Zandras Leben nach Eagle Mountain

von ~*Cloe/Amber*~

Zandra läuft den Berg hinab. Sie kann nicht glauben, was in den letzen Stunden alles geschehen war. Morgens noch hatte sie vor mit Lex ein neues Leben außerhalb der Mall zu beginnen. Sie dachte, er würde sie lieben. Was für ein Irrtum ! Mittags war sie kurz weg gegangen. Auf den Rückweg hat sie Ebony und Lex zusammen gesehen. Die beiden standen von den anderen entfernt hinter einigen Bäumen und küssten sich leidenschaftlich. Wie konnte er nur! Sie war schließlich seine Frau und erwartete obendrein ein Kind von ihm! Zandra beschloss sich zu rächen, doch es sollte nicht soweit kommen. Sie schluckte ihre Wut hinunter und ging zu den anderen und lies sich nichts anmerken. Nicht mal als Lex einige Zeit später zurück kam und sie dreist anlog, als sie fragte was er gemacht hätte. Dann war die Explosion. Sie kam als erstes aus dem brennenden Observatorium und verschwand schleunigst. Sie hatte einen neuen Entschluss gefasst. Es hatte sich die einmalige Chance ergeben zu verschwinden ohne irgendwelche Erklärungen abgeben zu müssen. Die anderen würden denken sie sei tot, sie konnte verschwinden und würde Lex, Ebony und die anderen nie wieder sehen. Sie hatte die Chance genutzt und war gegangen. Von den Mall-Rats hatte sie eh schon lange die Nase voll, es gab nur Pflichten und sie konnte nie tun, was sie wollte. Nur wegen Lex war sie überhaupt so lange geblieben. Nun befindet sie sich auf einen schmalen Waldweg und läuft in ein neues Leben. Sie weiß zwar noch nicht wohin, aber sie wird schon einen Platz finden, wo sie mit ihrem Kind in Ruhe leben kann. Als sie an ihr Kind denkt, beginnt sie unwillkürlich zu lächeln. Wie sehr sie sich doch auf ihr Baby freut, ganz egal ob mit oder ohne Lex, sie würde wieder eine Familie haben. Langsam setzte die Dämmerung ein. Zandra macht auf einer kleinen Lichtung halt und zündet ein Feuer an, über dem sie ein paar Pilze brät, die sie auf dem Weg gepflückt hatte. Dennoch wurde sie nicht satt. Kurz nach dem Essen legt sie noch neues Holz auf das Feuer und versucht dann zu schlafen, doch die Kälte, die trotz des Feuers herrscht und die Ereignisse des Tages lassen sie noch lange wach bleiben.
Schon in der Nacht wacht Zandra wieder auf. Das Feuer war ausgegangen und ihr war eiskalt. Schnell zündet sie das Feuer wieder an. Nach einer viertel Stunde ist ihr wieder warm und sie versucht noch ein wenig zu schlafen. Morgens steht sie schon früh auf. Sie löscht das Feuer oder besser gesagt, das bisschen Glut, was noch da ist. Sie pflückt schnell noch einige Beeren, dann setzt sie ihren Weg fort. Während sie läuft, denkt sie an früher. Sie sieht alles was sie mit Lex und den Mall-Rats zusammen erlebt hat vor ihrem inneren Auge, zum Schluss tauchen die Bilder des letzten Tages auf. „Das einzig gute, was Lex zustande gebracht hat, ist das Baby“, denkt sie. Plötzlich wird sie aus ihren Gedanken gerissen. Hinter sich hört sie Geräusche. Im nächsten Moment steht ein fremdes Mädchen neben ihr und fragt: „Wer bist du und was machst du hier?“ „Ich bin Hope und ich suche ein neues Zuhause;“ antwortet Zandra, die gerade beschlossen hat, das zu einen neuen Leben auch ein neuer Name gehört: „Ich heiße Mel und bin auch auf der Suche nach einer neuen Heimat, las uns doch gemeinsam weiter gehen, “ sagt die Fremde. Zandra ist einverstanden und so setzten sie den Weg gemeinsam fort. Gegen Mittag machen sie kurz Rast und essen ein wenig. Dann geht es weiter. Mel beginnt aus ihrer Vergangenheit zu erzählen und so weiß Zandra nach einiger Zeit, Mels ganze Geschichte. Auch Zandra erzählt von ihren Leben bei den Mall-Rats. Sie erwähnt auch, dass sie schwanger ist. Gegen Abend erreichen sie eine Lichtung auf der sie übernachten wollen. Sie zünden ein Feuer an und unterhalten sich weiter. Mel regt sich fürchterlich über Lex auf und wundert sich, dass „Hope“ ihn überhaupt geheiratet hat. Nachdem sie eine Dosensuppe, die Mel mit hatte, gegessen hatten legen sie sich schlafen. Zandra war noch länger wach und dachte nach: „Was für ein Glück, dass ich Mel getroffen habe. Jetzt bin ich nicht mehr allein, ich habe eine Freundin gefunden.“ Mit diesem Gedanken schläft sie ein.
Als Zandra morgens aufwacht, ist Mel schon aufgestanden, hat Feuer gemacht und ein paar Beeren gepflückt. Nachdem sie etwas gegessen hatten, gehen sie weiter. Der Weg führt durch bergiges Gelände, was Zandra schwer zu schaffen macht. Schließlich ist sie nicht nur schon mit den Mall-Rats zum Eagle-Mountain gewandert, sondern auch noch schwanger. So machen sie schon nach knapp einer Stunde wieder Rast. Zandra sitzt am Bach und ruht sie aus, Mel dagegen, sammelt für sich und Zandra einige Beeren. Während sie diese verspeisen, schleichen sich Fremde an sie heran. Auf einmal hören Zandra und Mel Geschrei hinter sich. Mel reagiert geistesgegenwärtig und zerrt Zandra über den Bach, dann sprinten sie los. Doch sie haben ca. 10 Verfolger hinter sich, die rasch näher kommen. Als Zandra sich einmal kurz umblickt, sieht sie, dass die Verfolger nur noch 10 m hinter ihnen sind. Zandra bekommt Angst: „Was wird wohl passieren, wenn die Verfolger uns einhohlen? Bestimmt haben sie nicht vor, verstecken mit uns zu spielen.“ Doch dann kommt das Glück Zandra und Mel zur Hilfe. Hinter einer scharfen Kurve ist ein Graben. Schnell springt Zandra hinein, Mel ebenso. Weinige Augenblicke später laufen die Verfolger an ihnen vorüber. Zandra und Mel bleiben noch ein paar Minuten liegen, dann stehen sie wieder auf und setzen ihren Weg fort, dabei meint Mel: „Das war knapp. Beinahe hätten sie uns gehabt. Wir sollten schnell einen neuen Tribe finden, solange wir nur zu zeit hier durch die Gegend laufen, sind wir nicht sicher.“ Zandra stimmt ihr zu, nur wo soll man in einem riesigen Wald in einem Gebirge einen neuen Tribe finden ? Fürs erste beschließen sie nicht mehr ziellos durch den Wald zu laufen sondern sich ein einigermaßen sicheres Versteck zu suchen, in dem sie erstmal bleiben können. Mit der Suche verbringen sie den gesamten Nachmittag. Als schon die Dämmerung einsetzt, findet Zandra eine Höhle. Die wenige Zeit, in der es noch hell ist, versuchen sie den Eingang der Höhle einigermaßen mit Zweigen zu Verdecken, sodass man sie nicht mehr so schnell finden kann. Als es endgültig dunkel wird, zünden Zandra und Mel in der Höhle ein Feuer an und essen eine Kleinigkeit. Dann legen sie sich schlafen.

Am nächsten Morgen machen sich Zandra und Mel auf den Weg zu einem Bach um frisches Trinkwasser zu besorgen. Außerdem versuchen sie im Bach zu angeln. Tatsächlich haben sie nach anderthalb Stunden 2 Fische gefangen. Auf dem Rückweg zur Höhle sammeln sie noch ein paar Pilze. Wieder bei der Höhle zündet Mel ein Feuer an, während Zandra die Pilze wäscht und die Fische ausnimmt. Beim Mittagessen unterhalten sich die beiden über alles mögliche. Nach den Essen macht sich Zandra wieder auf den Weg um Pilze, Früchte, Beeren, Nüsse uä. Zu sammeln, damit sie und Mel einen Vorrat habenn. Auf einmal stolpert sie über eine Wurzel und stürzt. Sie schlägt mit den Kopf auf einen Stein und bleibt besinnungslos liegen …

Noch einiger Zeit beginnt Mel sich Sorgen um Zandra zu machen und macht sich auf die Suche nach Zandra. Während sie durch den Wald geht, ruft sie öfters mal: „Hope, Hope wo bist du?“ Doch sie erhält keine Antwort. Nach fast einer Stunde sieht sie die ohnmächtige Zandra auf dem Weg liegen. Sofort rennt sie zu ihr. Mel weiß nicht, was sie tun soll und ist nahe dran zu verzweifeln, als sie plötzlich eine Stimme hinter sich fragen hört: „Kann ich dir vielleicht helfen?“
Ein fremdes Mädchen tritt aus dem Unterholz. „Wer bist du?“ fragt Mel misstrauisch. „Mein Name ist Eagle und ich gehöre zu den Gaians und wer bist du ?“ antwortet die Fremde. „Ich bin Mel und das“ Mel deutet auf Zandra „Ist Hope,“ Eagle kniet sich neben Zandra um sie zu untersuchen, nach einer Weile meint sie: „Sieht aus, als habe sie eine schwere Gehirnerschütterung, ich denke, es ist besser wir bringen sie zu meinen Tribe.“ Mel zögert einen Moment, doch dann stimmt sie zu. Eagle und Mel tragen Zandra gemeinsam in das Lager der Gaians, das gar nicht mal so weit entfernt ist. Dort bringen sie Zandra zusammen mit einem Jungen den Eagle als Pride vorstellt, in eine geräumige Hütte. Pride untersucht Eagle ein zweites Mal und kommt zum selben Ergebnis wie Eagle. Plötzlich schlägt Zandra die Augen auf. Ihr Blick fällt sogleich auf Eagle. „Amber?“ fragt sie erstaunt „Wo bin ich ? Was ist mit mir … und dem Baby?“
„Du bist schwanger ?“ fragt Amber erstaunt. „Ja Amber, ich bin schwanger.“ „Hope, woher kennst du du Eagle ?“ wird sie von Mel gefragt, nachdem sie die Sprache wieder gefunden hat. „Amber „Eagle“ kenne ich von früher,“ antwortet Zandra schlicht. Während dessen untersucht Pride Zandra abermals. Seine Miene verfinstert sich, dann sagt er: „Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber ich glaube, du hast das Kind verloren.“ Zandra bricht in Tränen aus. Ihr Kind, der einzigste Grund, warum sie sich noch auf die Zukunft gefreut hat, sollte tod sein, das kann und will Zandra nicht glauben.
Kurz darauf verlassen Eagle und Pride die Hütte, so dass Mel ganz allein mit Zandra ist. Mel möchte Zandra trösten, doch ihr fallen keine passenden Worte ein, also nimmt sie Zandra einfach nur in den Arm. „Womit habe ich das verdient ? Erst verliere ich Lex und jetzt das Baby.“ fragt Zandra. Darauf weiß Mel keine Antwort. Zandra beginnt wieder zu weinen und schläft ein.

In den nächsten Tage isst Zandra wenig und weint oft. Ungefähr eine Woche nach dem Unfall kommt Amber zu Zandra und Mel in die Hütte und sagt: „Wir werden morgen früh weiter ziehen und ein neues Lager aufbauen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr mitkommen.“ Daraufhin verlässt sie die Hütte weiter. Zandra und Mel unterhalten sich kurz und beschließen, nicht mit den Gaians zu ziehen, sondern alleine in dem Lager zu bleiben, als Mel das kurz darauf Amber mitteilt, meint diese. „Ich habe mir schon gedacht, das ihr lieber hier bleiben wollt und ich denke, es ist besser für Zandra äh Hope.“ Dann geht Amber abermals zu Zandra in die Hütte. „Du bist genauso, wie ich von den Mall-Rats verschwunden, sie glauben, wir wären tot. Falls du wider erwarten doch mal eine Mall-Rat triffst, versprichst du mir, nicht zu erzählen, dass ich noch lebe?“ „Wenn du das gleiche mir versprichst.“ „Versprochen.“ „Wir werden uns morgen wahrscheinlich nicht mehr sehen, deshalb verabschiede ich mich jetzt schon von dir. Ich wünsche dir alles Gute und das es dir bald besser geht.“ Dann nimmt Amber Zandra in den Arm und verlässt die Hütte.

Die Gaians verließen am nächsten Morgen so früh das Lager, dass Zandra und Mel sie gar nicht mehr zu Gesicht bekommen. Doch Zandra scheint kaum wahr zu nehmen, dass die Gaians nicht mehr da sind. Sie ist fast den ganzen Tag in der Hütte oder sitzt am Bach. Sie wird von Tag zu Tag verschossener und gräbt sich immer tiefer in ihre Trauer. Mel weiß nicht mehr weiter, alle ihre Aufmunterungsversuche waren fehlgeschlagen und Zandra unterstützt sie nicht mal beim Essen sammeln und kochen. Mel muss alles alleine machen und kann sich manchmal nur mühsam zurück halten um Zandra nicht anzuschreien und zur Vernunft aufzufordern, eigentlich hat sie Verständnis für Zandra, doch die Situation zerrt auch an ihren Kräften.

In den nächsten Wochen ändert sich wenig. Doch etwa 4 Wochen fing Zandra an sich zu besinnen und begann wieder Mel zu helfen, doch sonst verbessert sich ihr seelischer Zustand wenig, Mel versucht zwar immer wieder sie aufzumuntern und Zandra zu helfen, doch Zandra lässt sie nicht an sich rann. Sie sieht einfach keinen Sinn mehr in ihrem Leben , zuerst hat sie ihre Eltern verloren, dann ihre große Liebe und jetzt auch noch ihr Baby, für sie scheint alles ausweglos, dass sie eine gute Freundin gefunden hat und an einen sicheren Ort lebte, vergisst sie dabei völlig. Ihr Leben besteht nur noch aus Trauer und der einigste Grund, warum sie noch lebte, war weil sie nicht den Mut hatte sich umzubringen. Gerade ging Zandra los um frisches Wasser zu hohlen, als sie plötzlich ein Geräusch hinter sich im Gebüsch. Sie dreht sich um und schaut in das Gesicht eines fremden Jungen. „Wer, wer bist du ?“ bringt Zandra mühsam zustande und ihre Verwirrung kommt nicht nur von dem Schreck, den das Auftauchen des Jungen verursacht hatte. . „Ich bin Nick und das“ er deutet auf zwei weitere Jungen und ein Mädchen, dass so eben auch aus dem Gebüsch gekommen waren „Sind Dave, Steve und Sarah. Zandra hat sich von ihrem Schreck erholt: „Was wollt ihr hier?“ „Wir suchen ein sicheren Ort wo wir bleiben können,“ erwidert Steve. Im diesem Augenblick taucht Mel auf: „Hope, wer sind die und was wollen die hier?“ „Das habe ich sie auch gerade gefragt.,“ meint Zandra. „Wir sind Nick, Steve, Dave und Sarah und suchen einen sicheren Ort, wo wir bleiben können,“ antwortet nun Nick auf Mels Frage. Nach kurzer Beratung erlauben Mel und Zandra ihnen zu bleiben, warum auch nicht, das Lager ist groß genug und ein paar zusätzliche, helfende Hände können nie Schaden. Dann gehen die 6 ins Lager.
In den nächtens Tagen ändert sich Zandra sehr. Mel bemerkt ab und zu ein Lächeln auf ihren Lippen und Zandra ist auch längst nicht mehr so verschlossen. Als Mel einmal sieht, wie Zandra Nick einen verstohlenen Blick zuwirft, ahnt sie auch den Grund dafür. „Liebe ist halt die beste Medizin,“ denkt sie „Hoffentlich wird es was zwischen den beiden, ich mag mir nicht vorstellen, was passiert, wenn Nick Zandra zurück weist.“ Auch Zandra hatte diese Befürchtung und traute sich deshalb nicht, Nick ihre Gefühle zu gestehen, vielleicht wäre ihr aber gerade dann vieles erspart geblieben …

Zandra ist nicht die einzige, die ein Auge auf Nick geworfen hat. Das stellt Mel fest, als sie bemerkt, dass Sarah sich ständig in der nähe von Nick befindet und ihm verliebte Blicke zuwirft. Auch Zandra bleibt das nicht verborgen. Und sie wirft sofort die Flinte ins Korn: „Gegen Sarah habe ich doch eh keine Change, so wie ich im Moment drauf bin, der Trauerklos vom Dienst.“ Abends, als sie in Mels Hütte sitzt sagt sie zu ihr: „Ich habe doch keine Change gegen Sarah, sie kennt nick doch schon lange und sie ist wirklich hübsch. Ich dagegen sehe im Moment nicht gerade gut aus und jetzt sag nicht, es käme auf die inneren Wärte an, das mag ja sein, aber die sieht man erst auf den 2. Blick und bis Nick sie sieht, ist erlängst mit Sarah zusammen. Früher wäre es anders gewesen, ich hätte nicht so schnell die Hoffnung aufgegeben, aber ich habe mich verändert.“ „Hope, jetzt hör mir mal zu, du hast innerhalb deinen Ehemann und deinen alten Tribe verlassen und du hast dann auch noch dein Kind verloren. Kein Wunder, dass du im Moment nicht besonders gut drauf bist und nicht gerade wie das blühende Leben aussiehst, trotzdem bist du hübsch und hast einen guten Charakter und meinst du nicht Nick und Sarah wären schon längst zusammen, wenn Nick in sie verliebt wäre, so lange wie die beiden sich schon kennen,“ erwidert Mel. „Vielleicht hast du Recht, danke das du mir Mut gemacht, wenigstens ein bisschen. Ich geh dann wieder.“ Mel hat es tatsächlich geschafft Zandra ein wenig Mut zu machen und Zandra schöpft dann wieder ein wenig Hoffnung, doch die wird gleich wieder zunichte gemacht, denn als sie die Hütte verlässt, sieht sie Nick und Sarah zusammen herumalbern. Zandra läuft so schnell wie möglich aus dem Dorf. Bild vor Tränen rennt sie einem Weg entlang, bis sie zu einem kleinen Fluss kommt. Am Ufer lehnt sie sich an einen Baum und weint hemmungslos. Während sie so da sitzt, bemerkt sie gar nicht, wie Nick sich nähert. Er war Zandra gefolgt, als er gesehen hat, wie sie das Dorf verlassen hat. Langsam geht er auf sie zu und spricht sie an: „Hope, was ist denn ?“ Zandra zuckt zusammen und schaut auf. Ihr ist die Situation sichtlich peinlich. „Was mag Nick wohl jetzt von mir denken, einen besonders schönen Anblick werde ich bestimmt nicht abgeben mit den verquollenen Augen und roten Flecken im Gesicht.“ Nick setzt sich neben Zandra. „Hope, warum weinst du ? Antworte doch!“ Zandra weiß nicht was sie antworten soll, mit der Wahrheit will sie nicht herausrücken, stattdessen fängt sie wieder an zu weinen. „Hör auf zu weinen, rote Augen stehen auch einen so hübschen Mädchen wie dir nicht.“ „Du findest mich hübsch ?“ „Nicht nur ich.“ Nick legt einen Arm um Zandra. „Selbst mit verweinten Gesicht siehst du gut aus, aber lächelnd gefällst du mir noch um einiges besser.“ Nick und Zandra sehen sich in die Augen und langsam nähern sich ihre Lippen. Kurz darauf versinken sie in einen leidenschaftlichen Kuss. In diesem Moment kann Zandra an nichts anderes denken als die nähe zu Nick und auch auf dem Rückweg zum Lager ist sie einfach nur glücklich. Bald sind sie am Lager angelangt. Sie brauchen nichts zu erklären, die anderen konnten sich, als sie die beiden sahen, denken, was passiert war. Alle freuten sich mit ihnen, alle aus Sarah, was ja auch verständlich ist. „Jetzt erst beginnt meine neues Leben wirklich, ich habe endgültig abgeschlossen mit dem, was vorher war,“ denkt Zandra oder besser gesagt Hope, denn die Zandra von früher gibt es nicht mehr.

Prolog:

Es war über ein Jahr her, seit Hope, alias Zandra, ihr neues Leben begonnen hatte. Sie, Nick, mit dem sie immer noch zusammen ist, Steve, Sarah, Dave und Mel, die in der Zeit auch zusammen gekommen waren, haben einen eigenen Tribe gegründet, die Silver Horses. Außerdem haben sie Zuwachs bekommen: Kim, Amy und Ben und 5 Pferde, denen sie auch ihren Namen verdanken. Doch das Leben ist nicht nur schön, denn seit die Black Devils, wie der fremde Tribe von allen genannt wird, weil niemand ihren richtigen Namen kennt, aufgetaucht waren, leben sie in ständiger Angst, schließlich überfallen die Black Devils regelmäßig kleinere Stämme und was mit deren Mitgliedern geschieht weiß niemand. Zum Glück wurden die Silver Horses bisher nicht angegriffen worden, aber wer weiß, vielleicht würden sie die nächsten sein …

Hope geht wie so oft zusammen mit Mel zum Bach um frisches Wasser zu besorgen. „Hast du schon gehört?“ fragt Mel „Die Black Devils haben wieder zugeschlagen. Vor einigen Tagen haben sie die Gloden Eagles überfallen.“ „Schon wieder? Die Abstände zwischen den Überfällen werden immer kürzer! Ich habe wirklich Angst, dass wir als nächstes dran kommen. Es ist fast genauso, wie in der Stadt, dort musste man auch in der ständigen Angst leben, gleich von irgendeinem feindlichen Tribe angegriffen zu werden, leben,“ meint Hope. Daraufhin schweigt Mel, sie weiß, wie schwer es Hope fällt an ihre Vergangenheit zu denken, genauso wie ihr. Irgendwann kommen sie am Bach an. Schnell füllen sie die mitgebrachten Behälter und machen sich auf den Rückweg. Noch ahnen sie nicht, was sie dort erwarten wird…

Als sie nach einer Weile wieder beim Lager sind, trauen sie ihren Augen nicht. Das ganze Lager war zerstört und von ihren Freunden fehlt jede Spur. Hope fängt an zu weinen und kurz darauf sitzen sie und Mel weinend unter einem Baum und blicken auf ihr zerstörtes Zuhause. „Das muss ein böser Traum sein, das kann, das darf nicht war sein,“ schlurzte Hope. „Hope, das ist war!“ erwiderte Mel. Nachdem sie einige Zeit dort gesessen haben, gehen sie in das zerstörte Lager. Sie schauen sich überall um, vielleicht hatte ja doch irgendjemand sich verstecken können, doch sie finden keinen ihrer Freunde. Auf einmal berührte irgendetwas Hope’s Schulter. Blitzschnell dreht sie sich um und blickt in die Augen von Saphir, eines der Pferde und auch die anderen vier, Midnight, Nordlicht, Rubin und Starlight sind da. Mel und Hope fangen die Pferde schnell ein und bringen sie weg. Nachdem sie das das Lager ein gutes Stück hinter sich gelassen haben, machen sie Halt. Die Pferde binden sie an, dann suchen sie für sich etwas zu essen. Langsam wird es dunkel und so zünden sie ein Feuer an. Dann legen sie hin, aber schlafen können sie kaum und wenn, dann haben sie Albträume.

Am nächsten morgen stehen sie früh auf und wollen weiter ziehen. „Wir können nicht alle Pferde mitnehmen, höchstens vier, jeder nimmt noch eins als Handpferd,“ meint Mel traurig als sie im Begriff sind aufzubrechen. Hope überlegt, welches Pferd sie hierlassen sollen, mit der Zeit sind ihr alle Pferde ans Herz gewachsen, schließlich antwortet sie: „Du hast recht, lassen wir Midnight hier?“ „OK, ich reite dann Rubin und nehme Starlight als Handpferd.“ Kurz darauf sind die wenigen Sachen, die sie noch haben, auf den Handpferden verstaut und die beiden reiten los. Als erstes haben sie vor, einige andere Stämme zu fragen, ob sie nicht doch vielleicht irgendeinen Anhaltspunkt haben, wo die „Black Devils“ ihre Gefangenen hinbringen, doch große Hoffnung setzten sie darin nicht. Was sie danach machen, wissen sie noch nicht. Während des Tages treffen sie auf zwei befreundete Stämme, doch weiterhelfen können die ihnen tatsächlich nicht. Gegen Abend kommen sie zu den „Forestghosts“. „Habt ihr eine Ahnung, wo die Black Devils ihre Gefangenen hinbringen? Wir suchen nämlich unsere Tribemitglieder. Gestern Nachmittag wurden sie überfallen, als wir gerade Wasser geholt haben.“ „Tut uns Leid, wir wissen nichts, aber bleibt doch über Nacht, morgen können wir weiter sehen. Vielleicht helfen wir euch auch, schließlich ist es auch in unserem Interesse, dass die Black Devils besiegt werden.“ Antwortet ihnen ein Junge namens Lion. Darauf zeigt er ihnen einen Schlafplatz und nachdem Mel und Hope von ihm etwas Essen bekommen hatten, legen sie sich schlafen. Doch bevor sie endlich di wohlverdiente Ruhe bekommt, kreisen Hopes Gedanken um Nick. „Was die wohl mit ihm machen? Wo haben sie ihn wohl hingebracht? Werde ich Nick jemals wieder sehen Ob er überhaupt noch lebt?“ fragt sich Hope und während sie an Nick denkt fängt sie an zu weinen. Die Angst Nick zu verlieren hatte sie den ganzen Tag unterdrück, doch jetzt wurden die Gefühle übermächtig. Mel nimmt ihre Freundin in die Arme und versucht sie zu trösten, doch auch ihr kullern einige Tränen über die Wangen. Eine Zeit lang liegen sie schweigend nebeneinander, bevor sie endlich einschlafen.

Früh am nächsten Morgen kommt Lion zu Hope und Mel mit einer erfreulichen Nachricht zu ihnen: „Ich habe mit den Rest des Tribes gesprochen und wir haben uns entschieden, euch bei der Suche nach den Vermissten zu helfen. Am besten wäre es wohl, wenn wir zu den verschiedenen Tribes, bei denen ihr noch nicht gewesen seit, gehen.“ „Oh Gott sei Dank, wir müssen nicht mehr alleine nach ihnen suchen,“ denkt Hope. „Schön, dass ihr uns helfen wollt, dass ist sehr nett von euch.“ Antwortet Mel. „Also hört mal: Erstens sind die Silver Horses ein sehr gut befreundeter Tribe und zweitens ist es auch in unserem Interesse, wenn wir nicht mehr in der Angst leben, von den Black Devils überfallen zu werden. Wir haben gleich eine Besprechung, wo wir entscheiden wollen, wer wo hin geht, kommt bitte auch.“ erwidert Lion. Bald darauf sitzen Hope und Mel zusammen mit den Forestghosts und ein Feuer und teilen die Aufgaben auf. Hope und Mel werden auf eigenen Wunsch zu den Gaians und zu Crying Birds reiten. Nachdem sie sich mit ein wenig Proviant versorgt hatten, reiten Hope und Mel los und auch die anderen brechen auf. Als erstes machen sie sich auf den Weg zu den Gaians. Nach gut 2 Stunden erreichten sie ihr Lager. Misstrauisch werden sie von einem Jungen namens Hawk begrüßt: „Wer seid ihr? Was wollt ihr hier?“ „Wir sind Mel und Hope von den Silver Horses und haben etwas mit euren Anführern zu besprechen!“ antwortet Mel. „Der steht vor euch.“ „Was ist denn mit Amber, ich meine Eagle, und Pride?“ fragte Hope erstaunt. „Die sind beide in der Stadt, bei Ambers altem Tribe, den Mall Rats. Aber woher kennt Ihr sie und vor allem, woher kennt ihr Eagles „richtigen“ Namen?“ Bevor sie antworten können, kommt ein Mädchen zu ihnen, dass auch bei Hope und Mels ersten Treffen mit den Gaians dabei gewesen war. „Hope, Mel! Schön euch wieder zu sehen, aber was führt euch zu uns?“ sagt das Mädchen. „Du kennst die beiden?“ wendet sich Hawk an sie. „Ja, sie waren früher einmal bei uns und Hope ist eine gute Freundin von Eagle.“ „Wenn das so ist, seid ihr uns natürlich herzlich willkommen,“ meint Hawk. „Wir haben nur wenig Zeit und sind nur hier um zu fragen, ob ihr vielleicht wisst, was mit den Gefangenen der Black Devils passiert und wo sie hingebracht werden. Unser Tribe wurde nämlich vor kurzen von ihnen überfallen, während wir gerade Wasser holten. Außerdem möchten wir euch bitten, uns im Kampf gegen sie zu unterstützen,“ sagt Hope. „Cat, ein Mädchen aus unserem Tribe, will sie in der Nähe des Eagle Mountain einmal gesehen haben, weiter können wir euch keine Auskunft geben. Im Kampf können wir euch nicht unterstützen, wir können nicht fort von hier, weil viele Tribemitglieder zusammen mit Eagle und Pride in die Stadt gegangen sind, um die Mall Rats im Kampf gegen die Chosen zu unterstützen. Sie haben sie wohl schon besiegt, müssen aber noch helfen, in der Stadt für Ruhe zu sorgen. Wir müssen das Lager bewachen, tut uns Leid.“ Antwortet Hawk. „Schade, trotzdem Danke, eure Auskunft über die Balck Devil ist wenigstens ein Anhaltspunkt. Wir müssen dann auch schon wieder weiter.“ Damit verabschieden sich die beiden von den Gaians und machen sich auf den Weg zum nächsten Tribe.

Als Hope und Mel sich dem Lager der Crying Birds nach 2 Stunden endlich nähern, hören sie verzweifelte Schreie. Schnell sitzen sie ab, binden ihre Pferde im Unterholz an und nähern sich vorsichtig dem Lager. Aus einem Versteck beobachten sie fassungslos, wie Leute in schwarzen Uniformen die Tribemitglieder in einen Laster laden. Als ein Junge sich wehrt, schießt einer der Männer mit einem komischen Gerät auf ihn. Daraufhin sackt der Junge zu Boden. Am liebsten würden Hope und Mel eingreifen, doch sie wissen, es hat keinen Sinn. Nach einer Weile zünden sie das Lager an und verschwinden danach mit dem Laster. „Du reitest ihnen hinterher, ich kümmere mich um den Jungen,“ befielt mel. So schnell sie kann, läuft Hope zu den Pferden, bindet Saphir los und reitet dem Wagen hinter her. Saphir muss sich ganz schön anstrengen hinterher zu kommen, doch auf dem Waldboden war Hope eindeutig im Vorteil. Als Saphir langsam anfängt schwer zu Atmen, pariert Hope zum Schritt durch, es hat keinen Sinn Saphir Gesundheit zu vergeuden. Sie kann gerade noch sehen, wie er den Weg zum Eagle Mountain einschlägt. Langsam reitet sie zurück und kommt nach einer Weile wieder beim Lager an. Suchend blickt sie sich um, bis sie schließlich Mels Rufe hört. Sie steigt ab und führt Saphir zu Mel. „Der Junge lebt, er war nur bewusstlos, wo ist der Wagen hingefahren?“ begrüßt Mel sie. „Ich konnte gerade noch beobachten, wie er den Weg zum eagle Mountain eingeschlagen hat. Las uns den Jungen zu dir in den sattel helfen, wir müssen zurück zu den Forestghosts,“ antwortet Hope. Mit Mels Hilfe, hieft sie den Jungen in Rubins Sattel. Eine Weile führen sie die Pferde, damit Saphir verschnaufen kann. Dann steigen sie endlich auf und traben ein wenig. Nach mehr als 3 Stunden erreichen sie endlich das Lager der Forestghosts, das wird auch höchste Zeit, denn die Dämmerung hatte schon eingesetzt. Von Lion und dem Rest des Tribes werden sie schon sehnsüchtig erwartet. „Wo um Himmels Willen wart ihr so lange, wir haben uns Sorgen um euch gemacht,“ sagt Lion. Erst jetzt fällt sein Blick auf den Jungen, dem die zwei mitgebracht haben. „Wer ist das denn?“ „Er gehört zu den Crying birds, wir erklären dir gleich alles, hilf uns erstmal im von Rubin zu heben,“ antwortet Mel. Mit Lions Hilfe haben Mel und Hope den Jungen schnell an einen der Schlafplätze gebracht und ihn so weit wie möglich versorgt, dann beginnt Hope zu erzählen: „Wir kamen gerade in die Nähe des Lagers, als wir laute Schreie hörten. Unsere Pferde haben wir dann angebunden und wir sind zum Lager geschlichen. Die Black Devils haben den gesamten Tribe in einen Laster gesperrt, aber der Junge werte sich dagegen und daraufhin haben sie ihm mit einer komischen Waffe niedergeschossen und liegen lassen. Während Mel sich um ihn gekümmert hat, bin ich dem Laster hinterhergeritten. Ich konnte sie bis zu einem Weg, der in Richtung Eagle Mountain führt, verfolgen und auch ein Mädchen der Gaians will die Black Devils dort gesehen haben. Wir haben also einen Anhaltspunkt.“ „Das ist wahr, aber wir haben die Gefangen immer noch nicht wirklich gefunden und erst recht nicht befreit,“ dämmt Lion Hopes Euphorie. „Wir haben den Anfang gemach und auch wenn es vielleicht noch ein wenig dauert, wir werden Dave, Nick und die anderen befreien!“ erwidert Mel. Hope, Mel, Lion und der Rest der Forestghosts unterhalten sich noch bis in den späten Abend hinein, was sie tun können, um die Gefangenen zu befreien, bevor sie sich endlich schlafen legen. In dieser Nacht kann Hope endlich wieder einigermaßen ruhig schlafen.

Am nächsten Morgen steht Hope früh auf und sieht als aller erstes nach dem verletzten Jungen. Dort trift sie zu ihrer Überraschung auch schon auf Lion, der dem Jungen gerade etwas Wasser einflößte. Hope setzt sich zu ihm und schaut ihm zu und betrachtet den Jungen zum ersten Mal genauer. Erst jetzt fällt ihr die Ähnlichkeit auf, die er mit Lex hat. Er hat dieselben langen, schwarzen Haare. Auf einmal kommt die Erinnerung, die sie so lange verdrängt hatte, wieder hoch, besonders das Bild, das sich ihr bot, als sie zurückkehrte: Ebony und Lex bei einem leidenschaftlichen Kuss! Und auch wenn es mitlehrweile einen neuen Mann in ihren Leben gibt, muss Hope sich stark beherrschen um nicht in Träne auszubrechen, doch auf einmal wird sie aus ihren Gedanken gerissen. „He Hope, ich glaube, er wacht auf!“ sagt Lion. „Mhm? Äh ja schön,“ antwortet sie verwirrt, denn sie braucht noch einen Moment um in die Wirklichkeit zurückzufinden. Dann richtet sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf den Jungen, der jetzt ganz aus der Besinnungslosigkeit aufgewacht ist. „Wo bin ich? Wer seid ihr? Was habt ihr mit mir gemacht?“ fragt er.“Du bist im Lager der Forestghosts, in Sicherheit! Wir habe beobachtet wie man den Rest deines Tribes verladen hat und dich niedergeschossen hat. Mel, eine gute Freundin, hat sich dann um dich gekümmert, während ich den Laster nachgeritten bin. Danach haben wir dich hier her gebrach, Wie heißt du eigentlich?“ antwortet Hope. „Ich bin Josh. Aber was ist mit den anderen? Wo sind sie? Wir müssen ihnen helfen, sofort!“ erwidert er. “Hör zu! Außer Mel, die auch zu meinen Tribe gehört, sind auch alle von den Black Devils entführt worden. Wir vermuten, dass man sie zu Eagle Mountain gebracht hat. Ich würde auch am liebsten sofort hin und sie befreien, aber das funktioniert nicht so einfach. Wir müssen Geduld haben, aber wir werden alles tun um meine und deine Tribemitglieder möglichst schnell zu befreien,“ sagt Hope und Lion fügt hinzu: „Wir bereiten schon alles für eine Reise zu Eagle Mountain vor, morgen früh machen wir uns auf den Weg, wir legen dich dann in einen Karren, schließlich bist du schwer verletzt worden und warst lange Ohnmächtig.“ Damit beenden Hope und Lion das Gespräch, denn sie merken, dass er sehr erschöpft ist.

In der Nacht schläft Hope schlecht. Schon mit den einschlafen hat sie Probleme. Während sie neben sich Mels gleichmäßiges Atmen vernimmt, schwirren in ihren Kopf viele Gedanken herum. Einige haben mit Lex zu tun, aber die meiste Zeit muss sie an Nick denken. Nach stundenlange hin und herwälzen schläft sie endlich ein, doch die Sorge um Nick begleitet sie bis in ihre Träume. In ihrem Traum betritt sie das Observatorium und erblickt Nick, tot! Verzweifelt versucht sie ihn wider zu beleben, aber es ist vergeblich. Nachdem sie ihn ein letztes Mal geküsst hat, begraben sie und Mel Nick. Danach wacht sie schweißgebadet auf und es dauert abermals eine halbe Ewigkeit, bis sie einschläft und bald darauf wird sie auch schon von Mel wieder geweckt. Nachdem sie ein wenig gegessen hat, macht Hope zusammen mit Mel ihre Pferde fertig. Danach hilft sie Lion Josh in einem Karren gemütlich unterzubringen, bevor die Reise zu Eagle Mountain losgeht. Danach machen Hope und Mel sich mit den Forestghosts auf den Weg zum Eagle Mountain. Stundenlang reiten Hope und Mel schweigend nebeneinander her und auch alle anderen reden nicht viel. Mittags machen sie kurz eine Rast und essen ein wenig, bevor sie ihren Weg weiter fortsetzen. Erst als die Dämmerung hereinbricht, machen sie an einen Flussufer Halt und bauen aus einigen Planen, die sie mitgenommen haben, schnell Zelte auf, in denen sie die Nacht verbringen. Hope ist von dem stundenlangen reiten und der kurzen, letzten Nacht so erschöpft, dass sie sofort einschlafen kann, als sie sich ins Zelt legt.

Auch den ganzen nächsten Tag reiten sie weiter und langsam nähern sie sich dem Eagle Mountain. Als sie am Abend einen geeigneten Lagerplatz gefunden haben, ist es wohl noch ungefähr eine Stunde zu reiten –ohne das ganze Gepäck. Die Forestghosts, Hope und Mel beschließen hier ihr Lager für die nächste Zeit zu errichten, sie kommen relativ schnell zum Eagle Mountain, sind aber auch nicht in unmittelbaren Nähe, so dass sie befürchten müssen gleich von den Black Devils entdeckt zu werden.
Am darauf folgenden Morgen reiten Hope und Mel zusammen mit Lion los, um die Gegend zu erkunden. Hope ist dabei eine große Hilfe, denn sie war ja schon mal hier gewesen. Als sie in der Nähe des Observatoriums ankommen, bleibt Lion mit den Pferden zurück, während Hope und Mel sich heranschleichen. Sie sahen sich um und kommen auch zu Zandras und Ambers Gräbern. Hope war erstaunt, wie gepflegt ihr „Grab“ aussah. Da sie sich nicht vorstellen konnte, dass die Black Devils es pflegen, mussten es ja die Mall-Rats gewesen sein. Hope kamen wieder die Erinnerungen hoch, der Rauch, die Panik und Lex. Das Observatorium war für sie ein Ort des Grauens, an den sie nie hatte zurückkehren wollen, doch nun geht es um das Leben von Nick und ihren Freunden, für ihn überwindet sie ihre Angst. Nachdem sich Hope und Mel überall umgeschaut haben, steht für sie beide fest, dass es sehr, sehr schwer werden würde, ins Observatorium einzudringen, überall war es mit Elektrozäunen abgesichert. Hope wunderte sich, dass sich jemand die Mühe gemacht hatte, das Observatorium wieder aufzubauen, doch sie kann nicht lange darüber nachdenken, denn Mel hatte sich schon auf den Rückweg zu Lion gemacht, sodass sie zusehen musste, ihr zu folgen. Schnell sind sie wieder bei den Pferden und berichten Lion von ihren Erkundungen, während sie aufsitzen und zurück zum Lager reiten. Dort berichten sie abermals, was sie gesehen hatte. Im Anbetracht der starken Sicherheitsvorkehrungen, beschlossen die Forestghosts noch mit dem Angriff zu warten und sich erst Unterstützung zu holen. Damit kann und will Hope nicht leben, sie will Nick helfen –Sofort!

Hope rennt aus dem Lager in Richtung Eagle Mountain. Sie hört Mel noch nach ihr rufen, doch sie ignoriert es. Nachdem sie eine Weile gelaufen ist, ist Hope föllig außer Atem, sodass sie langsamer wird und schließlich in normalem Tempo geht. Hope hat keinen Blick, für die schöne Landschaft, durch die sie läuft. Sie will einfach nur zum Eagle Mountain und ihren Nick retten. Das Mädchen könnte es einfach nicht ertragen, schon wieder einen geliebten Menschen zu verlieren, sie hatte genung Schicksalsschläge hinter sich und will einfach nur wieder ein glückliches Leben führen, so wie es die letzten Monate getan hatte. Nach gut 3 Stunden, in denen Hope immer wieder kurze Sprints eingelegt hatte, kam sie zum Eagle Mountain. Eine Weile blieb sie in sicherer Entfernung einfach stehen und überlegt, wie sie vielleicht doch rein käme, doch ihr kommt keine Idee, also geht sie abermals zum Observatorium und prüft den Zaum, ob er vielleicht nicht doch irgendwo ein Loch hatte, durch dass sie ins Innnere gelangen konnte. Zu ihrem großen Erstaunen hatte sie und Mel vorhin tatsächlich ein Loch übersehen. Es war nicht groß, aber gerade groß genung für sie. Langsam kroch sie hindurch, nichts ahnend, das sie von einer Kamera beobachtet wird. Schließlich ist sie im Eingezäuntengebiet. Langsam geht sie in Richtung des Eingangs. Verwundert stellt sie fest, das keine Wachen zu sehen sind, also geht sie hinein. Wie sie eintritt, kommen die Erinnerungen an das erste Mal, wo sie hiergewesen war, wieder hoch. Die Bilder, wie sie alle vor den Computer saßen und der fremden Stimme auf den Moniertor lauschen und auch die Panik, die ausbrach, als das Feuer ausbrach. Hope zwingt sich weiter zu gehen und geht und die Ecke. Auf einmal hört sie eine Stimme hinter sich: „Wen haben wir den hier?“

Blitzschnell dreht Hope sich um und blickt in das Gesicht eines Jungen in schwarzer Uniform. „Was willst du hier? Du hast hier nichts zu suchen!“ sagt er mit wütender Stimme. „Ihr, ihr habt Menschen entführt! Ihr habt meine Freunde entführt und hier hergebracht!“ schreit Hope aufgebracht. „daher weht also der Wind. Wenn das so ist, wirst du sie vielleicht bald wieder sehen, denn hier kommst du so schnell nicht wieder raus.“ Antwortet der Junge und zielt mit einem Merkwürdigen gerät auf sie. Sekunden später bricht Hope mit starken Schmerzen zusammen und wird sofort ohnmächtig. Als Hope später aufwacht liegt sie bei vielem anderem Gefangenen. Sie versucht sich aufzurichten, doch die Schmerzen lassen sie sofort wieder zu Boden sinken. „Du musst ein wenig Geduld haben“ sagt eine bekannte Stimme hinter ihr, „Eins, zwei Stunden wirst du noch Schmerzen haben, danch bist du wie neu. Du hast Glück, dass sie dich nicht mit einer stärkeren Stufe gezappt haben.“ Hope überlegt, wo sie diese Stimme schon einmal gehört haben könnte. Sie geht in Gedanken alle Leute von früher durch, doch sie kommt nicht drauf. Ihre Neugirde treibt sie dazu, sich trotz der Schmerzen umzudrehen und sie blickt in das Gesicht einer Mall-Rat.

„Bray?“ fragt Zandra überrascht. Bray überlegt, woher das fremde Mädchen wohl seinen Namen kennt und erst als er sie sehr genau ansieht, erkennt er, mit wem er es hier zu tun hat. „Zandra? Was machst du hier? Ich – Wir dachten du wärest tot!“ „Wie du siehst lebe ich! Und wie ich herkomme ist ganz einfach: Mein neuer Tribe wurde außer mir und einen weiter Mädchen gefangen genommen. Wir haben herausgefunden, wo sie sie hingebracht haben, und ich bin dann rein gegangen, aber man hat mich gleich gefangen genommen. Und du?“ antwortet Hope. „Ich wurde zusammen mit Amber von Ebony aus der Stadt verbannt. Bei Amber haben dann die Wehen eingesetzt und wir sind zu einer Scheune gegangen. Ich bin nur kurz raus gegangen, da haben sie mich auch schon gefangen genommen und hier her gebracht.“ Hope ist erstaunt, dachte sie doch, Amber wolle nichts mehr mit Bray zu tun haben und nun hörte sich das fast so an, als hätte sie ein Kind von ihm. Doch ihr bleibt nicht viel Zeit um darüber nachzudenken, denn schon erscheint ein Techno und fordert sie auf, ihm zu folgen. Schützend Stellt Bray sich vor sie, denn er hat schon von einigen gehört, was die Technos mit jungen, hübschen Mädchen machen. „Verschwinde!“ wendet sich der Techno an Bray, der jedoch keine Anstalten macht, sich zu bewegen. Kurz entschlossen verställt der Techno etwas an seinem Zapper, zielt und drückt ab. Wie ein Stein fällt Bray zu Boden. Hope kniet sich neben Bray und will ihm helfen, doch der Techno zerrt sie weg und sagt: „Lass den Typen, der ist jetzt eh Geschichte!“

Der Techno führt sie in einen benachbarten Raum. Hope weiß nicht, was das ganze soll, sie weiß nur, dass der Typ so eben Bray umgebracht hatte und sie verstand nicht warum. Auf einmal riss die Stimme des Technos sie aus ihren Gedanken: „Hey Kleine! Weißt du Süße, hübsche Mädchen haben hier immer eine Chance freizukommen, gegen eine kleine Gegenleistung versteht sich.“ Hope blickt ihn erschrocken an. „Was soll das für eine Gegenleistung sein?“ fragt sie mit zittriger Stimme, obwohl sie die Antwort schon weiß. Der Tenchno macht sich gar nicht erst die Mühe, sonder fängt an sie zu kküssen und an ihr rumzumachen. Erst zieht er Hope aus, danach sich selbst. Hope lässt alles über sich ergehen, denn sie weiß, dass ist die einzigste Möglichkeit dort raus zukommen, bei sich denkt sie: „Verzeih mir Nick, ich kann nicht anders, nur so habe ich die Chance, dir vielleicht helfen zu können. Nach einer Weile ist der Spuk für Hope vorbei, der Techno zieht sich wieder an und auch sie streift sich ihre Klamotten wieder über, sie muss sich anstrengen, nicht in Tränen auszubrechen, doch sie kann sich beherrschen. Der Techno führt sie aus dem Zimmer, durch endlos scheinend Gänge, dann sind sie dort, wo Hope das Observatorium betreten hat. Der Tenchno hängt ein schwarzes T-Shirt über eine Kamera und schickt Hope dann zum Loch, durch das sie schon hereingekommen war. Hope ist wieder frei und sie wei0 auch, warum sie am Anfang so schnell entdeckt hatte. Hope kann sich noch ein paar hundert Meter weiter zu einem Baum schleppen, wo sie in einem Weinkrampf verfällt. Der körperliche und seelische Schmerz sind nun einfach übermächtig.

Hope liegt eine lange Zeit einfach nur dort, sie weiß, sie müsste eigentlich zum Lager der Forestghosts zurückkehren, aber sie findet nicht die Kraft aufzustehen. Statt dessen weint sie weiter. Hope hat keine Ahnung mehr, wie lange sie nun schon dort liegt, doch auf einmal reißt eine Stimme sie aus ihren Gedanken: „Hope, haben wir dich endlich gefunden! Wir haben uns riesige Sorgen um dich gemacht.“ Es ist Mel, die Hope findet. Als sie näher heran kommt und bemerkt wie aufgelöst Hope ist, fragt sie: „Hope was ist? Was ist passiert?“ „Nichts, es ist alles in Ordnung!“ erwidert Hope nur und wischt sie die Tränen aus den Augen, bevor sie aufsteht. „Komm, lass uns gehen.“ Frügt Hope danach noch hinzu. „Ich bin mit den Pferden hier, wir brauchen also nicht den langen Weg zu Fuß gehen,“ antwortet Mel. Daraufhin gehen sie zu Nordlicht und Rubin und machen sich auf dem Weg zum Lager. Die ganze Zeit über sagt Hope kein Wort und auch Mel hält sich zurück, obwohl sie weiß, dass etwas schlimmes vorgefallen sein muss, das Hope so verstört ist. Nach einer Stunde kommen die zwei beim Lager an, wo sie schon erwartet werden. Hope isst schnell etwas, dann geht sie in ihr Zelt und versucht zu schlafen, doch in ihrem Kopf spuken viel zu viele Gedanken herum, Bray, Nick und der Techno. Nachdem sie sich lange Zeit hin und hergewälzt hatte, schlief sie schließlich ein. Doch ihre Gedanken verfolgten sie wiedereinmal bis in die Träume. In ihren Traum war alles sehr ähnlich, wie das, was sie an diesem Tag erlebt hatte, doch als sie in ihrem Traum verwandelt sich Bray, als er vor ihr steht und sie beschützen will auf einmal in Nick, der dann von dem tödlichen „Schuss“ getroffen wird. Schreiend und schweiß gebadet wacht sie schließlich wieder auf. Sie fängt wieder an zu weinen und weiß nicht was sie tun soll. Kurz überlegt sie Mel zu wecken und ihr zu erzählen was passiert ist, aber sie will Mel nicht auch noch den schlaf rauben und außerdem befürchtet sie, dass eh kein Wort von ihren Lippen kommt. Also legt sie sich wieder hin und versucht an etwas schönes zu denken, was ihr leider nicht gelingt. Stundenlang dreht sie sich von einer Seite auf die andere bis sie kurz vorm Morgen in einen traumlosen Schlaf fällt.

Viel zu schnell wird Hope wieder von Mel geweckt. Hope möchte gar nicht erst aufstehen, sondern sich einfach nur weiter in ihren Schlafsack kuscheln, da fühlt sie sich immerhin ein bisschen sicherer und geborgener als draußen. Fast scheint es ihr, als könnte der warme Schlafsack sie beschützen. Aber Mel drängt sie dazu, endlich aufzustehen, denn die anderen warteten schon. Wohl oder übel erhebt sich Hope aus ihrem „Bett“ und zieht sich schnell an, bevor sie Mel folgt, die schon das Zelt verlassen hat. Draußen geht sie zum feuer, wo man schon ein ganz bekömmliches Frühstück aus Beeren, Obst und ein wenig selbstgebackenes Brot hergerichtet hat. Hope setzt sich schweigend zu den anderen und nimmt sich ein paar Erdbeeren und einem Apfel. Schweigend isst sie das Obst, obwohl ihr gar nicht nach essen zu mute ist. Kurz darauf springt sie auch schon mit vor dem Mund gehaltender Hand auf. Ein wenig außerhalb des Lagers muss sie sich dann übergeben. Gleich darauf erscheint Mel, die Hope gefolgt war. „Hope, was ist bloß los mit dir? Schon gestern Abend warst du so merkwürdig und wie ich dich gestern weinend an den baum geleht gefunden habe, spricht auch nicht dafür, dass es dir gut geht. Also was um Himmels Willen ist gestern passiert, nachdem du verschwunden bist?“ Eine Weile hängt die Frage in der Luft, Hope schafft es nicht zu antworten, sie will antworten, dass alles bestens sei und sie sich keine Sorgen machen soll, doch über ihre Lippen kommen keine Worte, satt dessen fängt sie wider an zu weinen. Mel nimmt ihre Freundin in die Arme und versucht sie zu trösten. Irgendwann fängt Hope an zu sprechen: „Ich bin zum Lager der Technos gelaufen! Ich wollte einfach nur Nick helfen, nicht in einigen Tagen, sondern sofort. Als ich ankam fand ich ein Loch im Zaun. Ich stieg hinein, ohne zu wissen, dass ich von einer Kamera beobachtet wurde. Um so erstaunter war ich, als ich drinnen gleich einer der Stammesmitglieder traf. Er betäubte mich mit dem gleichen Gerät, dass Josh niedergeworfen hatte. Als ich aufwachte, war ich in einem raum mit lauter gefangenen. Einen von ihnen kannte ich. Es war Bray, einer von meinem altem Tribe. Als er mich vor einem der Black Devils beschützen wollte, wurde er von einem Mann niedergestreckt. Ich glaube er ist tot!“ Hier macht sie eine längere Pause, denn sie ist nicht in der Lage weiter zu sprechen und auch schon bei den vorigen Worten hatte sie immer wieder angefangen zu weinen und es war ihr schwer gefallen zu sprechen. Endlich sammelt sie sich und fährt mühsam fort: „Der Mann führte mich in einem benachbarten Raum, dann“ Hope muss abermals eine Pause machen, weil die Tränen sie am weiterreden hindern. „Dann sagte er dass, ich eine Chance hätte raus zukommen, weil ich ein hübsches Mädchen sei. Er fragte nicht weiter nach, sondern zog mich aus.“ Weiter spricht Hope nicht, den Rest kann Mel sich eh denken. „Oh Hope, was haben die nur mit dir gemacht?“ Mel will das verstörte Mädchen abermals in die Arme schließen und sie trösten. „Lass mich!“ widersetzt sich Hope, dreht sich um und läuft weg. Kurz darauf ist sie bei den Pferden angekommen. Hope lehnt sie an Saphir und fängt hemmungslos an zu weinen, während sie ihr Gesicht in der Mähne des Pferdes vergräbt.

Lange Zeit steht Hope so und lässt ihren Tränen freien Lauf. All die Erinnerungen des gestrigen Tages spuken in ihrem Kopf herum. Erst musste sie mit ansehen wie man Bray umbrachte und dann wurde sie von dem Mörder auch noch gezwungen, mit ihm zu schlafen. Das alles ist ihr zu viel, am liebsten möchte sie den letzten Tag einfach nur aus ihrem Gedächtnis streichen, aber leider geht das ja nicht. Auf einmal reist eine Stimme sie aus ihren Gedanken, es ist Lion: „Tschuldigung, ich möchte nicht stören, aber wir treffen uns gleich alle um noch mal die Lage zu besprechen und zu überlegen, was wir unternehmen wollen. Kommst du?“ „Schnell wischt Hope sich die Tränen aus den Augen, doch von dem vielen Weinen sind diese eh schon so gerötet, dass es keinen Unterschied macht. Dem Mädchen ist es etwas peinlich, so gesehen zu werden, dennoch antwortet sie: „Augenblick ja, dann komme ich.“ Als Lion verschwunden ist, geht Hope schnell zu einem nahe gelegenen Bach und wäscht sich die Augen mit dem kühlen Nass, damit die Spuren des Weinens einigermaßen verschwinden. Ein Blick in ihr Spiegelbild im Wasser bestätigt ihr, dass sie wieder halbwegs ordentlich aussieht, auch wenn um die Augen noch eine leichte Röte zu entdecken ist. Hope geht zurück zum Lager, wo die anderen schon auf sie warten. Sie setzt sich hin und hört zu, wie Lion noch mal von den Verhältnissen am Eagle Mountain berichtet. Da mischt sich Mel ein: „Hope hat mir erzählt, dass sie, als sie gestern verschwunden war, noch ein Loch im Zaun entdeckt hat, allerdings ist dort eine Kamera angebracht. Wenn man die kurz ausschalten könnte ohne dabei gesehen zu werden, hätten wir eine Chance rein zukommen und Hope müsste die Verhältnisse vor Ort auch noch ein wenig kennen, sie war früher einmal dort.“ Jetzt antwortet auch Hope notgedrungen: „Ich war zwar früher einmal im Observatorium, aber damals ist es bei einer Explosion sehr schwer verwüstet worden und die Black Devils haben es neu aufgebaut und erweitert, sodass ich nicht sagen kann, ob ich mich dort zurecht finde.“ „OK, das ist ja zumindest ein Anfang, aber wir rauchen noch mehr Unterstützung, sonst klappt das nicht. Dann können wir weiter sehen.“ Meint Lion. „Vielleicht sind die Gaians jetzt wieder vollzählig, Hope und ich könnten Morgen dort hinreiten und nachsehen,“ meint Mel. „Und wir anderen reiten dann zu den anderen Stämmen, jetzt wo wir konkrete Hinweise haben, unterstützen sie uns bestimmt, „ stimmt Lion ihr zu. Danach löst sich die Versammlung nach und nach auf.