GabysStory

* Gabys Story *

DER EINSTIEG

Schon als Teeny, mit 14 oder 15 Jahren haben mich alle glatten, glänzenden Materialien magisch angezogen. Frauen auf hohen Hacken in Leder- oder Lackoutfits, meistens Popstars, habe ich stundenlang in Zeitschriften betrachtet und seit ich denken wollte ich sein wie sie. Auch Themen rund um BDSM haben mich fasziniert, allerdings habe ich damals noch nicht soweit gedacht, dass ich selbst dominant oder devot sein könnte. Mit 16 Jahren  - damals noch in Berlin - endlich habe ich mir in einem Second-Hand-Laden meine erstes Outfit gekauft. Eine fürchterliche 80er Jahre-Jacke aus schwarzem Lack, einen knallengen schwarzen Lackmini und ein Paar mörderhohe Pumps mit Pfennigabsätzen aus Metall. Wenn die anderen Mädels in biederen Jeanshosen an Wochenenden ihre ersten Erfahrungen mit Jungs machten, suchte ich in Berlin Parties, wo Leute mit den Outfits verkehrten, die ich so mochte. Fündig wurde ich natürlich auf SM Parties und bevor ich meine ersten zärtlichen Erfahrungen mit Jungs machen konnte, hatte ich schon die heftigsten Orgien mit Männern, Frauen und Paaren hinter mir.

Mit 18 tauchte Bernd auf der Bildfläche auf. Ein dominanter Endzwanziger, der mich zum ersten Mal mit Latex in Berührung brachte. Ich denke, meine Gefühle brauche ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert beschreiben - sie waren ähnlich denen, die Auch Martina bei ihrem ersten Treffen mit mir hatte.

Ohne überhaupt jemals Klarheit darüber zu finden, ob ich eigentlich devot oder dominant sein könnte, hatte Bernd mich total mit seinem Charme und seiner Dominanz eingewickelt und zu seiner Sub gemacht. Die Beziehung dauerte zwei Jahre und ich war mir sicher, dass ich einfach devot sein mußte, es gab für mich einfach nichts anderes. So traf ich ich mit 21 Georg, meinen späteren Mann. Wir führten eine normale Beziehung, in der SM und Latex zwar einen wichtigen Teil einnahmen, aber nicht absoluter Mittelpunkt waren. Ich war wann immer wir Lust und Zeit haten seine Sub und genoß es einfach für ihn das gummierte Lustobjekt zu sein. Kurz nach unserer Hochzeit - ich war inzwischen 25 - zogen wir aus beruflichen Gründen nach Haannover und schlossen dort innerhalb kürzester Zeit Freundschaft mit anderen Latex- und SM-Leuten. Nachdem wir unser Haus gekauft hatten, veranstalteten wir auch immer öfter eigene kleine Latex-Parties und hatten natürlich auch reichlich sexuelle Kontakte zu anderen Gleichgesinnten.

 

24/7 und das Ende

Inspiriert durch ein Latexpaar aus Kassel, das regelmäßig an unseren Parties teilnahm, wuchs in uns die Idee mich - zumindest für einen vorbestimmten Zeitraum - zu Georgs 24/7 Gummisklavin zu machen. Mit viel Übung und Probieren fanden wir heraus wie lange ich bzw. meine Haut es in Latex aushalten. Nach etwa einem halben Jahr hatten wir unseren Rythmus gefunden, ich war 6 Tage wöchentlich gummiert und durfte nur 3 x täglich für jeweils eine Stunde ohne Latex zubringen...

Nach und nach brachen wir unsere 'normalen' Kontakte, auch zu unseren Familien immer mehr ab. Geaorg hatte sein Büro zuhause und ich war seine Gummisklavin. Ich putzte in Gummi, kochte in Gummi, schlief in Gummi und genoß täglich Georgs weiterführende Erziehung. Auch wenn ich immerwieder Phasen hatte, in denen ich alles hinschmeißen und ein normales Leben führen wollte, hielt ich durch und war glücklich, ja sogar stolz auf mein aussergewöhnliches Leben. Aus dem zunächst vorbestimmten Zeitraum von 6 Monaten wurde ein Jahr, dann wurden es eineinhalb Jahre und dann wurden keine weiteren Limits gesetzt.

Doch nach knapp zwei Jahren bemerkte ich, dass Georg meine Erziehung immer enger mit einer gemeinsamen Bekannten durchführte. Zuerst genoß ich die doppelte Aufmerksamkeit doch mit der Zeit wurde Marion - so hieß sie - immer rücksichtsloser, härter und oft auch verantwortungsloser. Ich versuchte mit Georg zu reden, doch Antworten oder Beistand bekam ich nie. Von einem Tag auf den nächsten war Marion bei uns eingezogen und Georg eröffnete mir dass er endlich wieder eine 'gleichwertige Partnerin' bräuchte und sich in Marion verliebt hätte.

Die zwei hielten mich wie eine echte Sklavin und ich hatte nichtmal den Hauch einer Chance an der Situation etwas zu ändern. Ich war permanent gummiert und/oder gefesselt, schlief nachts in einem Käfig im Keller und hatte keinerlei Kontakt mehr zur Aussenwelt. Einerseits war das das Leben, das ich mir irgendwie mit Georg erträumt hatte, ich wollte seine Sklavin sein und ich mochte auch Frauen und ich liebte es von Frauen erzogen und geschlagen zu werde. Aber jedes Gefühl von Liebe war weg und innerlich war nur noch Leere da.

Nach einiger Zeit war dann aber doch die Möglichkeit da den Alptraum zu beenden und ich tat es - konsequent. Ein Jahr später gehörte mir das Haus, ich hatte eine eigene kleine Firma eröffnet, hatte ein kleines Vermögen und Vor Gericht habe ich Georg das letzte Mal gesehen...

 

The Switch

Ich liebte zwar noch immer Latex, trug es bei jeder Gelegenheit, aber von Männern hatte ich erstmal die Nase gestrichen voll. Nach etwa einjähriger Pause suchte ich mir wieder einige Leute für private Parties und vergnügte mich dort als Sub der Gäste. Es war eher ein Zufall, dass ich per Kontaktanzeige eine erst 19 jährige kennenlernte, die erste Erfahrungen mit Latex sammeln wollte. Sie hatte zwar geschrieben, dass sie dominant sei, aber auch dass sie noch keinerlei Erfahrungen hatte. So ergab es sich, dass ich irgendwie plötzlich in der Situation war, die dominante Rolle zu übernehmen, weil sie irgendwie überhaupt nicht dazu in der Lage war. Ich genoß es, eine völlig neue Erfahrung für mich, eine wunderbare Erfahrung!

Von einem Tag zum nächsten hatte ich die Seite gewechselt und alles war sonnenklar. Das war es wonach ich immer gesucht hatte, nach der dominanten Seite in mir.

Ich machte neue Erfahrungen, traf neue Leute, baute mir einen neuen Bekanntenkreis auf und war plötzlich überall nur noch 'Lady Gaby'. Die Rolle, der ich bis heute treu geblieben bin! Die dominante Latexfrau Gaby...

 

My Life

Inzwischen habe ich einen neuen festen Bekanntenkreis und eine Sklavin die mich verehrt und die ich liebe. Meine Firma ist erfolgreich und seit einiger Zeit versuche ich immer mehr ich zu sein - oft mit negativen Konsequenzen, aber vor allem mit einer zufriedenen Gaby!

Wenn immer es geht trage ich meine Bevorzugte Kleidung und auch in der Öffentlichkeit gebe ich mich als dominante Dame in Latex. Einzige ausnahme ist mein Beruf. Dort muß ich notgedrungen von Latex etwas Abstand halten und dafür Leder tragen, da selbst in heutiger Zeit Latex noch nicht salon- oder zumindest geschäftsfähig zu sein scheint!

 

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