Historische Begebenheiten

 

Historische Begebenheiten/Geschichten aus dem MA

 

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Spartacus - Sein Kampf gegen Rom         

 

 

 

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Spartacus -  Sein Kampf gegen Rom  

Spartacus Karte seiner Flucht ...hier

Der Gladiator, der Rom das Fürchten lehrte. Seine Herkunft liegt im Dunkeln, doch der Kampf gegen die römischen Legionen machte den Sklaven weltberühmt. Er nutzte die Chance, daß Rom durch Bürgerkriege geschwächt und die meisten Truppen im Ausland stationiert waren. Als Spartacus im Jahre 73 v. Chr. zum Aufstand aufrief, schlossen sich ihm zehntausende Sklaven an. Die Römer unterschätzen zunächst diese Gefahr....Sein Aufstand begann in der Gladiatorenschule von Capua.....(siehe hierzu auch Gladiatorenkämpfe)

 

In Capua war das Töten ein Handwerk wie jedes andere. Gladiatoren, die ihr Geschäft gut bewacht hinter dicken Mauern der Schule des Gnaeus Lentulus Batiatus lernten, waren keine Amateure: Die Gladiatoren, die von dieser traditionsreichen Schule in die Arenen des Römischen Reiches geschickt wurden, waren Meister ihres Fachs. Kampfmaschinen mit nur einem Ziel: Die Arena als Sieger zu verlassen.

Doch trotz allen Ruhms waren auch die Helden unter den Gladiatoren meist nichts weiter als rechtlose Sklaven, die für ihren Besitzer oder hin und wieder für die Liebe einer reichen Städterin ihr Leben aufs Spiel setzten. Eine Zukunft hatte keiner von ihnen.

Dennoch wagten im Frühling des Jahres 73 v. Chr. etwa 200 Gladiatoren in Capua das Unmögliche: Sie stürmten die Küche ihres Gefängnisses, bewaffneten sich mit allem, was ihnen in die Hände fiel, und stellten sich zum wichtigsten Kampf ihres Lebens. Mit Messern, Küchenbeilen und Bratspießen warfen sie sich auf ihre Bewacher. Jetzt wurde das Gefängnis zur Arena.

Die Rebellen, deren einziger Lebenszweck bisher in aussichtslosen Kämpfen bestanden hatte, siegten mit dem Mut der Verzweiflung. Doch der Preis war hoch: Neben den Wachen verloren auch über 100 Gladiatoren ihr Leben. Gerade einmal 70 Männer waren es, die unter Führung eines Thrakers in die Freiheit entkamen. Sein Name sollte die Römer schon bald in Angst und Schrecken versetzen: Spartacus !

Daß gerade er zum Anführer der kleinen Gruppe wurde, war kein Zufall. Neben der Kampferfahrung als Gladiator hatte er Jahre zuvor schon als Soldat gegen die römische Armee gekämpft. Aufgehetzt vom pontischen König Mithridates VI. hatten sich verschiedene Völker, unter ihnen auch die Thraker, gegen Rom erhoben. Dabei wurde Spartacus gefangen genommen und als Sklave nach Rom gebracht. Statt für die Freiheit seines Volkes sollte er nun in der Arena um sein Leben kämpfen. Seine körperliche Kraft, Geschick im Umgang mit Waffen und eine hohe Intelligenz führten ihn direkt in die Eliteschule von Capua.

Die Herkunft des Spartacus bleibt trotz antiker Berichte weitgehend ungeklärt. Möglicherweise deutet sein Name auf den mythischen Stamm der Sparten hin, dem seine Vorfahren angehörten. Viele römische Schriftsteller betonen sein Charisma und seine Bildung. Der griechische Schriftsteller Plutarch schrieb, Spartacus habe eher einem gebildeten Hellenen als einem " Barbaren "  geglichen.

Nach dem Handstreich in der Gladiatorenschule wurde der Ausbruch der Rebellen zunächst kaum beachtet. Der Zwischenfall war ärgerlich, aber an eine Bedrohung mochte in der 15o Kilometer entfernten Hauptstadt niemand glauben. Das mächtige Rom hatte es nicht nötig, vor ein paar entlaufenden Schwertkämpfern zu zittern...Und in der Tat: Die Männer hatten zwar ihre Freiheit gewonnen, aber in Sicherheit waren sie noch lange nicht.

Spartacus ud seine Getreuen machten das Einzige, was ihnen in dieser Situation übrig bleib: Sie flohen. Ein Transport, der Waffen zu einer anderen Gladiatorenschule bringen sollte, wurde kurzerhand geplündert. Entlaufene Sklaven und verarmte Bauern, die nichts zu verlieren hatten, schlossen sich in den folgenden Tagen dem Trupp an. Spartacus war klar, daß es früher oder später zu einem Zusammenstoß mit der Armee kommen mußte. Er mußte schnellstmöglich viele bewaffnete Männer sammeln, sodaß sie im Kampf mit den römischen Soldaten bestehen konnten.

In Rom sah man die stetig wachsende Gruppe zwar nicht mit Besorgnis, aber mittlerweile doch mit einer gewissen Unruhe. Sollte das zum Beispiel Schule machen, hätte man es bald nicht mehr nur mit einem lokalbegrenzten Problem zu tun, sondern mit einem Sklavenkrieg.

Den Entflohenen kam entgegen, daß sich die römische Republik innen- und aussenpolitisch in einer äußerst angespannten Lage befand. An fast allen Fronten wurde gekämpft und die meisten Legionen waren in irgendeinen Krieg verwickelt. Zumal ein Kampf gegen entflohene Sklaven nicht so viel Ruhm einbrachte wie ein erfolgreicher Feldzug. So kam es, daß sich Spartacus relativ ungehindert durch Italien bewegen und eine Streitmacht sammeln konnte.

Im Krater des Vesuv, etwa 40 Kilometer südlich von Capua, errichtete Spartacus ein Lager, in dem sich Männer fürs Erste vor Überraschungsangriffen sicher wähnten. Raubzüge in die nähere Umgebung vervollständigten die Ausrüstung der Gruppe, und entlaufene Feldsklaven, weitere Gladiatoren und andere Randexistenzen ließen die Notgemeinschaft auf über 10.000 Mann anwachsen. Das entsprach etwa zwei römischen Legionen.

Schließlich entschloß sich der römische Senat, etwas gegen die Störenfriede zu unternehmen. Der Propraetor Gaius Claudius Glaber erhielt mit 3.000 Mann den Auftrag, die Bedrohung auszuschalten. Nach einem Gewaltmarsch gelang es ihm, Spartacus und seine Männer auf dem Vesuv einzukreisen und den einzigen Zugang zu besetzen. Jetzt konnte er abwarten, bis den Aufständischen die Vorräte ausgingen.

Doch der Feldherr war sich seines Sieges allzu sicher. Weil er Spartacus und seine Männer im Inneren des Kraters eingeschlossen glaubte, verzichtete er darauf, sein Lager mit Palisaden zu befestigen. Ein Fehler, den die Belagerten sofort ausnutzten. Im Schutz der Dunkelheit ließ Spartacus aus wilden Weinreben einfache Strickleitern flechten, an denen sich die Kämpfer vom Kraterrand abseilten. Als der letzte Mann die Waffen hinuntergelassen hatte, fielen die Rebellen über die überraschten Soldaten her, die niedergemacht oder in die Flucht geschlagen wurden. Das Lager samt Waffen und Ausrüstung fiel in die Hände der Aufständischen.

Mit dem Sieg über Glaber war auch dem Senat klar, daß man es längst nicht mehr mit der Zusammenrottung einiger Sklaven zu tun hatte. In größter Eile wurde eine neue Expedition unter der Leitung des Praetors Publius Varinius ausgerüstet. Doch Spartacus war bereits stärker als angenommen. Zwei Legate des Varinius wurden besiegt, er selbst entging nur knapp der Gefangennahme. Der gesamte Feldzug war ein Fehlschlag und nun schlossen sich sogar römische Überläufer der auf 40.000 Mann angewachsenen Streitmacht an.

Trotz aller Erfolge zeigte sich jetzt, daß das Rebellenheer eine nur durch das gemeinsame Schicksal zusammengeschweißte Truppe war. Ursprünglich wollte Spartacus die Alpen überqueren, um seinen Männern - viele waren Kelten und Germanen - von dort aus die Rückkehr in ihre Heimatländer zu ermöglichen. Ihm war bewußt, daß es keine Chance gab, sich auf Dauer in Italien zu behaupten. Krixos, der mit Spartacus in Capua war, war allerdings anderer Meinung. Er wollte bleiben und die Männer gegen Rom führen.

Spartacus und Krixos konnten sich nicht auf ein gemeinsamens Vorgehen einigen, und so trennten sich die beiden. Auch wenn genaue Zahlen nicht überliefert sind, kann man davon ausgehen, daß Spartacus mit etwa 30.000 Mann nach Norden zog, während Krixos mit 10.000 Getreuen in Apulien, im Süden Italiens, blieb.

Hatte man sich in Rom bis jetzt in erster Linie von den Erfolgen der Aufständigen blamiert gefühlt, bekam man es jetzt mit der Angst zu tun. Niemand wußte, welche Ziele die Rebellen auf dem Weg nach Norden verfolgten und es war aus Sicht des Senats möglich, daß Rom zum Ziel des Angriffs wurde. Mit einem mächtigen Schlag sollte das Problem Spartacus entgültig gelöst werden.

Clodianus und Poplicola waren die beiden Konsuln des Jahre 72 v. Chr. und hatten als solche in Kriegszeiten den Oberbefehl über die Armee. Insgesamt 30.000 Mann machten sich auf den Weg, die Schmach wieder gut zu machen.

Die Trennung von Spartacus und Krixos kam den Römern sehr gelegen. Am Berg Garganus wurde Krixos gestellt und vernichtend geschlagen. Er selbst fiel im Kampf, und nur wenigen seiner Anhänger gelang es, sich zu Spartacus durchzuschlagen. Dessen Situation war kritisch. Er hatte  ein Viertel seiner Männer verloren, und die Konsuln konnten nun ihre ganze Streitmacht auf Spartacus konzentrieren. Lentulus versperrte Spartacus den Weg nach Norden, während Gellius ihm mit den Legionen den Rückweg abschnitt.

Das Schicksal der Aufständigen schien besiegelt, doch erneut bewahrte Spartacus in einer kritischen Situation einen kühlen Kopf und offenbarte strategisches Genie. In offener Feldlandschaft besiegte er nacheinander alle drei Feldherren und schlug ihre Truppen in die Flucht.

Für seinen gefallenen Weggefährten Krixos ließ Spartacus eine prächtige Totenfeier ausrichten, und die Besiegten erfuhren am eigenen Leibe, daß die Ex-Sklaven ihre Schmach nicht vergessen hatten. Gut 300 gefangene Legionäre wurden ausgewählt und mußten als Gladiatoren auf Leben und Tod miteinander kämpfen. Was für Spartacus ein berechtigter Racheakt war, diente den Römern später immer wieder als Beweis für seine Grausamkeit. Daß dieses Verhalten ein Spiegelbild der eigenen Taten war, konnten oder wollten die Römer nicht begreifen.

Ungehindert bewegte sich Spartacus weiter nach Norden und hatte bald die Nordgrenze Umbriens überschritten. Mit 10.000 Mann trat ihm dort der Prokonsul Gaius Cassius Longinus entgegen. Noch einmal kam es zur Schlacht, und fast schon routinemäßig brachte Spartacus den Römern eine schmerzliche Niederlage bei. Jetzt konnte ihn niemand mehr an der Überquerung der Alpn hindern. Doch daraus wurde nichts.

Warum rückte Spartacus von seinem ursprünglichen Plan ab? Vielleicht kam es unter den Männern zum Streit darüber, ob man in die Heimatländer zurückkehren oder doch gegen Rom marschieren sollte. Vielleicht wurde Spartacus beim Anblick der Alpen klar, wie gering ihre Chance war. Was auch immer den Ausschlag gegeben hatte - Spartacus marschierte wieder nach Süden.

Indessen war die Situation in Rom mir jedem Sieg der Rebellen komplizierter geworden. Nur mit Mühe konnte der Senat im Herbst des Jahres 72 v. Chr. einen Freiwilligen für den Kampf gegen die Ex-Sklaven begeistern: Marcus Licinius Crassus.

Crassus stellt sechs neue Legionen auf, wobei er jeden Mann einzog, der in der Lage war, eine Waffe zu halten. Der römische Historiker Sallust bemerkte dazu, daß Crassus selbst jene nicht überging, " deren Körper schon hinfällig war " . Dazu kamen noch die Reste der vier geschlagenen Legionen sowie wieder einberufene Veteranen (alte, ausgediente Soldaten). Crassus verfügte damit über ein Heer von etwa 50.000 Mann.

Die neue Parole lautete: totale Vernichtung der Aufständischen. Crassus beauftragte seinen Legaten Mummius, Spartacus mit zwei Legionen zu folgen, und schärfte ihm ein, sich unter keinen Umständen auf einen Kampf einzulassen. Doch der ergeizige Mummius hatte andere Pläne. Als er sich in einer vorteilhaften Lage gegenüber Spartacus glaubte, gab Mummius den Befehl zum Angriff. Das eigenmächtige Verhalten kostete ihn seine Karriere: Beide Legionen wurden vernichtend geschlagen. Die Soldaten, die im Kampf überlebten ,konnten sich nur durch Flucht retten.

Doch das Schlimmste stand ihnen noch bevor. Um die Ordnung wieder herzustellen, entschloß sich Crassus, die strengste Disziplinarmaßnahme der römischen Armee anzuwenden: das Dezimieren. Aus der Kohorte ( der 10. Teil einer Legion ), die zuerst geflüchtet war, wurde durch Los jeder 10. Soldat ausgewählt. Dann wurden die Unglücklichen vor den Augen ihrer Kameraden hingerichtet - stellvertretend für all jene, die sich der Feigheit vor dem Feind schuldig gemacht hatten.

Crassus zögerte die Entscheidung nicht lange hinaus. Mit einem einzigen gewaltigen Schlag wollte er Spartacus für immer vernichten. Doch wieder einmal kam es anders. Beim ersten Aufeinandertreffen gelang es Spartacus Crassus zu schlagen, und auch im weiteren Verlauf des Sommers 71 v. Chr. konnte der Römer keinen Sieg erzwingen.

Durch geschickte Taktik gelang es Spartacus, einem direkten Zusammentreffen auszuweichen, und so bewegten sich beide Heere langsam südwärts. Nachdem das Rebellenheer an der " Stiefelspitze "  Italiens angekommen war, beschloß Crassus, ihm die Umkehr nach Norden unmöglich zu machen. Dazu ließ er den Gegner mit einem etwa 30 Kilometer langen Wall einschließen. Ein vier Meter tiefer Graben, der auf der Rückseite von einer Barrikade geschützt war, wurde an der schmalsten Stelle der Halbinsel ausgehoben. Dennoch war sich Crassus seines Sieges noch nicht sicher. Er bat den Senat um Unterstützung: Gnaeus Pompeius und Marcus Licinius Lucullus sollten ihm mit ihren Legionen zur Hilfe kommen.

Während Crassus auf seine Verstärkung wartete, überlegte Spartacus fieberhaft, wie er der drohenden Vernichtung entgehen konnte. Da der Landweg abgeschnitten war, blieb nur der Seeweg nach Sizilien. Für den Transport sollten kilikische Piraten sorgen. Die Verhandlungen gingen voran und die Ex-Sklaven bezahlten den hohen Preis für ihre Rettung im Voraus. Ein leichtsinniger Plan, denn die Piraten nahmen das Geld und ließen die Rebellen zurück.

Ein Späher, der von Spartacus auf das nahe Sizilien geschickt worden war, wurde von den Römern aufgegriffen und zur Abschreckung gekreuzigt. Seine Leiche wurde direkt an der Hafeneinfahrt zur Schau gestellt. So konnten die Männer auf dem Festland gegenüber sehen, was sie in Sizilien erwartete. Eine Flucht war sowohl über Land als auch auf dem Seeweg nicht möglich, und Crassus konnte hinter seinem Schutzwall seelenruhig darauf warten, daß den Rebellen die Lebensmittel ausgingen. Nun war Spartacus sogar zur Verhandlung bereit, doch der siegessichere Crassus lehnte ab.

Spartacus blieb nur noch wenig Zeit zum Handeln. Alles Eßbare auf der Halbinsel war von den hungrigen Männern verschlungen worden, und zusätzlich brachen Krankheiten aus. Heimlich ließ Spartacus den Graben mit Baumstämmen und den Leichen seiner Kameraden auffüllen, bevor er den Sturmangriff befahl. Der Durchbruch gelang, doch der Blutzoll war hoch. 12.000 Sklaven sollen bei dem unglaublichen Gemetzel ihr Leben gelassen haben, und Spartacus konnte nur einen Rest seiner Männer in Sicherheit bringen. Crassus ließ sofort die Verfolgung aufnehmen. Er fürchtete, Spartacus könnte sich wieder nach Norden wenden und nach Rom marschieren.

Doch jetzt kam es unter den Sklaven erneut zu Diskussionen über das weitere Vorgehen. Spartacus konnte die Differenzen nicht beilegen und so trennte sich erneut ein mehrere tausend Mann starker Teil des Heeres ab. Darauf hatte Crassus gewartet. Er verfolgte die Splittergruppe, und als sie das erste Lager aufschlugen, griff er mit seinen  Soldaten an. Spartacus konnte mit seinem Hauptherr gerade noch verhindern, daß die Männer völlig aufgerieben wurden. Doch auch nach ihrer Rettung bestanden die Abtrünnigen darauf, ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Sie zogen weiter nach Norden, wo sie kurz darauf bis auf den letzten Mann vernichtet wurden.

Dieser Verlust machte Spartacus umso schwerer zu schaffen, als er wußte, daß die Entscheidung nahe war. Lucullus konnte jeden Moment mit seinen Truppen in Brundisium ( heute: Brindisi ) landen, was den Sklaven die letzte Fluchtmöglichkeit nach Griechenland rauben würde. Also versuchte Spartacus vor seinen Gegnern den rettenden Hafen zu erreichen.

Wenn es überhaupt noch eine Chance geben sollte, mußte das Heer des Crassus geschlagen werden, bevor es sich mit den Legionen von Pompeius und Lucullus vereinen konnte. Und so befahl Spartacus den letzten, verzweifelten Angriff. Stundenlang prallten die beiden Heere aufeinander, doch die ermüdeten Sklaven hatten keine Chance. Eine Stichwunde im Schenkel zwang Spartacus in die Knie, er wehrte die Angriffe der Legionäre ab, bis er blutüberströmt mit der Waffe in der Hand zusammenbrach. Wie im Blutrausch müssen die Soldaten den Körper bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt haben, denn nach dem Gemetzel ließ sich sein Leichnam nicht mehr auffinden. Mit seinem Tod war nicht nur die Schlacht verloren, ohne seine Führung brach auch die Rebellion zusammen. Zehntausende seiner Kameraden starben in dem Blutbad.

Drei Jahre lang war es den geflohenen Sklaven gelungen Rom zu trotzen. Jetzt rächte sich die gedemütigte Weltmacht und statuierte an den Überlebenden ein Exempel. Auf der Via Appia von Rom nach Capua, wo der Aufstand einst mit einer Handvoll entflohener Gladiatoren begann, wurden 6.000 Mann gekreuzigt. Ein Mahnmal für alle, die hofften, ihrem Sklavenschicksal entkommen zu können.

Doch selbst nachdem Spartacus gefallen und der Aufstand niedergeschlagen wurde, wirkte sein Ruhm fort. Auch wenn Spartacus sein Ziel nicht erreichte, sein Aufstand scheiterte und sich seine Bedeutung heute in ideologischer Vereinnahmung erschöpft, steht doch fest: sein Name wird immer ein Synonym für den Freiheitsdrang der Unterdrückten bleiben.

 

                   -  ENDE -

 

Der Aufstand des Spartacus anhand der Karte: Rot= die ersten Operationen im Jahre 73 v. Chr., Grün = das Jahr 72 v. Chr., das Jahr der Triumphe, Orange= Flucht und Untergang 71 v. Chr.

                             

 

 

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