Das Herzstück unseres Museums ist diese aus Römischer Zeit stammende Kreuzung.

Im Untergeschoss des Kulturhauses befindet sich ein bautechnisches  Denkmal aus der Römerzeit. Es ist der Teil einer hier angeschnittenen und vor Ort Konservierten Kreuzung einer Trinkwasserleitung von West nach Ost verlaufend. Die darüber führende Abwasserleitung verläuft von Süd nach Nord in Richtung Donau. Diese Kreuzung wurde um die Wende des 2/3.

Jahrhunderts gebaut und gilt als Meisterleistung römischer Bautechnik. Man sieht deutlich, dass der Trinkwasserkanal vom Abwasserkanal durchschnitten wird. Der bereits bestehende Trinkwasserkanal wurde auf zehn Meter unterbrochen. Der später hier überquerende Abwasserkanal des nun in Stein gebauten Auxiliarkastells mußte so lange angelegt werden, das kein Abwasser in die Trinkwasserleitung gelangen konnte, denn durch diese wurde das gesamte

Legionslager versorgt. Im Bereich der Kreuzung wurde die bestehende Leitung entfernt und das neu eingefügte Teilstück so dicht als möglich gemacht. Man verstärkte es mit einem seitlichen Flankenschutz. Der Übergang wurde mit einem doppelt gemauerten Gewölbe versehen.

Den Kanal dichtete man mit einem wasserfesten  Mörtel ab. Diese Mörtelmischung war ein Gemisch aus Sand, Kalk und Ziegelmehl. Die Wasserleitung wurde unter dem Kanal zusätzlich mit einem Schlamm- und Schmutzschacht ausgestattet.

Was ist anders an der Mörtelmischung, die zum abdichten verwendet wurde?

Zwei Teile Puzzolanerde mit einem Teil Mörtel vermischt, ergibt einen wasserdichten Mörtel.

Puzzolanerde ist vulkanisch, also gebrannte Erde. Sie kommt von den Hängen des Vesuvs.

Ziegel ist ebenfalls gebrannte Erde. Man erreicht damit das gleiche Resultat. Er wurde zur Abdichtung aller wassertechnischer Bauten verwendet.


(Abwasserkanal, Blick von oben