Jessicas Homepage

Das Goldauge



Durch sternklare Nächte gleitet er
Majestätisch, lautlos fast
Schwingen teilen still das Dunkel
Geschmeidig und ganz ohne Hast

Sein Blick, so stolz und ungebrochen
In die Ferne schweift er weit
Des Mondlichts Silberblässe spiegelt
Sich in des Drachen Schuppenkleid.

Ich seh' verschmelzen ihn mit Sternen
In meinen Träumen Nacht für Nacht
So unergründlich sein Geheimnis
In kalter und erhab'ner Pracht

Die Augen pures Goldgefunkel
Schuppen hart wie blauer Stahl
Niemand kann diese je durchdringen
Denn Einsamkeit ist seine Wahl.

Nur selten in kostbarer Stunde
Einen Blick er mir gewährt
Auf das, was er stets gut behütet
So viel Vertrau'n mir widerfährt.

Mit Staunen schau ich tief ins Inn're
Entdeck' ein Herz, edel und rein
Sanft leuchten seine gold'nen Augen
Nichts kann nun mehr wie vorher sein