ðHde.geocities.com/schlichtung/presse.htmlde.geocities.com/schlichtung/presse.htmldelayedxqÕJÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÈÐ¥‘urOKtext/html_0íurÿÿÿÿb‰.HMon, 10 Apr 2006 13:59:49 GMT‰Mozilla/4.5 (compatible; HTTrack 3.0x; Windows 98)en, *qÕJur Schemionneck
 

Das Schiedsamt im Pressespiegel

In meinem kleinen Zeitungsarchiv können Sie
einige Berichte nachlesen. Die für Sie interessanten Artikel können Sie durch Mausklick auswählen.
 

11. 05. 1996     Die Glocke
 

Hans Schemionneck neuer Schiedsmann
 

13. 06. 1996     Werse Kurier
 

Schiedsmann steht Justitia zur Seite
 

25. 07. 2001     Werse Kurier
 

Zwischen zwei Stühlen sitzen
 

21. 12. 2002     Die Glocke (1)
 

Maxime für Streithähne: Schlichten statt Richten
 

21. 12. 2002     Die Glocke (2)
 

Wichtig ist das Gespräch zwischen den Streitenden
 

24. 09. 2003     Die Glocke

Streit schlichten ist besser als richten


 

bullet

Die Glocke am 11. Mai 1996
Hans Schemionneck neuer Schiedsmann
Ennigerloh (pk) Zum neuen Schiedsmann in Ennigerloh bestimmte der Hauptausschuss in seiner Sitzung am Montag den Ennigerloher Hans Schemionneck, Am Kleipohl 7. Zu seinem Stellvertreter wurde Egon Leifeld aus Enniger, Carl-Sonnenschein-Straße 8 gewählt. Beide Personalentscheidungen fielen einstimmig.

Schemionneck übernimmt nunmehr das Amt des Schiedsmannes von seinem Vorgänger Karl-Wilhelm Roscher, der nicht mehr kandidierte. Auch die Position des Stellvertreters war vakant, weil Dr. Günther Ziehn im vergangenen Jahr verstarb. Die Amtszeit der beiden neuen Schiedsmänner beträgt fünf Jahre.

zurück zum Anfang der Seite

 

bullet

Werse Kurier am 13. Juni 1996
Schiedsmann steht Justitia zur Seite
Hans Schemionneck ist seit einer Woche in Amt und Würden
Ennigerloh (CG) Am vergangenen Montag wurde im Amtsgericht der Ennigerloher Hans Schemionneck von der Präsidentin des Amtsgerichtes Warendorf, Brigitte Knauer, als zuständiger Schiedsmann für Ennigerloh in sein Amt eingeführt und vereidigt. Für die Ennigerloher Bürger ist Hans Schemionneck kein Unbekannter. Man kennt ihn in Ennigerloh im Privatleben als zweifachen Familienvater und beliebten Großvater von zwei Enkelkindern. Heute im Ruhestand, kann er auf eine langjährige Erfahrung als Gewerkschaftssekretär und Geschäftsführer der IG Chemie Münster/Beckum zurückblicken.

Werse-Kurier: Herr Schemionneck, wer ist mit dem Vorschlag, Sie als Schiedsmann für Ennigerloh vorzuschlagen, an Sie herangetreten und warum?
Schemionneck: Das Amt des Schiedsmanns ist bereits seit einem halben Jahr nicht mehr besetzt. Vor gut vier Wochen fragte mich der Fraktionsvorsitzende der SPD, ob dies nicht eine Aufgabe für mich sei, da ich aufgrund meiner früheren Erfahrung als Gewerkschaftssekretär sicherlich geübt sei im Umgang mit Menschen verhandlungs-technisches Geschick zu beweisen.
Werse-Kurier: Wie ging es nach Ihrer Zustimmung weiter?
Schemionneck: Nach der Eingabe des Vorschlags im Hauptausschuss wurde ich am Montag, 21. Mai 1996, einstimmig vom Rat der Stadt Ennigerloh als zuständiger Schiedsmann gewählt und bereits 14 Tage später, am 3. Juni, von der Präsidentin des Amtsgerichts, Brigitte Knauer, im Beisein der übrigen Schiedsleute des Kreises Warendorf vereidigt. Als mein Vertreter wurde Herr Egon Leifeld aus Enniger in das Amt eingeführt.

Werse-Kurier: Welche Aufgaben haben Sie als Schiedsmann?
Schemionneck: In erster Linie versuche ich als Schiedsmann zwischen zwei Parteien zu vermitteln. Vertragen ist meiner Ansicht nach immer besser als ein Klageverfahren durch mehrere Instanzen, in dem zwar am Ende die Rechtsfrage geklärt, aber die menschliche Beziehung der Beteiligten zerstört ist. Oft handelt es sich ja um Nachbarschaftsstreitigkeiten oder Beleidigungen zwischen Leuten, die sich später immer noch begegnen. Dann fragt man sich oft, ob Gesprächsbereitschaft und ein wenig Entgegenkommen nicht für alle Beteiligten besser gewesen wäre. Ohne Papierkrieg, ohne hohe Kosten und ohne Urteil, sondern nur durch Einigung und Zustimmung beider Seiten. Vor der Schiedsperson wird im Übrigen ausschließlich mündlich verhandelt. Die Parteien haben Gelegenheit, sich ausführlich auszusprechen, wobei die Schiedsperson versucht, vorhandene Spannungen abzubauen und einen Vergleich anzustreben. Wird man sich einig, dann wird der Vergleich aufgesetzt und von den Beteiligten unterschrieben.

Werse-Kurier: Wann wird ein Schiedsmann benötigt bzw. von wem angerufen?
Schemionneck: In bestimmten Streitfällen - z.B. in den so genannten Privatklagen - ist der Gang zum Schiedsmann gesetzlich vorgeschrieben. Dabei handelt es sich oft um leichtere Straftaten, bei denen der Staatsanwalt ein öffentliches Interesse verneint und deshalb keine Strafverfolgung einleitet. In diesen Fällen, man denke nur an die ausgerutschte Hand, die Beleidigung "Du dumme Gans" - da kann der Bürger den Privatklageweg beschreiten. Das kann er allerdings nur, wenn er vorher versucht hat, sich mit dem anderen Beteiligten außergerichtlich zu versöhnen. Als Privatklagen, bei denen auf Antrag eine Schlichtungsverhandlung beim Schiedsmann stattfindet, gelten: Hausfriedensbruch, Beleidigung, Bedrohung, Sachbeschädigung, leichtere Körperverletzung oder Verletzung des Briefgeheimnisses. Durch die Schiedsperson sind aber auch manche bürgerlich-rechtliche Streitigkeiten zu verhandeln, wobei hier die Anrufung des Schiedsmanns nicht zwingend vorgeschrieben ist. Da es aber nicht in erster Linie um die Durchsetzung eines Rechtsstandpunktes geht, sondern auch um die Wiederherstellung guter Beziehungen, ist auch hier der Gang zum Schiedsmann anzuraten. (Anmerkung: seit dem 1.10.2000 geändert, siehe unter Zuständigkeiten)

Werse-Kurier: Was kostet so ein Verfahren vor dem Schiedsmann?
Schemionneck: Das Verfahren beim Schiedsmann wird schriftlich oder mündlich mit Antrag, Anschrift und Streitgegenstand beim zuständigen Schiedsmann beantragt und ein Kostenvorschuss entrichtet, (Anmerkung: aktuell € 50,--). Dieser Kostenvorschuss reicht meist aus, um die Kosten für die Verhandlung, den Vergleich, das Porto und die Schreibgebühren, Telefon und Fax ect. zu decken. Häufig teilen sich die Parteien die Kosten. Erscheint ein Beteiligter zum vereinbarten Termin jedoch nicht, kann der Schiedsmann auch ein Ordnungsgeld verhängen.

Werse-Kurier: Sicherlich ist es nicht einfach, zwischen zwei Streitenden zu vermitteln? Wie sehen Sie Ihrer Aufgabe entgegen?
Schemionneck: Da mich auch meine Familie in der Entscheidung, dieses Amt anzunehmen, bestärkt hat, stehe ich der neuen Aufgabe sehr aufgeschlossen gegenüber. Schon durch meine Tätigkeit als Gewerkschaftssekretär habe ich oft zwischen mehreren Meinungen vermitteln müssen. Auf den Umgang mit den Menschen freue ich mich sehr. Was mich nun im einzelnen erwartet, bleibt abzuwarten. Ich bin neugierig und gespannt, was auf mich zukommt. Auf alle Fälle bin ich für jedermann gesprächsbereit.

zurück zum Anfang der Seite

 

bullet

Werse Kurier am 25. Juli 2001
Zwischen zwei Stühlen sitzen
Das Ehrenamt - Hans Schemionneck ist Schiedsmann in Ennigerloh. Von Ralf Westhues

Ennigerloh. 2001 ist das Jahr des Ehrenamtes. Der Wersekurier stellt Menschen aus seinem Verbreitungsgebiet vor, die sich in besonderem Maße für ihre Mitmenschen unentgeltlich einsetzen. Der Heutige Kandidat ist Hans Schemionneck, Schiedsmann für Ennigerloh.

Hausfriedensbruch, üble Nachrede, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nachbarschaftsstreitigkeiten - mit den Problemen anderer Leute hat es seit fünf Jahren Hans Schemionneck aus Ennigerloh zu tun. Als Schiedsmann sitzt er regelmäßig zwischen zwei Stühlen und vermittelt zwischen den bisweilen weit auseinander liegenden Ansichten zweier "Streithähne". Das ist nicht immer einfach, davon hat sich der Ennigerloher in seiner ersten Amtszeit bereits überzeugen können. Pro Jahr kommen fünf bis zehn offizielle Fälle auf ihn zu, die dreifache Zahl von "Tür-und-Angel-Fällen" gesellen sich dazu.

Rund zwei Drittel aller ihm angetragenen Rechtsstreitigkeiten konnte Hans Schemionneck "entschärfen", für die restlichen blieb nur der Gang zum Kadi. "Fehlende Einsichtsfähigkeit auf einer oder beiden Seiten", umschrieb der Schiedsmann. Den zentralen Punkt seiner Tätigkeit beschreibt Hans Schemionneck so: "Ich versuche, die Parteien zu einer Einigung zu bringen, die ein vernünftiges Umgehen für die Zukunft verspricht". Der Aspekt der Versöhnung ist ganz wichtig für den Unparteiischen, der ausgehandelte Kompromiss muss für beide verbindlich sein. Schließlich müssen die Parteien unter Umständen noch lange Jahre miteinander verbringen.

Hans Schemionneck, jetzt Ruheständler, hatte in seinem beruflichen Leben viel mit der Juristerei zu tun, doch ist das kein Grundkriterium, das an werdende Schiedsleute gerichtet wird.
"Ich bin fest überzeugt, auch Menschen ohne fachliche Kenntnisse können diesen Job erledigen", erklärte der Unparteiische. Und wenn man sich über eine Rechtslage mal nicht ganz sicher ist, kann man immer noch die Richter am zuständigen Amtsgericht um Rat fragen.

zurück zum Anfang der Seite

 

bullet

Die Glocke am 21. Dezember 2002 Teil 1
Maxime für Streithähne: Schlichten statt Richten
Von PETER KIRCHHOFF
Ennigerloh (gl). Ruhige, friedvolle Weihnachtszeit? Hans Schemionneck ist sich da nicht ganz so sicher: „Egal zu welcher Jahreszeit – Streit gibt es fast immer.“ Er muss wissen, wovon er redet, denn seit dem 3. Juni 1996 fungiert Schemionneck in Ennigerloh als Schiedsmann. Seine Aufgabe ist es, Streithähne an einen Tisch zu bringen, um in ruhigen und sachlichen Gesprächen eine außergerichtliche Lösung des Konfliktes herbeizuführen. Denn, so der Schiedsmann: „Prozesse kosten Geld, Zeit und Nerven.“

Es kann kein Mensch in Frieden leben, wenn’s dem Nachbarn nicht gefällt. Da ist viel Wahres dran, weiß Hans Schemionneck: Beispielsweise der 1,80 Meter hohen Maschendrahtzaun, den der Nachbar – einfach so – errichtet hat. Jetzt fühlt man sich eingepfercht wie in einem Straflager. Oder der Streit neulich in der Kneipe: Der eskaliert zwischen Herrn Hinz und Herrn Kunz derart, dass einer plötzlich eine blutende Unterlippe und ein blaues Auge hatte. Eine Entschuldigung muss her und ein Schmerzengeld. Oder die beiden Freundinnen, die seit knapp 70 Jahren ein Herz und eine Seele waren: Plötzlich rutscht der einen unter Zeugen eine unbedachte Bemerkung über die andere heraus – und schon stehen die beiden älteren Damen vor den Trümmern ihrer Freundschaft und beschimpfen sich nur noch laut...

Wenn zwei sich streiten, freut das Hans Schemionneck mitnichten. Er muss sich, so er von einem der Streithähne den Auftrag erhält, um diesen Zwist kümmern. Denn eine so genannte Schlichtungsverhandlung ist seit dem 1. Oktober 2000 in vielen Fällen gesetzlich vorgeschrieben. Ein Schiedsmann muss – bevor ein Gericht überhaupt tätig wird – nach dem neuen Gütestellen- und Schlichtungsgesetz in NRW eingeschaltet werden in bürgerlichen Streitsachen bei vermögensrechtlichen Ansprüchen bis zu einem Streitwert von 600 Euro, bei nachbarschaftlichen Belangen (z. B. Grundstückseinwirkungen, Überwuchs, Grenzstreitigkeiten) und bei Ansprüchen aus dem Nachbar-Rechts-Gesetz NRW. Er muss auch eingeschaltet werden in Strafsachen, insbesondere dann, wenn die Staatsanwaltschaft öffentliches Interesse an der Strafverfolg verneint. Das kann bei Hausfriedensbruch, Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung, leichter und/oder fahrlässiger Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung, Ehrverletzung oder bei Verletzung des Briefgeheimnisses der Fall sein.

Hat eine Schlichtungsverhandlung Erfolg, wird ein Protokoll aufgesetzt, das beide Parteien unterschreiben und das damit 30 Jahre lang gültig ist (ähnlich wie ein Gerichtsurteil). Gelingt eine Schlichtung nicht, füllt Hans Schemionneck eine „Erfolglosigkeitsbescheinigung“ aus. Erst mit der können die Streithähne vor Gericht ziehen und ihren Fall dort klären lassen. Der Ennigerloher Schiedsmann ist aber felsenfest überzeugt: „Schlichten ist besser als richten“.

zurück zum Anfang der Seite

 

bullet

Die Glocke am 21. Dezember 2002 Teil 2
Wichtig ist das Gespräch zwischen den Streitenden
Ennigerloh (pk). Wie wird man Schiedsfrau oder Schiedsmann? Juristische Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich, aber ein guter Leumund muss schon sein. Man kann sich auf örtlicher Ebene für dieses Amt vorschlagen lassen von Vereinen, Verbänden, Personen, Parteien oder Institutionen. Dieser Vorschlag wird vom Stadtrat geprüft, der die Schiedsperson auch wählt. Anschließend wird sie oder er vom Direktor des zuständigen Amtsgerichtes vereidigt. Ein Ort zwischen 10.000 und 20.000 Einwohner braucht eine Schiedsfrau bzw. –mann plus Stellvertreter. In Ennigerloh vertritt Rainer Kersting Hans Schemionneck bei dessen Abwesenheit.

Schemionneck macht diese Arbeit, genau wie seine 1300 Kolleginnen und Kollegen in Nordrhein-Westfalen, nicht hauptberuflich: „Der Schiedsmann ist zwar eine Behörde mit eigenem Dienstsiegel – dennoch arbeitet er oder sie ehrenamtlich.“

Nachbar A hat den Schiedsmann angerufen und sich bitterlich über den 1,80 Meter hohen Maschendrahtzaun beklagt. „Helfen Sie mir“, hat er Hans Schemionneck gebeten. Der Schiedsmann versucht nun, mit Nachbar B Kontakt aufzunehmen. Der schimpft am Telefon wie ein Rohrspatz: „Den Zaun habe ich ja nur so hoch gemacht, weil die Kinder von B mir andauernd die Fußbälle ins Wohnzimmerfenster knallen!“ Eine verzwickte Sache? Nicht für einen erfahrenen Schlichter. Er fragt beide Parteien, ob sie bereit seien, sich mit ihm im Ennigerloher Rathaus zu treffen, um in Ruhe darüber zu reden. Einer der beiden ziert sich noch ein wenig, doch Tage später sagt auch er zu.

Im Trauzimmer des Rathauses setzt man sich an einem vom Schiedsmann in Absprache mit beiden Streithähnen verabredeten Termin zusammen. Kommt eine Partei unentschuldigt nicht, kann der Schlichter gegen ihn ein rechtswirksames Bußgeld in Höhe von bis zu 80 Euro verhängen. Doch beide Nachbarn sind da, und Hans Schemionneck lässt sie erst einmal reden. „Das Gespräch ist wichtig“, weiß er aus Erfahrung. Nun ist es an dem Schlichter, einen für beide Seiten tragfähigen Kompromiss zu finden. Schließlich ist die Kuh vom Eis: Beide Nachbarn setzen einen neuen Zaun mit einem Meter Höhe. Nachbar A wird seine Kinder dazu vergattern, woanders Fußball zu spielen. Die Kosten dieses Verfahrens (sie sind wesentlich geringer, als wenn man vor Gericht zieht) teilen sich beide, das Protokoll wird unterschrieben, man reicht sich die Hand und verträgt sich.

„Bei einer Schlichtung darf es keinen Sieger oder Verlierer geben“, weiß Schemionneck aus jahrelanger Erfahrung. Schließlich hat er pro Jahr in Ennigerloh und den Stadtteilen durchschnittlich über 20 abgeschlossene und mehr als 40 so genannter „Tür-und-Angel-Verfahren“ abgewickelt. Das sind Streitereien, die ohne offizielle Schlichtungsverhandlung, aber mit einem für beide Seiten verbindlichen Protokoll geführt werden. Sollte ein Fall derart kompliziert sein, dass selbst der Schlichter nicht mehr durchblickt, kann er sich rechtlichen Rat von den Juristen des zuständigen Amtsgerichtes holen. Seminare und Veranstaltungen helfen den Schiedsfrauen und –männern, neueste Rechtsprechung kennen zu lernen, Fachliteratur gibt es ebenfalls.

„In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Fälle mehr als verdoppelt“, rechnet Hans Schemionneck vor. „Und immer mehr Anwälte kommen mit zur Schlichtungsverhandlung oder vertreten ihre Mandanten dabei.“ Das ist – in bestimmten Fällen – zwar durchaus erlaubt, „sollte aber nicht unbedingt zur Regel werden“, meint Ennigerlohs Schiedsmann.

zurück zum Anfang der Seite

 

bullet

Die Glocke am 24. September 2003
Streit schlichten ist besser als richten
Kreis Warendorf / Freckenhorst (gl) 45 Schüler aus dem Kreis Warendorf haben in der Landvolkshochschule Freckenhorst an mehrtägigen Seminaren zur Ausbildung als Streitschlichter teilgenommen.

Hintergrund: Seit Jahren nimmt die Gewalt in Schulen immer mehr zu. Einige Schulen im Kreis Warendorf setzen sich mit Ausbildungsprogrammen für Streitschlichter aktiv gegen diese Entwicklung zur Wehr. Sie erreichen dadurch, dass Schüler, Eltern und Lehrer sich mit ihrer S chule identifizieren und ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickeln.

Das Schlichterprogramm in der Landvolkshochschule Freckenhorst beruht auf dem Gedanken der Meditation und der Stärkung der Verantwortung von Schülerinnen und Schülern. In mehrtägigen Seminaren in der Bildungsstätte aber auch durch die begleitenden Lehrer in Sendenhorst, Warendorf und Ostbevern lernen die Schüler in Rollenspielen die Fähigkeiten eines Schlichters kennen und üben selbstständig diese Fähigkeiten ein.

Das Training qualifiziert einerseits die teilnehmenden Schüler, die dies auf ihrem Abschlusszeugnis als zusätzliche Qualifikation vermerkt bekommen, und andererseits verändert sich das Klima an den jeweiligen Schulen langfristig.

Dass es auch außerhalb der Schule Schiedsleute gibt, war für die Jungen und Mädchen zum Teil neu. So lernten die Streitschlichter von dem langjährigen Schiedsmann Hans Schemionneck aus Ennigerloh, dass im Alltag eine Schlichtung zwischen zwei Streitparteien ohne Rechtsanwalt und ohne Gericht vor dem Schiedsmann durchgeführt werden könne. Der vom Amtsgericht vereidigte Schiedsmann Hans Schemionneck erläuterte den Jugendlichen an Hand von praktischen Beispielen den Verfahrensgang einer Schlichtung. Informationen zur Streitschlichterausbildung gibt es unter der E-Mail-Adresse:
kamp-deister@bistum-muenster.de

zurück zum Anfang der Seite
 

 

(Falls sie nur diese Seite ohne Menü sehen, dann klicken sie hier)

1