Folkloregruppe Sbyranka aus Lemberg/Ukraine

Wir grüßen alle Internet-Nutzer, die unsere Seite gefunden haben und wünschen viel Freude beim Besuch unserer Konzerte und auch ansonsten alles Gute.


Neuigkeiten:

Für die Tournee im Dezember 2006 / Januar 2007 hat uns die "Osteuropakulturgesellschaft Bayreuth und Umgebung e.V." eingeladen.
Beim Osterfestival 2007 sind wir in Bayreuth und der Oberpfalz.

Mitglieder:

Winter 2006 / 2007:

Serhij Hurin, Gitarre
Leiter des Ensembles und Arrangeur der Stücke, Dozent für Gitarre an der Musikfachschule Lwiw (Lemberg).

Boschena Kortschynska , Sopilka (Hirtenflöte)
Weltbeste Sopilkaspielerin und mehrfache internationale Preisträgerin, Solistin an der Nationalen Musikakademie.

Irina Makowetzka , Gesang (Sopran)

Iwanna Klyuba, Gesang (Sopran) und Bandura (Armharfe)

Viktor Yantschak, Bajan (Knopfakkordeon)
Absolvent der Lwiwer Musikakademie und mehrfacher Preisträger internationaler Akkordeon-Festivals. Zahlreiche Solokonzerte in Osteuropa.


Sommer 2005 und 2006:

Serhij Hurin, Gitarre
Leiter des Ensembles und Arrangeur der Stücke, Dozent für Gitarre an der Musikfachschule Lwiw (Lemberg).

Boschena Kortschynska , Sopilka (Hirtenflöte)
Weltbeste Sopilkaspielerin und mehrfache internationale Preisträgerin, Solistin an der Nationalen Musikakademie.

Ihor Lomaha, Zymbal, Querflöte, Piano
Internationaler Preisträger und Solist des Kammerorchesters "Leopolis", Mitarrangeur zahlreicher Stücke.

Marian Lomaha, Violine
Preisträger des Internationalen Wettbewerbs junger Künstler in Ragusa (Sizilien). 16jähriger Konzertmeister.

Iwanna Klyuba, Gesang (Sopran) und Bandura (Armharfe)

Mykhaylo Babenko, Kontrabaß

Viktor Yantschak, Bajan (Knopfakkordeon)
Absolvent der Lwiwer Musikakademie und mehrfacher Preisträger internationaler Akkordeon-Festivals. Zahlreiche Solokonzerte in Osteuropa.

Andry Kushlyk, Klarinette
Absolvent der Musikhochschule im Lemberg. Konzertreisen in Frankreich, Spanien, Belgien und Deutschland. Preisträger beim Klarinetten-Wettbewerb in Rivne.


Auftritte:

Frühjahr 2007:

Montag, 2.4.2007, 20.00 Uhr, Pleystein, Festsaal Haus Regina
Dienstag, 3.4.2007, 19.00 Uhr, Wernberg, Burg
Samstag, 7.4.2007, 13.00 Uhr, Bayreuth, Rotmaincenter
Sonntag, 8.4.2007, 11.00 Uhr, Bayreuth-Oberkonnersreuth, "Zur Sudpfanne"
Montag, 9.4.2007, 11.00 Uhr, Bayreuth-Oberkonnersreuth, "Zur Sudpfanne"
Montag, 9.4.2007, 21.00 Uhr, Bayreuth, "Herzogkeller"

Winter 2006/2007:

Samstag, 23.12.2006, 19.00 Uhr, Bayreuth, Oxanas Kunstcafé in der Hofgartenpassage, Richard-Wagner-Str. 22a
Der Eintritt von 20,00 Euro, in dem ein Buffet u.a. mit Spanferkel und Hähnchenkeulen enthalten ist, kommt in voller Höhe der Osteuropakulturgesellschaft Bayreuth und Umgebung e.V. zu Gute, die sich zum Ziel gesetzt hat, durch Konzerte, Kunstausstellungen und Kurse für Kinder und Erwachsene den Menschen in Bayreuth und Umgebung die Kunst und Kultur Osteuropas näherzubringen.

Mittwoch, 27.12.2006, 20.00 Uhr, Warmensteinach, Freizeithaus

Weitere Termine können der örtlichen Presse entnommen werden.

Auftritswünsche (öffentlich und privat) bitte an

sbyranka@yahoo.de

Presse-Kritik:

Der Neue Tag, Weiden/Oberpfalz, 05.04.2007

Reizvolle und aufwändige Arrangements

Ensemble "Sbyranka" begeistert rund 300 Zuhörer mit osteuropäischem Temperament und Liebe zur Musik

Pleystein. (tu)

Aus den Karpaten, dem waldreichen Gebirge im südöstlichen Mitteleuropa, wo Slowaken, Ukrainer, Rumänen und Magyaren beheimatet sind, kamen am Montag musikalische Grüße nach Pleystein. Für eineinhalb Stunden dominierte im Hotel "Regina" Salonmusik aus dieser Vielvölkerregion. Rund 300 Besucher genossen klassische und folkloristische Melodien in verschiedenen Facetten.

Das Salonensemble "Sbyranka" der Internationalen Jungen Orchesterakademie wurde seinem Namen, der übersetzt "Sammeln" bedeutet, vollauf gerecht.

Die Formation bot Werke aus der Ukraine, Moldavien und Rumänien trotz ihrer musikalischen Andersartigkeit meisterlich dar. Das große Können der Akteure zeigte sich besonders beim Einsatz der originär-ukrainischen Nationalinstrumente wie Sopilka, Geige und Zimbel.

Osteuropäisches Temperament, gepaart mit viel Liebe zur Musik, und die Beherrschung der Instrumente ließen bei teilweise unglaublich schnellen Läufen den Funken zu einem Feuerwerk der Begeisterung bei den Zuhörern werden. Reizvoll, ideenreich und aufwändig stellten sich die Arrangements dar.

Die sieben Instrumentalisten und die Sängerin aus der Ukraine servierten in bunter Landestracht begeisterten die Zuhörer mit wohldosierten und rasanten Tempowechseln. Im Repertoire waren europäische Klassik, Traditionsmusik aus den Karpaten, ukrainische Folklore und eigene Kompositionen. Mit einer traditionellen Polka aus ihrer Heimat starteten Ivanna Klyuba mit ihrem raumfüllenden Mezzosopran und das Ensemble die klangvolle Ouvertüre.

Schon hier kam neben dem klassischen Instrumentarium von Violine (Maryan Lomaha), Querflöte (Ihor Lomaha), Klarinette (Ruslan Pavlenko) und Kontrabass (Mykhaylo Babenko) die Gitarre von Serhiy Hurin, die Sopilka, die einer Blockflöte ähnelt, von Bozhena Korchynska-Lomaha und das Knopfakkordeon von Viktor Yanchak voll zum Tragen.

Ihor Lomaha brachte die Saiten der Zimbel zum Klingen und Maryan Lomaha brillierte mit der Violine, während Mykhaylo Babenko am Kontrabass für die Untermalung sorgte. Auch die anderen Instrumentalisten zeigten sich als Meisterspieler. Zu den stürmisch geforderten Zugaben gehörte unter anderem Countrymusik.

"Unser zum sechsten Mal veranstaltetes Pleysteiner Osterfestival hat wieder voll eingeschlagen und noch mehr Musikfreunde angezogen", freute sich Tourostikvereins-Vorsitzender Josef Gillitzer.

Nach der Bescherung der Ensemblemitglieder durch Gerda Gillitzer mit Geschenken dankte tosender Applaus für das großartige Konzert. Bürgermeister Johann Walbrunn spendierte den Musikern eine Runde Wodka.



"Brettener Woche", Juni 2003

Musik kennt keine Grenzen:

Klangzauber aus der Ukraine

Bretten. Die Volkshochschule Bretten hatte in ihrer Reihe "Kultur im Rathaus" das Lemberger Ensemble "Sbyranka" zu einen Konzert der besonderen Art eingeladen: Kirchliche Musik, Europäische Klassik, und Ukrainische Folklore sollten die Zuhörer begeistern. Mit standing ovations erbaten die Besucher zwei Zugaben von den ob ihrer Beherrschung der Instrumente und ihrer Musikalität brillierenden Musikern.

Eröffnet wurde der klassische Teil mit Händels "Arrival Of The Queen Of Sheeba", wobei die Virtuosität der acht Musiker sofort deutlich wurde. Herausragend dabei war der Flötenpart, vorgetragen von Boshena Kortschyns-jka (Sopilka) und ihrem Ehemann Ihor Lomaha (Querflöte) in atemberaubender musikalischer Ausdruckskraft. Der erst 17-jährige Konzertmeister Marjan Lomaha bewältigte scheinbar mühelos mit seiner Geige auch sehr schnelle Passagen des Stückes.

Mit den Arien "Ombra mai fu" aus Händels Oper "Xerxes" und "Caro mio ben" von G. Giordani ließ der erst 21-jährige Bariton Alexander Prytoljuk erahnen, welches Stimmpotenzial in ihm steckt. Die Brillianz seiner Darbietungen war kaum zu überbieten. Nuanciert in Lautstärke und Tempi setzte er auch später in den folkloristischen Stücken seine Stimme ein, um die Botschaft der Ukraine verständlich zu machen. Seine gewaltige Ausdrucksstärke machte seine Auftritte zu einem wahren Erlebnis.

Ein besonderer musikalischer Leckerbissen war das vom Leiter der Gruppe, Serhij Hurin, arrangierte und von Viktor Yanchak auf dem Knopfakkordeon vorgetragene "Orgelpräludium a-moll" des J. S. Bach. Bis auf das Klangvolumen war kaum ein Unterschied zur echten Orgelversion zu hören, was die Virtuosität des Solisten deutlich machte.

"Thais Meditation"von J. Massenet, vorgetragen von Ihor Lomaha auf der Querflöte und einfühlsam begleitet von den übrigen Ensemblemitgliedern rundeten den klassischen Teil des Konzertes ab und versetzten die Zuhörer in große Begeisterung.

Im zweiten, dem folkloristischen Teil, wurde das Ensemble seinem Namen "Sbyranka", das heißt "Sammeln", überaus gerecht: Lieder und Volksweisen aus der Ukraine, Moldavien, Rumänien wurden trotz ihrer musikalischen Andersartigkeit meisterlich dargeboten. Das große Können der Musiker zeigte sich insbesondere beim Einsatz der originär-ukrainischen Nationalinstrumente: Sopilka, Geige, Zimbel und Bandura.

Osteuropäisches Temperament gepaart mit großer Liebe zur Musik und die Beherrschung der jeweiligen Instrumente ließen bei teilweise unglaublich schnellen Läufen den Funken zu einem wahren Feuerwerk der Begeisterung bei den Zuhörern werden. Nicht mehr enden wollender Applaus belohnte Andriy Kushlyk nach seinem Klarinettensolo in dem jüdischen Volkslied "Samuels Lachen" von W. Mrosek. Hierin und in zahlreichen weiteren Stücken zeigte sich die Kunst der beiden Arrangeure Serhij Hurin und Ihor Lomaha. Überaus reizvoll, ideenreich und aufwändig stellten sich die Arrangements dem Zuhörer dar und erlaubten so einen Blick in die Seele und das Herz der Musiker.

Die Basis für das wohlklingende und meisterhaft eingespielte Ensemble schuf der Kontrabassist Roman Drakov, dessen Leichtigkeit im Spiel und Schalk in den Augen oftmals vergessen ließen, wie schwierig viele Passagen zu spielen waren.

 

Schmeichelnde Töne zur Besinnung

Nordbayerischer Kurier  09.12.2003

Stehender Applaus für vorweihnachtliches Konzert in der Pfarrkirche St. Michael MOCKERSDORF

Frostig zwar, doch sonnig auch - Spaziergeh-Wetter. So füllte sich St. Michael, die Pfarrkirche von Mockersdorf, nur zögernd mit Zuhörern, und es hätten noch einige Platz gefunden, die sich bei einer vorweihnachtlichen Feierstunde durch den Advent auf Weihnachten einstimmen lassen wollten.

Der Männergesangverein "Max Reger" aus Brand unter der Leitung von Bertram Nold und das ukrainische Ensemble Sbyranka traten als gut aufeinander eingespieltes Team auf, wobei die Sänger nie die Solisten von Sbyranka überdeckten, sondern eher als angenehme, wohlklingende Untermalung fungierten.
Der musikalische Bogen reichte von der Klassik wie Händel mit "The Arrival of the Queen of Sheba" über Jules Massenet mit der Thais-Meditation über Franz Schuberts "Nachthelle" bis hin zum "Jubilate" von Ludwig van Beethoven, über Verdis Gefangenenchor aus "Nabucco", aber auch bis hin zum Gospel wie "Go, tell it on the mountains", zu internationalen Weihnachtsliedern wie "Maria durch ein Dornwald ging", "Herr der Herrlichkeit", das die Max-Reger-Gruppe auf Russisch sang. Aber auch ukrainische und polnische Weihnachtslieder waren vertreten, die für unsere Ohren zwar etwas ungewohnt, aber sehr melodisch und einschmeichelnd interpretiert wurden. Selbst "Weiße Weihnacht" von Irving Berlin war dabei.
Alternierende Auftritte der beiden Gruppen wechselten sich mit gemeinsamen ab, wo sich beide harmonisch ergänzten. Passend zu den Musikvorträgen lasen Helmut Graf und Peter Unglaub besinnliche Texte vor. Fürbitten, bei denen Kerzen zum Altar getragen wurden, Lichter für die, die unter Terror und Krieg leben. Lichter für Kinder, die als Kindersoldaten keine Perspektive haben. Lichter für die Gerechtigkeit, für uns selbst, für die Regierenden und Kranken und die, die innerlich erkaltet sind.
Auch die Zeilen des Vaterunsers wurden besonders verinnerlicht, wenn es hieß, dass Gott unser aller Vater ist - der von Amerikanern, Chinesen, Russen und Deutschen.
Margarete Ziegler, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, bedankte sich für die wundervolle Zeit, für die eindrucksvolle Musik und die meditativen Texte. Die Mitwirkenden hätten mit diesem Ohrenschmaus die Zuhörer in eine zauberhafte, besinnliche Welt entführt. Die beiden musikalischen Gruppen verabschiedeten sich mit einem russischen Segensspruch. Bertram Nold, der auch die Gesamtleitung hatte, wünschte sich von Sbyranka als Zugabe das "Ave Maria" von Gaccini, und der Max-Reger-Chor verabschiedete sich mit "Weihnachten bin ich zu Haus".
Mit stehendem Applaus bedankten sich die Zuhörer für diese vorweihnachtliche Feierstunde.
dw
Zum Nachdenken anregende Klänge brachten der Männergesangverein Max Reger und Sbyranka in einem Konzert, das die Zuhörer mit stehendem Applaus bedachten.

Foto: Wolf


"Der Neue Tag", 14.8.2004
Kunstgenuss zwischen Bruchsteinen

Hochklassige Musik - "Sybranka" gastierte

Schönsee. (gl)

Herrliches Ambiente

Begünstigt wurde diese Veranstaltung durch das herrliche Sommerwetter und das Ambiente inmitten von Blumeninseln und altem Bruchsteingemäuer im Garten des denkmalgeschützten Gutshauses. Die Stadt Schönsee, die als Veranstalter fungierte, konnte sich über viele Besucher freuen, die sich bei diesem Picknick im Freien vom Zauber hochklassiger Musik unterhalten ließen.

Bei den Mitwirkenden unter der Leitung von Serhij Hurin (Gitarre) kam besonders Ivanna Klyuba mit ihrer klaren Sopranstimme oder ihren Instrument Bandura zur Geltung, aber auch Boshena Korchynska mit ihren Solos auf der der Blockflöte ähnlichen "Sopilka". Ihor Lomaha brachte die Saiten der Zimbel (Cymbal) zum klingen und Maryan Lomaha brillierte mit seiner Violine während Mykhaylo Babenko mit seinem Kontrabass für die Untermalung sorgte. Auch Andriy Kushlyk (Klarinette) und Viktor Yanchak (Akkordeon) zeigten sich als Meister ihrer Instrumente.

Die Vorträge begannen mit einer traditionellen ukrainischen Begrüßungspolka, die weiteren Titel waren "Svatben Jok uns Sara", ein ukrainisches Liebeslied, gefolgt von "Der Hirte" und "Bukoysche Kosaken". Dem "Lied der jungen Frau" folgte eine Bukowynische Polka, "Samuels Lachen", ein weiteres Volkslied, danach "Dojna und Bulgarjaska" und zum Abschluss des ersten Teils traditionell rumänisch "Kalushul" (Karussell).

Stürmischer Beifall

Nach der Pause ging es weiter mit den Liedern "As Time Goes by", "Es blüht ein Schneeball" und "Tango uno", sowie "Country", "Good father" und der Filmmusik "Der große Blonde mit dem schwarzem Schuh" und "When the Saints go marching in". Die Darbietungen ließen keine Wünsche offen und auch die Interpreten genossen ihren "Musikalischen Sommerabend" bei entsprechendem Applaus.

"Der Neue Tag", 4.1.2005
Von Anastasia Poscharsky-Ziegler   |  04.01.2005  
Klangvolle Reise durch ukrainische Musiklandschaft
Ensemble "Sbyranka" begeistert die Zuschauer zum neuen Jahr im Rokokoschloss von Fockenfeld

Konnersreuth. Seit Wochen steht die Ukraine im tagespolitischen Blickpunkt. Mit gespannter Sympathie konnte man das erfolgreich verlaufene friedliche Streben nach Demokratie beobachten. Einigen Ukrainern persönlich begegnen konnte man am Neujahrstag in Schloss Fockenfeld. Das Septett "Sbyranka" (das soviel bedeutet wie "Musiksammler") hatte sich durchweg die orangefarbene Schleife der sanften Revolution an die schwarze Konzertkleidung geheftet. Ermöglicht worden war die interessante Begegnung durch den Musiker Bertram Nold, der den Kontakt hergestellt hatte zwischen dem Veranstalter Fritz Lieb und dem Ensemble.

Gelungene Mischung

Die gelungene Mischung aus hoher Klassik, stimmungsvoller Weihnachtsmusik und überschäumender ukrainischer Folklore begeisterte die Konzertbesucher restlos. Das 149. Fockenfelder Schlosskonzert stand für die sieben professionellen Interpreten aus Lviv (früher Lemberg) unter Leitung von Musikprofessor Serhij Hurin am Ende ihrer mehrwöchigen Weihnachtstournée, bevor diese nun selbst daheim am 7. Januar Weihnachten feiern können.

In der Region gut bekannt als Aushängeschild des "Festivals junger Künstler Bayreuth", fand das Debüt im Rokokosaal ganz besonders lebhafte Resonanz beim Publikum, sowie auch bei den Musikern selbst. Streng klassisch mit Kompositionen von Corelli, Gluck und Dvorak begann die Musikreise, bereichert um die hohe Schule des Gesangs, die durch die zierliche aber stimmgewaltige Sopranistin Irina Makovetska makellos zelebriert wurde, bei Mozarts "Laudate Dominum", oder dem "Schlaflied" von Brahms. Mit ihrem voll ausgebauten und ebenfalls raumfüllenden Mezzosopran faszinierte Ivanka Kljuba als "Elvira" einer Opernarie von Vincenzo Bellini.

Doch schon hier kam neben dem klassischen Instrumentarium von Violine (Alexandr Lakatosch), Querflöte (Ihor Lomaha), Klarinette (Andrij Kuschlyk) und Kontrabass (Michael Babenko, wie seine Kollegen von der Philharmonie Lviv), die Gitarre von Serhij Hurin und eine jazzige Rassel zum Einsatz. Denn nichts ist starr bei diesen Vollblutmusikern, die das ganze reiche Erbe Osteuropas mit seinem moldawischen, rumänischen, russischen, orientalischen, jüdischen und ungarischen Kulturschatz in sich tragen. Die bezaubernde Stilvielfalt des umfangreichen Programms, das von Serhij Hurin auf Deutsch humorvoll moderiert wurde, bestach durch sinnliche Fröhlichkeit schon bei den ukrainischen Weihnachtsliedern, wie "Na nebi sipka" ("Ein Stern am Himmel") oder "Bog cja raschdaje" ("Christ ist geboren").

Tempo und Freude

Doch zur Krönung der lebendigen Darbietungen wurde der farbige zweite, der folkloristische Teil, zudem sich die Musiker in bunte Landestracht schmissen. Mit der Begrüßung durch die sich an Tempo und Freude fast überschlagende "Fstupna Polka" begann ein hinreißend attraktiver Teil, der neben dem klangvollen Cymbal (virtuos bedient von Ihor Lomaha) auch das ukrainische Nationalinstrument, die lautenartige Bandura mit ihren 65 Saiten vorstellte.

Als ausgebildete Banduristin und Sängerin glänzte hier Ivanka Kljuba unter anderem mit einem leidenschaftlich patriotischen Lied. Und beim Stück "König der Zigeuner" präsentierte sich Alexandr Lakatosch, der selbst nicht mit der berühmten Zigeunerdynastie verwandt sein soll, verdächtig virtuos als "Teufelsgeiger".

Der Neue Tag, 16.8.2005

Feuerwerk aus Klassik und Folklore

Ukrainisches Ensemble "Sbyranka" verzaubert im Museum - Erste Veranstaltung des "Kulturforums"

Oberviechtach. (frd) Wenn Kunst von "Können" kommt, dann dürfen sich die jungen Musiker des Ensembles "Sbyranka" aus der Ukraine verdient Künstler nennen: Ob im Soli oder im gemeinsamen Spiel boten sie über 70 Minuten hinweg mit einem temperamentvollen Feuerwerk klassischer und folkloristischer Musik einen wahren musikalischen Hochgenuss.

Für das "Kulturforum Oberviechtach", das die acht Künstler nach Oberviechtach eingeladen hatte, begrüßte Ludwig Schießl die zahlreichen Gäste im Eisenbarth- und Stadtmuseum, wohin das "Heitere Sommerkonzert" witterungsbedingt verlegt worden war. Schießl wies darauf hin, dass dies die erste musikalische Veranstaltung im Kulturzentrum des Museums und gleichzeitig auch die erste dieser Art des Kulturforums sei.

Das gastierende Ensembe ist 1996 gegründet worden. Seit der Unabhängigkeit werden die ukrainischen Nationalinstrumente Sopilka, Zimbel oder Bandura wieder an den Hochschulen gelehrt. Die Formation "Sbyranka" wurde mit dem Ziel gegründet, das ukrainische Kulturgut neu zu beleben und Folklore wieder populär zu machen.

Der Name des Ensembles bedeutet "sammeln" und steht für ein abwechslungsreiches Programm und die künstlerische Ausrichtung der Gruppe, da es ihnen immer wieder gelingt, die verschiedenen Darbietungsgenres und Musikstile miteinander zu verbinden. Das am Sonntag dargebotene und mit viel Begeisterung aufgenommene Konzert umfasste mit Stücken von Brahms, Lakatos oder Dolschikov, ukrainischer Traditionsmusik, Werken der europäischen Klassik, ukrainischer Folklore und eigenen Kompositionen und Bearbeitungen ein umfangreiches Repertoire, das auch durch ständigen Wechsel der Musikrichtungen und herrlichen Gesang erfreute.

Dabei waren an Bandura, Gitarre, Sopilka, Zimbel, Flöte, Violine, Kontrabass, Klarinette oder Akkordeon wahre Meister ihrer Instrumente am Werk, die ihre Instrumente, wie am Beispiel der Klarinette geschehen, weinen oder lachen lassen konnten. Nur wenige Zuhörer konnten bei diesen einmal wohldosierten das andere Mal rasenden Tempowechseln noch ruhig sitzen bleiben, der Beifall war ehrlich und anerkennend, was die jungen Künstler sicherlich auch spürten und sie zu einer Hochform ihres Könnens auflaufen ließ.

Am Ende des Konzerts dankte auch Bürgermeister Wilfried Neuber den jungen Künstler, die über eine Stunde lang einen musikalischen Hochgenuss beschert und ihn persönlich an viele schöne Stunden in der Ukraine oder viele ukrainische Freunde erinnert hatten.


Fotos:


Auftritt am 1. Januar 2005 in der evang.-luth. Auferstehungskirche, Bayreuth-Saas

Weitere Fotos und Zeitungsberichte finden sich auf einer früheren Ausgabe unserer Internetseite: http://de.oocities.com/sbyranka/index2004.html

e-mail:

sbyranka@yahoo.de

Gitarrist Serhij Hurin:

hurinmus@polynet.lviv.ua
und
hurinmus@yahoo.com

Boschena Kortschynska und Ihor Lomaha:

kaendel@polynet.lviv.ua

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