RÖMISCHE BRETTSPIELE

In der überlieferten antiken Literatur werden Brett - und Würfelspiele erwähnt.

Eingeritzt in Marmorplatten oder Ziegelsteine, überdauerten solche Spielflächen oft die Jahrhunderte. Man findet sie heute zum Beispiel auf freigelegten Tempelstufen oder graviert in die Pflasterung öffentlicher Plätze, wie dem Forum  Romanum in Rom, oder auch als Grabbeigaben.

Andere Spielbretter wieder wurden aus Holz hergestellt. So ist verständlich, dass von diesen nur wenige Fragmente die Zeit überdauert haben.

Wandgemälde zeigen uns, dass damals, so wie heute, Kinder und Erwachsene gleichermaßen gern gespielt haben; und sicher nicht alleine zur Entspannung oder zum Vergnügen, sondern auch schon um Geld oder Wertgegenstände. So wird manch einer auch Haus und Hof verspielt haben. Nur verraten uns leider alle diese bildlichen Darstellungen keine Spielregeln. Mit Hilfe schriftlicher Überlieferungen gelang es jedoch, die Regeln einiger antiker Spiele zu rekonstruieren. Das „ Mühle- SPIEL"

ist demnach eines von wenigen Spielen, welches bis heute genauso gespielt wird wie einst im Römischen Reich, nämlich als „große" Mühle mit je neun Steinen pro Spieler. Es gab auch eine „kleine" Mühle und eine „Rundmühle", beide gespielt mit je drei Steinen pro Spieler. Im Bereich des Auxiliarkastells in Petronell wurden viele Würfel und Spielsteine gefunden. Also wurde auch hier gespielt.

Vielleicht eines der nebenstehend abgebildeten Spiele?