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Das einflußreiche Wirtschaftskomitee der japanischen Regierung hat Pläne bekanntgegeben, die Deregulierung der Wirtschaft zu beschleunigen, indem sie in bestimmten Zonen die Ansiedlung neuer Unternehmen fördern will. Neben der Bereitstellung von Infrastruktur sollen die Gebietskörperschaften auch erstmals Steueranreize gewähren können, was aber noch auf vehementen Widerstand des Finanzministeriums stößt.
Diese Maßnahmen sind anderswo keine Besonderheit, aber in Japan Zeichen dafür, dass die Regionen angesichts der schwierigen Wirtschaftslage gegenüber der Zentralregierung in Tokio nun immer stärker auf ihr Recht pochen, die Industrieansiedlung selbst in die Hand zu nehmen.
Japanische Konzerne ihrerseits haben begonnen, bei der Suche nach attraktiven Standorten mit den Regionen in Verhandlungen zu treten. Das Beispiel der Fa. Sharp, die ihre neue LCD Fertigung in die zentraljapanische Präfektur Mie verlegen wird, hat Aufsehen erregt, gewährt doch die Präfektur einen Zuschuss von 9 Mrd. Yen (77 Mio €). Der Elektronikkonzern investiert umgerechnet etwa 427 Millionen Euro in das neue Produktionswerk für Flüssigkristallbildschirme. Das Werk soll im Oktober 2003 die Produktion aufnehmen.
(Kansai Business, 17.07.02)
Quellen und weiterführende Informationen:
Kritischer Artikel zu den Regierungsplänen Sonderwirtschaftszonen einzurichten:
Osaka submits proposal for local special economic zone
Sharp, Sanyo to hike LCD panel production
Mie Prefectural Government: Industry Location Information
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