awe - reverence
Ehrfurcht
(lateinisch reverentia: Achtung, Ehrerbietung, Scheu),

 
im religiösen Sinn die Ergriffenheit angesichts eines verehrten Wesens. 
Ehrfurcht gilt als religiöses Grunderlebnis und entwickelt sich aus der Annahme einer höheren Wirklichkeit. 
Meist steht das Moment der Furcht im Vordergrund.
 
Goethe sah in der Erziehung zur Ehrfurcht die wahre Aufgabe aller Religionen. 
Ehrfurcht bleibt jedoch nicht nur auf das Verhältnis zu Gott beschränkt. 

Albert Schweitzer plädierte für eine Ethik, in der unterschiedslose Ehrfurcht 
vor dem Leben das bestimmende Handlungsprinzip sein sollte. 

Verfasst von: 
Rainer Wallisser
 
 

"Ehrfurcht," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.


 
 

Fundstelle 1:


 
5. Rufer: Gegen Verfälschung unserer Geschichte und Herabwürdigung ihrer großen Gestalten, für Ehrfurcht vor unserer Vergangenheit! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Emil Ludwig und Werner Hegemann.
2. Rufer: Gegen Dekadenz und moralischen Verfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.

"Bücherverbrennung," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Fundstelle 2
1349
Juden-Progrome - Höhepunkt der Flagellanten-Bewegung
 

1938
  • Anschluss Österrreichs
  • Münchner Abkommen
  • Reichskristallnacht
  • Erste Kernspaltung
  • Invasion vom Mars(Orson Welles)
  • Teflon und Perlon
  • Fair Labor Standard Act
Bad Münstereifel 01-01-04
[Bücherverbrennung][Geschwister Scholl][Arts]

Fundstelle 3


 
zu Beginn des 18. Jahrhunderts geprägter Ausdruck, der zunächst die innere Ergriffenheit gegenüber dem Göttlichen bezeichnet. 

Für die Pädagogik wurde Ehrfurcht im 19. Jahrhundert durch Goethes "Wilhelm Meisters Wanderjahre" zu einem zentralen Begriff: Hier ist Ehrfurcht ein "höherer Sinn, der nicht von Natur innewohnt, sondern der durch Erziehung gegeben, entwickelt und ausgebildet werden muss".

Gabriele Fritzsche
10/2004
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