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UNSER WALD (18)




Die heimische Wildkatze
&
Die Hauskatze als Wilderer



Die Wildkatze
ist Tier des Jahres 1993

SCHUTZGEMEINSCHAFT DEUTSCHES WILD E.V.
(Organisation zur Erhaltung der freilebenden Tierwelt)

Als „Tier des Jahres 1993“ wurde von der SCHUTZGEMEINSCHAFT DEUTSCHES WILD die Wildkatze usgewählt.
Viele Gründe sprechen für diese Wahl:
Der wichtigste ist, dass diese Tierart, die zu Beginn des Jahrhunderts
am Rand der Ausrottung stand, auch heute noch selten ist.

Ein weiterer Grund ist die ökologische Bedeutung der Wildkatze,
die vorwiegend in Wäldern lebt und für dieses Ökosystem besondere Bedeutung hat.
Fachleute weisen daraufhin, daß in Verbindung mit anhaltendem Waldsterben und großen Windwürfen
auf den Kahlfl ächen vor allem Mäuse sich rapide vermehren und zu einem ernst zu nehmenden Problem werden.
Eine Wildkatze verzehrt wenigstens ein Dutzend der Nager pro Tag.
Mäuse stellen überhaupt die Grundnahrung dar.
Wenn ein Kuder die männliche Wildkatze gelegentlich einmal einen Hasen oder einen Vogel fängt,
handelt es sich vor allem um alte, kranke oder schwache Tiere, die ohnehin kaum noch eine Überlebenschance haben.

Es ist also falsch, wenn die Wildkatze bis in die jüngste Vergangenheit oft als
„gierige Räuberin“ dargestellt wurde, die Beutetiere bis zur Größe eines Rotwildkalbes reiße.
Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, daß der „silbergraue Herr der Berge“
in der Nahrung zu neun Zehnteln auf Mäuse und andere Kleinnager spezialisiert ist.

Die Katze mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Felis silvestris silvestris
ist ein Tier der Mittelgebirge und der unteren Lagen des Hochgebirges.
Sie meidet Gebiete mit geschlossener Schneedecke, weil sie dort kaum Aussichten hätte,
ihre hauptsächliche Beute, Kleinnager, zu erwischen.
Das scheue und deshalb nur erst selten in freier Wildbahn fotografierte Tier
mit dem buschigen geringelten Schwanz ist nicht nur ein Kind des Waldes, sondern auch der Sonne,
das in seinem Lebensraum südliche Flächen deutlich bevorzugt und Sonnenbäder liebt.
Gerne jagt die Wildkatze auf größeren Waldwiesen und in offenem Gelände.

1934 wurde die Wildkatze unter Schutz gestellt.
Sie ist unter „stark gefährdet“ in den Roten Listen der bedrohten Arten verzeichnet.
Neben der Beeinträchtigung des Lebensraumes stellt der Straßenverkehr die größte Gefahr dar.
Untersuchungen in Bayern ergaben, daß bei den zur Wiedereinbürgerung markierten tot aufgefundenen Tieren
zu 83,5 Prozent der Straßenverkehr die Todesursache war.
Der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erklärte,
es sei bedauerlich, daß so viele Wildkatzen dem Verkehr auf der Straße zum Opfer fielen
und auch möglicherweise aus Unkenntnis erlegt würden.

Die SCHUTZGEMEINSCHAFT DEUTSCHES WILD setzt sich besonders dafür ein,
daß bei den unumgänglichen Maßnahmen gegen wildernde oder verwilderte Hauskatzen stets darauf geachtet wird,
nicht versehentlich auf eine Wildkatze zu schießen.
Die Wahl der Wildkatze zum „Tier des Jahres“ sollte deshalb von noch unerfahrenen Jägern zum Anlaß genommen werden,
sich mehr noch als bisher mit dieser Tierart zu befassen.

Auf leisen Sohlen, vom Menschen kaum bemerkt, ist die Wildkatze in die deutschen Wälder zurückgekehrt mit Menschenhilfe.
So gibt es seit 1984 das Wildkatzen- Wiederansiedlungsprogramm, das der Bund Naturschutz in Bayern in Gang brachte.
Im Oktober dieses Jahres wurden noch mit der Hilfe des 1987 verstorbenen Prof.
Bernhard Grzimek begonnen Förderung die ersten 18 jungen Wildkatzen an drei Stellen des Freistaates ausgesiedelt.
In den darauffolgenden fünf Jahren wurden von der Wildkatzen- Zuchtstation Wiesenfelden in Bayern
103 Tiere aus verschiedenen Zoos und Wildgehegen Europas erworben und 70 von ihnen zur Zucht verwendet.
Bis Anfang 1993 waren insgesamt 220 Wildkatzen wiedereingebürgert.

Insgesamt leben heute in Deutschland noch zwischen 1000 und 2000 der „wilden Schönen“ aus ursprünglichen Beständen.
Es gibt sie im Harz und Hunsrück, in Nordhessen, der Eifel und im Westerwald.
Die Lücke Bayern wurde durch das geschilderte Wiedereinbürgerungsprogramm geschlossen.

Die Wiederansiedlungsaktionen sind von der SCHUTZGEMEINSCHAFT DEUTSCHES WILD
und auch von den Jägern als vorbildlich angesehen worden.
Vor allem deshalb, weil sie durch vorherige Aufklärung der Bevölkerung in der richtigen Weise vorbereitet werden.
Durch Diavorträge, Flugblätter und Fernsehsendungen sowie Beiträge in der Presse wird die Bevölkerung,
die in der Nähe der Wildkatzen lebt obwohl sie ihre neuen Nachbarn kaum jemals zu Gesicht bekommt,
von der Menschenscheu dieser Tierart und ihrer hohen Bedeutung für das Wald-Ökosystem überzeugt.

Noch längst nicht alles aus dem Leben der Wildkatze ist bekannt,
für die Zoologen ist noch manches mit Fragezeichen versehen.
So zum Beispiel die Nutzung des Lebensraumes und das Verhalten der Tiere bei
Beeinträchtigung des Biotops durch menschliche Eingriffe.
Deshalb gibt es seit wenigen Jahren
Telemetrie-Untersuchungen, bei denen mit Sendern versehene Wildkatzen Hinweise über das Revierverhalten liefern.
Diese Langzeitstudien zum Raumverhalten der sonst nur schwer zu beobachtenden Tiere sind noch im Gange
und werden bis zum Ende des 10-Jahre Wiedereinbürgerungsprogrammes fortgeführt.

Ein weiterer Gefahrenpunkt für die Wildkatze ist worauf die SCHUTZGEMEINSCHAFT ausdrücklich hinweist
die Zerstörung der genetischen Integrität durch Kreuzung mit den verschiedenen Rassen der Hauskatzen.
Denn wenn es wahrscheinlich die Forschung weiß das noch nicht genau auch nicht allzu oft geschieht,
so kommt es aber doch vor, daß zur Ranzzeit im Februar und März Hauskatzen den schaurigschönen Liebesgesängen
der Wildkatzen nicht widerstehen können und sich paaren.
Die Folgen sind Nachkommen mit den verschiedensten Farbvarianten, die Wildkatzen mehr oder weniger ähneln,
oft genug so sehr, daß ein solcher „Blendling‘ wie sie in der Fachsprache heißen
kaum von einer Wildkatze zu unterscheiden ist.

Über die Wildkatzen kann also nicht gesprochen werden, ohne dabei das Problem der Hauskatzen zu berücksichtigen.
Die SCHUTZGEMEINSCHAFT DEUTSCHES WILD hat diese Frage immer wieder zur Diskussion gestellt und betont,
daß die Rolle der streunenden, wildlebenden oder gar verwilderten Hauskatzen
in der Natur allzu oft unterschätzt wird.
Es gibt Untersuchungen von Biologen, die zumindest lokal oder regional einen Einblick erlauben,
welchen Schaden solche Katzen in der Natur anrichten können.
Einer der Zoologen fand heraus,
daß eine freilaufende Katze im Verlauf von 18 Monaten 62 Vögel unter ihren Beutetieren hatte
eine zwar auf den ersten Blick geringe Zahl, die aber doch erschrecken läßt,
wenn sie mit vielen Tausenden von Katzen hochgerechnet wird.
Denn in Deutschland gibt es über 6000 000 Hauskatzen, fünf von hundert Bürgern halten ein Katzentier,
in Österreich sind es gar 88 von 100.
Die Forschungsarbeit eines anderen Biologen ergab, daß jeder zweite der von einer Katze erbeutete Vogel
zu den geschützten Arten gehörte.
Aus England sind Untersuchungen bekannt geworden, wonach alljährlich nicht weniger als
rund 20 Millionen Gefiederte durch Hauskatzen getötet werden.

Um nicht mißverstanden zu werden:
Die SCHUTZGEMEINSCHAFT ist nicht gegen Katzen,
auch sie sind wie in einer Publikation gesagt „zauberhafte und bewundernswerte Geschöpfe“.
Ihnen wird aber nur gerecht, wer bedenkt, daß auch die mit dem Menschen zusammenlebende Hauskatze ein Jäger ist,
mag sie auch noch so gut gefüttert werden.
Das ändert an ihrer Veranlagung gar nichts sie geht auf Jagd, sobald sie die Gelegenheit dazu findet.
Mag der warme Platz nahe der Heizung und leckeres Futter ihr noch so sehr zusagen,
sie wird stets ihrem natürlichen Trieb folgen und wenn unbeaufsichtigt in einen Garten,
Park oder gar den Wald verschwinden.
Die Hauskatze ist keinem Selektionsdruck ausgesetzt sie ist eine Privilegierte.
Sie kann eine ungewöhnlich hohe Siedlungsdichte haben, und dies wiederum führt zu starken,
oft schlimmen und manchesmal sogar katastrophalen Eingriffen in die Beutetier-Populationen.
Omithologen haben immer wieder feststellen müssen, daß lokal beispielsweise in einer Gartenanlage die Vogelwelt
bis auf wenige Arten zurückging, weil freilaufende Katzen Bestände dezimierten oder gar auslöschten.
Das kann nicht geduldet werden, weil unbestritten ist, welch ökologischen Wert eine artenreiche Tierwelt hat.
In Wald und Flur ist es nicht anders. Artenvielfalt ist geboten und unter dem Aspekt eines
modernen Umwelt und Naturschutzes lebensnotwendig:
für die Natur und letztlich auch den Menschen.
Und deshalb setzt die SCHUTZGEMEINSCHAFT DEUTSCHES WILD sich für eine
vernünftige und verantwortungsvolle Haltung der Hauskatze ein.
Deshalb plädiert sie an alle Katzenfreunde nicht nur im Interesse der freilebenden Tierwelt,
sondern auch ihrer eigenen Tiere dafür Sorge zu tragen, daß ihre Lieblinge nicht streunen und nicht zum Schrecken im Wald,
auf den Feldern, in Parks und im Garten werden, ganz besonders in der Brutzeit der Vögel.
Leichtfertigkeit kann die Folge haben, daß die Katze,
die es im Gegensatz zu ihrem Besitzer nicht besser weiß, erschossen wird.
Gedanken an die Wildkatze, das „Tier des Jahres 1993“, sollten für jeden,
der ein Herz für die Natur und ihre Lebewesen hat, zugleich auch Überlegungen auslösen,
die der Rolle des Haustieres Katze gelten:
Beide brauchen Schutz in einem wohlverstandenen Sinne.

--------------------------------------Quelle: www.sdwi.de-----------------------Werner Koep
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Mein Nachbar - ein Wilderer auf Samtpfoten
Zitat:
Die Katzen im ländlichen Raum der USA, töten Jährlich über eine Billion Kleinsäuger und etwa 1,56 Milliarden Vögel.

Es darf Hauskatzen nicht mehr erlaubt werden, frei umherzustreifen,
Quelle: www.vogelkunde-untermain.de
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Gut gefütterte Hauskatzen dezimieren Millionen Singvögel, Junghasen und Rebhühner
Zitat:
„Nicht die Katzen, deren Halter sind das Problem.

Die englischen Wissenschaftler seien zu dem Schluss gekommen, dass Katzen landesweit mindestens
20 Millionen Vögel töteten und einen bedeutenden Einfluss auf die Artenvielfalt haben könnten.

„Ökologisch gesehen, ist es heutzutage fast immer geradezu ein Verbrechen, eine Hauskatze hinauszulassen,
damit sie Vögel und andere freilebende Tiere tötet“,

„Es hat jedoch absolut nichts mit Tierliebe zu tun, wenn Tierhalter tatenlos zusehen,
wie ihre vierbeinigen Lieblinge ein Massaker unter Singvögeln und Jungwild anrichten.“
www.ljv-hessen.de
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Hauskatzen im Garten
Zitat:
Fleißig schaffen die Altvögel Schnabel um Schnabel voll Futter heran und die vier kleinen Amseln recken bei jeder kleinsten Erschütterung des Nestes gierig bettelnd ihre Hälse. Sie sind auf das Fühlen als Zeichen für die soeben auf dem Nest gelandeten Eltern angewiesen, da ihre Augen noch geschlossen sind. Ihrem Schicksal ergeben, liegen sie aneinander gekuschelt in der trügerischen Sicherheit ihres Nestes und ahnen nichts von der nahenden Gefahr, die auf Samtpfoten durchs Unterholz streift. Einmal schnuppern, und schon hat die Katze die Kinderstube der Amseln ausgemacht. Selbst wenn die Jungvögel sie nun sehen könnten, eine Flucht wäre für die nicht befiederten Küken unmöglich, und verteidigen könnten sie sich ebenfalls nicht. Innerhalb weniger Sekunden sind alle vier Amselküken nicht mehr am Leben, noch bevor sie mit eigenen Augen das Licht der Welt erblicken konnten. Die Katze hat zwei von ihnen nur tot gebissen, die anderen beiden hat sie gefressen. Wirklich hungrig war sie nicht, weil sie von ihrem Besitzer am Morgen bereits gefüttert worden war. Während die beiden Altvögel aufgeregt rufend um ihre toten Küken flattern, durchstreift die Katze längst schon den Nachbargarten - auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, mit der sie ihrem Jagdtrieb nachgeben kann. So oder sehr ähnlich spielt es sich Jahr für Jahr in zahllosen deutschen Gärten oder anderenorts in der heimischen Natur ab. Die schleichenden Jäger sind natürlich nicht immer nur Katzen, denn auch andere Säugetiere machen Jagd auf Vögel. Aber die Katzen gehören ohne Zweifel zu den Tieren, die nicht nur Jungvögeln gefährlich werden. Vor allem die Jungtiere von Vögeln, die in Hecken oder auf dem Boden brüten, werden von Katzen und anderen Fressfeinden erbeutet. Aber auch viele Jungtiere in Bäumen brütender Vogelarten erreichen das Erwachsenenalter nicht, weil ihr Nest beispielsweise von einer Hauskatze kletternd erreicht werden konnte. Oder sie sitzen während der Ästlingszeit auf dem Boden, warten auf die nächste Fütterung durch ihre Eltern und geraten ins Visier einer Katze auf Freigang. Katzenhalter und -freunde mögen nun genervt aufstöhnen und sagen, dass ein Großteil der Jung- und Altvögel von anderen Jägern erbeutet wird, was schließlich allgemein bekannt ist. Dem ist jedoch bedauerlicherweise nicht so. Ein großer Teil der Verluste in der heimischen Vogelwelt dürfte auf das Konto streunender, freilaufender sowie verwilderter Hauskatzen gehen, da sie zahlenmäßig die stärkste Gruppe innerhalb der Gemeinschaft der Jäger darstellen. Warum ist das so? Und warum wollen die meisten Katzenhalter davon nichts wissen? Ganz einfach: Weil ein Großteil der Besitzer einer Hauskatze nicht einmal ahnt, was der vermeintlich sanfte Stubentiger draußen in freier Natur alles anstellt. Erst seit wenigen Jahren wird von der Wissenschaft erforscht, welche Verhaltensweisen Hauskatzen zum Beispiel nachts während eines Freigangs zeigen. Bedauerlicherweise haben sich die Ergebnisse dieser Studien noch nicht ausreichend unter Katzenhaltern herumgesprochen, um alarmierend zu wirken. Echte Tierliebe seitens der Katzenhalter sollte sich im Idealfall nicht nur auf den eigenen Stubentiger beschränken, sondern darüber hinaus die heimische Vogelwelt mit einbeziehen. Zwar steht diese einem Tierhalter in aller Regel bei weitem nicht so nah wie die eigene Katze. Dennoch ist es durchaus egoistisch, die Bedürfnisse des geliebten Haustiers über das Leben von Wildvögeln zu stellen. Der Nutzen für eine einzelne Katze steht in keinem Verhältnis zum Schaden an der Vogelwelt, wenn man das Problem ganz nüchtern betrachtet und Leben gegen Leben aufwiegt.
www.wildvogelhilfe.org
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Hauskatzen als Wirt vom Fuchsbandwurm
Der unsichtbare Fuchsbandwurm
Zitat:
Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der nicht nur den Fuchs befällt.
Oft sind jagende Hauskatzen, seltener Hund und Mensch betroffen.
Der Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms spielt sich hauptsächlich in einem Kreislauf unter Wildtieren ab.
Der Fuchs als Endwirt trägt den geschlechtsreifen Wurm in sich und scheidet Bandwurmeier aus.
Mäuse und andere kleine Nagetiere nehmen die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf,
so werden sie zu infizierten Zwischenwirten.
In ihren Organen entwickelt sich die Bandwurmfinne – die Larve des Bandwurms.
Die Kleinnager nun werden vom Fuchs als Hauptbeutetiere gefressen. Hier schließt sich der Kreis:
die Bandwurmfinne gelangt in den Endwirt, in dessen Darm sie sich zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt.

Da auch Hunde und Katzen infizierte Mäuse fressen werden sie ebenfalls zu Endwirten,
in deren Dünndarm der Fuchsbandwurm lebt.
Doch das merkt man als Tierbesitzer erst, wenn Darmentzündung, Durchfall, Abmagerung oder stumpfes Fell auftreten.
Gefährlich sind die Ausscheidungen von Hund und Katze,
denn durch Lecken gelangen die mikroskopisch kleinen Eier ins Fell –
beim Streicheln dann an die Hand des Menschen und von dort schließlich in den Mund –
wenn man sich nicht die Hände wäscht.
Im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms ist der Mensch ein Fehlzwischenwirt,
weil er die Infektion nicht an einen Endwirt weitergeben kann.
In seinen Organen findet aber - wie bei echten Zwischenwirten - eine Larvenentwicklung statt.
Vornehmlich Leber und Lunge werden befallen.
Die Larven wachsen sehr langsam und zerstören wie ein Tumor das Organ,
die Inkubationszeit beträgt fünf bis 15 Jahre.
Für den Mensch ist die Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich, eine Heilung ist kaum möglich.
Wie viele Menschen tatsächlich infiziert sind, kann man wegen der langen Inkubationszeit nur schätzen:
das Bayerische Landesamt für Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik gibt an,
dass für Mitteleuropa mit 0,02 bis 1,2 Fällen pro 100 000 Einwohner gerechnet wird.
www.gesundheit.de
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Persönliche Anmerkung:
Da Katzen und nicht Hunde überwiegend Mäuse töten und fressen, dann noch alleine in der Natur unterwegs sind,
besteht eine viel größere Gefahr bei der Hauskatze am Fuchbandwurm zu erkranken, als beim Hund.
Selbst im Vergleich zum Fuchs, ist die Gefahr bei ihr daher viel größer,
da der Mensch mit diesen Tieren schmust
und eine infizierte Beere im Wald zu erwichen, dürfte viel seltener der Fall sein.





Der Einfluss der Katzen auf die Vogelwelt
Zitat:
Außerdem zeigte diese Studie, dass einige besonders geschickt jagende Hauskatzen
über 1.000 Tiere pro Jahr in der Natur erbeuteten

Katzen beeinflussen durch ihr Jagdverhalten das ökologische Gleichgewicht der heimischen Natur.
Die Katzen dafür zur Verantwortung zu ziehen, wäre unsinnig, denn es sind die Halter, die hierfür verantwortlich sind,
denn sie haben sich ihre Tiere ins Haus geholt und gewähren ihnen Freigang.

Hierzulande gelten sie als Besitz des Eigentümers, der sich einerseits gewissenhaft um sie zu kümmern hat.
Andererseits ist er jedoch sogar dann für ihr Tun verantwortlich, wenn sie unbeaufsichtigt sind.
Dies gilt im Falle der Hauskatzen demnach auch für einen Aufenthalt in der Wildnis.
Quelle: www.wildvogelhilfe.org
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Katzen und Singvögel
Zitat:
Streunende Katzen können zum Verschwinden angeschlagener Populationen von Bodenbrütern führen,
Quelle: www.nabu.de
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Zwei Millionen verwilderte Katzen
Zitat:
Diese ernähren sich von circa einer Million Kaninchen und Hasen und etwa sechs Millionen Singvögeln.
Quelle: www.wildundhund.de
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Warum Katzen nicht in die Natur gehören
Zitat:
Selbst in Ägypten, Sudan, Äthiopien usw. wo die Vorfahren dieser Tiere herstammen,
passen sie nicht mehr in das Ökosystem.

Oder ist es etwa fair, dass, nur weil Menschen ihre Katzen mögen,
diese gutgefütterten Haustiere unnütz Tiere in Millionen Anzahl pro Jahr umbringen?

Auch tragen speziell Katzen, die nicht in der Stadt oder Stadtumgebung gehalten werden,
zur Gefährdung einheimischer Karnivoren bei.
Quelle: www.wildvogelhilfe.org
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Tierkunde: Blutrünstige Miezen
Zitat:
Und selbst Lurche, Eidechsen und größere Tiere wie Kaninchen, Eichhörnchen, Wiesel und Hermeline wurden erlegt.

Für die selteneren unter den Beutetieren bedeutet die Bejagung durch Hauskatzen
eine nicht zu unterschätzende Gefährdung des Artbestandes.
Quelle: www.geo.de
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Von Wildkatzen in der Eifel
Zitat:
Die genetischen Untersuchungen ergaben allerdings,
das es vereinzelt zu Kreuzungen zwischen Haus und Wildkatze kommen kann.
Das Ausmaß und die Konsequenzen für die Wildkatzenpopulation müssen weiter untersucht werden.
Quelle: www.biostationeuskirchen.de
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Beuteverhalten der Hauskatze (Studie)
Zitat:
Insgesamt wurden 1090 Beutestücke registriert, im Durchschnitt 14 pro Katze und Jahr.
535 waren Säugetiere, 297 Vögel und 258 nicht identifizierte Tiere.

17% Feld-Wühlmäuse, 7% Rötelmäuse, 14% Erdmäuse, 12% Waldspitzmäuse, 4% Zwergspitzmäuse,
3% Kaninchen, 8% andere Säuger, 16% Haussperlinge, 4% Singdrosseln, 3% Amseln, 3% Rotkehlchen,
10% andere Vögel , insgesamt 15 Säuger- und 22 Vogelarten.
Quelle: www.tierundnatur.de
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Der kleine Eifeltiger
Zitat:
Die derzeitige Bestandszunahme der Wildkatze ist erfreulich, bedingt aber potenziell auch eine
Erhöhung der Kontaktrate zwischen Wildkatze und Hauskatze und damit die Zunahme der Gefahr von Kreuzungen
und der Übertragung von Virusinfektionen von der Hauskatze auf die Wildkatzenpopulation.
Quelle: www.nabu.de
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Vogelmörder oder Kammerjäger ?
Katzen als Beutegreifer

Zitat:
Fest steht jedoch, dass die Hauskatzen in extrem hoher Dichte vorkommen (ca. 40 Tiere pro km²).
Kein einheimischer Beutegreifer erreicht nur annähernd diese Dichte.

Die Hauskatze gehört nicht zu den natürlichen Beutegreifern, was bedeutet,
dass sie sich im Lauf der Evolution nicht zusammen mit ihren Beutetieren entwickelt hat
und diese sich daher auch nicht an die Hauskatze anpassen konnten,
indem sie wirkungsvolle „Anti-Katzen-Strategien“ entwickelt haben.

Es ist aber zu vermuten, dass Bodenbrüter, Gebüschbrüter oder gar Reptilien wie die Eidechsen oder Blindschleichen
wesentlich stärker betroffen sind, als der in der Höhe und in Halbhöhlen brütende Hausrotschwanz.
Die KARCH (Koordinationsstelle für Amphibien und Reptilienschutz der Schweiz) nimmt jedenfalls an,
dass sich Populationen von Eidechsen oder Blindschleichen tatsächlich
bei hoher Katzendichte nicht mehr halten können und lokal aussterben.
Quelle: www.katzenmagazin.ch
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Hauskatzen sind für das Aussterben von 33 Vogelarten seit dem 17. Jh. verantwortlich
Studie !
Quelle: www.abcbirds.org
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Allgemeine Info

Mit einem Bestand von ca. 7,6 Millionen Hauskatzen, ist das für unsere Natur, eine extreme Gefahr.
Auch wenn das längst nicht alle Freigänger sind.
Viele freilaufende Katzen sind nicht Sterilisiert/Kastriert.
Diese Art von Zucht oder eher Vermehrung ist ebenfalls verantwortungslos von diesen Haltern.
Über die Hälfte dieser Tiere laufen auf Tage/Wochen unbeaufsichtigt in unserer Natur herum.
Sie fressen/töten mehr Singvögel, geschützte Amphibien & Reptilien,
als alle heimischen Beutegreifer in Siedlungsnähe zusammen.
Das liegt daran, das die Katze auch noch Beute macht, wenn sie längst satt ist.
Muß es erst soweit kommen wie in Australien ?
Verwilderte Hauskatzen machen dort oftmals sogar Jagd auf Koalababys.
Verwilderte Hauskatzen haben sich ähnlich wie in anderen Ländern negativ
auf die dortige einheimische Vogel und Nagetierpopulationen ausgewirkt.
Wie das Institut für Haustierkunde der Universität Kiel ermittelt hat,
machen die Singvögel immerhin gut zwanzig Prozent der Jagdopfer bei Katzen aus.
Auch stellen Hauskatzen eine Gefahr für die echte heimische Wildkatze dar.
Wenn es zu Paarungen kommt, löcht man diese reine Art aus und es enstehen Bastarde.
Unsere Hauskatze stammt nämlich nicht unmittelbar von der Wildkatze ab,
sondern von der Nubischen Falbkatze (Felis sylvestris lybica).
Eine einzige Katze tötet bis zu 1000 Wildtieren pro Jahr.
Es kommt darauf an wo sie lebt, wie oft sie im Freien ist, wieviele und welche Tierarten dort leben.



Ist das noch vertretbar ?

Schätzungsweise fallen 27 Millionen Vögel, 50 Millionen Säugetiere
und zig Millionen Amphibien und Reptilien in Deutschland Katzen zum Opfer.
Das versuchen viele Katzenfreunde noch zu rechtfertigen !



Hochrechnung der Beute in der Schweiz:

Aufgrund der Tiere, welche die Katzen in Finstersee mit nach Hause bringen,
rechnet «Einstein» eine grobe Schätzung der Beutetiere aller Schweizer Hauskatzen hoch:
Seit Beginn der Sammlung Anfang Mai 2007 wurden in der ganzen Schweiz hochgerechnet diese
Anzahl Mäuse,Vögel, Eidechsen und Frösche sowie Schmetterlinge und Libellen gefangen.
Quelle: www.sf.tv
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All diese Tiere starben in nur 7 Wochen !
(Anfang Mai - 18.6.'07)





Hier 2 Beispiele mit welchen
Einstellungen & Folgen Katzen gehalten werden !


Auszug aus dem Forum:
"die katze reißt...ich muss es leider so schreiben...wirklich alles was sich in der nähe unseres gartens aufhält
....ich finde jeden morgen halb aufgefressene tiere bei uns im garten....
und es sind keine kleinen tiere...es sind eichhörnchen, große vögel, mäuse sowieso und sogar große kaninchen.....
seit meine katze ihr unwesen hier treibt....haben wir keine tiere mehr bei uns in der nähe...
keine süßen kaninchen, keine eichörnchen die immer bei uns im garten gespielt haben ..sie sind alle tod!"

"Mäuse und Vögel gefangen, die sie dann aber auf brutalste Art in unserer Wohnung zu Tode gequält hat."

"Die Katze von meinen Eltern hat auch jeden Tag zick Mäuse, Ratten, Kaninchen,
Vögel usw. mit nach Hause gebracht war nicht gerade so schön"
Quelle: www.forum.dhd24.com.de
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Auszug aus dem Forum:
"Wie wär´s, wenn die Katzenhalter ihre Katzen zumindest in der Brutzeit mal im Haus halten???"

"Mein Kater ist auch Freigänger und seit ca. 2 Wochen hat er die dumme Angewohnheit,
Nester/Gelege von Vögeln zu plündern."

"Das arme Tier hat durch die Bissverletzung schon viel Blut verloren, war noch extrem jung,
noch blind und nackt und lebte auch noch, hatte aber keine Überlebenschance mehr."

"Hallo, ich finde es geradezu borniert, den Schaden an Wildtieren, verursacht durch eine freilaufende Hauskatze,
als "natürlichen Lauf der Dinge" abzuschreiben."
Quelle: www.forum.dhd24.com
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Neue Gesetze müßten her !

Ich würde mir ein Gesetz wünschen, das alle Katzen im Ohr tätowiert und registriert sein müßten.
Wird eine solche Katze frei herumlaufen gesehen, müßte der Besitzer hoch bestraft werden.
Auch der Besitz einer nicht tätowierten Katze müßte illegal sein und ebenfalls hoch bestraft werden.
Jede zu behandelnde Katze beim Tierarzt, müßte auf diese Tätowierung kontrolliert werden.
Alle Stromer die gefangen werden, sollten ins Tierheim und auch sofort tätowiert werden.
Eine Zwangs- Kastration/Sterilisation wäre ebenfalls notwendig !
Nur angemeldeten/registrierten Züchtern sollte die Zucht erlaubt sein.
Um das Ganze zu finanzieren, könnte der Staat eine Katzensteuer einführen.
Die Hundesteuer ist ja nicht mal zweckgebunden und muß gezahlt werden.
Eine Katzensteuer würde das Einfangen, Betäuben und Registrieren helfen zu finanzieren.
Auch würde sich dann vielleicht nicht jeder einfach so mal eine Katze anschaffen.
Was soll der ganze heimische Artenschutz, wenn man eines der größten Probleme das ihn bedroht nicht angeht ?




Hauskatzenopfer

Auf der Linken Seite finden Sie unter "The Kills" eine Tabelle mit Daten.
Klicken Sie diese Bitte der Reihe nach an !
Klick !
Quelle: www.whatjeffkilled.com





Schlusswort

Finden Sie das alles in Ordnung ?
Sie als Freigänger-Halter sind für den Tod all dieser Tiere mitverantwortlich und können es ändern.
Retten Sie hunderten Tieren im Jahr das Leben !
Schenken Sie täglich den verschiedensten Tieren das Leben, indem Sie Ihre Katze unter Aufsicht halten.
Ich habe NICHTS gegen Katzen !
Nur sollten sie rücksichtsvoll und unter Aufsicht gehalten werden.
Teure reinrassige Katzen werden doch auch unter Aufsicht gehalten ?
Diesen teuren Tieren geht es sicherlich nicht schlecht und schaden der Natur nicht.
Sie werden als Hauskatze gehalten, wie es sein sollte.
Schade ist allerdings:
Das oft der Preis die Ursache ist und nicht die Angst das die heimischen Tiere darunter leiden würden.
Katzen auf Kosten der Natur zu halten, finde ich einfach nicht in Ordnung.
Das es bei Katzen nicht möglich sei, mit Leine gassi zu Gehen ist unwahr.
Nur muß man es von klein auf mit ihr machen/üben.
Wenn man einem Hundewelpen nie ein Halsband anzieht und z.B. immer frei auf einer Farm herumlaufen läßt,
wird er es auch nicht dulden, wenn man auf einmal versucht ihn an einer Leine gehen zu lassen.



Das wenigste was sie tun können ist:

Statten Sie Ihr Tier mit Halsband und Glöckchen aus !
Lassen Sie Ihr Tier wenigstens von März bis Oktober im Haus,
oder lassen Sie sie in dieser Zeit nur unter Aufsicht hinaus !
Reptilien gehen dann in Winterruhe und der gesamte Nachwuchs ist aus den Nestern.
Lassen Sie ihr Tier kastrieren/sterilisieren !



Seien Sie ein Tierfreund und nicht nur ein Katzenfreund !

Nach dem Anklicken des Films, erscheint rechts unten eine Uhr.
Sehen Sie ab der 13ten Minute, was diesen Haustieren geschieht.
Bin gespannt ob Sie dann bis zur 20ten Minute durchhalten.
So geht es streunenden Tieren und denen die von diesen gezeugt werden, zu Millionen !
Dann kommen auch noch die heimischen Tiere hinzu, die wiederum unter den Katzen selbst leiden.
Wenn Sie den unbeaufsichtigten Freigang ihrer Tiere für gut heißen können,
dann können Sie sich ja auch den ganzen Film anschauen.


Achtung !
Nichts für schwache Nerven.





zu: Der Wolf wieder in Deutschland
Zu: "Der Wolf wieder in Deutschland"


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