KLEINE CHIANTIKUNDE

In mehr als hundert Gemeinden der Toskana wird Chianti erzeugt und Jahr für Jahr werden etwa 140 Millionen Flaschen des Rebensaftes der Region abgefüllt. Wird ein Wein lediglich als Chianti bezeichnet, kann er aus Trauben gekeltert sein, die irgendwo aus der Toskana kommen. Ist das Wort Chianti mit einem Zusatz versehen, zum Beispiel Chianti Rufina, so stammt dieser Wein aus einer von sieben als besonders gut eingeschätzten, gesetzlich umgrenzten Anbauzone. Weist ihn das Etikett gar als Chianti Classico  aus, so reifte dieser Wein im eigentlichen Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena.


Chianti Classico, einer der besten Weine Italiens, ist ein DOCG -Wein (denominazione di origine controllata e garantita), was bedeutet, dass der Wein strengen staatlichen Kontrollen unterliegt, die sich auf die Rebsorte, die geographische Herkunft, den Erzeuger und die Qualität beziehen. Erkennungsmerkmal ist das Echtheitssiegel am Flaschenhals mit dem schwarzen Hahn (gallo nero), im Unterschied zu den Weinen anderer Chianti Regionen, die die  goldene Putte ziert. Der Namenszusatz „Superiore" steht für konzentrierteren Wein mit erhöhtem Alkoholgehalt. Der Begriff „Riserva"  deutet auf bessere Qualität hin. Der traditionelle Chianti wird generell aus Sangiovese-Trauben gekeltert, denen man gewöhnlich Canaiolo, Trebbiano oder auch andere Rebsorten zusetzt. Das genaue Mengenverhältnis der einzelnen Sorten ist von der Art des jeweiligen Weines abhängig.


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