zoot ist etwas verunsichert darüber das er den Boss der Demon Dogs noch nicht getroffen hat. Er sieht ihn doch sonst immer sofort. Anscheinend hält er sich da auf wo auch Ebony steckt. Nur wird es nicht so leicht sie zu finden.
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Der Anführer der Demon dogs sitzt ganz versteckt in einem Raum mit ein paar Männern. "Boss, was hast du jetzt vor?" fragt einer der nun doch langsam Angst bekommt. "Es sind zu viele für uns!" "Was heißt das zu viel??!!" donnert der Boss. "Sie sind genauso viele wie immer und das sind knapp fünf weniger als wir. Ihr seid doch sonst nicht so flaschen!" "Ja aber, sie kämpfen viel stärker als sonst. Sie haben bestimmt eine Art Zaubertrank oder so!" In diesem Moment geht die Tür auf und Zoot kommt mit ein paar männern aus dem Schatten. "Nein, kein Zaubertrank. Es ist der Wille der meine Männer antreibt. Sie haben es satt ständig zu verlieren. Nun schlagen sie zurück!" Der Boss lässt sich an einer ecke auf den boden sinken. "Super, was wolln wir eigentlich noch hier?! Wir könnten genausogut jetzt unsre Geisel nehmen und gehen!" Zoot schüttelt entschlossen den Kopf. "Keine Chance, ihr könnt erst gehen wenn ihr uns die Geisel ausgehändigt habt!" Der boss steht wieder auf und stellt sich vor Zoot. "Nein, das geht nicht. Sie findet sich grade in einer Welpen produktion!" "In einer was??" kreicht Zoot erschrocken. Er lässt den Boss gar nicht mehr antworten sondern stürmt durch den Raum direkt zu einer Tür hinter der Ebony sich wohlmöglich befindet. Ohne Vorwarnung reist er die Tür auf und findet eine völlig erschöpfte und schlafende Ebony vor sich. Einige Sekunden steht er einfach nur da und schaut auf sie herab. Dann lässt er sich neben sie auf die Knie fallen. "Ebony..." flüstert er vorsichtig. Sie hört ihn nicht. Spike ist jetzt auch zu Zoot hinüber gegangen, er nimmt sie auf den Arm und trägt sie aus dem Gebäude. Zoot schaut sich noch einmal um bevor er das Hotel verlässt. Es ist keiner mehr von den Demon Dogs zusehen. Abgesehen von ein paar verletzten die nicht mehr weglaufen können. Jetzt mussten sie nur noch nach Hause in ihr Loco Hotel.
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Spike tapst auf leisen Sohlen in den Gemeinschaftsraum. Auf dem Sofa liegen wie üblich Ebony und Zoot. Anscheinend hat Zoot die Sache mit : Spike-muss-gehen! Schon abgeharkt. Es ist auch irgendwie besser so. Vorsichtig rüttelt Spike an Zoots Arm. "Was willst du schon wieder?" stöhnt Zoot müde. "Du wolltest doch mit Ebony... du weißt schon wohin!" flüstert Spike wieder. Zootnickt und seufzt kurz. Dann nimmt er die schlafende Ebony und trägt sie aus dem Hotel. Spike sieht den beiden grinsend hinter her. "Na schon wieder Armor gespielt, Kumpel" fragt Puni der plötzlich neben Spike steht. Spike lacht "So könnte man es nennen!" "Wann machen wir denn die nächste Party bei der du wieder aus dem Hotel fliegst? Ich hab mich so sehr an dein Zimmer gewöhnt!" Spike nickt mit einem fiesen Gesichtsausdruck. "In den zwei tagen haste dich wohl kaum an mein Zimmer gewöhnt, du Flasche!" Puni lacht wobei Spike sofort mit einstimmt.
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Langsam öffnet Ebony die Augen. Sie liegt auf einer grünen Wiese, um sie herum ist eine hochgewachsene Hecke. Vor sich sieht sie Zoot mit einem grinsen sitzen. "Wo bin ich, Zoot?" Zoot hilft ihr ohne ein Wort zu sagen auf die Beine und weist ihr an sich umzudrehen. Ebony staunt als sie hinter sich eine Hauswand sieht die ihr ziemlich bekannt vorkommt. "Das... das ist.." stottert sie ohne die richtigen Worte zu finden. "Dein altes Haus, ich hab es etwas auf vordemann gebracht!" grinst er. Ebony geht durch eine terassen tür hinein. Alles ist aufgeräumt und gar nicht so schlimm verwüstet wie sie es verlassen hatte. "Wow es sieht gar nicht aus als wäre es überfallen worden... das ist großartig Zoot!" "Du sag mal Ebony, ich hab da noch mal ne Frage. Die Gräber da draussen..." "Das sind meine Eltern. Meine Schwestern und ich haben sie damals nicht rausgegeben und sie hier im Garten beerdigt" grinst sie. Es ist alles wie ein Traum. Die stadt gehört ihnen und sie mussten sich vor keinem fürchten der das Haus plündern wollte... The end