Hde.geocities.com/yve2106/geburt.htmde.geocities.com/yve2106/geburt.htm.delayedx1~J HOKtext/html8'[pb.HSun, 21 Mar 2004 20:32:23 GMTMozilla/4.5 (compatible; HTTrack 3.0x; Windows 98)en, *1~J geburt

 

Die Geburt

 

In der Klinik angekommen wurde ich erstmal ans CTG gehangen. Die Wehen waren immernoch vorhanden. Prima. Da aber im Kreissaal die Hoelle los war, hatte irgendwie keine Hebamme Zeit fuer uns. Es wurde also keine Vaginaluntersuchung gemacht. Immerhin war der Muttermund ja um 10.00 Uhr noch geschlossen als wir bei der Frauenaerztin waren.

Ich hatte mich bei Deiner Geburt fuer einen Kaiserschnitt entschieden. Zum einen weil die Geburt Deines Bruder zuvor nicht sonderlich schoen fuer mich war, zum anderen weil ich mich sterilisieren lassen wollte und so keine Vollnarkose haben musste.

Nach etwa 2 Stunden CTG kam dann auch eine Aerztin zu uns, die aber meinte, wir gucken erstmal das ich wieder gesund werde. Man sollte meinem Koerper nicht noch eine OP zumuten da er durch die Grippe sowieso schon geschwaecht sei. Dann ging sie auch wieder.

Dein Papa ist dann nochmal kurz nach Hause, weil wir vergessen hatten Deinem Bruder Pampers mitzugeben und ich meine Hausschuhe vergessen hatte. Natuerlich kam der Narkosearzt gerade in der Zeit als Dein Papa nicht da war. Der erklaerte mir dann, dass er fuer meine Narkose am naechsten Tag zustaendig sei. Ich war vielleicht ueberrascht. Schon am naechsten Tag? Der Arzt sagte mir, eine Aerztin wuerde noch mit mir sprechen wieso das jetzt so schnell ginge.

Die Aerztin kam auch abends. Auf meine Frage wieso sie dich jetzt so schnell holen wuerden ( Dein TErmin war ja erst am 09.03.2004 ) sagte sie nur, dass haette der Chef so entschieden. Dann klaerte sie mich ueber den KS auf und ueber die sterilisation und dann ging sie wieder.

Wir haben uns vielleicht gefreut! Am naechsten Tag schon sollten wir Dich im Arm halten.

Dein Papa fuhr auch dann nach Hause, damit er am naechsten Morgen auch ausgeruht waere und ich lag alleine in meinem Zimmer, war nervoes und hatte Bauchschmerzen. Ich klingelte um 22.30 Uhr nach der Hebamme weil die schmerzen im Bauch nicht besser wurden. Sie untersuchte mich dann auch endlich und stellte fest, dass der Muttermund schon 3 cm geoeffnet war. Na toll. Ich bekam eine Wehenhemmende spritze, Hustensaft und wurde wieder verlassen ( schliesslich sind natuerlich Gebaehrende Frauen wichtiger als ich ).

Am naechsten morgen wurde erstmal der OP termin von 9.15 Uhr auf 11.15 Uhr verschoben. Um 8.30 Uhr CTG und wieder lag ich alleine in meinem Zimmer. Zwar kam Dein Papa puenktlich, aber kein Arzt, keine Schwester in der Naehe. Gegen 10.00 Uhr kam dann mal eine Schwester rein, raiserte mich, legte mir eine Kanuele und gab mir meine OP Kleidung. Und dann sollte es endlich soweit sein. Ich kam in den OP. Die Rueckenmarkspritze wurde mir verpasst und dann ging es los. Ich merkte von der Op eigentlich nicht viel. Erst als sie Dich aus meinem Bauch zogen und sich dabei auf meine Brust stuetzen merkte ich, dass etwas mit mir gemacht wurde. Der Narkosearzt neben mir sagte dann: " 11.07 Uhr, ein Maedchen" Mehr hoerte ich nicht. Keinen Mucks von Dir. Du wurdest auch gleich in den Nebenraum gebracht. Dein Papa und ich wussten gar nicht was los ist und auch kein Arzt sprach mit uns. Der Arzt der Dich geholt hat sagte dann zu mir: " Ihrem Kind geht es nicht so gut, soll ich die Sterilisation  jetzt machen?" Und ich sagte ja. Denn was hiess da schon Dir ginge es nicht gut? Ich dachte Du hast vielleicht die Nabelschnur um den Hals gehabt, oder Sauerstoffmangel erlitten.

Ich wurde dann wieder zugenaeht und auf mein Zimmer geschoben. Aber niemand sagte mir wie es Dir ging. Ich habe Deinen Papa dann nach 1 1/2 Stunden warten zur Kinderklinik geschickt. Die ist etwa 15 minuten weg vom Krankenhaus. Und nach etwa 30 Minuten kam ein Arzt in mein Zimmer und sagte mir, dass Du gestorben waerst. Ich war geschockt, sogar zu geschockt um zu weinen. Auf meine Frage WIESO konnte er mir keine Antwort geben. Wir sollen auf die Obduktion warten. Dann fragte er mich noch ob ich Dich sehen wolle und als ich nickte verliess er das Zimmer. Dein Papa kam zu mir und wir weinten gemeinsam.

Dann wurdest Du gebracht und auf meinen Arm gelegt. Du warst so ein huebsches Maedchen. So zierlich und Du sahst aus als wuerdest Du nur schlafen. Ich habe Deine kleinen Haendchen gehalten und wir haben uns unter vielen Traenen von Dir verabschiedet. Dann nach etwa 1 Stunde mussten wir Dich gehen lassen.

Der Samstag nach dem KS war fuer mich der einsamste Tag meines Lebens. Ich wurde nicht geweckt, niemand brachte mir meinen Hustensaft ( schmerzen hatte ich immernoch, aber diesesmal wegen der Narbe ) oder ein Schmerzmittel. Immer wenn ich nach einer Schwester klingelte dauerte es ewig bis jemand kam, als wuerden die Knobeln wer denn jetzt in mein Zimmer muss. Am Sonntag hat Dein Papa mich dann mit nach Hause genommen!

 

1