Als Ved Cloe wieder fand …

von ~*Cloe/Amber*~

Ved sitzt gerade am Computer und hackt sich in Ram’s privates Programm ein, als er auf eine Datei mit dem Namen „Mienenarbeiter“ stößt. Er wusste nicht einmal, wo die Mienen genau liegen, geschweige denn, dass Ram dort Arbeiter hatte. Er öffnet die Datei und sieht sie durch. Dann sieht er ein Foto von Cloe, mit dem Vermerk „noch gesund und kräftig. Ved stößt einen leisen Jubelschrei aus; er hatte Cloe wieder gefunden und sie war gesund, jedenfalls im Moment. Schnell verlässt er das Programm wieder, keinen Augenblick zu früh, denn im nächsten Moment steht Java in der fragt: „Wie weit bist du mit dem Programm für Ram?“ Statt einer Antwort gibt er ihr eine Diskette. „Gut, dass wird Ram gefallen, “ sagt Java noch, bevor sie das Zimmer verlässt. Danach sucht Ved auf seinen Computer eine Landkarte, auf der die Mienen eingezeichnet sind. Bald wird er fündig. Er druckt die Karte aus, packt seine Sachen und verlässt das Hauptquartier der Technos. An Ram, Java oder die Technos dachte er bei seiner Flucht keine Sekunde, er hatte sich lange genug von ihnen herum kommandieren lassen, damit war jetzt Schluss. Der einzige Grund, dass er überhaupt so lange bei den Technos geblieben war, war seine Suche nach Cloe, denn die Programme der Technos waren seine einzige Chance sie wieder zu finden. Jetzt wusste er wo sie war, dass war das einzige, was für ihn zählte.
Ved verließ die Stadt auf dem schnellsten Weg. Nach nur etwas mehr als einer Stunde hatte er sie hinter sich gelassen. Von nun an musste er sich an der Karte orientieren, da er sich außerhalb der Stadt nicht auskannte. Obwohl er mehrere Male den Weg unbeabsichtig verlassen hatte, erreichte er noch bevor es ganz dunkel war, eine Waldhütte, die er auf der Karte entdeckt hatte und zum Schlafen nutzen wollte.
Währendessen in den Mienen: „Gott sei Dank bin ich fast mit der Arbeit fertig, gleich kann ich wenigstens ein bisschen ausruhen“, denkt Cloe gerade, als sie aus ihren Gedanken gerissen wird: „Du bist noch kräftig, du arbeitest noch 2 weitere Stunden.“ „Das darf doch nicht wahr sein, die ganze letzte Woche habe ich schon immer 2 Stunden länger als die meisten anderen arbeiten müssen. Wenn das so weiter geht, geht es mir bald genauso schlecht wie den anderen. Die sind fast alle krank und klappen mehrmals am tag zusammen, dennoch müssen sie weiter arbeiten. Die Technos sind da noch schlimmer als die Chosen, da konnte man sich immer ausruhen wenn man krank oder zu schwach zu arbeiten war, auch wenn es nur dazu diente, möglichst lange Zeit durchzuhalten und für die Chosen zu arbeiten. Das war den Technos egal, wenn welche starben, kamen ein oder 2 Tage später andere Kinder. Hoffentlich kommt Ved bald und holt mich hier raus, nur dieser Gedanke lässt mich eigentlich das alles hier durchhalten, “ fuhr Cloe mit ihren Gedanken fort. Auch Ved dachte an Cloe.
Am nächsten Morgen stand Ved früh auf und macht sich wieder auf den Weg zu den Mienen. Dort wurde Cloe gerade geweckt und wieder zu ihrer Arbeit gebracht. Sie wurde an diesen Tag besonders tief in einen Stollen gebracht. Sie fing an zu arbeiten, während ihre Gedanken zu Ved abschweiften. Sie dachte an das, was sie erlebt hatten, wie sie Ved im Kasino als Baby verkleidet hatte und wie sie in den Wagen den Strand entlang fuhren. Auch Ved dachte an das, was er mit Cloe erlebt hat. Ved lief gerade einen schmalen Wald entlang, als er plötzlich Stimmen hörte. Schnell versteckte er sich im Unterholz. Gerade noch rechtzeitig, denn im nächsten Moment tauchten hinter einer Kurve zwei Technos auf, die sich über Ram’s Pläne unterhielten. Kurze Zeit später waren sie wieder verschwunden. Ved kam wieder aus seinem Versteck heraus und ging weiter.
Inzwischen arbeitete Cloe schon mehr als drei Staunen, sie war schon jetzt völlig erledigt, wie sollte sie den Tag bloß überstehen? Cloe hatte Angst: „ Was, wenn Ved mich nicht rechtzeitig hier rausholt oder er gar nicht nach mir sucht? Nein, Ved sucht nach mir, er würde mich nicht im Stich lassen.“ Doch tief in Cloe’s Unterbewusstsein hatten sich leise Zweifel eingenistet.
Ved kam vom Weg ab. Er verlief sich. Erst nach einer Stunde war er wieder auf den richtigen Weg. Mitlehrweile war es Mittag geworden. Ved machte eine Pause, er aß die Reste seines Proviants zusammen mit einigen Pilzen, die er am Wegrand gepflückt hatte. Es war ein recht üppiges Mal. Cloe erhielt auch etwas zum Essen, aber im Gegensatz zu Ved bekam sie nur eine mickrige Brühe, die sie schnell aufgegessen hatte, dann musste er weiterarbeiten. Cloe arbeite noch den restlichen Nachmittag. Während Ved ohne Zwischenfälle seinen Weg fortsetzte. Abends musste Cloe nicht länger arbeiten. Sie aß eine Kleinigkeit und legte sich schlafen. Auch Ved machte Rast, er pflückte einige Beeren, die sein Abendbrot wurden. Dann legte auch er sich schlafen, mit den Gedanken, dass er in ein bis zwei Tagen bei den Mienen ankommen würde.
Am nächsten Morgen musste Cloe schon ganz früh aufstehen, sie wurde in einen Stollen gebracht und begann zu arbeiten, doch schaffte sie kaum etwas. Sie war völlig fertig. Auch Ved war stand früh auf. Er war zwar ein wenig erschöpft von dem langen Marsch, aber die Sehnsucht nach Cloe trieb ihn voran. Gegen Mittag hatte er schon eine beachtliche Strecke zurückgelegt.
Mittags bekam Cloe wie immer eine Suppe zu essen, doch sie konnte nicht mehr. Als sie gerade die ersten Bissen zu sich genommen hatte, brach sie zusammen. Einer der Aufseher, zerrte sie hoch und brachte sie zu einem Schlafplatz. Dort konnte sich Cloe eine Stunde lang ausruhen, danach musste sie weiter arbeiten. Ihr ging es zwar ein wenig besser, aber arbeiten konnte sie immer noch nicht. Weil sie kaum vorwärts kam, wurde sie von den Aufsehern geschlagen. Das brachte sie dazu, über ihre Kräfte hinaus zu arbeiten, dabei brach sie immer wieder fast zusammen. Gegen Abend war sie völlig erschöpft, selbst der Gedanke an Ved munterte sie nicht mehr auf. Sie wusste, wenn nicht bald ein Wunder geschah, würde sie demnächst sterben. Mit diesem Gedanken schlief sie ein.
Währenddessen wurde Ved immer aufgeregter. Nachdem er mittags kurz gerastet hatte, war er ununterbrochen gewandert und hatte eine weite Strecke zurückgelegt. Schon am nächsten Morgen würde er Cloe wieder sehen, endlich. Ved ahnte nicht in was für einer Verfassung sich Cloe befand. Abends lagerte er wieder und legte sich früh schlafen.
Früh am nächsten Morgen stand Ved auf. Er hielt sich Nichteinmahl mit Essen auf, sondern machte sich sofort auf den Weg. Währenddessen wurde Cloe geweckt. Sie schaffte es kaum aufzustehen so erschöpft war sie, dennoch wurde sie in den Stollen gebracht. Sie raffte sich mühsam auf und begann zu arbeiten, doch schaffte sie nur wenig, sie hatte einfach keine Kraft mehr. Die Aufseher schlugen sie immer öfter, obwohl sie sehen musste, das Cloe nicht mehr konnte. Ved hingegen hatte fabelhafte Laune, er würde Cloe bald wieder sehen. Er ahnte nicht, in was für einer Verfassung sie sich befand …
Nach gut 2 Stunden befand Ved sich kurz vor den Mienen. Er legte seine alte Techno-Uniform wieder an und malte das Techno-T auf seine Stirn, dann betrat er die Mienen. Er hatte Glück, eine der Wachen erkannte ihn von früher und ließ ihn ohne Fragen hinein. Drinnen ging er zum Leiter der Mienen und sagte zu ihn: „Ich habe den Auftrag von Ram ein Mädchen namens Cloe zu ihm zu bringen, er braucht es für irgendwelche Tests.“ „Cloe? Die ist völlig fertig, kann mir kaum vorstellen das sie noch zu etwas zu gebrauchen ist, aber gut, wenn Ram meint ...“ sagte der Techno. Ved bekam einen Schreck bei diesen Worten, doch ließ er sich nichts anmerke. Er folgte dem Techno zu einem Stollen. Während er wartete, dass man Cloe zu ihm bringen würde, fragte er sich, wie es Cloe wohl ging. Währenddessen kam der Techno zu Cloe und sagte: „Komm mit, du sollst zu Ram gebracht werden.“ Cloe folgte den Techno mit mühsamen Schritten, sie bekam Angst. „Jetzt soll ich auch noch zu Ram, das kann nichts Gutes bedeuten, oder doch? Vielleicht sehe ich Ved wieder!“ Sie ging die langen Stollen entlang und kamen schließlich zu Ved. Am liebsten wäre Cloe Ved um den Hals gefallen, aber dazu war sie zu schwach und außerdem hätten die Technos sie bestimmt nicht weggelassen, wenn sie Ved um den Hals gefallen wäre. Also blieb sie stehen und sagte gar nichts. Ved war erschrocken, als er Cloe sah. Cloe war total abgemagert und sah erbärmlich aus, so schlimm hatte er sich das nicht vorgestellt, doch er ließ sich nichts anmerken. Er legte Cloe an den Händen Fesseln an und verschwand daraufhin mit ihr nach draußen. Nun würden wieder bessere Zeiten anbrechen, für ihn und für Cloe…

Als Ved und Cloe ca. 2 km gegangen waren, mussten sie Rast machen, weil Cloe zu erschöpft war um weiter zu laufen. Sie setzten sich an einen Bach, aßen Beeren, die sie auf dem Weg gepflückt hatten, und unterhielten sich über alles, was seit Cloe’s Verschwinden passiert war. Ved wurde klar, dass er unmöglich mit Cloe zur Stadt zurücklaufen konnte, Cloe wäre wahrscheinlich zusammengebrochen, außerdem konnte weder sie noch Ved sich bei den Technos sehen lassen. Nachdem sie etwas Kraft getankt hatten, gingen sie weiter um einen geeigneten Lagerplatz zu finden. Bald entdeckten sie eine versteckte Lichtung an einem Bach. Sie beschlossen erstmal dort zu bleiben. Cloe legte sich gleich schlafen um sich ein wenig zu erholen. Währenddessen dachte Ved: „Was haben die Technos nur aus Cloe gemacht? Früher war sie immer fröhlich und voller Energie und jetzt? Hätte ich sie nur früher gefunden! Das war ich ihr schuldig, schließlich ist sie nur wegen mir in diese Lage geraten. Warum war ich eigentlich bei den Technos? Wegen Jay wohl nicht, eher weil ich dort Macht hatte. Aber was habe ich damit angerichtet? Ich habe andere schikaniert und Ram bei seinen Gemeinheiten geholfen! Wie Viele Menschen wohl wegen mir leiden müssen oder mussten?“ Ved steigerte sich immer mehr in seine Selbstvorwürfen rein. Nach einer Weile schlief er aber ein. Ved träumte schlecht, von Menschen in den Mienen, die ihm bittere Vorwürfe machen, unter ihnen auch Cloe. Sie machte ihm sogar die größten Vorwürfe. Verzweifelt versuchte Ved sich zu rechtfertigen, doch schon bald hatte er keine Argumente mehr. Plötzlich wurde er aus seinem Alptraum gerissen. Cloe war aufgewacht und weckte Ved, der im Schlaf gesprochen hatte. Als Ved seine Gedanken gesammelt hatte, erzählte er Cloe von seinem Traum und das er der Meinung sei, an allem Schuld zu haben. Darauf antwortete Cloe: „Du hast keine Schuld an meiner Gefangenschaft. Es stimmt schon, dass ich gefangen wurde, weil ich mit dir zusammen bin. Aber doch weil ich dich liebe und nicht, weil du mich dazu zwingst! Wenn du mich nicht befreit hättest wäre ich jetzt vielleicht tot! Und was alle die anderen betrifft: Ich weiß nicht, wie viel Schuld du an ihrem Schicksal trägst. Aber wichtig ist, das du es bereust und etwas dagegen tust.“ Ved dachte über Cloe’s Worte nach und beschloss, wenn Cloe wieder fit war, mit ihr zu den Mall-Rats zu gehen um sie im Kampf gegen die Technos zu unterstützen. Er konnte ihnen mit Sicherheit hilfreiche Informationen liefern. Er teilte Cloe seinen Entschluss mit und diese war einverstanden, sie freute sich schon bald ihre alten Freunde wieder zu sehen. Mitlehrweile war es Abend geworden und so legten sich Ved und Cloe hin. Dicht aneinander gekuschelt schliefen sie ein.
Früh am nächsten Morgen wachte Ved auf. Da Cloe noch schlief, ging er los und sammelte Beeren, Früchte und ähnliches. Plötzlich sah er auf dem Weg 2 Technos. Er versteckte sich schnell, sodass die Technos ihn nicht sahen, doch er bekam ein Teil ihres Gespräches mit: „Es ist doch wirklich unglaublich, was Ved sich erlaubt hat, erst haut er bei den Technos ab und dann befreit er auch noch seine Freundin. Das Schlimmste ist, das er sehr viel über Ram und seine Pläne weiß, das könnte gefährlich werden. Falls er zu Jay kommt, unterstützt er ihn sicherlich im Kampf gegen die Technos und im Gegensatz zu Jay ist er wirklich gefährlich.“ „Deshalb sollen wir ihn und seine kleine Virtbraut ja auch Schnellstmöglich finden.“ Ved war entsetzt. Nachdem die Technos hinter der nächsten Kurve verschwunden waren, lief er so schnell er konnte zu Cloe und weckte sie. Während er die wenigen Sachen die er besaß zusammen packte, erzählte er Cloe von dem, was er gehört hatte. Cloe wurde bleich. Noch mal gefangen zu werden, dass würde sie nicht aushalten. Kurz darauf liefen die beiden durch den Wald in Richtung Norden. Schon nach knapp einer Stunde war Cloe entkräftet, sodass sie rasten mussten. Cloe und Ved setzten sich an einen Bach und aßen die am Morgen gepflückten Früchte. Plötzlich raschelte es hinter ihnen im Gebüsch …
Sofort drehten sich Cloe und Ved um. Statt aber einen Techno gegenüberzusehen, wie sie vermuteten, standen einige Gaians vor ihnen. Einer meinte: „Ist der Junge nicht einer der Technos?“ Auch die anderen erkannte Ved wieder. Da sie glaubten, Feinde vor sich zu haben, nahmen die Ecos Ved und Cloe gefangen. Mehrmals versuchten sie die Gaians zu überzeugen, Freunde von ihnen zu sein, doch diese glaubten ihnen nicht. Nach einiger Zeit kamen sie im Lager der Ecos an. „Schade das Eagle nicht da ist, die würde sich sicher freuen, zu hören, dass wir 2 Technos gefangen genommen haben,“ meinte einer der Gians. Auch Cloe hoffte das Eagle alias Amber bald bei den Gaians auftauchen würde, sie wusste schließlich, das sie auf ihrer Seite war. Doch Amber war nun mal nicht da…Cloe und Ved bekamen Fleisch und Gemüse zu Essen, so etwas hatte Cloe seit Monaten nicht mehr gegessen, dementsprechend gierig aß sie. Auch Ved machte sich über das Essen was her. Selten hatte sie seit dem Virus so gutes Essen gehabt und dabei waren sie Gefangene. Wenn sie nicht Gefangene gewesen wären, hätte sich Cloe richtig wohl bei den Gaians. Nach dem sie aufgegessen hatten, wurden ihnen Hände gefesselt und an einen Baum gebunden, trotzdem konnten sie sich noch recht gut bewegen.
In der Nacht schaffte Ved es, sich von den Fesseln zu befreien. Er hatte solange an den Fesseln rumgezerrt, bis sie schließlich nachgegeben hatten. Dann versucht er Cloe zu befreien, doch das war leichter gesagt als getan, schließlich hatte er kein Messer dabei und musste deshalb die Knoten öffnen. Nach einer Weile hatte es endlich geschafft. Vorsichtig schlichen sie durch das Lager, doch trotz aller Vorsicht trat Cloe gegen einen Stapel Kochtöpfen, die laut schepperten. Die Gaians erwachten. Cloe und Ved reagierten blitzschnell und liefen los. Die Gaians folgten ihnen. Bald hatten Cloe und Ved das Lager hinter sich , doch in ihrer Eile hatten sie den falschen Weg genommen und liefen und liefen jetzt in die Entgegengesetzte Richtung zur Stadt.

Nach einer Weile hatten sie die Verfolger abgeschaltet. Als sie nun langsam weiter gingen, bemerkte Ved, dass sie in die falsche Richtung gelaufen waren. Er machte Cloe darauf aufmerksam und als Cloe daraufhin etwas schnippisch fragte: „Ich dachte, du würdest, in welche Richtung wir müssen!“ brachte es das Fass bei Ved zum überlaufen, wegen der eh schon angespannten fing er an Cloe Vorwürfe zu machen: „Du bist doch an allem Schuld, hättest du die Töpfe nicht umgeworfen, hätten wir nicht fliehen müssen und wären jetzt auf den Weg in die Stadt !“ Auch Cloe erwiderte Vorwürfe und so entstand ein heftiger Streit. Bald ging es dabei gar nicht mehr warum sie auf den falschen Weg waren, sondern um längst vergessen geglaubt Geschehnisse. Nach dem Streit, machten sie sich auf den Rückweg, wechselten aber die nächsten Stunden kein Wort mehr miteinander. Um das Lager der Gaians schlugen sie einen großen Bogen, schließlich wollten sie nicht noch einmal in ihre Gefangenschaft geraten. Gut 3 Stunden nach dem Streit brach Cloe endlich das Schweigen: „Ved, es tut mir Leid, dass ich…“ weiter kam sie nich, denn Ved unterbrach sie: „Dir braucht es nicht Leid zu tun, ich habe ja angefangen. Entschuldige, es lag wohl einfach daran, dass ich mich so sehr geärgert habe, weil wir den falschen Weg genommen haben, sonst wären wir jetzt schon in der nähe der Stadt.“ „Vergessen wir die ganze Sache;“ meint Cloe daraufhin. Ved wollte gerade weiter gehen, als Cloe’s Knie plötzlich nach und sie sackte zu Boden.
Ved kniete sofort neben Cloe und versuchte sie aus der Ohnmacht aufzuwecken: „Cloe, Cloe wach doch auf.“ Nach einer Weile schlug Cloe wieder die Augen auf. „Ved, was ist passiert?“ „Du bist auf einmal ohnmächtig geworden, ich denke, die Anstrengungen der letzten Tage habe dich überfordert, die Zeit in den Mienen hat halt Spuren hinterlassen. Jetzt musst du dich auf jeden Fall eine Weile ausruhen, vorher können wir nicht in die Stadt.“ Erst wollte Cloe widersprechen, doch dann sah sie ein, dass Ved Recht hatte, es würde weder ihr, noch Ved oder den Mall-Rats etwas helfen, wenn sie völlig entkräftet in die Stadt kommen würde. Ved nahm Cloe auf dem Arm und ging dann weiter um nach einer geeigneten Unterkunft für die nächsten Tage zu suchen. Bald fand er eine verlassene Jägerhütte, an der ganz in der Nähe ein Bach vorbei floss. Cloe und Ved beschlossen dort erst einmal zu bleiben. Ved brachte Cloe in die Hütte, bevor er wieder raus geht um ein paar Pilze, Früchte und Beeren für ein Mittagessen zu sammeln. Auf dem Rückweg hielt er auch noch kurz beim Bach an und besorgte frisches Trinkwasser. Dann kehrte er zu Cloe zurück, die sich Mitlehrweile schon ein wenig erholt hatte. Cloe und Ved aßen einen Teil der Beeren und Pilze, den Rest hebten sie sich für den Abend auf. Nach dem Essen legte sich Cloe gleich wieder schlafen. Währenddessen dachte Ved nach: „Vielleicht hätte wir doch bei den Gaians bleiben sollen, Amber taucht dort bestimmt bald auf, dann wären wir eh frei gewesen und schlecht behandelt habe sie uns ja auch nicht.“ Auf einmal hörte Ved Schritte, jemand näherte sich der Hütte. „Wer ist das ?“ dachte Ved, „Ein Freund oder ein Feind?“
Kurz darauf öffnete sich dir Tür der Hütte und ein Mädchen betrat die Hütte. „Amber?“, fragte Ved ganz erstaunt. Auch Amber war überrascht Ved zu treffen. „Was machst du hier?“, fragte sie ihn. „Ich habe Cloe aus den Mienen befreit und wir waren auf den Weg zur Stadt, allerdings hatte Cloe einen Schwächeanfall, sodass wir erstmal eine Pause einlegen müssen.“ Erst jetzt fiel Ambers Blick auf Cloe, die soeben von den Stimmen geweckt worden war. Cloe freute sich riesig Amber wieder zu sehen. Nachdem sie sich begrüßt hatten, erzählte Amber, was in der Zwischenzeit in der Stadt passiert war: „Die Technos sind besiegt worden und Ram ist gestürzt worden, deshalb bin ich auch hier. Ich will den Gaians die frohe Botschaft überbringen und dann bei ihnen bleiben, kommt doch mit, ihr werdet bestimmt von den anderen freundlich aufgenommen.“ Ved und Cloe sahen sich an, dann berichtete Cloe von ihrem Zusammentreffen mit den Gaians. „Ich denke, dass wir die Gaians davon überzeugen können, dass ihr Freunde und keine Feinde seid“, erwiderte Amber. Ved hatte noch einige Bedenke, doch Cloe war überzeugt. So folgten sie Amber zu den Gaians, was wegen Cloe recht lange dauerte. I Zwischendurch musste sie immer wieder von Ved oder Amber getragen werden. Schließlich kamen sie beim Lager an. Die Gaians waren sehr überrascht Cloe und Ved wieder zu sehen, doch nachdem Amber den Gaians die Sache erklärt hatte, wurden sie freundlich empfangen. Cloe und Ved beschlossen bei den Gaians zu bleiben, Cloe musste sich von den Strapazen der Mienen und der langen Wanderung erhohlen und Ved wollte gar nicht zurück zur Stadt, dort würde die Leute ihn eh als ehmaligen Techno verachte. Die Gaians und vor allem Amber hatte nichts dagegen und so begann für Ved und Cloe ein neues Leben bei den Gaians.

The End