Kapitel 1

    Gründung bis nach 1.W eltkrieg

 


 

 

 

Welche Tochterfirmen hatte die Lonza in Deutschland?

 1897 wurden die Elektrizitätswerke Lonza AG in Gampel gegründet. (Im Folgenden Lonza AG genannt). Die erste Tochterfirma wurde 1913 im südbadischen Waldshut gegründet: Lonza-Werke GmbH (Lonza-Werke Elektrochemische Fabriken GmbH) (Im Folgenden Lonza -Werke genannt.) Es folgten weitere Gesellschaften, v.a. in der Region Südbaden, nördlich von Basel:

Kraftwerk Reckingen AG in Reckingen

Lonza-Werke GmbH in Spremberg, Niederlausitz, Tiengen, Weil am Rhein

Lonza-Werke GmbH in Istein

Lonzona AG für Azetatprodukte in Säckingen

 

In diesem Bericht wird im Besonderen das Werk in Waldshut auf ihre Tätigkeiten während des 2.WKs untersucht.

 

 

   

 

 

In welchem Verhältnis standen die Schweizer Muttergesellschaften zu den deutschen Tochtergesellschaften?

 

 Zur Zeit der Herrschaft der Nationalsozialisten existierten in Deutschland eine Vielzahl von Tochtergesellschaften schweizerischer Firmen.

Tochtergesellschaften sind Betriebe, die von einem Schweizer Mutterunternehmen hinsichtlich des Kapitals abhängig sind, aber formal-rechtliche Selbstständigkeit haben.

Die Abhängigkeit besteht des Weiteren darin, dass die Muttergesellschaft in der Tochterfirma die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter hat. Auch kann die Muttergesellschaft Führungsorgane bestimmen, bzw. abberufen.

Kurz, die Muttergesellschaft hat einen beherrschenden Einfluss auf die Tochtergesellschaft.

 

 

   

 

 

Wie entwickelte sich die Lonza AG bis zum 1.WK?

 

Schon seit der Gründung der Lonza AG 1897 waren viele Basler Bankiers am Unternehmen beteiligt. So lag es 1910 nahe, den Verwaltungssitz nach Basel zu verlegen. Lonza-Präsident war Alphons Ehinger, der zugleich auch Verwaltungsrat des Schweizerischen Bankvereins war.1913 wurde das Werk in Waldshut gegründet.

 

 

   

 

 

Welche Auswirkungen hatte der 1.WK (1914-1918) auf die Geschäfte der Lonza?

 

 Weil das produzierte Karbid ein dringend benötigter Ausgangsstoff für die Schiesspulver- und Sprengstoffproduktion war, stieg dessen Absatz stark im Laufe der Aufrüstung vor dem Kriegsausbruch, aber auch während des Krieges.

Nach dem Ende des Krieges sank die Nachfrage nach Karbid, denn der militärische Absatzmarkt fiel weg. Darum wurden neue Strategien gesucht und die Schwerpunkte verlagerte man in die Produktion von Dünger und Derivaten. Auch wurden die Fabriken  in der Schweiz und Deutschland (Lonza-Werke in Waldshut, Weil am Rhein, Spremberg) ausgebaut.

 

 


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