Kurzlink: http://logi.cc.nu:Saurer 290 BF im Umbau
Technische Pläne: Schema

Kurzlink: http://saurer.cc.nu

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Saurer

Betriebsanleitung

D 290 BF 8x4

Inhaltsverzeichnis:

Allgemeines

Reparaturwerkstätten
Servicestellen
Fahrzeug (Fotos und Zeichnungen)
Abbildung des Motors
Motor- und Chassis-Nr.
Spezifische Daten für Ihr Fahrzeug (LoGi)

Bedienung/Fahrbetrieb

Fahrerkabine
Beleuchtung/Warnblinkanlage und Lenkradverstellung
Armaturenbrett
Wichtige Warnvorrichtungen
Heizung und Lüftung
Sitzverstellung/Liegebett
Vorbereitung zur Fahrt / Anlassen des Motors
Fahren
Einfahren
Motordrehzahl
Getriebeschaltung
Differentialsperren
Bremsanlage / Überwachung
Federspeicher Handbremse
Motorbremse
Streckbremse
Nebenantrieb
Kipperbetätigung
Rückladenentriegelung
Fahrzeug im Gelände
Befahren von Reifenreinigungsmaschinen
Abschleppen

Wartung und Pflege

Zugang zum Motor
Kabine kippen und senken
Kontrolle der Kippkabinenverriegelung
Motorölkontrolle und Ölwechsel
Kühlflüssigkeit
Doppelthermostat
Keilriemen
Luftfilteservicer
Brennstoffanlage
Förderbeginn
Einspritzdüsen
Zylinderkopf anziehen
Ventilspiel einstellen
Turbolader
Kupplungsbetätigung und Kontrolle
ZF-Schaltgetriebe
Hinterachsen
Hinterachsplaneten und Vorderradnabe
Lenkhydraulik
Wartung der Bremsanlage
Bremsbelagkontrolle
Fahrzeug aufbocken
Reserverad
Reifen und Reifendruck
Reifenwechsel Trilex Felgen
Reifenwechsel Tublex-N-Felgen
Reifenwechsel Tublex-E-Felgen
Reifenwechsel Trilex Felgen
Elektrische Anlage
Sommerbetrieb
Winterbetrieb

Wartungsplan

Zentralchassisschmierung
Schmierplan
Niveaukontrolle
Wartungspläne

Betriebsstoffe

Betriebsstoffe


Technische Daten

Motor
Kupplung / Getriebe
Nebenantrieb
Achsen / Lenkung / Federung
Bremsanlage / Bereifung
Kipper / Chassis / Kabine
Elektrische Anlage
Fahrgeschwindigkeiten
Gewichte
Abmessungen
Standart Werkzeug

SAURER D 290/330 BF 8x4 (Dreiseitenkipper)



Zeichnungen und Schemen

Motorlängschnitt D3KT-B
Motorquerschnitt D3KT-B
Motorlängschnitt D4KT-B
Motorquerschnitt D4KT-B
Schmierölkreislauf D3KT-B/D4KT-B Motor
Kühlflüssigkeitskreislauf
Brennstoffschema
Kupplungsbetätigung
Zweischeiben-Kupplung, Lipe - Rollway
Schnitt durch die Lipe-Rollway
Schnitt durch das ZF-16 S 130 Getriebe
Getriebebetätigung
Schnitt durch Hinterachsen
Schnitt durch Hinterradnaben
Achswiegenlagerung im Schnitt
Schnitt durch Vorderrad
Lenkölkreislauf
Radeinschlagewinkel
Druckluftschema
Elektro Schema

Betriebsanleitung

Saurer

Nutzfahrzeuge

Zur Beachtung
Eine sorgfältige Wartung des Fahrzeugs reduziert die Unterhaltskosten und sichert einen zuverlässigen Betrieb. Durch frühzeitiges Beheben selbst kleinster Störungen, lassen sich oft grössere Schäden vermeiden. Befolgen Sie daher die Anweisungen der Betriebsanleitung.

Unsere Abteilung Kundendienst erteilt Ihnen jederzeit gerne Auskunft und Ratschläge.
Saurer Tel. 071 46 91 11 (1982)

In unseren Reparaturwerkstätten steht erfahrenes und gut ausgebildetes Personal zu Ihren Diensten. Ferner sind auch alle erforderlichen Einrichtungen und Hilfsinstrumente für Wartungs- und Instandstellungsarbeiten vorhanden.

Unser Ersatzteillager wird Sie jederzeit prompt und zuverlässig bedienen. Verwenden Sie nur Original Saurer Ersatzteile, die für ihre Qualität bürgen und bei ihrer Herstellung dauernd von Fortschritten der technischen Entwicklung profitieren.
Saurer Tel. 071 46 91 11 (1982)

Anmerkung:

  1. Allgemeines
  2. Es ist bekannt, dass Fahrer keine Zeit «verschwenden» wollen, mit studenlangem Studium von Betriebsanleitungen. Die Praxis zeigt auch, dass meistens die verschiedenen Hebel und Schalter betätigt, oder Servicearbeiten ausgeführt werden, ohne sich vorher anhand des Buches zu vergewissern, was meistens zur Folge hat, dass dann doch etwas falsch ausgeführt und dadurch eventuell schon ein Schaden entstanden ist. Nachträglich muss dann doch nachgelesen und evtl. sogar repariert werden. Darum gönnen Sie sich unbedingt ein wenig Zeit, wenigstens die wichtigsten «Sachen» (namentlich Neuigkeiten, die Sie vom alten Fahrzeug her nicht kannten) nachzulesen. Später werden Sie dann sicher auch noch etwas Zeit finden , um sich mehr in die Materie zu vertiefen. Übrigens wird jeder Fahrer bei der Übernahme des Wagens eingehend instruiert. Scheuen Sie sich auch nicht irgend einem anderen Zeitpunkt weitere Instruktionen zu verlangen.
  3. Gebrauch der Betriebsanleitung
  4. Der Hauptteil der Anleitung bezieht sich auf das standardmässig ausgerüstete Fahrzeug. Als Register im Anhang sind die Betriebsanleitungen der verschiedenen Sonderausrüstungen (welche auf Wunsch, jedoch serienmässig eingebaut werden) untergebracht. Sonderausrüstungen sind zum Beispiel andere Getriebe , Nebenabtriebe, Standheizung, Tankwagen, Nachläuferachse, Telmabremse etc. Sollten Sie weitere spezielle Ausrüstungen, oder Aufbauten an Ihrem Fahrzeug haben so verlangen Sie auch für diese Betriebsanleitungen, denn es ist wichtig, dass auch diese Ausrüstungen vorschriftsgemäss bedient und gewartet werden, damit das Fahrzeug als ganzes immer einsatzbereit ist.
  5. Neuerungen
  6. Sie werden in der Betriebsanleitung auf Masseinheiten stossen, die dem neuen Masssystem SI entsprechen. Nachstehend die drei wichtigsten Einheiten, alt und neu:
bisher:neu:
Druck:atü, kp(cm2 etc.bar (1 atü = 0.981 bar)
Drehmoment:mkp, cmkp etc.Newtonmeter (Nm), 1 mkp = 9.8066 Nm
Leistung:mkp/sec, PS, HP etc.1 PS = 0.73550 kW (Kilowatt)


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Reparaturwerkstätten (Original 1980 / 2005:

2005: – Aktuelle Links: Saurer-Fahrzeuge – Hersteller und Händler

9320 Arbon TG AG Adolph Saurer, Stickereistrasse
Saurer Nutzfahrzeuge AG, Renault-Vertretung, Stickereistr. 6
071 46 91 11
+41 (0)71 446 77 11
4052 Basel BS AG Adolph Saurer,
Birsstrasse 256
061 41 43 80
41 64 87
3018 Bern BE AG Adolph Saurer,
Ersatzteillager
Nutzfahrzeugwerkstätte
(Fil. Mercedes-Benz Automobil AG)
Freiburgstr. 335
031 56 20 66
031 56 20 68
+41 (0)31 997 33 33
3900 Brig VS AG Adolph Saurer,
Schinerstrasse
028 23 58 91
7001 Chur GR AG Adolph Saurer,
Ringstrasse 9
081 22 73 66
1007 Lausanne VD Ateliers de réparations 021 25 42 42
1110 Morges VD SA Adolphe Saurer,
rue de Lausanne 53
021 71 20 95
4600 Olten SO Berna AG, Industriestr. 211 062 22 18 55
22 19 55

1964
Sion VS
Conthey
SA Adolphe Saurer, 1962 Pont-de-la-Morge
Saurer SA
agce Mercedes-Benz utilitaires,
Unimog et EvoBus
rte des Peupliers 14
Magasin pièces détachées
027 36 15 95

+41 (0)27 345 41 41
www.garagesaurer.ch

+41 (0)27 345 41 43
8952 Schlieren Saurer-Reparaturwerkstatt
Zürich, Brandstrasse 12
01 730 24 64
730 24 65
3700 Spiez BE A. Saurer AG, Simmentalstr. 43 033 54 60 55
6943 Vezia-Lugano TI Officina Riparazione Saurer 091 56 44 41
8004 Zürich AG Adolph Saurer, Hohlstr. 295
Ersatzteillager
01 52 88 44
01 54 18 66

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Servicestellen (Original 1980 / 2005:

3270 Aarberg BE Automobilverkehr Aarberg 032 82 26 66
9556 Affeltrangen TG Hans Stauffer, Talgarage
Stauffer Hans AG
Talgarage Nutzfahrzeuge
Bollsteg 15
073 45 12 45
+41 71 917 12 45
1860 Aigle VD Garage Soutter SA, place
Pied-du-Bourg 9
vente et réparation poids lourds et
utilitaire agence Mercedes-Benz
pl. A.-Mex 9
025 2 24 91

+41 24 466 24 91
www.garage-soutter.ch
1227 Carouge GE Garage des Routiers Lendenmann SA,
rue de la Fontenette 6
022 42 02 55
7505 Celerina GR M. Ramponi, Autoelektroservice 082 3 50 05
2800 Delémont JU Ets. Merçay SA, Garage,
rue de la Maltière 20
066 22 17 45
8876 Filzbach GL E. Niederer, Autobetrieb 058 32 11 55
2540 Grenchen SO H. Vollenweider AG, Abt. Rep.
Werkstätte für Lastwagen
Tunnelstrasse 29
065 51 21 91
4950 Huttwil BE LAREP Garage, Willy Lanz 063 4 29 22
7130 Illanz GR W. Fontana, mech. Autowerkst. 086 2 15 95
3283 Kallnach BE A. Reinhard, Lastwagen
Reparaturwerkstätte
032 82 38 38
2300 La Chaux-de-Fonds NE Frédy Haag, Carrosserie de la Ruche,
rue de la Ruche 20
039 23 21 35
6900 Lugano TI F. lli Blanditi, Garage,
via L. Lavizzari/via Landriani
091 2 80 31
6014 Littau W. Grünenfelder, Lastwagen-Reparaturwerkstätte, Unterwilrain 16 041 55 82 66
3327 Lyssach BE Viktor Lorenz, Lastwagen-Reparaturwerkstatt 034 45 10 40
1920 Martigny-Croix VS l. Gay-Crosier, Garage des Dranses 026 2 30 23
9650 Nesslau SG E. Altherr, Lastwagen-Reperaturerkstatt 074 4 12 52
9315 Neukirch-Egnach TG Hans Näf AG, Reparaturwerkastatt für Schwerfahrzeuge 071 66 17 17
6017 Ruswil LU Rottal AG, Automobil-Gesellschaft 041 73 12 31
6370 Stans NW GOWA, Gottfried Waser AG, Autounternehmen 041 61 17 17
6423 Seewen SZ K. + H. Kiener, Garage Riedmattli 043 41 13 35
2072 St-Blaise NE RECAM SA 038 33 67 55
3600 Thun BE Verkehrsbetriebe Steffisburg-Thun-Interlaken 033 22 81 81
7166 Trun GR Mazzetta & Co. AG, Tödi-Garage 086 8 11 47
8482 Winterthur-Seuzach ZH Garage Vetterli AG, Nutzfahrzeuge 052 23 22 55
1400 Yverdon VD G. Jaggi, Garage, route de Lausanne 19 024 21 88 7
5620 Zufikon AG Auto-Stutz AG, Zugerstr. 47 057 5 33 18
6301 Zug ZG Zugerland Verkehrsbetriebe AG,
Reparaturwerkstatt für Lastwagen,
General-Guisan-Strasse
042 21 37 20
1724 Praroman Le Mouret FR G. Kolly SA, Garage 037 33 19 29
1687 Vuisternens-devant-Romant FR Ed. Gay SA, route de Lausane 037 55 13 13

Ausland:


Österreich

A-4481 Asten Fa. K. Vollgruber GmbH, Saurer Landesvertretung, Bahnofstr. 12 (07224) 8 49 00
A-6250 Breitenbach (Tirol) Fa. Hans Ascher, Saurer Landesbertretung (05338) 3 11 11
A-6923 Lauterach (Vorarlberg) Fa. Leopold Schneider, Saurer Landesvertretung, Hardstr. 2 (05574) 32 03 05
A-8020 Graz Gaber und Koren, Saurer-Servicestelle, Lagergasse 57a (0316) 91 21 72
A-1210 Wien LKW-Vertriebsgesellschaft m.b.H. Saurer-Landesvertretung
Scheydgasse 20
(0222) 30 16 86
A-5023 Salzburg Fa. Bremsendienst-Eder, Saurer-Servicestelle, Linzer Bundesstrasse 22
Scheydgasse 20
(06222) 7 82 43

Deutschland:

D-2000 Hamburg 28 Walther Tratz, Ausschläger-Allee 190 789 22 44

Holland:

NL-Rotterdam Vrachtwagen Garage, von Straten, Poolsvosweg 91 010 50 88 00

Türkei:

Istanbul M. Osman Kaymak, Büyükdere Cad. Hürriyet, Saurer Vertretung
Pasaji Nr. 3/14
46 42 23/24/25/59

Kuwait:

Kuwait Behbehani Motors Co.
P.O. Box 4222
8 19 574

Unites Arab Emirates:

Dubai / U.A.E. Bin Bishr Trading Co., P.O. Box 11082 66 47 74

Saudi-Arabia:

Rijadh Remal Trading & Contr. Est., P.O. Box 35 62037
Al Khobar National Factory, M. Mohandis P.O. Box 185 42546

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Chassis / Kabine für verschiedene Aufbauten


Lastwagen

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D4KT-B Motor (rechte Seite)


D3KT-B Motor (rechte Seite)


D3KT-B / D4KT-B Motor (linke Seite)

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Wichtige Angaben für Sie und für uns
Bitte Motor und Chassis Nr. bei Ersatzteilbestellungen immer angeben.
Motor-Nr.

Sie befindet sich auf der linken Motorseite, Höhe Wasserpumpe beim 1. Zylinder.


Chassis-Nr.

Sie befindet sich oben auf dem linken Chassislängsträger, überhalb der Vorderachse.
Beachten Sie die Typenbezeichnung des Fahrzeugs und des eingebauten Motors:
im D 290BF eingebaut D3KT-B
im D 330BF eingebaut D4KT-B

Motorennummer

Chassis-Nummer



Typenschild
Beim Einstieg in die Kabine, auf der Fahrerseite angebracht.

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Spezifische Daten für Ihr Fahrzeug

Schreiben Sie hier die wichtigsten Daten und Bemerkungen über die Ausführung Ihres Wagentys. Sie erleichtern sich die Arbeit bei allfälligen Fragen im Betrieb des Fahrzeugs.
Wagen: LoGi
Fahrzeugausweis: Fahrzeugausweis
Fahrtenbuch: Fahrtenbuch LoGi
Herstellungsjahr: 2.9.1982
Wagentyp: Saurer D 290 BF 8x4
Motortyp: D3KT-B
Getriebetyp:__
Hinterachsübersetzung:__
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Reifenmarke:__
Pneudruck vorne: __bar
Radstand: __mm
Max. Achsbelastung Vorderachse (n): 7.1 t (2 x 8500 kg)
Gesamtgewicht: 18 t Nutzlast: 2.1 t
Brennstofftankinhalt: 300 l
Anhängehaken Typ: __
Verzögerungsbremse: __
Spezielles: Zugelassen als «Schweres Wohnmotorfahrzeug»
Übernahmedatum: 14.3.2005
Chassis-Nr.: 212 962
Motor-Nr.: 114 072
Anzahl Vordergänge: 16


Ply: __?
Pneudruck hinten: bar

Hinterachse (n): 26 t (2 x 13000 kg)
Satteldruck: __t

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Fahrerkabine

  1. Schraube für Lenkradverstellung
  2. Schalthebel mit Schaltventil
  3. Lufthahn für Differentialsperre
  4. Pumpe für Kaltstarthilfe (Start Pilote)
  5. Lufthahn für Aussenantrieb (Kipperpumpe)
  6. Pneumatischer Kipperhahn
  7. Motorbremsventil
  8. Entriegelungshebel für Frontklappensicherung

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Beleuchtung/Warnblinkanlage und Lenkradverstellung

Blinker, Lichthupe und Abblendung:
Blinker: bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel, mit Kontrolllampen für 2 oder 3 Blinklampen.
Lichthupe: bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel durch Anheben des Blinkerhebels.
Abblendung und Scheinwerfer: bei Stellung 2 des Kontaktschlüssels durch Anheben des Blinkhebels.
Warnblinkanlage:
bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel durch einschalten des Kippschalters im Armaturenbrett. Der Gebrauch der Warnblinkanlage ist im Strassenverkehrsgesetz (CH) umschrieben.

Lenkradverstellung:


Durch lösen der Schraube auf der rechten Seite der Lenksäule kann kann die Lenkradposition individuell eingestellt werden. Das Lenkrad kann sowohl in der Höhe sowie in der Neigung verstellt werden. Nach der Einstellung die Aretierschraube wieder festziehen!

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Armaturenbrett



  1. Scheibenwischer Intervallschalter (Zugschalter, bitte nicht drehen)
  2. Kontrolllampe für Rundumleuchte
  3. Tachograph mit Drehzahlmesser
  4. Kontrolllampe für Motoröldruck / Kühlflüssigkeitstemperatur / und Druckluftvorrat der Federspeicheranlage
  5. Lenkkreis-Kontrolllampe
  6. Kombiinstrument
    1. Kontrolllampe für:
    2. beim ZF-16 S 130 für Schnellgang-Anzeige N/S
    3. Wandlerschalt-Kupplung WSK, wenn Überbrückungskupplung geöffnet (Wandlerbetrieb=Converter)
    4. bei Allison Automat, Öltemperatur zu hoch
    1. Kontrolllampe für:
    2. Retarder (elektrische oder hydraulische Verzögerungsbremse)
    3. Aufliegerbremse (Streckbremse)
  7. Reservekippschalter (evtl. für Brückenbeleuchtung oder Rückblickspiegelheizung)
  8. Kippschalter für Heizgebläse (zweistufig)
  9. Kippschalter für Armaturenbeleuchtung (zweistufig hell / dunkel)
  10. Kippschalter für Nebenantrieb mit elektropneumatischer Schaltung (auf Wunsch)
  11. Kippschalter für Tanküberfüllsicherung (nur bei Tankfahrzegen)
  12. Kippschalter für Rundumleuchte und Arbeitsscheinwerfer (auf Wunsch)
  13. Anlasszugschalter mit Überfüllung
  14. Lufthahn für Diffenentialsperren
  15. Handgas
  16. Frostschutzpumpe für Druckluftanlage
  17. Kontrolllampe für Druckluftvorrat im Vorder- und Hinterachskreis / Bremsflüssigkeitsstand / und Hauptbremszylinderhub
  18. Hinweis zu Alarmsignal Kühlwasserstand
  19. Umstellhahn für Anhängerkippen (nur bei Kipperfahrzeug)
  20. Kipperpumpenantrieb oder für andere Nebenantriebe
  21. Kipperhahn (nur bei Kipperfahrzeug)
  22. Pumpe für Kaltstarthilfe (Start-Pilot)
  23. Kontakt- und Lichtschalter
  24. Kippschalter für Warnblinkanlage
  25. Kippschalter für Scheibenwischer (ein/aus)
  26. Kippschalter für Scheibenwischer (schnell)
  27. Kippschalter für Scheibenwischanlage
  28. Kippschalter für Brennstoff-Vorratskontrolle Tank 1 / Tank 2
  29. Kippschalter Reserve
  30. Druckknopfverschluss zum Aufklappen des Armaturenbrettes

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Kombiinstrument

  1. Nebenantrieb Kontrolle (z.B. Kipperpumpe)
  2. Blinkerkontrolle für 3 Blinklampen (Zugwagen + Anhänger)
  3. Kühlwasserthermometer
  4. Scheinwerferkontrolllampe
  5. Brennstoffmessuhr
  6. Kombimanometer: Vorrat Bremsdruck Hinterachskreis (weisser Zeiger), Vorrat Bremsdruck im Vorderachskreis (roter Zeiger)
  7. Warnblinker Kontrolllampe
  8. Motorölmeter
  9. Blinkerkontrolle für 2 Blinklampen (Zugwagen)
  10. Differentialsperre Kontrolllampe
  11. Lichtmaschine Ladekontrolllampe

Kontaktschlüssel und Lichtschalter

Kontakt
Standlicht
Nebellampen
Abblendung
Scheinwerfer

Fahrtschreiber

Genaue Anleitung siehe Kienzle Vorschrift.
Fahrer 1, Fahrer 2
Ruhezeit


Präsenzzeit


Fahrzeit


Umstellhahn Tank 1 / Tank 2 (auf Wunsch)

Fahrzeuge, die mit 2 Brennstofftanks ausgerüstet sind, haben seitlich am Chassis einen Umstellhahn montiert, welcher den Tank 1 oder 2 für den Motor zuschaltet. Mit dem Kontrollschalter auf dem Armaturenbrett, kann der Vorrat in den beiden Tanks einzeln kontrolliert werden. Achten Sie darauf, dass frühzeitig genug umgeschaltet wird, (der Brennstofftank soll nicht leergefahren werden) und dass dabei der Umstellhahn bis zum Anschlag gedreht wird.


Motorumdrehungszähler

Bei Tachographen mit Motordrehzahlmesser ist ein Motorumdrehungszähler eingebaut. Das Zählwerk registriert fortlaufend alle Motorumdrehungen. Die angezeigte Zahl muss noch mit tausend multipliziert werden, um die vom Motor effektiv gemachten Umdrehungen zu erhalten. Das Zählwerk zeigt somit nicht nur das «Alter» des Motors an, sondern wird bei einigen Anwendungen (wie z.B. Komunalfahrzeugen etc) auch dazu verwendet, die Wartungsintervalle, d.h. hauptsächlich den Motorölwechselintervall festzulegen. Näheres dazu finden sie unter Wartungsarbeiten.

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Wichtige Warnvorrichtungen

Nebst den allgemeinen zu beachtenden Instrumenten sind im Führerstand Warnvorrichtungen (optische und akustische) angebracht, welche wichtige Schutzfunktionen haben und daher den Fahrer zu besonderer Aufmerksamkeit zwingen.

Kombinierte rote Warnlampen für:
  • Motoröldruck / Kühlwasser-Temperatur und Luftvorrat für Federspeicher-Bremse
  • Bremsflüssigkeits-Vorrat / Bremshub-Kontrolle am Vorderachsbremskreis und Luftvorrat im Vorder- und Hinterachsbereich
  • Servolenköldruck, Wandleröl-Temperatur (nur bei Allison Automaten-Getriebe)

Akkustischer Summer für:

  • Kühlwasservorrat

Alle Warnvorrichtungen schützen das Fahrzeug vor Schäden, wenn nach demWahrnehmen die Fahrt so rasch wie möglich unterbrochen wird. Vor einer Weiterfahrt muss der Mangel oder die Störung unbedingt behoben werden.
Die Warnvorrichtungen sind zum Teil miteinander kombiniert. so dass bei einer allfälligen Warnung zuerst kontrolliert werden muss, welche Störung oder welcher Mangel effektiv eingetreten ist.

Die kombinierte Warnlampe:

Die Warnlampe leuchtet bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel, wenn nicht genügend Motoröldruck vorhanden ist, wenn die Kühlwassertemperatur zu hoch ist oder wenn nicht genügend Druckluft für das vollständige Lösen der Federpeicher-Zylinder vorhanden ist.
Beim Aufleuchten kontrolliere man zuerst die Kühlwassertemperatur (muss weniger als 94° C sein) und vergleiche den Motoröldruck bei laufendem Motor (etwas erhöhte Drehzahl), welcher bei minimum 3 bar liegen muss. Sind diese beiden Kontrollen positiv, so liegt die Störung beim Federspeichersystem, das heisst, es ist nicht genügend Lösedruck (weniger als 5.5 bar) für das vollständige Lösen der Zylinder vorhanden.
Das weitere Vorgehen beschreiben die folgenden Punkte:

Anzeige leuchtet bei laufendem Motor:
1. mögliche Ursache: Motor nicht genügend Motorölschmierdruck!

Lassen Sie den Motor kurz weiterlaufen, und lesen Sie das Öldruckmanometer ab. (der Druck muss bei etwas erhöhter Drehzahl auf min. 3 bar sein).
Stellen Sie bei niedrigerem Öldruck den Motor sofort ab, und kontrollieren Sie den Ölstand. Fahren Sie nie mit ungenügendem Öldruck weiter, sondern benachrichtigen Sie eine Saurer-Werkstatt.

2. mögliche Ursache: Kühlwassertemperatur zu hoch! (über 94°C)
Lesen Sie das Kühlwasserthermometer ab. Lassen Sie den Motor einige Minuten weiterlaufen und warten Sie, bis das Thermometer absinkt und somit die Lampe auslöscht. Suchen Sie nach der Ursache der Überhitzung: Kühlerwaben verstopft, zu wenig Wasser im Kühlsystem, Keilriemen zu Kühlwasserpumpen-Antrieb defekt, Thermostat (en) defekt ect.

3. mögliche Ursache: Nicht genügend Vorratsdruck für das Lösen der Federspeicherzylinder vorhanden! Massnahme: Nicht weiterfahren oder wegfahren. Kontrollieren Sie am Bremsdruckmanometer, ob noch genügend Druck (min.5,5 bar) vorhanden ist. Erst danach kann als Notlösung das Natlöseventil für die Handbremse betätigt werden, welches Vorratsdruck vom Hinterachskreis in das Federspeichersystem strömen lässt, bis die Lampe auslöscht, und somit die Federspeicherzylinder gelöst werden (siehe auch Kapitel Federspeicher Handbremse).

Achtung: Die kombinierte Warnlampe und der akustische Warner (siehe Kühlflüssigkeitsstands-Überwachung) haben eine gemeinsame elektrische Schmelzsicherung und funktionieren daher natürlich nur, wenn diese intakt ist. Ein allfälliger Defekt der Sicherung würde sich zeigen, indem die Warnlampe bei abgestelltem Motor und eingeschaltetem Kontaktschlüssel nicht mehr leuchten würde.

Überwachung der Bremsanlage

A) Doppelmanometer:

Was signalisiert das Doppelmanometer?
Z.B. am Morgen bei der Inbetriebnahme des Fahrzeuges ist evtl. der Druckluftvorrat im Vorderachs- oder Hinterachsbremskreis, resp. in beider zu niedrig. Lassen Sie den Motor laufen, bis der Druck auf dem Doppelmanometer (roter Zeiger Vorderachs-, weisser Zeiger Hinterachsbremskreis) auf min. 5,5 bar angestiegen ist.

Fahren Sei nicht weg, resp. nicht weiter, wenn das Doppelmanometer einen Druckmangel anzeigt, sondern lassen Sie den Motor laufen bis genügend Druckluft vorhanden ist, resp. es muss die undichte Stelle ausfindig gemacht werden.

B) Warnlampe für Druckluftvorrat im Vorder- und Hinterachsbremskreis,

für Bremsflüssigkeitsstand und Überschreitung des normalen Bremshubs am Hauptbremszylinder:

Leuchtet die Warnlampe bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel, so kann folgende Störung resp. Mangel die Ursache sein:
1. Der Druckluftvorrat im Vorder- oder Hinterachsbremskreis resp. in beider ist zu niedrig (weniger als 5,5 bar).

Massnahme: Lassen Sie den Motor laufen oder füllen Sie das Bremssystem durch den Fremdspeiseanschluss bis das Doppelmanometer min. 5,5 bar anzeigt. Danach wird die Warnlampe löschen.

Achtung:Fahren Sie nicht weg, resp. nicht weiter, wenn die Druckwarnlampe einen Druckluftmangel anzeigt.

2. Die Lampe leuchtet, dann wird der Kontaktschlüssel abgezogen. Sie erlischt und leuchtet beim erneuten Kontakt einschalten wieder auf, so bedeutet das, dass nicht genügend Bremsflüssigkeit vorhanden ist.

Massnahme: Füllen Sei Bremsflüssigkeit SAE 1703 b (ATE, LOCKHEED oder ASEOL ) nach. Lassen Sie den Grund des Flüssigkeitsverlustes in einer SAURER- Werkstätte feststellen.

3= Schwimmer, der das Flüssigkeitsniveau überwacht. Als Funktionskontrolle für die Kontrolllampe kann die verlängerte Schwimmerachse beim Bremsflüssigkeitsbehälter (Pfeil), nach unten gedrückt werden. Dabei muss die Lampe bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel leuchten. Wenn nicht, muss die elektr. Schmelzsicherung geprüft werden.
4= Kontaktgeber für Bremszylinderhub.
3. Die Lampe leuchtet, erlischt beim Abziehen des Kontaktschlüssels und leuchtet nach dem Einschalten des Kontaktschlüssels erst wieder, wenn die Fussbremse betätigt wird. Das bedeutet, dass der Hauptbremszylinder (Vorderachsbremse) seinen normalen Betätigungsweg überschritten und somit eine Störung am hydraulischen Vorderachsbremskreis vorliegt.

Massnahme: Informieren Sie die nächste SAURER- Werkstätte.

Achtung! Die erwähnten Warnvorrichtungen überwachen die Bremsanlage des Fahrzeuges. Schenken Sei ihnen die nötige Beachtung. Eine Weiterfahrt nur mit einem funktionierenden Bremskreis bis zur nächsten SAURER- Werkstätte ist möglich, soll aber besonders langsam und vorsichtig erfolgen.

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Kühlflüssigkeitsstands-Überwachung

(öffnet neues Fenster)

Wenn das akustische Signal in der Kabine z.B. zeitweise, oder konstant ertönt, dann ist nicht genügend Kühlwasser vorhanden.

Massnahme: Kühlwasser, resp. Frostschutzgemisch nachfüllen. (Beachten Sie dabei, dass nie kalte Flüssigkeit unmittelbar in das heisse Kühlsystem eingefüllt wird). Lassen Sie eventuelle Undichtheiten im Kühlsystem beheben.

1 Elektronik- Relais
2 Adustisches Signal (in der Kabine)
3 Kühlflüssigkeitsstands- Fühler im Vorratsbehälter
Hinweis: Beim jeweiligen Einschalten des Kontaktschlüssels ertönt das akustische Signal kurzzeitig (ca. 2-3 Sek.) auf und zeigt Ihnen damit die Funktionstüchtigkeit der Überwachung an. Sollte das Signal beim Einschalten des Kontaktschlüssels ausbleiben, so liegt ein Defekt an der Kühlflüssigkeitsstands- Überwachung vor, der unbedingt vor der Fahrt behoben werden muss.

Kontrolllampe für die Servolenkung

Diese Lampe überwacht den hydraulischen Druck der beiden Lenkölpumpen. Eine Pumpe wird vom Motor angetrieben, und eine zweite (die Notlaufpumpe) von der ersten Hinterachse bei fahrendem Fahrzeug. Die Lampe leuchtet bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel auf, sobald eine der beiden Pumpen nicht genügend Druck erzeugt. (Das Fahrzeug ist mit zwei Pumpenkreisen ausgerüstet, damit die Servounterstützung aus Sicherheitsgründen in keinem Fall ausfällt).

  1. In den folgenden Fällen ist die Lenkhydraulik in Ordnung, trotz leuchtender Warnlampe:
    1. Motor und Fahrzeug stehen still
    2. Motor läuft, Fahrzeug steht still, dabei muss sie jedoch beim Wegfahren nach ca.3 bis 4m Fahrt auslöschen.
    3. Bei Rückwärtsfahrt
  2. Im folgenden Fall liegt eine Störung am einen oder andern Lenkölkreis vor, wenn die Lampe leuchtet:
    1. Leuchtet bei laufendem Motor und fahrendem Fahrzeug.
Um zu prüfen, welcher von beiden Kreisen eine Störung hat, muss das Fahrzeug angehalten werden. Nun wird mit etwas erhöhter Leerlaufdrehzahl die Lenkung links und rechts eingeschlagen. Eine Störung an der motorseitig angetriebenen Pumpe würde sich im Fehlen der nötigen Servounterstützung bemerkbar machen. Andernfalls liegt die Störung am Notlaufsystem vor.

In jedem der beiden Fälle soll eine SAURER- Werkstatt informiert werden.

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Heizung – Lüftung

Die Warmwasserheizung ist am Kühlwasserkreislauf des Motors angeschlossen. Frischluft und Warmluft können gut dosiert werden. Dazu kann auch das Heizgebläse zugeschaltet werden. Die Wirkung der Heizung wird erhöht, wenn immer ein Ausstellflügel geöffnet wird.

D Defrosterdüsen (drehbar)
1 Frischluftklappe
2 Warmwasserhebel
3 Fussraumhebel
4 Defrosterhebel
Z Stellung zu
O Stellung offen

Klimatisation

Folgende Klimatisationen sind möglich:

  1. Heizung und Lüftung ausgeschaltet:
    Hebel 2,3,4 auf Z (zu), Frischluftklappe1 geschlossen, Heizgebläse abgeschaltet.
  2. Frischluftzufuhr:
    Warmwasserhahn 2 auf Stellung Z (zu), Frischluftklappe 1 offen, plus evtl. Fussraumhebel und Defrosterhebel offen. plus evtl. Heizgebläse eingeschaltet.
  3. Warmluftzufuhr (Heizen und Defrosten)
    Warmwasserhebel 2 in Stellung O (offen). Frischluftklappe 1 geschlossen, Fussraum- und Defrosterhebel nach Belieben, evtl. plus Heizgebläse.
Heizgebläseschalter 2-stufig


Die Dachlucke

Die Dachluke dient ausschliesslich der Frischluftzufuhr. Sie kann in drei verschiedenen Stellungen offen gehalten werden.


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Sitzverstellung und Liegebett


Fahrersitz mit Federung:
  1. Neigung der Rücklehne
  2. Höhenverstellung + Neigung
  3. Distanz zum Lenkrad
  4. Anpassung der Sitzfederung an das Fahrergewicht(auf Wunsch auch als Beifahrersitz eingebaut, dazu als Extra mit Kopfstütze).

Beifahrersitz:
  1. Neigung der Rücklehne
  2. Höhenverstellung + Neigung
  3. Distanz zur Windschutzscheibe
  4. Verstellung der Armlehnenposition (Auf Wunsch mit Kopfstütze)

Wunschausführung: Normalkabine mit einem Liegebett oder Schlafkabine mit zwei Liegebett oder zwei Liegebetten

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Fahren und Einfahren

Vorbereitung zur Fahrt:

Ihr SAURER Fahrzeug ist mit den modernsten Sicherheitselementen ausgerüstet. Vergessen Sie trotzdem nie, dass Sie als Fahrer, der wichtigste Sicherheitsfaktor im heutigen Strassenverkehr sind!
Kontrollieren Sie daher vor jeder Fahrt die Verkehrssicherheit Ihres Wagens, bevor Sie sich mit dem schweren «Brummer» in welchem bei hohen Geschwindigkeiten fast unermesslich Energie enthalten ist, auf die Strasse begeben!

Prüfen Sie möglichst vor jeder Tagesfahrt:
Motorölstand, Kühlwasserstand, Brennstoffvorrat, Bremsdruckvorrat, Reifendruck, Scheibendusche-Vorrat

Die richtige Funktion von:
Fussbremse, Handbremse, Anhängerbremse, Beleuchtungsanlage, Signalhorn

Die richtige Einstellung von:
Fahrersitz, Rückblickspiegel, Tachograph


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Anlassen des Motors:

Handbremse anziehen, Schalthebel in Neutralstellung, (bei Wagen mit automatischem Getriebe funktioniert der Anlasser nur in dieser Stellung), auskuppeln, Kontaktschlüssel hineindrücken, leicht Gas geben und den Anlasszugschalter soweit herausziehen, bis der Motor zu drehen beginnt (1.Stufe des Anlasszugschalters). Bei einem eventuellen schlechten Start darf der Anlasser höchstens zehn Sekunden ununterbrochen betätigt werden, nachher ist jeweils eine Pause von zirka einer Minute einzuschalten.
Anlasser erst wieder betätigen, wenn der Motor ganz still steht.



Anlassen im Normalbetrieb:


Keine besonderen Massnahmen. Gas geben nach Notwendigkeit. Sofort nach dem Anlaufen Gaspedal in Leerlaufstellung lassen. Motoröldruck beachten.

Anlass bei Kälte:

Dazu stehen Ihnen 2 Hilfsmittel zur Verfügung, welche Sie einzeln, oder gleichzeitig benützen können:

1. Die Überfüllung:
Die Brennstoffüberfüllung wird elektrisch mit einem Anlasserschalter gesteuert. Ein Elektromagnet gibt die Überfüllung frei, wenn vor und während dem Anlassen Vollgas gegeben wird und dazu der Anlasszugschalter ganz herausgezogen wird (Stellung 2, Anlassen plus Überfüllung). Das Ausschalten erfolgt automatisch, beim Loslassen des Anlassers und des Gaspedals.

0 = Ruhestellung
1 = Anlassen
2 = Anlassen plus Überfüllung
2. Anlassbrennstoff:
Bei sehr tiefen Temperaturen kann als weiteres Hilfsmittel mit der Handpumpe in der Fahrerkabine Anlassbrennstoff in das Saugrohr des Motors eingespritzt werden.

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Start- Pilot:

Brennstoffschema

Start-Pilot betriebsbereit machen: Anlasskraftstoff in den Behälter einfüllen. Deckel für Anlasskraftstoff- Behälter öffnen. Schutzkappe er Füllflasche abnehmen und Füllflasche mit dem Ventil auf das Füllventil des Behälters drücken. Anlasskraftstoff bis zur Maximalmarke am Behälter einfüllen. Behälter schliessen und Schutzkappe auf die Füllflasche drücken.

Der Anlassvorgang erfolgt wie üblich (Gaspedal durchtreten). Anlasserknopf ziehen und gleichzeitig Start-Pilot betätigen (im Rhythmus von ca. 1 Hub pro Sekunde) bis der Motor angesprungen ist.

Nie bei stehendem oder laufendem Motor einspritzen!
  1. Nachfüllpatrone F (in Saurer- Werkstätte oder Zubehörläden erhältlich)
  2. Vorratsbehälter
  3. Einfüllhöhe MAX
Der Anlassbrennstoff ist stark feuergefährlich und sollte nicht längere Zeit Temperaturen über +50°C ausgesetzt sein. Deshalb während der warmen Jahreszeit Füllflasche aus dem Fahrzeug entfernen, kühl lagern und vor Feuer schützen.

  1. Handförderpumpe (fördert nur Luft)
  2. Vorratsbehälter
  3. Verteilerdüse im Ansaugrohr des Motors

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Fahren

Nicht wegfahren, bevor genügend Bremsdruck vorhanden ist. Druckluftvorrat im Vorder- und Hinterachsbremskreis mindestens 5,5 bar. (Warnlampe für Druckluftvorrat im Vorder- und Hinterachsbremskreis muss erloschen sein.)

Niemals den Motor sofort auf hohe Drehzahlen bringen!
Bei niedriger Belastung und mittleren Drehzahlen wegfahren und die volle Motorleistung erst nützen, wenn die Kühlwassertemperatur normal, d.h. 70-80°C erreicht hat. Fahren Sie nach den empfohlenen Drehzahlen, welche im Kapitel Motordrehzahl angegeben sind.
Vermeiden Sie eine brüske Fahrweise. Mässige Beschleunigung und sorgfältiges Abbremsen schonen die ganze Mechanik und sparen Betriebskosten. Benützen Sie die Motorbremse resp. zusätzliche Verzögerungsbremse häufig.

Beachten Sie von Zeit zu Zeit die Instrumente und schenken Sie einer allfälligen Störungsanzeige sofort die nötige Beachtung!

Motor nicht überdrehen!
Die Geschwindigkeit bergabwärts, darf im Maximum so gross sein, wie die maximal erreichbare Geschwindigkeit im entsprechenden Gang in der Ebene.

Abstellen des Motors:

Stellen Sie den heissen Motor nie sofort ab. Lassen Sie ihn noch 1-2 Minuten weiterlaufen. Die aufgespeicherte Wärme würde sonst im Motor einen sogenannten Hitzeschock hervorrufen, und es würden dadurch Hitzeschäden am Motor und namentlich am Turbolader entstehen. Vermeiden Sie aber gleichzeitig ein unnötig langes Laufen lassen des Motors im Leerlauf. Den Motor nicht durch Gasgeben vor dem Abstellen hochdrehen.

Das Abstellen geschieht mit der Motorbremse.
Bei Fahrzeugen mit automatischem Getriebe, muss der Wählhebel der Getriebeschaltung für das Abstellen, vorgängig in die Neutralstellung gebracht werden.

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Das Einfahren

Jedes neue Fahrzeug oder revidierte Aggregat erfordert eine Einfahrzeit. Schonen Sie das Fahrzeug deshalb während den ersten 5000km besonders, indem nach Möglichkeit kein Anhänger mitgeführt wird und nur ganz kurzzeitig mit Vollast gefahren wird. So fleissig wie möglich schalten. Beachten Sie die Instrumente während der Einfahrzeit besonders gut. Die Fussbremse soll nur mässig beansprucht werden bis die Bremsbeläge eingelaufen sind.

Das sorgfältige Einfahren ergibt einen störungsfreien Betrieb und ein grosse Lebensdauer.


Spezielles während der Einfahrperiode

Prüfen Sie den Motorölstand vor jeder längeren Fahrt. Ein erhöter Ölverbrauch während der Einfahrzeit ist normal. Er wird sich nachher auf ein normales Mass einstellen.

Führen Sie den ersten Ölwechsel durch, wenn der Ölstand gegen die Marke MIN kommt. Wechseln Sie das Öl spätestens nach den ersten 1000 km oder 30 Betriebsstunden.

Verwenden Sie für die D3KT-B/D4KT-B Turboladermotoren nur Motorenöle die den Spezifikationen im Kapitel Betriebsstoffe entsprechen.

Vergessen Sie nicht, die Radmuttern nach der ersten längeren Fahrt alle im Kreis herum nochmals nachzuziehen.

Zögern Sie nicht bei irgendwelchen Unklarheiten oder eventuellen Störungen eine SAURER-Werkstätte zu informieren.

A Leerlaufdrehzahl (ca. 500 U/min)
B Maxim. Drehmoment = max. Zugkraft, bei 1100 U/min
C Günstigster Fahrbereich 1100 - 1700 U/min
D Nendrehzahl (Drehzahl die der Motor ohne Last erreicht = 2200 U/min
E Überdrehzahlbereich, darf nicht erreicht werden

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Motordrehzahl

Da die Fahrzeuge mit einem Drehzahlmesser ausgerüstet sind, lässt sich die Fahrweise mit diesem leicht kontrollieren.

Die D3KT-B / D4KT-B Motoren dürfen die Drehzahl 2200 U/min nie überschreiten!

Namentliche ist Vorsicht bei Talfahrten angebracht. Beim Befahren von Steigungen ist stets spätestens in den nächst niedrigen Gang zu schalten, wenn die Motordrehzahl auf 1100 U/min abgesunken ist.

Als Regel gilt auch: Die maximal erreichbare Geschwindigkeit in einem Gang in der Ebene darf im gleichen Gang bei Talfahrt nicht überschritten werden.

Die max. zulässigen Geschwindigkeiten in den einzelnen Gängen können im Abschnitt «Technische Daten» nachgelesen werden, wobei die entsprechende Hinterachsübersetzung zu berücksichtigen ist.

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Getriebeschaltung

Aufbau und Ausführung

Das ZF-16 S 130 Getriebe besteht:

  1. aus einem sperrsynchronisierten Viergang-Getriebeteil mit einem klauengeschalteten Rückwärtsgang, und
  2. einer sperrsynchronisierten, nachgeschalteten Bereichsgruppe in Planetenbauweise, und
  3. einer sperrsynchronisierten, intergrierten, vorgeschalteten Splitgruppe.

Schaltbetätigung

Die Schaltbetätigung des Viergangteiles mit R.-Gang und der nachgeschalteten Bereichsgruppe erfolgt mechanisch über eine Doppel-H-Schaltung. Bei dieser Schaltung ist jedem der 8 Vorwärtsgänge und dem R.-Gang eine eigene Stellung im Schaltbild zugeordnet. Die Umschaltung der Bereichsgruppe geschieht pneumatisch, und zwar selbsttätig beim Wechsel der Gasse 3/4 in 5/6 bzw. 5/6 in 3/4. Eine einwandfreie Orientierung des Schalthebels, d.h. ein sicheres Auffinden der einzelnen Gassen, ist bei dieser Schaltung durch unterschiedlich stark ausgeführte Feder-Rastierungen gewährleistet. In Neutralstellung wird der Schalthebel in der langsamen Bereichsgruppe (Viergangteil 1. bis 4. Gang) in der Gasse 3/4 und in der schnellen Bereichsgruppe (5. bis 8. Gang) in der Gasse 5/6 gehalten.
Dadurch muss der Schalthebel nur noch beim Wählen der Gasse 1/2 und 7/8 «geführt» werden.

Die Gassen 3/4 und 5/6 sind duch eine stärkere Feder-Rasterung getrennt. Bei diesem Gassenwechsel ist deshalb ein kurzer Schlag mit der Handfläche gegen den Schalthebel erforderlich. Während des Wechsels erfolgt die selbsttätige Umschaltung der Bereichsgruppe. Das Schalten vom 4. im den 5. bzw. vom 5 in den 4. Gang ist trotzdem zügig, d.h. ohne Verzögerung vorzunehmen, damit keine zu grossen Drehzahldifferenzen auftreten, die hohe Schaltkräfte erfordern.

Der Rückwärtsgang darf nur bei stillstehendem Fahrzeug eingelegt werden, da sonst eine Beschädigung der Schaltverzahnung möglich ist.
Das Steuerventil für die Gruppenschaltung besteht aus einem Schaltventil und einem im Getriebe intergrierten, doppel wirkenden Schaltzylinder.

Das Schaltventil wird durch die Drehwelle des Viergangteils gesteuert und gibt die Druckluft zum Schaltzylinder nur in der Neutralstellung frei.

Die Schaltbetätigung der intergrierten, vorgeschalteten Splitgruppe, mit der die 8 Vorwärts- und der Rückwärtsgang halbiert werden können, erfolgt ebenfalls pneumatisch, und zwar über das am Schalthebel angebrachte Vorsteuerventil. Zum Schalten der Splitgruppe muss lediglich das Vorsteuerventil betätigt (N oder S) und anschliessend das Kupplungspedal vollständig durchgetreten werden. Dabei wird über das Auslöseventil die Druckluft zum Schaltzylinder für die Splitgruppe freigegeben und die Umschaltung vollzogen. Der Aus- und Einkupplungsvorgang sollte dabei nicht zu schnell durchgeführt werden, damit das Umschalten der Splitgruppe nicht unterbrochen wird.
Um überflüssige Umschaltungen der Splitgruppe zu vermeiden, sollt das Vorsteuerventil erst unmittelbar vor dem Schaltvorgang betätigt werden.

Hinweis: Mit der Splitgruppe müssen nicht unbedingt alle 8 Gänge halbiert werden und somit sämtliche 16 Stufen der Reihe nach durchgaschalten werden. Das Schalten halber Stufen ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch z.B

  • bei erschwerten Anfahren, beim Überholen bzw. beim Beschleunigen an Steigungen die Leistung des Motors maximal genutzt wird.
  • bei Überlandfahrten, beim Fahren in einer Kolonne usw. der Motor im wirtschaftlichsten Drehzahlbereich gehalten wird (Kraftstoffersparnis).

Schalten der Gänge

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das ZF-16 S 130 Getriebe zu schalten:
  • Normales Durchschalten des Viergangteiles und der Bereichsgruppe, dazu die Splitgruppe in der N- oder in der S-Stellung belassen.
  • Viergangteil, Bereichgruppe und Splitgruppe gemeinsam schalten, d.h. abwechslungsweise Normalgang/Schnellgang (N/S) und Gangwechsel mit dem Schalthebel

Beim Schalten nach dieser Art wird die Gangzahl des Viergangteile und der Bereichsgruppe verdoppelt und der gesamte Übersetzungsbereich in feine Gangabstufungen aufgegliedert.

Wenn alle Gänge der Reihe nach durchgeschaltet werden, lässt sich die Hälfte der Schaltungen nur durch Betätigen der Splitgruppe ausführen.

Also:
Leerlauf in 1. Gang:
Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung N, auskuppeln, im Viergang-Getriebeteil 1. Gang einschalten, einkuppeln
1. N in 1. S: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung S, auskuppeln, einkupeln (Viergang-Getriebeteil bleibt im 1. Gang)
1. S in 2. N: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung N, auskuppeln, Viergang-Getriebeteil in den 2. Gang schalten, einkuppeln
2. N in 2. S: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung S, auskuppeln, einkuppeln (Viergang-Getriebeteil bleibt im 2. Gang) usw. bis in den 4. S schalten, dann:
4. S in 5. N: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung N, auskuppeln, vom Viergang-Getriebeteil in die schnelle Bereichsgruppe schalten (kurzer Schlag mit der Handfläche gegen den Schalthebel) und in den 5. Gang einlegen, einkuppeln.
Das weitere hochschalten der Gänge 5. N bis 8. S geschieht in der gleichen Weise wie im oben beschriebenen Viergang-Getriebeteil (1. Gang bis 4. S).
Das Zurückschalten der Gänge erfolgt in genau umgekehrter Reihenfolge wie das Aufwärteschalten.

Wichtig: Um bei Rückschaltungen die Hauptkupplung, den Motor und auch das Getriebe vor Überdrehzahlen zu schützen, ist darauf zu achten, dass keine Schaltfehler gemacht werden. Das heisst erst dann zurückschalten, wenn die Fahrgeschwindigkeit der maximalen Geschwindigkeit des nächst niedrigen Ganges entspricht.

Besonders ist darauf zu achten, dass bei ausrollendem Fahrzeug erst dann aus der Gasse 5/6 in 3/4 gewechselt wird, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit der max. Geschwindigkeit des 4. Ganges entspricht. Diese Gassen dürfen nicht mutwillig gewechselt werden, da dies unnötige Umschaltungen der Bereichsgruppe auslöst.

Schalten des Rückwärtsganges:

Schalten Sie den Rückwärtsgang nur bei stillstehendem Fahrzeug ein. Warten Sie bei niedergetretenern Kupplungspedal einige Sekunden vor dem Einlegen des R.-Ganges. (Kratzen vermeiden!)
Das Zuschalten der Splitgruppe (Vorsteuerventil in Stellung S) kann während der Rückwärtsfahrt ausgeführt werden.

Also:
Leerlauf in R.-Gang: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung N‚ auskuppeln, im Viergang-Getriebeteil R.-Gang einschalten, einkuppeln.
RN in RS: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung S, auskuppeln, einkuppeln (dabei kann der Schalthebel in seiner Stellung belassen werden).

Betätigung der Kupplung

Bei jedem Schaltvorgang muss das Kupplungspedal immer ganz durchgetreten werden. Wird die Kupplung nicht vollständig getrennt oder ihr Zustand ist nicht einwandfrei (sie kuppelt nicht vollständig aus und ein), treten Schaltschwierigkeiten auf. Ausserdem führt dies zu einem Verschleiss der Synchronisierungen und der Schaltverzahnungen.

Überprüfung der Kupplungsausrückung

Um die Standzeit und Funktionstüchtigkeit der Synchronisierungen zu garantieren, ist es unbedingt erforderlich, dass die Kupplung einwandfrei trennt. Dies kann wie folgt überprüft werden:
Motor im Leerlauf laufenlassen und Kupplung durchtreten. Nach ca. 10 - 12 Sek. langsam den R.-Gang einlegen. Sollte es dabei zum «Ratschen» der Schaltverzahnung (Streifgeräusch der Sehaltklauen) kommen, so ist die Kupplung nachzustellen bzw. zu überprüfen.

Allgemeines:

Beim Schalten der Synchrongetriebe ist zu beachten, dass bedingt durch die Konstruktion der ZF-Sperrsynchronisierung - sich die einzelnen Gänge erst einschalten lassen, wenn der Gleichlauf der zu kuppelnden Teile vollzogen ist. Dabei ist wichtig, dass der Schalthebel immer gleichmässig durchgedrückt wird, bis der Gang eingeschaltet ist.

Überwachung

Über die Kontrollampe am Armaturenbrett wird dem Fahrer angezeigt ob er den Normalgang oder den Schnellgang der Split- gruppe geschaltet hat. Beim zuschalten des Schnellganges (Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung S) leuchtet die Kontrollampe am Armaturenbrett auf.

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Differentialsperren

Alle drei Differentiale (1. Hinterschse, Längstrieb zwischen 1. und 2. Hinterachse, und 2. Hinterachse) können gesperrt werden.
Schalten Sie die Sperren nur bei stillstehendem oder langsam fahrenden Fahrzeug ein.
Nie einschalten während dem einseitigen Durchdrehen eines Hinterrades. Immer auskuppeln und sorgfältig anfahren. Bei automatischem Getriebe nur bei langsamer Fahrt und Leerlaufdrehzahl des Motors einschalten.

Die Sperren sind für Gelände und weichen Boden ausgelegt. Nie kurvenfahren auf hartem Strassenbelag.

Schaltstellungen

0 Ausgeschaltet
1 Längstrieb zwischen den Achsen gesperrt
2 Längstrieb zwischen den Achsen und beide Achsdifferentiale gesperrt.

Die Kontrolllampe auf dem Armaturenbrett zeigt an, wenn Stellung 1 oder 2 eingeschaltet ist (eine Kontrollampe für alle Sperren).

Versuchen Sie zuerst immer mit Stellung 1 (Längstrieb gesperrt) das Fahrzeug aus dem Gelände zu fahren. Erst wenn dies nicht gelingen sollte, auf Stellung 2 schalten.

Es ist jedoch vorteilhaft, bei schwierigen Bodenverhältnissen die Sperren frühzeitig genug vor einem kommenden Hindernis einzuschalten.
Ausschalten
Es ist vorteilhaft, zum Ausschalten die Kupplung zu betätigen. Beim automatischen Getriebe den Motor in Leerlaufdrehzahl bringen. Die Kontrollampe wird dann eventuell noch einen Moment weiterleuchten bis die Klauenkupplungen ganz ausgerückt sind. Das Befahren einer leichten S-Kurve beschleunigt das Ausschalten.
Sperren von Zeit zu Zeit bei längerem Nichtgebrauch als Funktionskontrolle ein- und ausschalten.

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Bremsanlage

Fussbremse
Die Fuss- oder Betriebsbremse ist eine Zweikreisbremse.

Vorderachskreis: (beide Vorderachsen)
Pneumatisch/hydraulisch betätigt

Hinterachskreis: (beide Hinterachsen)
Druckluftbetätigung mit automatischem lastabhängigem Bremskraftregler.

Handbremse
Die Handbremse ist als Federspeicherbremse ausgebildet und wirkt auf die Hinterachsen. (1. Hinterachse, 2 Federspeicherzylinder, 2. Hinterachse, 1 Federspeicherzylinder). Sie steuert gleichzeitig auch die Anhängerbremse.

Verschleisslose Bremse
a) Auspuffstaudruck Motorbremse
b) Telma-Elektrobremse (auf Wunsch)
c) Fahrzeuge mit WSK (Wandlerschaltkupplung) oder Allison-Automatic-Getriebe haben an der Stelle der Telmabremse eine eingebaute Strömungsbremse (Retarder).

Anhängerbremse: (auf Wunsch)
Indirekte Zweileiterbremse

Überwachung

Druckluft:
Doppelmanometer für den Druckluftvorrat in beiden Bremskreisen. Warnlampe leuchtet bei ungenügendem Druck im Vorder- oder Hinterachsbremskreis.

Bremsflüssigkeit / Hauptzylinderhub:
Es leuchtet eine Warnlampe in der Fahrerkabine, wenn nicht genügend Bremsflüssigkeit im Vorratäbehälter ist, oder wenn der normale Bremszylinderhub überschritten wird.

Handbremse:
Eine rote Kontrollampe leuchtet auf, wenn nicht genügend Vorratsdruck (min 5.5 bar) fur das vollständige Lösen der Federspeicherzylinder vorhanden ist.

Bremseinstelung
Die Nachstellung der Vorder- und Hinterradhremsen einschliesslich Federspeicherbremse erfolgt automatisch.

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Federspeicher Handbremse

Die Bremszylinder der Antriebsräder sind als kombinierte Fuss- und Handbremszyiinder (Membran- und Federspeicher- Zylinder) ausgebildet.
Keine Druckluft im Federspeicher: Hinterachebremsen angezogen.
Druckluft im Federspeicher: (min. 5.5 bar) Hinterachsbremsen gelöst.
Die Federspeicher-Zylinder arbeiten unabhängig von den Fussbremszylindern.

Bestätigung
Ein stufenloses Bandbremsventil seitlich vom Fahrersitz betätigt die Federspeicher.

Kontrolle, Überwachung
Die rote Kontrollampe auf dem Armaturenbrett leuchtet auf und zeigt damit an, dass der Vorratsdruck der Nebenbetriebe (Vorbehälter) nicht ausreicht (weniger als 5.5 bar), um die Federspeicherzylinder vollständig zu lösen.

Fahren Sie daher nie, bevor die Lampe auslöscht!

Die Hinterachsbremsen würden dadurch Schaden nehmen durch Überhitzung.

Die Federspeicherzylinder gehen bei einem Druckluftverlust im Vorbehälter durch die Federkraft automatisch in Bremsstellung. Mit zwei verschiedenen Notlösevorrichtungen können die Federspeicher gelöst werden wenn dies mit dem Handbremsventil nicht mehr möglich ist.

1. Pneumatische Notlösung

Sollte aus irgendeinem Grund im Vorbehälter keine Druckluft für das normale Lösen der Federspeicher mehr vorhanden sein, so kann mit Hilfe des Notlöseventils, welches sich neben dem Fahrersitz befindet, Druckluft aus dem Hinterachsbremskreis bezogen werden. Zu diesem Zweck muss das Handbremsventil auf Fahrt (Handbremse gelöst) gestellt werden und anschliessend mit dem Daumen so lange auf das Notlöseventil gedrückt werden, bis bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel und laufendem Motor die Handbrems-Kontrollampe auslöscht.

Notlöseventil (Kräftig mit dem Daumen drücken)

Bei einem eventuell später erneuten Aufleuchten der Kontrollampe muss wieder etwas Luft nachgegeben werden.

Diese Methode ist angezeigt, um das Fahrzeug im Notfall verschieben zu können, schliesst aber eine Kontrolle der Federspeicheranlage nicht aus.

2. Mechanische Notlösung

Sollte aus irgendeinem Grund auf dem Fahrzeug überhaupt keine Druckluft vorhanden sein, so können die Federspeicher direkt mechanisch gelöst werden.

Achtung: Diese Methode bedarf besonderer Vorsicht. Sie ist nur für eine Verschiebung des Fahrzeugs im Notfall anzuwenden (benützen Sie dazu immer eine Abschleppstange).

Vorgehen beim Lösen:
(Bei Westinghouse Zylindern)
1. Das Fahrzeug vor dem Wegrollen mit Unterlegkeil sichern.
2. Bremszylinder Abschlussdeckel wegschrauben.
3. Schiebegriff Verlängerung und Steckschlüsselnuss 19 mm (Wagenwerkzeug Nr.15, 20 und 18 zusammenstecken und im Gegenuhrzeigersinn drehen, bis die Löseschraube entlastet ist. Sie wird dann ca. 42 mm vorstehen. Verwenden Sie notfails etwas Rostlösemittel für das Schraubengewinde. Lösen in Pfeilrichtung.
4. Achtung: Das Fahrzeug verfügt in diesem Zustand aber über keine Bremsmöglichkeit mehr!
5. Nach erfolgter Instandstellung kann der Federspeicherzylinder wieder in Funktion gesetzt werden, indem die Schraube im Uhrzeigersinn gedreht und wieder fest angezogen wird. Dazu kann als Erleichterung das Handbremsventil auf «Handbremse gelöst» gestellt werden, wenn vorgängig die Anlage wieder mit Druckluft gefüllt wurde. Es ist auch empfehlenswert das Gewinde der Schraube vor dem Einschrauben zu fetten.

Achtung: Lassen Sie einen defekten Federspeicher-Zylinlder nur von einem Fachmann reparieren. Ein unsachgemässes Zerlegen könnte durch die enorme Federkraft schwerwiegende Folgen verursachen.

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Motorbremse


Motorbremsventil
Die Motorbremse ist eine sogenannte verschleisslose Auspuffstaubremse und dient zum Verzögern des Fahrzeugs. Die Betätigung erfolgt mit dem pneumatischen Fussventil durch den linken Fuss des Fahrers.

Benützen Sie die Motorbremse häufig!

Sie schonen dadurch die Betriebsbremse und sparen gleichzeitig Brennstoff.

Beachten Sie jedoch besonders bei schlechten Bodenverhältnissen (Schnee, Glatteis etc.), dass beim Betätigen der Motorbremse die Antriebsräder blockieren können.
Folgen dadurch: Schleudern des Fahrzeugs, Ausknicken bei Sattelschleppern etc. Benützen Sie bei den erwähnten Verhältnissen mit Vorteil die Fussbremse anstelle der Motorbremse, welche besser dosierbar ist und die Bremskräfte gleichmässiger auf den Boden verteilt.

Die Motorbremse kann auch zusammen mit der hydraulischen, oder elektrischen Verzögerungsbremse eingeschaltet werden (wenn eine solche eingebaut ist).
Die Motorbremse dient auch zum Abstellen des Motors, da ein Druckluftzylinder beim Betätigen die Einspritzpumpe auf Nullförderung stellt.

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Auflieger Streckventil

(Auf Wunsch im Auflieger-Fahrzeurg eingebaut).
Wenn es die Strassen- oder Verkehrsverhältnisse erfordern, kann der Aufliegerzug «gestreckt» werden, indem das Ventil im Uhrzeigersinn betätigt wird und damit eine Teilbremsung der Aufliegerachsen allein einleitet. Eine Warnlampe auf dem Armaturenbrett zeigt das Einschalten der Streckbremse an.

Die Streckbremse soll nicht als Dauerbremse missbraucht werden, d.h. die Aufliegerbremsen würden sonst überhitzt.

Nach dem Ausschalten soll der Bedienungshebel des Ventils bis zum Anschlag Aus betätigt werden.

Auflieger leer / Lastventil

Nach jedem Auf- oder Abladen des Aufliegers muss das Ventil in die entsprechende Position gestellt werden. Fahren Sie mit dem Aufliegerzug nie weg, bevor das Ventil korrekt eingestellt wurde!

Positionen
  1. Auflieger leer
  2. Auflieger halb beladen
  3. Auflieger voll beladen
  4. Auflieger kann «von Hand» verschoben werden (bei abgesatteltem Fahrzeug)

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Nebenantrieb

Das Zuschalten und damit der Antrieb eines Nebenaggregates, wie z.B. die Hydraulikpumpe für das Kipperfahrzeug etc. erfolgt beim «normalen» (kupplungsabhängigem Nebenantrieb) mittels eines Druckluftzylinders, welcher eine Klauenkupplung betätigt. Ein- und Ausschalten erfolgt mit dem Drucklufthahn am Armaturenbrett.
Bei eingeschaltetem Nebenantrieb leuchtet die Kontrollampe im Kombiinstrument.

Bedienung
  1. Hinweis: Bei pneumatischer Schaltbetätigung der Nebenantriebe ist darauf zu achten, dass bei längerem Stillsetzen des Fahrzeuges (z.B. über Nacht) der Nebenantrieb ausgeschaltet werden muss. Da erfahrungsgemäss bei ruhendem Fahrzeug der Luftdruck in der Anlage abfällt, wird dadurch die Klauenkupplung über die im Schaltzylinder eingebaute Druckfeder ausgerückt. Sobald der Luftdruck nach Inbetriebsetzung des Motors wieder ansteigt, erfolgt auch wieder ein selbsttätiges Einrücken der Klauenkupplung. Dies hat bei laufendem Motor eine Beschädigung der Schaltverzahnung und dadurch einen vorzeitigen Ausfall des Nebenantriebes zur Folge.
  2. Ein- resp. Ausschalten beim ZF-16 S 130 und 4S-150 GP mit WSK 400:
    Fahrzeug anhalten, auskuppeln, Schalthebel in Leerlaufstellung bringen, einige Sek. warten, Schalthahn einschalten und anschliessend langsam einkuppeln. Jetzt dreht der Nebenantrieb in Abhängigkeit der Motordrehzahl je nach Ausführung und Typ schneller oder langsamer als der Motor. Beim Ausschalten auskuppeln und Schalthahn ausschalten
  3. Ein- resp. Ausschalten beim Allison Automat:
    Fahrzeug anhalten, Motor im Leerlauf drehen lassen. Schalthebel in eine beliebige Fahrstufe stellen (z.B. D) und Sclialthahn einschalten, Schalthebel in die Neutralposition (N) stellen, wodurch das Nebenaggregat zu drehen beginnt. Die Drehzahl des Nebenantriebes ist von der Motordrehzahl abhängig.
    Das Fahrzeug kann bei eingeschaltetem Nebenantrieb in jeder Fahrstufe gefahren werden. Zum Ausschalten Fahrzeug anhalten, Motor im Leerlauf drehen lassen und den Schalthahn ausschalten.
  4. Nebenantrieb bei Fuller Getriebe siehe unter Sonderausrüstung im Anhang.
  5. Bedienung des motorabhängigen Nebenantriebes ZF siehe unter Sonderausrüstung im Anhang.
Command Soupage de command


Les verrous


Le niveau


Basculer


Basculer


Travailler


Automat


Antrien


Automat


Pneupflege

Les ord






Msaafsdqasf


ycvyxcvyxcvyxcv



Radwechsel


asdfdfafdadfs sdfaf asd f asdf



Entrence


Entrence


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  1. Bremsflüssigkeitsbehälter für Kupplungsbetätigung (entfällt bei Allison-Getriebe)
  2. Frostschutzbehälter für Druckluftanlage
  3. Vorratsbehälter für Start Pilote Anlassbrennstoff
  4. Scheibenwascher-Pumpe
  5. Verschlusshebel für Kippkabine
  6. Start Pilote Nachfüllpatrone
  7. Scheibenwaschbehälter
  8. Öleinfüllstutzen und Ölmessstab
  9. Luftfilterindikator






Cons




Achtung:


Achtung:


Kontrolle


2. La longer


1. Kontr


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  1. Hauptbremszylinder (2. VA)
  2. Hauptbremszylinder (1. VA)

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Motorschmierung

Ölstandkontrolle täglich

La jau


La jau


La jau SASDs dsd sd df ad f g fg fg g sf g sg fsdfgdfsg gfgsf Pour adfads fa df ad f afa f a f a f a dfsdf dsf df adf


La jau


RobinetASDDS D ASD SAD SD DSDSD


aVANT


aVANT


aVANT


aVANT


Demontage

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Luftfilter

Mann SDs



Fig. A




dASDAsds
adasd
asd



Gas-Reservoir


Alimentations Pumpe


Filter


Filter


Injektion-Plan


Pour 45° ds


Serrage


D3KT-B/D4KT-B:


Drhen Motor


Kompressor


Brems


Brems


Brems


Brems

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ZF Schaltgetriebe 16 S 130

Ölwanne


Ölwanne


Ölwanne


Druckluft
Druckknopf


Ölwanne


Ölwanne


Ölwanne


Ölwanne


Ölwanne


Ölwanne


Ölwanne

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Luftkompressor


Luftkompressor


Regulator BOSCH


Alimenation Alimenation


Regulator BOSCH


Regulator BOSCH


Regulator BOSCH


Regulator BOSCH


Regulator BOSCH


Regulator BOSCH


Bremsreglung


Bremsreglung


Bremsreglung


Bremsreglung


Bremsreglung

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Wagenheber


Wagenheber


Wagenheber

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Ersatzrad



Vorderachsen Do Pon
-0.5 +0.5 -0.5 +0.5 -0.5 +0.5
Ersatzrad


Ersatzrad SDaslkad


Ersatzrad


Ersatzrad


Ersatzrad


Ersatzrad SDaslkad


Ersatzrad SDaslkad


Ersatzrad SDaslkad


Ersatzrad SDaslkad
SDaslkad


Vorbereitung


Vorbereitung


Ersatzrad SDaslkad
SDaslkad SDaslkad
SDaslkad SDaslkad


Vorbereitung


Vorbereitung


Vorbereitung


Vorbereitung


Vorbereitung


Vorbereitung


Vorbereitung


Service während der Sommerszeit

KOntroll


Service während der Winterzeit

KOntroll


Betriebskontrolle


Technische Pläne: Schemapläne
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