Ch.Crodel: Kentaur

Charles Crodel (1894-1973)



FOCAS





Charles Crodel: Verzeichnis baugebundene Werke Version A.09.03

    1. Alsfeld

      *** Ev. Dreifaltigkeitskirche Gotische Hallenkirche 1962-1963

      • 8 Fenster

      • 1 Sakristeifenster

      • Paramenten bzw. Altar- und Kanzeldecken

      Thema: 150. Psalm Architekt Theo Kellner Mayer TB XVII, S. 5 (31.1.1962); TB XVII, 1963, S. 21 (Detail), S. 105 (Sakristeifenster), S. 131 Altardecken.

    2. Ansbach

      Mosaik Turmverkleidung TB, XIV, November 1955, S. 55; S. 67.

    3. Augsburg

      *** Refektoriumsfenster (früher Hauptkrankenhaus) 130/150 cm "Kreuzigung Christi" im Auftrage des Stadtbaudirektors Prof. Weber 1950 Mayer Zusätzlich: Schutzmantelmadonna TB XI, 2.7.1950, S. 103; Schutzmantelmadonna vielleicht TB XI, S. 125 November 1950. Fenster heute: Vincentiner Mutterhaus, Augsburg, Gögginger Str. 94.

    4. Bad Ischl

      Hauptpost Schrankbemalung 1940/1941 Architekt W. Schmidt Pössenbacher TB VII, S. 90 (14.-20.11.1940), S. 144 Zustand unbekannt.

    5. Bad Lauchstädt (Theater)

      *+* Goethe-Theater Gesamtauftrag an die Werkstätten der Stadt Halle Burg Giebichenstein zur Erneuerung der Kuranlage nach neuem Denkmalpflegekonzept in Bezug auf die Arbeiten von Karl Friedrich Schinkel.

      Die Werkstätten der Burg Giebichenstein hatten zum Goethejahr 1932 den Gesamtauftrag zur Erneuerung von Bad Lauchstädt erhalten. Hans Wittwer leitete die Bauarbeiten und stimmte die Werkstättenarbeit mit Crodels Wandmalerei ab, die wiederum motivisch in den Kursaalbauten die Verbindung mit Schinkels Arbeit aufnahm. Es war ein denkmalpflegerisches Experiment - in Sinne Schinkels: "Historisch ist nicht, das Alte allein zu wiederholen, dadurch würde die Historie zugrunde gehen, historisch handeln ist das, welches das Neue herbeiführt und wodurch die Geschichte fortgesetzt wird" - das der mit Crodel gut bekannte Provinzialkonservator Hermann Giesau wie auch der Regierungspräsident Ernst v. Harnack trugen: es ging um die Überwindung historistischer Methoden durch Fortschreibung der Geschichte in die Gegenwart. Mit Ernst v. Harnack war das auch 1933 abgebrochene Vorhaben zur Erneuerung des Naumburger Doms geplant, wofür Crodel die Farbverglasung der Taufkapelle entwarf. Crodels Bad Lauchstädter Arbeiten bestanden nur ein Jahr, bis es 1933 parallel zu dem um Crodel in Berlin geführten Kunstauseinandersetzungen zur õffentlichen Verbrennung kam.

    Zum Kontext der Zerstörung: Hans Junecke, Die Groteskenmalerei im Lauchstädter Kursaal, in: Goethe-Almanach auf das Jahr 1969, Berlin und Weimar 1968, S. 218. C. Steckner, Kunstpolitik 1930 - 1933 am Beispiel des Malers Charles Crodel, in: Ausstellungskatalog: Zwischen Widerstand und Anpassung. Kunst in Deutschland 1933 - 1945, Akademie der Künste Berlin, Berlin 1978, S. 37 - 40 und C. Steckner, Das Schicksal der Arbeiten von Carl Crodel zum Goethejahr 1932 in Bad Lauchstädt, in: Carl Crodel. Malerei - Graphik - Kunsthandwerk. Staatliche Galerie Moritzburg Halle und Galerie am Fischmarkt, Erfurt 1982, S. 19-22 und Dokumenten zum Fall "Lauchstädt" S. 23-27.

      Wandmalerei Bühnenwand und Bühnenbogen "Sage vom Orpheus" / "Spiel und Leben" und Perspektive: Kursaalanbau Lauchstädt (TB III, 3.7.1931, S. 232f.) - Variationen zu Goethes Eröffnungsschauspiel "Was wir bringen" und Goethes Farbenlehre. 1932 entstanden anläßlich der Erneuerung von Bad Lauchstädt zum Goethe-Jahr 1932 durch die Werkstätten der Stadt Halle Burg Giebichenstein

      • Auftraggeber: Provinzialverwaltung Merseburg; Regierungspräsident Ernst v. Harnack (1888-1945)

      • Oberaufsicht: Landesbaurat Petri, Hochbauamt Merseburg

      Goethe-Theater Bad Lauchstädt

      • Bühnenwand: Carl CRODEL

      • Beleuchtung: Karl MüLLER

      Zerstört letzte Mainacht 1933 (Zerstörungsdokumentation in: Austellungskatalog Carl Crodel, Halle 1982) TB III, S. 232 3.7.1931; Ausführung 14.-17.10.1931 (TB III, S. 249)

      "Lauchstädt 10. und 14.-17.10.31: der wackere Theaterwart Budig, der alte Malermeister Jahn und seine hilfsbereite, würstchenaufkochende, theewasseraufgießende Tochter Rosa. a) Grundieren des Zwickels mit einem Zinkweiß-, Leimwassergrund mit Firniszugabe (vorher Lithopon mit Leim (Sichelleim??) durch Jahn) über der "holzschnittartig" vorgemalten Vorzeichnung. Leinöl und Ei. Kaum etwas Wachs. 14.-16.10. b) Grisaillen. Der Gipsgrund, der gespachtelt[?] sein sollte, verkrachte elend. Stattdessen mußte graue Sichelleimfarbe heruntergewaschen werden. Anstrich von einer Mischung von Sichelleim und Gips. Gerben mit Alaun. Der Grund schmiert immer noch. Leinöl und Ei. Casein von Bolle-Berlin W; Casein + 1/10 gelöschter Kalk durch den Fleischwolf als Klebemittel (von Leinwand auf Wände z.B. in Lauchstädt) 1 Teil Casein und 6 Teile Wasser als Malmittel."

      Hellmuth Allwill Fritzsche, Bad Lauchstädt als Kunstdenkmal, Kreis von Halle 2.1932 S.121-128; Giebichensteins Arbeiten in Lauchstädt, Saale-Zeitung 24.5.1932; Richard Crodel (Hrsg.), Das Goethe-Jahr in Weimar 1932, Weimar 1932; darin S. 38-42: Otto Kern, Der Lauchstädter Theaterverein 1908-1932, mit Hinweis auf: Bericht des Lauchstädter Theatervereins 8, 1932 Abb. S. 38: Goethe-Theater in Lauchstädt. Bühnenansicht mit den neuen Malereien von Ch. Crodel, Halle. Goethes Theater in Bad Lauchstädt, Bad Lauchstädt o.J. [wohl 2001: www.goethe-theater-bad-lauchstaedt.de ].


      Die Vernichtung der Arbeiten

      Auf die Vernichtung und Verbrennung am 31. Mai 1933 nachts geht ein die Rede des Kommissarischen NS-Landeshauptmannes Kurt Otto vor dem Provinziallandtag Sachsen in Magedeburg:

      "Es wird alles geschehen, um im Bereiche der Provinzialverwaltung die hässlichen Spuren zu tilgen, die hier und da die jüdisch irre geleitete sogenannte moderne Kunstrichtung hinterlassen hat. Mit Empörung habe ich in dem altehrwürdigen Goethetheater in Lauchstädt feststellen müssen, daß dieser durch unsren großen deutschen Dichter geheiligte Raum in abscheulicher Weise durch Schmierereien verschandelt worden ist, die mit Kunst nichts zu tun haben. Ich habe angeordnet, daß die Kulturschande sofort ausgelöscht wird. Die Arbeiten sind bereits im Gange. Die Bühnenumrahmung des Goethetheaters wird in der Form wiederhergestellt werden, die ihr Goethe gegeben hat. Erblicken Sie in diesem Akt der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes dieses geheiligten Raumes das Sinnbild dafür, dass der Nationalsozialismus alles Artfremde und Schlechte aus den Kulturstätten des deutschen Volkes restlos austilgt."

      (Magdeburgische Zeitung, 1.6.1933).Anfang Bad Lauchstädt.


      Bad Lauchstädt (Kuranlagen)

      ***Kursaal und Kursaalanbau Bad Lauchstädt

      • Leitung: Hans WITTWER

      Kursaal

      • Möblierung: Erich DIECKMANN

      • Beleuchtung: Karl MüLLER

      • Vorhänge: Benita KOCH-OTTE

      Kursaalanbau

      • Wandgestaltung: Carl CRODEL

      • Möblierung: Erich DIECKMANN

      • Beleuchtung: Karl MüLLER

      • Vorhänge: Benita KOCH-OTTE

      • Kachelöfen: Gustav WEIDANZ

      Zur experimentellen Enkaustik

      TB V, S. 9 15.-17.1.1932 Lauchstädt. Malen der Embleme im Kursaalanbau. 15. Die 9 Rechtecke bis zum Putz freigelegt. Rohputz 1:3. Schrapplauer Kalk - Schafsteder Sand. 16. Feinputz (Kalk Dietz a.d.Lahn Schlesischer Marmorsand 1:3) Durchdrücken des Kartons
      a) Haselnußstilleben erst bei b)
      nach dem Durchdrücken des Cartons überziehen der Fläche mit (durchgesiebtem) Kalk - Kuhmilchanstrich etwa 1:1. Aufzeichnung mit Caput mortuum. Jetzt sehr viel leichteres Bügeln bei i) Auftrag des Feinputzes in 2 Schichten: 8 mm, darauf 4 mm. Bei der letzten 4 mm-Schicht durchsieben des Sandes.
      Trotzdem blieb die Oberfläche rauher als bei den anderen Malereien. Vielleicht durch allzulanges Glätten mit dem Eisen?
      bei e) schlechtes Bügeln. Wohl zu oft mit dem Milch-Kalkanstrich überzogen.
      Munne [Elisabeth Crodel] bügelte mit sehr heißem Eisen "je heißer desto besser", nicht stehenlassen, sondern rutschen, bügeln den Farben nach: erst die einzelnen Farben einplätten, dann erst das Ganze.
      Der Maurer Otto Ziegler war sehr interessiert und hatte den Gedanken mit dem zweischichtigen Feinputz, um der Rißbildung noch mehr zu begegnen. Die sich stets zeigenden Rißchen setzte ich nach dem Cartondurchdrücken und vor dem Mich-Kalk Überzug mit dicker Kalkmilch mit dem Finger zu."

      Den Zusammenhang mit den Malereien Schinkels bei: Hans Junecke, Die Groteskenmalerei im Lauchstädter Kursaal, in: Goethe-Almanach auf das Jahr 1969, Berlin und Weimar 1968, S. 218:

      "Diesem bei aller Fragwürdigkeit der Erhaltung, bei aller Bescheidenheit der aufgewendeten Mittel meisterhaften, aber kaum beachteten Werk hatte Charles Crodel in den Wanddekorationen der Nebenräume eine in der Empfindung ebenbürtige, in der Ausführung weit überlegene Schöpfung hinzugefügt, die der Wandausdeutung von 1780 wieder näher war als dem abstrakten Hochklassizismus. Diese Arbeiten sind der Barbarei des Dritten Reiches zum Opfer gefallen."

      Ansicht ders Kursaalanbaus mit den Wandfeldern von Crodel - mit Supraporten-Durchsicht auf die von Schinkel entworfene Decke des Kursaales (vgl. K. Schneider, Burg Giebichenstein, Weinheim 1992, Tafelband, S. 167.

    1. Bad Oehnhausen

      Versuche zu einer 3-Fenstergruppe TB XIII, S. 194 (August 1955).

    2. Bad Reichenhall

      St. Nikolai Überlegungen zu Wandgestaltung und Fenstern TB XIX, S. 30-31 (13.6.1969).

    3. Bad Saarow (bei Sotorkow, Fürstenwalde)

      Erholungsheim der Deutschen Reichspost Keramik-Scheiben für Treppenhaus des Erweiterungsbaus 1939 HB Siegfried Thümmel und Erich Schmidt TB VI, S. 256 (6.3.1939), S. 268 und 283 (8.1.1939), S. 288 Vgl. Zentralblatt der Bauverwaltung 61, 1941, S. 574 Abb. und: Walter Schmidt, Erholungsheim der Deutschen Reichspost für weibliche Gefolgschaftsangehörige in Bad Saarow, Moderne Bauformen, 40, 1941, S. 285-310, Abb. S. 302-303. vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 73. Abb.).

    4. Bargstedt, Kreis Stade

      *** Ev. Kirche

      • 1 Fenster mit 8 Feldern (in der Ehrenhalle für Gefallene)

      1960-1972 Mayer Architekten Jäger - Gries, Hamburg TB XVI, Juni 1960, S. 169; TB XIX, S. 122 (August 1970) Erläuternder Brief dazu von Crodel 25.6.1972.

    5. Bayrischzell

      *** Sanatorium Dr. v. Mengershausen (Tannerhof)

      • Putzmosaik

      • 5 Schliffenster

      • Decken-Lampe

      1953/54 Wagner TB XIII, S. 58-59 (27.7.1953); Zusatzentwürfe TB XVIII, S. 190-191 (16.11.1967); TB XIX, S. 228 (18.1.1972), S. 232, S. 247. Der "Fastensaal" ca. 9 x 9 Meter wird durch 5 Fenster beleuchtet; hier sind Mattglasscheiben mit Glasschliff eingesetzt: (1) Wasser, (2) Schnee, (3) Sonne, (4) Regen, (5) Wind. Als Signatur ist bei 1 die Leiter verwendet. Eine Seitenwand mit Türdurchbruch trägt eine Putzmosaik mit dominierenden Türkistönen und Gold. Zum Fenster hin ist eingesetzt: "ENTW. CARL CRODEL MÜNCHEN. MOSAIK AUS DEN WERKSTÄTTEN AUGUST WAGNER BERLIN 1953". Die Wand wird durch ein durchlaufendes, jägerzaunartiges Kreuzmuster in der unteren Zone gebunden, darüber entflechten sich Bildgruppen: Vogelbauer und Specht, Hund, Angel mit Frosch und Besteck. Im Zentrum des Raumes eine Schlifflampe (Strahlenkranz) in Metallfassung.

    6. Berlin: Berlinische Galerie

      Berlinische Galerie

      • Putzmosaik "Café Storch" -> Berlin

      • Frühes Glasfenster "Madonna" (von Eberhard Roters zugeschrieben)

      • Archiv Wagner: Entwürfe.

    7. Berlin

      *** Bauausstellung 1931 Von Bruno Paul geleitete Berliner Ausstellung "Maler und Bildhauer am Bau", 1931; Abb. in: Die Weltkunst Jg. 5, 1931, Heft 23, S. 8.; Erwähnung in der Autobiographie Bruno Paul (erschienen?) Die Vereinigung könnte in der Nachfolge des "Künstlerbundes für Glasmalerei" stehen (Th. Heuss, Der Künstlerbund für Glasmalerei, Die Kunst 26, 1913, S. 129ff.) TB III, S. 224, 28.4-10.5.1931: Malen des Bildes unterm Juni 1930 in der Berliner Bauausstellung Halle 7. S. 227: Sockelzone des Wandbildes. Mitglieder der Vereinigung Maler und Bildhauer am Bau: Jankel Adler, Rudolf Belling,Hans Breinlinger, Charles Crodel, Ernesto di Fiori, Ernst Fritzsch, Georg Garbe, Ludwig Gies, Peter Hecker, Otto Hitzberger, Karl Hofer, Bruno Krauskopf, Gerhard Marcks,[ ?] Pudlich, W. Schmidt (wohl Walter Clemens Schmidt, geb. 1890), Milly Steger.

    8. Berlin

      *** Galerie Ferdinand Möller

      • Supraporte (Glasfenster)

      1936 Wagner TB V, 287 (1.3.1936: "Fenster für Galerie Möller, Berlin") Mit Dipl.Kfm. Schlächter 2 Scheiben - "Schafschur" und "Familienbild", zunächst in Galerie und Privathaus M. in Berlin, zuletzt in Kön montiert. Vgl. Eberhard Roters, Galerie Ferdinand Möller 1917-1956, Berlin 1984, S. 71, 72, 85 mit Abb. des Wohnhauses und der Frau und Töchter, die auf dem Glasfenster abgebildet sind; Brigitte Klesse, Zwei Glasfenster von Charles Crodel für Ferdinand Möller, Kölner Museums-Bulletin, Heft 3, 1997, S. 21 - 34. (Scheibe in Besitz des MAK in Köln ).

    9. Berlin

      Haus Levin TB III, S. 70 22.9.1928: "In der hübschen Levinschen Wohnung in der Burggrafenstr. Nehme die Maße für das Eßzimmer, das als "Berliner Zimmer" (allerdings noch etwa aus den 50er Jahren) schwierige Lichtverhältnisse hat. In der Juryfreien. Spreche mit Osborn u. Alfred Kuhn." Nicht ausgeführt; TB III, S. 71 Grundriß 1:100, Wandabrollung des Raumes 7,80 x 6,50 x 4,30 m.

    10. Berlin

      *+* Deutsche Werkstätten Kurfürstendamm 47

      • Planspiegel-Schliff

      1940, zerstört 1945 TB VII, Juni 1940, S. 56 vgl. Neue Räume und Möbel der Reinger K.G., Berlin, Moderne Bauformen, 40, 1941, Abb. S. 325 [Planschliffspiegel als Rückwand eines Musikzimmers]

    11. Berlin

      Entwurf zu 4 großen, hochformatigen Leinwandbildern für Wand; Bild 1 Ringer ähnlich wie Plastik Ringer und Orpheus von Gerhard Marcks; Bezug Olympiade oder Atelierbau Gerhard Marcks in Berlin? Ein Bild im Nachlaß Crodel erhalten. TB V, S. 175 (nach 24.10.1935).

    12. Berlin

      Entwurf für Wagner, Berlin Singende ähnlich Vorentwurf für Naumburg 1932 TB V, S. 66 (vor 11.4.1935).

    13. Berlin

      Weihnachtsbild für Wagner, Bezug unklar. TB VI, S. 11 (28.11.1936).

    14. Berlin

      Glasbild Vögel und Kinder 26,7 * 36,4 cm Wagner, Berlin Abb. Titelblatt Illustrierte "neue linie" TB V, S. 232 15.4.1936

    15. Berlin

      Kinderheim Skalitzer / Wrangelstraße TB VI, 266 (1.5.1939) und 268, S. 282, 288 (6.-7.5.1939) Keramik mit HB, wohl zerstört? vermutlich Kinderheim der Reichspost

    16. Berlin

      Mütterheim der Reichspost Heerstraße 103 u.a. Vasen mit HBTB VI, S. 147 (vor 19.12.1937) und VII, 216.

    17. Berlin

      Post-Projekt, wohl mit Schmidt und HB? Pillkellerallee 1 u. 2 Abnahme 6.6.1941 TB VII, 216.

    18. Berlin

      Bayerhaus Kurfürstendamm 178 Vorschlag für Putzmosaik WagnerTB XII, S. 56 (Mai 1951).

    19. Berlin

      Schillertheater Vorschlag zu einem Putzmosaik TB XII, S. 5 (Februar 1951).

    20. Berlin

      Ehemalige Jugoslavische Botschaft Schliffspiegel und Mosaik (?) WagnerTB X, S. 24 (31.8.1946) Mosaik; S. 68, S. 88 (März 1947) Vgl. Probestück bei HB (Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 31).

    21. Berlin

      Deutsche Treubau-Gesellschaft (oder Treuhand?) Schliff-Fenster Bauleitung: Reichsbankdirektion 1941 (Lützowufer 8, zerstört 1945) TB VII, S. 122 1941.

    22. Berlin

      *** Kath. St. Hedwigskrankenhaus Fenster der Kapelle und Mosaik 1944-1946 WagnerTB IX, Januar 1946, S. 204-205; TB X, S. 45 (Nov. 1946) An den Seiten Engel in durchfallendem Licht; bei auffallendem Licht Silberglasscheiben-Wirkung H. Junecke, Mosaiken und Glasmalereien der Gegenwart, Zs. für Kunst, 1950, Heft 4, S. 279, Abb. S. 282.

    23. Berlin

      Künstlerhaus Möwe, Luisenstraße 18 Putzmosaik (Probe), Gesamtauftrag wg. Währungsreform nicht ausgeführt WagnerTB VII, S. 160 Dez. 1941; TB X, S. 185 (9.4.1948), S. 197, 216 Erhalten Papageienmosaik Nachlaß.

    24. Berlin

      Kasino des Ernährungsministeriums Behrensstr. 68-70 (zerstört) Schliffglasfenster 1940 Wagner TB VII, S. 43 (April 1940).

    25. Berlin

      Privathaus (?) TB XI, S. 112: Mosaik-Ecke Leipziger-Wilhelmstraße (2.-5.8.1950) und Kachelofen (B XI, S. 94) Architekten? Henselmann und Bernhard Hopp, BDA.

    26. Berlin

      Neuer Standortfriedhof, Neukölln; geweiht 1941 Lilienthalstraße (Hasenheide, Neukölln) Deckengestaltung der Eingangshalle Friedhofskapelle von Wilhelm Büning (Zusammenarbeit bereits auf der Juryfreien vgl. Brunnenkapelle, Erfurt) vgl.: Berlin und seine Bauten, 1981, S. 64f., S. 99. (an der katholischen St. Johannesbasilika) Deckenbemalung 1941 WagnerTB VII, S. 111 Februar 1941 und S. 113 (6.3.1941) Vgl. Reclam Berlin, S. 365

    27. Berlin-Britz (Neukölln)

      *** Evangelische Kirche

      • Weihnachts und

      • Tauf-Fenster

      1948 Wagner TB IX, S. 208 (Feb. 1946); TB X, S. 4 (August 1946); TB X, S. 120. Reclam Berlin, 1977, S. 367; Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalereien der Gegenwart, Zs. für Kunst 1950, Heft 4, S. 26, Abb. S. 28 bzw. S. 276, Abb. 274.

    28. Berlin-Dahlem

      Dorfkirche Dahlem, Cecilienstraße 19-21 Entwürfe für Verglasung WagnerTB IX, S. 208-209 (Februar 1946).

    29. Berlin-Hansaviertel

      *** Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche, ev. Mosaik 1956/1957 Wagner Architekt Senatsbaudirektor Ludwig Lemmer Fertiggestellt zur internationalen Bauausstellung Berlin Stifer: Oberbürgermeister Strauss Hansaviertel 1000 Berlin 21 TB XIV, Februar 1956, S. 82; August 1956, S. 131, S. 155; TB 1957, S. 191, S. 215f.; Reclam Berlin, 1977, S. 322 M. Fritz, Kirchenführer Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche, Berlin 1991, S. 12.

    30. Berlin-Heinersdorf

      *** Ev. Dorf-Kirche 2 Ost-Fenster 1946 Wagner TB IX, 1946, S. 45 (?), S. 215 (März 1946) Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 28, Abb. 30 (= S. 276 Abb. 275); Dehio, Berlin / Potsdam, 1983, S. 102 (In den 2 Ost-Fenstern Glasmalereien von Carl Crodel, 1946); Reclam-Berlin, S. 167 zum Querschiffanbau von 1934/35; Bau- und Kunstdenkmäler der DDR, Hauptstadt Berlin II, Berlin 1987, S. 93

    31. Berlin-Henningsdorf

      *** Ev. Dorf-Kirche 12 Fenster 1948 Wagner TB 1948, S. 143 Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 28 (bzw. S. 276).

    32. Berlin-Kaulsdorff

      *** Kat. Kirche St. Martin 26 Fenster und 9 Rundfenster Mosaikwand, Emailarbeit für den Altar 1942-1946; Ausführung August Wagner, Werkstatt Steckner-Crodel, Elisabeth Crodel (Antependium und Weißstickerei, 87 * 248 cm) Einweihung 15.12.1946 TB VIII S. 64-69 (Oktober 1942); S. 112 Schutzmantelmadonna für Kaulsdorf; TB VIII, S. 159 (Oktober 1943) Mosaikwand; TB X, S. 57 (7.12.1946) Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 12, 14 (= S. 262, Abb. 260); Dehio, Berlin und Potsdam, 1983, S. 96 (Die Glasfenster von 1943 von Carl Crodel, die der Taufkap. 1930); Reclam Berlin, S. 181; Bau- und Kunstdenkmäler der DDR, Hauptstadt Berlin II, Berlin 1987, S. 257.

    33. Berlin-Kleinmachnow

      *** Hakeburg sicher ausgeführt, Hinterglasmalerei, Kachel-Tische, Holz-Intarsien, Keramik und Keramik-Mosaik mit HB 1937-1938 TB VI, S. 120 (4.1.1937), S. 121, 122, 123 ;S. 124 erste Skizze Windsbräute (während Weißwasseraufenthalt 20.10.-29.10.1937); S. 127 (Skizze Windsbräute) vor 2.11.37 ; S. 185: Abnahme am 14.5.1937; S. 153 (Januar 1938) Intarsien; S. 215 Raumgestaltung Abb. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994 (Intarsien S. 15; Windfang S. 30). Teilrestaurierung dur HB 1960.Neue Dokumentation zur Zusammenarbeit mit Walther Schmidt (1899-1992): Hubert Faensen: Hightech für Hitler. Die Hakeburg, Berlin 2001, S. 45, 112, 116, 119, 125, 126, 176. Zu Schmidt vgl. Hans Eckstein, Neue Postbauten in München und Bayern. Tradition und Modernität im Bauen, Kunst der Nation, Jg. 2, Heft 11 (1.6.1934), S. 1-3; C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 72 Abb.; H. Faensen, Hightech für Hitler. Die Hakeburg - Vom Forschungszentrum zur Kaderschule, Berlin 2001, S. 45).

    34. Berlin-Kleinmachnow

      Forschungsanstalt der Reichspost Entwürfe zu Steinmosaiken mit Elementardarstellung WagnerTB VI, 245 (6.1.1939); TB VII, S. 31 (27.1.1940). Vgl. H. Faensen, Hightech für Hitler. Die Hakeburg - Vom Forschungszentrum zur Kaderschule, Berlin 2001, S. 111).

    35. Berlin-Königswusterhausen

      *** Ev. Kreuz-Kirche 3 Chor-Fenster; 4 ornamentale Rundscheiben 1948-1949 WagnerTB X, S. 143 (22.10.1947); S. 173-174 (Februar 1948) Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 28 (= S. 276); Marina Flügge, Glasmalerei in Brandenburg I, Wernersche Verlagsbuchhandlung Worms 1998.

    36. Berlin-Lichterfelde

      *** Café Storch Putzmosaik, Gitterwerk mit Störchen 1956 Wagner Architekt Rainer Semrau TB XI, S. 112 (August 1950) TB XIV, S. 162. Abb. in Konditorei und Café, 8, 1951, S. 157 Probe=Putzmosaik in: Berlinische Galerie, Berlin

    37. Berlin-Lichterfelde

      Kath. Kirche zur Heiligen Familie Apsismosaik und Fenster-Projekt, Stützenverkleidungen in Mosaik 1946 TB IX, März 1945, S. 94f.; TB X, 1946, S. 5 .

    38. Berlin-Moabit

      Dominikanerkloster St. Paulus Fenster 1946 Wagner TB X, S. 45 (November 1946).

    39. Berlin-Niederneuendorf

      Ev. Kirche (Dorfkirche) Fenster 1948 Wagner Im Tagebuch nicht identifiziert.

    40. Berlin-SO

      Lutherkirche, Annenstraße

      • 8 ornamentale Schiffenster

      Fenster 1946 Wagner TB X, S. 45 (November 1946) Beschreibung der Ausführung, S. 45 auch Annenkirche genannt; TB XI, S. 135.

    41. Berlin-Spandau

      *** Heereszeugamt

      • Keramikplatten im Treppenhaus

      HB 1942; zerstört 1945 TB VII, S. 166 (21.1.1942) Aus dem Schutt gerettete Einzelplatten (Portrait Hedwog Bollhagen) u.a. im Kunstgerwebemuseum Berlin. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 16; vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 73f. Abb.)

    42. *** Berlin-Spandau und Kunstgewerbemuseum Berlin

      Heeres-Bauamt Keramik-Wandplatten mit HB 1940-1941; zerstört. Aus dem Schutt gerettete Einzelplatten (Stilleben) u.a. im Kunstgewerbemuseum Berlin. 1945 TB VII, S. 54 u. S. 81 (4. Juni 1940); vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 68. Abb.).

    43. Berlin-Treptow

      Entwurf Rechteckscheibe, senkrechte Streifen mit figürlichen Einschlüssen, für Privathaus (nicht Wagner)? Berlin-Treptow TB XI, S. 10, Farbskizze 1:20.

    44. Berlin-Treptow (Neukölln)

      *** Mosaikwerkstätten August Wagner früher: Kiefholzstr. 72-75

      • Putzmosaiken und Fenster in den Privaträumen

      1950, zerstört 1972 bei Abriß der Fabrik Wagner Vorentwürfe aus Belvedere-Projekt entwickelt? TB VII, S. 115 (3.4.1941); TB XI, S. 83 (24.-28.3.1950) Abb. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 21; Dokumentiert im Film von Walter Schlöndorff: Ich bin ein Elefant Madame (?).

    45. Berlin-Weissensee

      Adolf Stöcker-Stiftung (heute: Stephanus-Stiftung)

      • Farbverglasungen

      1949 Wagner TB XI, S. 54 (Oktober 1949) Zusammenhang mit dem "Lehrstuhl Crodel" in Berlin Weißensee?

    46. Berlin-Wilmersdorf

      *** St. Gertrauden-Krankenhaus

      • Fenster der Kapelle

      1945, Ergänzung 1973/1974 durch Mayer TB X, S. 61 (28.12.1946), S. 74 (Februar 1947); S. 153 (26.11.1947); TB XX, S. 67 (8.10.1973) Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zeitschrift für Kunst 1950, Heft 4, S. 13, Abb. 13 u. 14; Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 20 (= S. 262, S. 264, Abb. S. 263)

    47. Berlin-Zentrum

      Haus der Ministerien Leipziger / Otto-Grotewohl-Straße Wandbild (?) 1950 TB XI, S. 87, 113, 123: 24.-26.10.1050 Abgabe des Entwurfs für die Wand im Haus der Ministerien.

    48. Berlin-Zentrum

      Kammer der Technik Intarsien Mosaiken 1951Wagner Diplom.Ing. Eugen Schleicher

      • 4 Elemente

      mit Jungebloedt TB XII, S. 19 (Mai 1951); S. 55 (Januar 1952)

      • "Wer leuchten will, muß brennen" (Mosaik)

      Entwurf früher im Besitz der Akademie der Künste, Ostberlin TB XII, S. 19 (Mai 1951); S. 55.

    49. Berlin-Zentrum

      Postministerium Berlin-Ost?

      • Keramische Einlagen für Treppenwangen

      1949 HB TB XI, S. 52f. (Oktober 1949)

    50. Berlin: Jagdaus stellung 1937

      1937 Berlin; Mitarbeit durch Wagner?

    51. Bernterode

      *** Evangelische Kreuz-Kirche vor Bernterode

      • Flügelaltar mit 2 Predellen (Anbetung der 3 Könige, Stiftung von Crodel;

      • 3 Schifffenster

      • 1 Apsisrundfenster

      1958-1963 TB XIV, S. 284-285, Oktober 1958: Gesamtansicht Flügelaltar: S. 347; TB XVI, S. 107 a (November 1959); Fertigstellung Rundfenster TB XVI, S. 143 (5.4.1960); TB XVI, S. 347 Altar (8.1.1962); TB XVII, S. 104 April 1963 Schifffenster. Hinweis in Korrespondenz zum Altar Mutzschen im Archiv für bildende Kunst, Nürnberg. Vgl. Mutzschen, Salem-Köslin (Minden) und Ronneburg.

    52. Beuthen

      Mariologisches Fenster Entwurf TB IX, September 1944, S. 36 und S. 75.

    53. Bielefeld

      Neustädter Marienkirche Überlegungen zu Chorverglasung TB XIV, S. 269 15.4.1958.

    54. Bielefeld-Schildesche

      Johannesstift der Inneren Mission, Haus Wehme Wandmalerei Feste des Jahres

      • Wandmalerei auf 20 Sperrholzplatten 150 x 160 cm 1942 TB VIII, S. 188 (Januar 1944)

    55. Bonlanden

      *+* Freizeitheim Bürkle-Bonlanden Glasmalerei für den Baderaum 1943 Wagner TB VIII, 1943, S. 181 Die von Herrn Bürkle errichteten Anlagen in Filderstadt-Bonlanden sind zerstört.

    56. Bonn

      *** Bundespostministerium Koblenzerstr. 81

      • Zehn Säulen mit Ornament-Schliff (Detopak) mit Vergoldung

      1954 Oberpostbaurat Trimborn und Baurat Schußler Wagner TB XIII (August 1954) S. 117; S. 138, S. 144 (7.12.1954) Abb. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 32; vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 76 Abb.).

    57. Braunschweig

      *** St. Andreas, ev. luth. Kirche Gesamtverglasung:

      • 5 Chorfenster (3-lichtig 6,80 * 1,85)

      • 16 Schiffenster (3+4-lichtig ca. 7,50 * 2,00)

      • 1 Rundfenster

      1960-1973 Mayer TB XIV, S. 279 (August 1958); Programm TB XVI, S. 109 (12.1959), S. 173 (März 1963), genehmigt 31.5.1963); TB XVII, S. 133 (August 1963); Probefenster: TB XVII, S. 144 3.10.1963; TB XVII, S. 173 Gesamtprogramm; S. 196-197 Abnahme; TB XVIII, S. 10 (August 1965); TB XIX, S. 164-165 (16.4.1971)
      Der Sonntag, Braunschweig, 23. Mai 1965; Pfarrer Gläser, Unsere Kirchenfenster, in: Ev.-Lutherische St. Andreaskirche Braunschweig-Wollmarkt, Gemeindebuch zum 23. April 1965, S.22-24; Reinhard Dorn, St. Andreas in Braunschweig, München und Berlin 1974, S. 14 (=Große Baudenkmäler Heft 277); Pfarrer Gläser, Faltblatt Kirchenfenster, Taufe und Altar in St. Andreas, Braunschweig o. J.

    58. Braunschweig

      St. Magnikirche Entwürfe Ornament-Fenster mit figürlichen Elementen 1937 und 1959 Architekt Krüger TB VI, S. 145 (4.12.1937 und 22.1.1938); TB XIV, August 1958, S. 279; Januar 1959, S. 321

    59. Bremen

      *** Dom St. Petri (www.kamloth.de/books2.htm)

      • Nordkapellen- Fenster, vierlichtig "Anbetung der Hl. Drei Könige"

      1952/1953 Mayer Architekt Horst Keller TB XII, S. 76 (April 1952); TB XVI, 177 8.8.1960 Beschriftung im Fenster u.l.: "Dem Andenken unserer Mutter Marie Waldthausen und unserer Tochter Hedwig Noltenius / Gurd und Ully Waldthausen / Anno Dom 1953"; signiert: "Ch. Crodel". Lit.: Walter Dietsch, Der St. Petri-Dom zu Bremen, Bremen o.J.; Johann Christian Bosse - Hans Henry Lamotte, Der Dom zu Bremen, 1982 (= Große Baudenkmäler Heft 340).

    60. Büchen

      Dorfkirche, Büchen, Schleswig-Holstein Entwurf Marienfenster 16-teilig 2,50 * 3,20 Architekten Hopp und Jaeger bzw. Jaeger und Gries TB XVII, Oktober 1963, S. 146 Kostenvoranschlag 11.1.1968.

    61. Büdingen

      Kirche Entwürfe für 3 Fenster H= 5,90 1955 Architekt Peter Nieß TB XIV, S. 56 (Nov. 1955), S. 58 (19.11.55); Entwürfe am 15.12.1955 bei Architekt Nieß eingetroffen).

    62. Coburg

      *** Landeskrankenhaus Gobelin 1952 Nürnberger Gobelin-Manufaktur.

    63. Cuxhafen

      St. Petri 1971 Entwürfe ? Zusammenarbeit mit dem Kirchlichen Kunstdienst in der Ev. Akademie Hamburg, Joachim Pause

    64. Delitsch

      *** a. Fenster in der Spitalkirche (Hospital, Altersheim) b. 4 Fenster der Kapelle 1950 Müller, Quedlinburg Kirchenfenster jetzt im Kreis-Museum Delitzsch (Schloß). Ein Fenster ausgestellt Erfurt 1988 (Katalog "Architekturbezogenes Glas", S. 18, Nr. 2: "Verkündigung an die Hirten / Anbetung der Könige / Taufe Christi / Abendmahl / Kreuzigung / Auferstehung" TB XI, Februar 1949, S. 8 (dort 3-Fenstergruppe wie Querfurt); 1950, S. 54; XVI, S. 185, 12.6.1964 Die Fenster jetzt im Kreis-Museum Delitzsch (Schloß); vgl. Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18 Nr. 2.

    65. Deutsch-Piekar

      Wallfahrtskirche St. Marien Entwurf für Marienfenster 1943-1944 WagnerTB VIII, S. 66-67 (November 1943) TB IX, September 1944, S. 35; S. 62.

    66. Düsseldorf

      *** Fenmeldeamt 2

      • Bundesadler / Email

      1958 Architekt Postbaurat Rosenauer Oberpostdirektion Düsseldorf, Steinstr. 5-9 Werkstatt Steckner-Crodel TB XIV, S. 252 Februar 1958; TB XVI, S. 154 (9.12.1963); vgl. Nachlaß LN 949

    67. Düsseldorf

      Deutsche Treuhand-Gesellschaft (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) Alexanderstr. 34 /36

      • Mosaik

      1963-1964 Mayer Architekt Dipl. Ing. Hans Herlan, Düsseldorf TB XVII, 9.12.1963, S. 154 Mosaik für ein Verwaltungsgebäude in Düsseldorf.

    68. Eckernförde

      Nikolai-Kirche Fensterprojekt Gesamtverglasung TB XVI, S. 301 August 1961; TB XVI, S. 342-343 (Januar 1962).

    69. Einbeck

      St. Alexandri Entwürfe 1965 / 1971 TB XVII, November 1965, S. 28 und 30, S. 88-89 (21.8.1966).

    70. Elmshorn

      *** Ev. St. Thomas

      • 1 Altarfenster (Wunder des Thomas und andere Themen)

      • 10 Seitenfenster mit kleinen Einlässen (aus eigener Tasche bezahlt)

      • 1 kleines Fenster im Warteraum ohne Glasmalerei

      1963-1964 Mayer Architekt Werner Thee TB XVII, 1963, S. 86; 1963, S. 167; TB XVII, S. 167 (23.12.1962) Übersicht über Farbeinlässe.

    71. Erfurt

      *** Dom

      • a. Fenster hoher Chor; Ergänzungs-Fenster 14 und 15 (Hl. Elisabeth und Apokalypse)

      • b. Westen: Cäcilienfenster

      • c. Norden: Kreuzverehrung, fünf Freuden Mariae;

      • d. Süden: Ergänzung der Wolfram-Fenster

      • e. 5 Probefenster 1959

      Exemplarisches Restaurierungsprojekt in der Verbindung von Mittelalter und Klassischer Moderne wie im Halberstaedter Dom 1936. 1959-1963 Müller TX XIV, S. 341f. (Hochchor, Fenster 14 und 15); Probefenster TB XVI, 4.9.1959, S. 27; TB XVI, S. 324-325 fünf Freuden Mariae; Caecilienfenster, Kreuzverehrung; Auftragserteilung Caecilienfenster TB XVII, S. 23 (April 1962); TB XVII, S. 203; TB XIX, S. 64 (16.10.1969) Beobachtungen zur Schwarzlotzerstörung, vgl. Erhard Drachenberg. Zur Erhaltung der mittelalterlichen Glasmalerei im Erfurter Dom und zu den Problemen ihrer Sicherung, Neue Museumskunde 1983, 104ff.; Klaus Mertens, Der Dom zu Erfurt, 8. Aufl. 1979 (=Das Christliche Denkmal, Heft 21/22), S. 57 nennt "Professor Krodel"; Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18, Nr. 4 (Farbabbildung S. 17)

    72. Erfurt

      *** Hospital am Johannesring (Juri Gagarin-Ring)

      • Wandmalerei St. Georg / St. Martin

      Details wiederholt im Graphischen Werk, Werkverzeichnis Nr. 294 (Erfurt mit Sichelmond), Nr. 295 (Erfurt mit Wappenschild), Nr. 296 (Dom und Severi) 1926 Farb-Entwurf der Gesamtwand TB II, vor 4.1.1926: Bemaßung Höhe: 5,97 Breite 4,60; Konkurrenzausstellung: TB II, 26.1.26: "In Erfurt waren die eingegangenen Entwürfe zur Wandmalerei im Hospital zu sehen - Das war wirklich komisch"; Auftragserteilung um 22.2.1926, Ablieferung des Cartons 20.3.1926; 7.3.1926: "Nun ist die erste 'Cartonwoche' vorüber, das Mittelstück und die rechte Hälfte fast fertig in der Aufzeichnung." 20.3.

      "Gestern ist auch das Farbige noch fertig geworden." Und am 7.1.1927: "Wir [Crodel und Koch] waren dann im Hospital. Die Wandmalerei dort schien ihm zuzusagen."

      Hermann Giesau, Der Cicerone 18, 1926, Heft 15, S. 534; Curt Glaser, Zwei Wandmalereien von Charles Crodel, Kunst und Künstler 24, 1925/1926, H 6, S. 245-246; (Dr. Deile?), Die Erfurter Hospitäler, Erfurt 1930, S. 79-81; Charles Crodel, Jena 1994, S. 17; Architekturführer DDR. Bezirk Erfurt, Berlin 1979, S. 33.

    73. Erfurt

      *** St. Jacob-Schotten (St. Nikolaus und Jakobus) Chorfenster und in den Seitenschiffen 2 * 4 Fenster mit farbigen Einschlüssen in Butzenscheiben; Anordnung heute falsch, vgl. die Originalkartons bei Kraus. 1968 Kraus, Weimar TB XVIII, 1968, S. 245; TB XIX, S. 43 (Juli 1969)

      Architekturführer DDR. Bezirk Erfurt, Berlin 1979, S. 29; Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18, Nr. 6 Dreischiffige romanische Pfeilerkirche. 1954/64 umfassende Sicherung. Altar und Tabernakel von F. Schötschel

    74. Erfurt

      *** Villa Arthur Wolff Wandmalerei: Jagd der Diana (Bezug: Diana Wolf?) Regierungsstraße 43 1932 Architekt Th. Kellner Heute zur Orthopädischen Klinik, Regierungsstraße 42 a gehörig Entwurf Angermuseum, Erfurt Zusammenarbeit mit den Werkstätten der Stadt Halle Burg Giebichenstein wie Gotha? Vorgeschichte des Auftrags?: Wandabrollung für Erfurt TB IV, S. 82-83 mit Grundriß des rechteckigen Raumes 4,40 x 6,05 x H 3,05 (nach 12.10.1932) Motiv sitzender Flötenspieler schon TB IV, S. 5 (24.12.1931): grauer Sockel, darüber Felder mit roten Randleisten; nach oben durch rote Rechtecke abgesetzt. Aufenthalt TB IV, S. 89: 10.-13. November Erfurt. Christliches Hospiz, Regierungsstraße 64; Einzelmotive (Ringer, Flötenspieler: TB V, S. 100-101 Januar 1933). Sichere Nennung: TB V S. 268: Eßzimmer Haus Arthur Wolff 29.-30.5. 1936 (dann Augustinerkirche#); Wandabrollung mit Raummaßen S. 252 (29.-30.5.1936); TB VI, S. 53 (30.4.-9.5.1937) Ausführung der Wandmalerei mit Rezeptur.

    75. Erfurt

      Brunnenkapelle am Fischersand. Ausführung der Kartons für die Juryfreie Kunstausstellung Berlin im Tagebuch gesichert; Ausführung und Zerstörung in Erfurt nach Magda Kunze, dann bei der Renovierung anläßlich der Übergabe an das Priesterseminar 1952 übertüncht *+* 14 Stationen Karton fertigestellt in Halle im der Scheune von Gut Grimritz bei Gerhard Marcks, der dazu Modell stand. Foto des Kartons von Finsler. Nachfolge der Darstellung z.B.: Katharinenkirche in Frankfurt. TB II 2. Nov. 1926 Berlin bei Waetzoldt wegen des Erfurter Kartons; TB II (nach 7.1.1927); TB II, 21.2.1927; 16.3 (12. - 14. Station); TB II. Mitte August 1926 Wand 1:100; 7.1.1927; 2.4.1927; 4.4.; 5. u. 6.4. (Juryfreie Kunstschau 1927 Abteilung Religiöse Kunst, Leitung Architekt Büning, Kat. Nr. 1164) ; 9.5.; TB II, 28.12.1927:

      "Man hat sich um den großen Staatspreis beworben, zum dritten Mal und dazu aus der Stationenreihe Nr. 10 und 11. (Jesus seiner Kleider beraubt, Jesus wird ans Kreuz genagelt), ein Bild mit Puten (8. Augsut) und 3 Landschaften geschickt."
    76. Erfurt

      Barfüsserkiche (ehem. Klosterkirche der Franziskaner) Chorfenster: Zusammenarbeit mit Konservator Giesau u. Stadtrat Halfmann, TB VI, 3: 17.-19.11.1936 Erfurt; S. 12: 25.11. Nov. 1936: Reichskunstkammer bei Gottlob Schneider. Kirche im 2. Weltkrieg zerstört TB VI, S. 3 (17.-19.11. 1936, S. 18 Januar 1937 Dreischiffige gotische Basilika, 1944 ausgebrannt: TB IX, S. 150: "30.7.-1.8.45 Erfurt. Man sieht das Innere der zerstörten Barfüßer-Kirche."

    77. Erfurt

      Augustinerkirche (Reglerkirche) 2 farbige Entwürfe für Deckenbemalung Architekt Theo Kellner TB V, S. 250 Skizze der Architektur und der Decke in Taubenblau Mai 1936; TB VI, S. 3 14.11.1936) Deckenmalerei und Blankverglasung Westfenster (Der Bezug dürfte die Wiederherstellung des Kirchenraumes durch Giesau und Kellner 1936 sein). Architekturführer DDR. Bezirk Erfurt, Berlin 1979, S. 31 eine Abbildung des Hauptschiffes des Augustinerklosters.

    78. Erfurt

      *** Angermuseum

      • a. Türfüllungen im Rokokoraum der Familie Spangenberg; dazu Eröffnungsvortrag von Crodel am 24.11.1932. (Zeitungsbericht dazu) 1932 TB IV, S. 93 19.11 und 20.11.1932 Fertigstellung; Technisches.

      • b. 3 Glasfenster 1935 für den Porzellanraum des Anger-Museums mit Architekt Th. Kellner (Ersterwähnung anläßlich Fertigstellung Wandmalerei Gotha, Haus Schöne Allee 9: TB 7.4.1935, S. 86f., S. 92 Alternativentwurf?, S. 232-233 endgültige Fassung gleichzeitig mit Glasbild für das Titelblatt der Zeitschrift "Neue Linie": Wagner. 1952 wieder entfernt nach Vermerk TB X, S. 216)

      • c. Schablonen für das Anger-Museum TB VI, S. 54 (Mai 1937)

      • d. Wandteppiche (Elisabeth Crodel) TB 1940, S. 72/73

      • e. Im Porzellanraum: Rhedensche Vase von der Ausstellung Gut und billig, Berlin 1932 sowie bemalte Untertassen der Erfurter Ausstellung 1926; vgl. Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 50.

    79. Erfurt

      Erfurt Katholische Vorbereitungsschule Entwurf für ein Hausschild mit "Thüriger Mutter", wohl 1924.

    80. Erfurt

      Westschule Entwurf nicht ausgeführter Vorschlag für eine Wandmalerei TB V, S. 248 Mai 1936.

    81. Erfurt

      Haus Dr. Full "Zwei kleine Füllungen im Hause Dr. Full" Projekt? Architekt Theo Kellner Ruth und Eberhard Menzel, Kreative Treffs im Freundeskreis. Häuser und ihre Geschichte: Alfred-Hess-Straße 30, Thüringische Landes-Zeitung, 5. April 1997.

    82. Erfurt

      Projekt Treppenhausfenster in der Händelstraße Erfurt (oder Halle?) TB VI, S. 3 14.11.1936

    83. Erfurt

      Landhaus Lutz Topf Projekt? Architekt Hans Theo Kellner TB VII, S. 45 (23.4.1940).

    84. Erxleben

      Haus Troche (Arzt, Sammler, Mitreisender der Pilgerfahrt zu Munch 1934) Projekt TB V, S. 256.

    85. Essen

      *** Städtischer Saalbau , Obergeschoß: Weißer Saal oder Hochzeitszimmer. Märchen-Keramik des Weißen Saals 2 * 100 * ca. 2,50 m (= A B) + 4 *1,55 * ca. 2 m (= E F G H + 2 * 0,72 * ca. 2 m (= C D) Wandfelder:: in lebendig farbiger Fayencemalerei mit sparsamer Vergoldung. Mächenthemen und "sich nach Schnauz und Schnabel richten" - Fabel vom Fuchs und Kranich an der Seite (A B), auf F Motive aus dem Märchen "Erschreckliche Geschichte vom Hühnchen und vom Hähnchen aus des Knaben Wunderhorn" (Ch. Crodel, EA Seemann, Leipzig 1949); G: "It brakes in our bosom / and then we beleed". Auf H Variationen zu Hedwig Bollhagen (keramische Motive, Sternzeichen Skorpion). Formal insgesamt Anschluß an die keramischen Wände von 1938.
      Die Wandfelder mit dekorativen Rahmungen wie bei der Auseinandersetzung mit den Wandmalerein von Karl-Friedrich Schinkel im Kursaal von Bad Lauchstädt (Goethe-Jahr 1932) und der gleichfalls zerstörten Malerei im Standesamt der Stadt Halle.
      Im Vorraum ders Hochzeitszimmers, dem "Gelben Saal" Holzvertäfelung mit 20 Streifen aus grünen Emailplatten von V.v. Claer, Werkstatt Steckner-Crodel;vgl. Vera Marie von Claer. Werkstatt Steckner-Crodel, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 1997, S. 85; Allgemeines Künstler Lexikon, Bd. 19, 1998, S. 347).
      1954 Architekt: Walter Engelhardt (*1908), Essen, Wiedfeldstr. 44 bzw. Kieler Str. 28; Brand: Fa. Alfons Königbauer, Gräfelfing, Obb. vgl. TB XII, 14.4.1954 (auch entsprechend in den Wandfeldern signiert und 1954 datiert auf D E).
      Walter Engelhardt: Städtischer Saalbau Essen, Baumeister, 55, 1958, S. 471. vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 59ff. Abb.).

    86. Essen

      Folkwangmuseum Entwurf Farbskizze Minne-Brunnen-Raum TB V, S. 286-287 und Perspektive S. 291 nach 18.9.1934.

    87. Essen

      *Gartenbauausstellung GRUGA

      • Bodenbelag Wasserbecken

      • Pergola, Keramikplatten in den Wandverputz eingelassen ("Putzkeramik" - Übertragung des Technik des Putzmosaikes auf die Keramik) und

      • Bodengefäße.

      Planung Gartenarchitekt Guido Erxleben, Essen-Marienheide (+1950).
      1938 HB TB VI, S. 158 (Januar 1938) Entwurf Wasserbeckenboden?; TB VI, S. 168 Gefäß; S. 179 (26.-30.4.1938). Probestücke erhalten bei Hedwig Bollhagen bzw. im Kunstgewerbemuseum in Berlin sowie eventuell Fragmente im der Verwaltung der GRUGA, Essen; vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 71ff. Abb.); Charles Crodel: Kunsthandwerk, Halle 1994, S. 14 und Cornelius Steckner, Hedwig Bollhagen. Zur Geschichte der HB-Werkstätten in Marwitz bei Velten, Keramos 120, 1988, S. 81f.; zur GRUGA vgl. Astrid Schröder, ".. und sonntags in die Gruga." Die Geschichte des Essener Volksparkes, Essen 1996, S. 22f. Lageplan.

      Flensburg

      St. Marien. Vorentwurf zur Renovierung 1959.

    88. Frankfurt

      *** St. Katharinen

      Gesamtverglasung

      • 18 Fenster "Eigenständig gewähltes Thema" (Crodel);

      • Malerei Türbogen W

      • Malerei Sakristei

      • Malerei Turmorgel

      1953-1954 Architekt Theo Kellner Mayer

      TB XIII, S. 28 (April 1953); S. 31; S. 34-35; S. 68-69; S. 77 (17.12.1953) Auftragserteilung; TB XIII, S. 134-135 Malerei Turmorgel, West=Eingangstür und Sakristei.

      Carl Crodel, Gedanken zum Inhaltlichen der Glasfenster der St. Katharinenkirche, in: Festschrift zur Wiedereinweihung der St. Katharinenkirche am 24. Oktober 1954, Hrsg. Wilhelm Fresenius, Frankfurt 1954, S. 27-30:

      "Bei der Niederschrift meiner Gedanken fühle ich mich gehemmt; gehöre ich doch als Maler zu denen, bei denen das mehr interessiert, was sie machen, als das, was sie sagen. Grundsätzliches Ich spreche jetzt nur von dem Inhaltlichen, dem Ikonographischen. Ich glaubte, aus farbigen Glasstücken "bilden" oder "bildern", eine Bilderbibel machen zu dürfen und dabei dies und jenes "zeichnen", d.h. zeigen zu können. Der Kirchenraum hat siebzehn Fenster, fünf nehmen den eigentlichen Chor ein, links davon ist die Nordwand, rechts davon die Südwand, im Rücken die Empore im Westen. Da die Kirche auch kirchenmusikalischen Zwecken zu dienen hat, kam mir der Gedanke, den 150. Psalm Lobet den Herrn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfe!) in die Fenster zu verflechten. Ich habe nun oben im Maßwerk bei allen Fenstern mit Ausnahme der drei Emporenfenster, also bei den fünf Nordfenstern, den fünf Chorfenstern und den vier Südfenstern den 150. Psalm mit lobpreisenden Engeln, die entsprechende Musikinstrumente haben, auf rotem Grunde gezeigt; so mag es erreicht worden sein, daß die vierzehn roten Fensterabschlüsse oben die Kirche gleichsam architektonisch zusammenfassen und das schöne Holzgewölbe zu tragen scheinen, wie ja das System der gebrochenen Rauten im Maßwerk der Fenster ein Echo zur Ornamentierung der Holzdecke ist. Chorfenster Das mittlere Chorfenster (Fenster 8) zeigt unten (wir "lesen" die Fenster immer von unten nach oben) die Gefangennahme Christi, den Judaskuß in der Mitte, dann in der "nächsten Zeile" die Kreuzabnahme: Christus schräg im Bild, unter Maria, die die rechte Hand des Herrn hält; einen Totenkopf; unter dem Mann auf der Leiter den Schakal, das Ende des Irdischen andeutend. Dann ist Christus bei den Geistern im Gefängnis dargestellt (1. Petri 3, Vers 19), unter ihnen Adam und Eva, der gefesselte Leviathan, Menschen in diesem Gefängnis, der geflügelte Teufel als unterer Bildabschluß. Darüber die Auferstehung: Der Sarg ist geborsten, die Krieger schlafen, ihre Lanzen weisen schräg nach oben. Im Maßwerk: der Preis des Herrn durch den "Reigen". Rechts davon Fenster 9: Zunächst die Taufe Christi; ein antiker Meergott, der das ganze Bild hält; Christus im Wasser mit Fischen, auf dem Felsen links der Täufer Johannes, der seine Schale über den Herrn ausgießt, auf dem Felsen rechts der Engel mit dem Kleid Christi. Dann Christus als Lehrer, der vom Kahn aus predigt, links ein Netz, rechts gefangene Fische. Christus als Heilender: Blinde und arme, geschlagene Menschen mit Krücken und Gliederstrümpfen, dabei ein Hund, der ihnen dient. Christus der Wundertäter; Auferweckung des Lazarus; der auferstehende Lazarus erhebt sich vom Liegen zur "Senkrechten". Noch hält sich der Mensch wegen Gestankes die Nase zu, der Kosmos aber, das Tier, hat bereits das Wunder gespürt und leckt die Füße seines Herrn. auf der linken Seite: Frau mit Sargdeckel und flackernder ampe auf einem Schemel. Im Maßwerk: ein Trumscheit als Saiteninstrument. Links das Mittelfenster (Fenster 7: Ganz unten der die Schlage zertretende Fuß, darüber die Verkündigung: Der beflügelte, der Maria das Wunder verkündende Engel. Auf dem Schemel eine Schere. Die Geburt: Maria im Stall, das liegende Kind berührend; Ochs und Esel links und rechts der Krippe. Flucht nach Ägypten: Die Früchte des Blätterbaumes werden zu Cherubimköpfen. Links und rechts schräge, bunte, geflügelte Cherubim. Der zwölfjährige Jesus im Tempel: Die Alten im Tempel, die sich wundern. Der Anfang aller Philosophie ist Staunen" sagt Plato. Im Maßwerk: Unter dem Stern von Bethlehem das Tympanon, eine Trommel. Wir gehen jetzt links zum Norden herüber. Fenster 6: Jakob ringt mit dem Engel. "Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn." Der geschlagene und geschundene Hiob, der noch an Gott glaubt, während sein Weib zetert und greint. Hier glaubte ich, die Zerstörung zeigen zu dürfen, das Chaos der Ruine, das groteske Ornament eines Balkongittersteiles, das im Stall vernichtete Tier, den geborstenen Krug, den zerrissenen Einer, aus dem eine Maus kriecht; darüber ein entsetzliches Symbol ist eine der Töchter Hiobs, tot, mit drei Ziegelsteinen auf das Fenster genagelt. Eine Uhr darüber zeigt 1/2 10 Uhr, ein Kalenderblatt daneben weist auf den 22. März 1944 hin und verbindet so Urgeschichte und Gegenwart, Testament und Heute: Denke daran, Beschauender, daß die Uhr deiner Kirche am 22. März 1944 um 1/2 10 Uhr stand, stillstand! Darüber das zerstörte Rad, die zertrümmerte Axt, die Unglücksraben des Hiob. Oben im Maßwerk: die Zither, den Herrn preisend. Wir sind jetzt auf der Nordseite und beginnen ganz links an der Empore anschließend mit dem Schöpfungsfenster (Fenster 1): Licht und Finsternis, Erschaffung Evas, die Paradiestiere: Fische, Widder, Zebra, der Vogel; links des Schöpfers Hand über dem Regenbogen; die geschaffene Sonne, der geschaffene Mond.

      Literatur: Erhard Göpel, Ein fröhlicher Glasmaler. Charles Crodel und die Entwürfe für die Fenster der Frankfurter Katharinenkirche, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.3.1954; Doris Schmidt, Glasmalereien von Carl Crodel in der Frankfurter Katharinenkirche, Frankfurt 1956; Eberhard Schenk zu Schweinsberg, Die neuen Glasfenster der St. Katharinenkirche in Frankfurt am Main, Glastechnische Berichte 27, 1954, S. 467468; Wilhelm Schlink, Farbe in Glas, in: Joachim Proescholdt (Hg.), St. Katharinen zu Frankfurt am Main, Frankfurt 1981, S. 189-213 u. 2. Aufl. 1993, S. 201-225; Joachim Proescholdt, St. Katharinen zu Frankfurt am Main, München & Zürich 1982 (= Schnell Kunstführer 1360); Joachim Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich. Glasmalereien von Charles Crodel in Frankfurt am Main, Frankfurt 1988, Abb. S. 119 (Selbstporträt Crodel neben Christus in der Vorhölle).

    89. Frankfurt

      *** Peterskirche Ev.-luth. St. Peterskirche Bleichstraße 44

      • 79 Fenster und Fensterbinder "Niedriger Eingangsraum mit hochsitzenden Glasfenstern. Eigene Themenwahl" Crodel

      1963-1965 Mayer Architekt Theo Kellner TX XVII, S. 107 u. S. 109 (April 1963); S. 187 (2.7.1964); S. 232 (Februar 1965); Einweihung S. 254; TB XVIII, S. 7 Glasstreifen für Eingangsraum; S. 8, S. 9. Dazu wurde von Carl Anton Beuß ein Film über den Wiederaufbau der Peterskirche gedreht, bislang nicht wiederaufgefunden; Abbildungen aus dem Fensterwerk in: J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988.

    90. Frankfurt

      *** Deutsche Treuhand-Gesellschaft / Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG Beethovenstr. 8-10

      • 2 Stützenverkleidungen schwarzes Detopakglas mit Schliff (zerstört) und

      • 12 Treppenhaus-Fenster in 4 Stockwerken.

      Architekt Theo Kellner 1959/1960 Mayer Abbildungen in: J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988.

    91. Frankfurt

      14 Stationen für Frankfurt, Zuordnung unklar TB XVIII, S. 122-123 (Februar 1967).

    92. Frankfurt

      Hausbemalung Römer Wettbewerb TB XIII, S. 148-149 (Dezember 1954).

    93. Frankfurt

      Vorschläge für Karmeliter-Kloster Denkmal der unschuldigen Opfer, TB XVII, S. 46 (28.1.1966), Entwurf; S. 67 Mai 1966.

    94. Frankfurt

      Nikolaikirche Entwürfe Chorverglasung TB XIV, Januar 1956, S.76.

    95. Frankfurt

      St. Leonhardt Vorentwürfe seit 1965 TB XVIII, S. 35 (Dezember 1965); Wettbewerb TB XIX, S. 196-198 (August 1971) Kostenvoranschlag Mayer Oktober 1972.

    96. Frankfurt-Bockenheim

      *** Ev. St. Jakobskirche

      • 16 Fenster (1,15 * 5,55 m; 2 Oval 2,10 * 1,70 m)

      1955-1957 Mayer TB XIII, S. 136-137 (Oktober 1957) Abbildungen in: J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988.

    97. Frankfurt-Bockenheim

      *** U-Bahn-Station Jakobs-Kirche

      • 6 Fenster 1986

      Reproduktion auf Email Veröffentlicht in: Es muß nicht immer Glas sein. Die emaillierten Kirchenfenstermotive aus der St. Jakobs-Kirche am Kirchplatz, in: Die C-Strecke der U-Bahn Frankfurt am Main, Stadt Frankfurt am Main zur Eröffnung am 27.9.1986, S. 28f. mit 2 Abb.

    98. Frankfurt-Sachsenhausen

      *** Ev. Dreikönigskirche Ev.luth. Dreikönigsgemeinde Oppenheimer Straße 5

      • 1 Turmfenster

      • 15 Fenster 2,70 * 0,90 m (Details im Graphischen Werk)

      1956-1957 Mayer TB XIII, S. 118 (August 1954); TB XIV, S. 59 (November 1955); S. 100, 103, Mai 1956; S. 114-115 Juni 1956; S. 120 Juli 1956: Sakristei; Glockeninschrift für die durch Gbr. Bachert, Kochendorf gegossene Glocke; 3-König= Motivwiederholung "Nächtliche Wüste", Steckner 396, vgl. dort Abb. S. XX (= TB XIV, S. 69). Zur Deutung vgl. TB XVIII, S. 51 Sommer 1969:

      "Vor 10 Jahren etwa in den Fenstern der 3 Königskirche habe ich das Thema "Ich und der andere" oder "Du und der Andere" in einigen Variationen durchexerziert. Der Andere der aber auch das Gestirn, der Engel, der Gott sein kann bzw. ist. Ich fühle mich in in dieser Idee (durch den jetzt gestorbenen Adorno) bestätigt."

      Lit.: 450 Jahre Evangelische Dreikönigsgemeinde. 100 Jahre neue Dreikönigsgemeinde, Frankfurt 1981, S. 188; J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988 (mit Abbildungen).

    99. Frankfurt-Zeilsheim

      Katholische St. Bartholomäuskirche Verglasungsvorschläge Architekt Theo Kellner TB XVIII, S. 36 8.11.1965.

    100. Frankfurt: Bergen-Enkheim

      *** Flucht nach Ägypten, ehemals Villa Architekt Theo Kellner Glasfenster; Abb. bei J. Proescholdt, Dein Himmel ist wie ein Teppich, Frankfurt 1988, S. 93. Das Türfenster wurde von dem inzwischen verstorbenen Dr. Reinhard Goerdeler (1922-1996) übernommen.

    101. Frankfurt / Oder

      Marienkirche Frankfurt / Oder, Ausschreibung zur Konkurrenz 1927; TB und Entwurf im Nachlaß: Ansicht und Wandabrollung; Einteilung in drei Zonen: oben Gestirne der Schöpfung, Erschaffung Adams, Erschaffung Evas (Typus: Geburt des Erechteion), Sündenfall und Vertreibung (Typus: Eherne Schlange) TB II. 10.1.1927: Abb. Halle Marienkirche Frankfurt/Oder und Brunnenkapelle, und: 5.3.1927 Großer Staatspreis Ausstellung Berlin.

    102. Friedberg/Hessen

      *** Stadtkirche

      • 3 Chorfenster

      • 2 Schifffenster

      • 1 Fenster im Sitzungssaal

      • 6 Fenster im Treppenhaus

      • 1 Fenster in der Sakristei

      • Lettner und Kanzel bemalt

      1961-1963 Mayer Architekt Theo Kellner TB XVI, 21.9.1961, 314; TB XVII, S. 9 (12.2.1962); TB XVII, S. 17 (14.6.1963), S. 72 (13.-15.12.1962); S. 137 (24.8.63) Lettnerbemalung. Ernst Götz, Die Stadtkirche unserer Lieben Frau zu Friedberg, 2. Aufl. München - Berlin 1974, S. 14 (= Grosse Baudenkmäler Heft 203).

    103. Fulda-Horas

      *** Kath. St. Bonifatius

      • 3 + 5 Chorfenster

      • 6 Süd- und Nordfenster

      1958 und 1974 (Ausführung C.H. Steckner) Mayer Architekt Waldemar Schneider, Fulda TB XX, S. 65 (6.9.1973) Erwin Sturm, Die Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Fulda, Fulda 1984, S. 646; Das Münster, Heft 1/2 1963, S. 5

    104. Garmisch-Partenkirchen

      Wandmalerei Arbeitsamt in der ehm. Jaeger-Kaserne 1958 (wohl zerstört) Architekt Grundmann Übergabe 27.2.1953 TB XII, S. 12.

    105. Gotha

      *** Wohnhaus Schöne Allee 9 Architekt Th. Kellner. Wandmalerei. Übersicht Farbskizze TB V, S. 282: Decke 6 x 3 m über Wand mit Emblemfeldern 40 x 1,40 und 90 x 1,40, gerundete Raumecken H 2,40 Breite 70 cm Fertigstellung -> 7.4.1935 TB V, S. 283 nach 12.9.1934, TB VI, S. 65, S. 80 (29.3.1935) Abb. Ch. Crodel. Kunst. Handwerk. Industrie, 1983, S. 38 Abb. 20; Mark Escherich, Kleinod der Moderne in eher unauffälligem Haus, Thüringische Landes-Zeitung, 18.11.1995.

    106. Gotha

      3 Scheiben: links und rechts Jagdmotive (Aktäon und Diana?), Mitte Mädchen mit Taube. Vielleicht Mitwirkung bei der Neueinrichtung des Museums Gotha 1935 wie Porzellankabinett Erfurt mit Eberhard Schenk v. Schweinsberg; Angaben im Tagebuch unklar bzw. nicht gedeutet. TB V, S. 90 (21.4.1935).

    107. Halberstadt

      *** Ev. Dom St. Stephanus Dreischiffige Basilika mit Querschiff Restaurierung der mittelalterlichen Fenster

      • a: Restaurierung mehrerer Scheibenpaare des Fensters s III in der Marienkapelle vor dem Chor; strenge Einbindung von 8 Scheiben in den bestehende Farbkomposition, Rahmung und Bildfeldauffassung der Scheiben. Projekt in Verbindung mit Landesdirektor v. Arnim, Halberstadt, Blaue Kesel 3? TB V, Montag, den 27. [2.1936?] 11 Uhr; Das Projekt scheint eingebettet in weitere Vorhaben wie die von Erich Meyer dargelegte Erneuerung des Halberstaedter Dommuseums; vgl. Horst Keller, Karl Rödel, in: Karl Rödel 1907-1982, Ausstellungskatalog Städtische Kunsthalle Mannheim 1989, S. 48:

        "In diese Arbeit bezieht Giesau mit anderen Rödel ein, der dann mit Kurt Bunge im Halberstädter Dom - neben seinem Malen und Zeichnen in Feld und Flur - als Mitglied der Werkstatt des Provinzialkonservators und an der Einrichtung des Halberstädter Dom-Museum mit Fähigkeiten hervortreten kann, die von exakter Detailarbeit bis zur kühnen Improvistation reichen. Charles Crodel war es gewesen, der Giesau überzeugt hatte, daß die jungen Künstler fähig seien, bei Restaurierungen nicht mehr Erhaltenes mit Einfühlung zu ergänzen."

        Zu den Museumsarbeiten vgl. Erich Meyer, Dom-Museum Halberstadt, Halberstadt o.J.

      • b: Stephanuskapelle (6), nach Wiederauftreten von Originalscheiben Verwendung überzähliger Fensterscheiben aus der Marienkapelle (a)

      • c: Chorfenster, Maßwerk des 7-lichtigen Fensters s IV

      • Eingefügte Engelsköpfe; Farbkomposition in Bezug auf formalen und farbigen Bestand; Aufgreifen der lichtgrünen Flecken und des Blaugrundes, Kompositionellen Anbindung an das Figurenweiß. TB XIV, 15.10.1958, S. 281: Marienkapelle u. anschließendes Maßwerk in den Chorumgangsfenstern.

      1951-1959 Müller Lit.: Johanna Flemming, Edar Lehmann und Ernst Schubert, Dom und Domschatz zu Halberstadt, Leipzig 1990 (keine Erwähnung von Crodel).

    108. Halberstadt

      *** Kath. St. Andreas Dreischiffige gotische Hallenkirche Müller 1951-1959

      • a. 5 runde Bildfenster Leben des Franziskus im Chor 1951/52 (Doppel von Fenster 2 Crodel-Ausstellung Erfurt 1982) TB XII, S. 8 (Februar 1951); S. 23 (Juni 1951)

      • b. rechteckiges Fenster mit Wundmalen Christ im angebauten Franziskaner-Kloster (TB XIV, Juni 1959, S. 356; TB XVI, S. 17 (11.8.1959): 5-Wundenfenster); Bez. u.r.: "Ch. Crodel // Hergestellt bei / Ferd. Müller / Quedlinburg"

      • c. Vorschlag für Taufstein (Keramik; Ansicht und Schnitt), TB XII, Juli 1951, S. 28

      Dehio, Der Bezirk Magdeburg, Berlin 1974, S.156/57.

    109. Halle

      "Eisdiele" in der Triftstraße Ausmalung einer Laube TB V, S. 55 Grundriß und S. 56-57 Wandabrollung (nach 16.2.1932).

    110. Halle

      Heeresnachrichtenschule Kasinofenster Architekt Bohne TB V, S. 238 (5.5.1936 zum Wirtschaftsgebäude), und 17.6.1936, S. 255 zum Kasinofenster.

    111. Halle

      Mitteldeutsche Landesbank Entwurf zu einer Wandmalerei für den Sitzungssaal TB III, S. 134 (28.5.1929)

    112. Halle

      Burg Giebichenstein Werkstätten der Stadt Halle.

      • a. Ausmalung der Margarethenkapelle unter Anleitung Crodels, Zerstörung Sommer1933. Experimentelle künstlerisch-technische Ausmalung der Crodel-Klasse mit nicht genau bestimmbarem Anteil von Ch. Crodel selbst 1932 (die Hallischen Nachrichten berichten darüber anläßlich der Schülerausstellung am 24.6.1932). Abb. bei Katja Schneider, Burg Giebichenstein. B1., Weinheim 1992, S. 405 Textabbildung 154. Die Überstreichung dürfte 1933 zusammen mit der Verbrennung der graphischen Drucke und Bilder aus den Druckwerkstätten und der Crodelklasse im Hof der Burg Giebichenstein erfolgt sein (Brief-Bericht Ch. Crodel an Gerhard Marcks).

      • b. Festdekoration für Burgfest TB XI, S. 111 (Juli 1950) .

    113. Halle

      *** Universität: Burse zur Tulpe Improvisationen / Inventionen über Leben und Tod

      • Wandmalerei Fresco-Secco mit Kleinplastik von Gerhard Marcks (nicht im Werkverzeichnis GM)

      Thematische Aufnahme des "Lebenstag"-Projektes für das Lyzeum Jena, dann Themenelemente Wandabrollung TB III, S. 80 und 81 (14.11.1928) für Wohnhaus; vgl. Charles Crodel, Jena 1994, S. 24f. (Morgen - Mittag - Abend). Bezug Goya-Centenar; Einbindung u.a. von Elementen der Pintura Negras. Fertiggestellt im Sommer 1929. Zerstört Sommer 1936.

      Der an die Studenten adressierte Aufbau des Lebensbildes im Musikzimmer folgt nicht dem 7-Lebensalter-Schema, wie es etwa William Shakespeare in "Wie es euch gefãllt" (II,7) gebraucht: Die ganze Welt ist Bühne / Und alle Fraun und Männer bloße Spieler. / Sie treten auf und gehen wieder ab, / Sein Leben lang spielt einer manche Rollen / Durch sieben Akte hin." Aber Anklänge daran sind sicher, so der Soldat "Bis in die Mündung der Kanone suchend / die Seifenblase Ruhm." Die Kanone ist über dem Schützengrabenrand zu sehen, davor, im Graben ein Verwundeter mit Armstumpf, in Hintergrund aber ein Fels, der mit Steinbogen und Pergola etwas an der Burgfelsen der Oberburg Giebichenstein erinnert und zu einer schwebenden Nornengruppe steht. Genau besehen aber ist diese Gruppe von Fels und Figuren ein von Crodel in die Gesamtkomposition eingewebtes Zitat nach den heute im Prado befindlichen Pinturas Negras aus dem 1805 erbauten Landhaus Quinta del Sordo des Francisco Goya (1746-1828), eingewebt im hundertsten Todesjahr 1928. Ausgehend von der Beobachtung, daß sich die vier jeweils 123 * 266 cm messenden großformatigen Bilder des Obergeschosses einen durchgängigen Landschaftshorizont ergeben, bei dem sich auch die gegenüberliegenden Parzen- und Asmodeabilder aufeinander beziehen und die Stockkämpfer (Dos forasteros) einbeziehen. Crodel hat die räumlichen Beziehungen dieser schwarzen Landschaft aufgegriffen, aber den Perspektivpunkt auf den Felsen hin bezogen so verändert, daß sein Verwundeter in den Vordergrund kommt und damit der Schützengraben die räumliche Lage der Stockkämpfer Goyas aufnimmt. Durch diesen Perspektivpunkt hinter den Stockkämpfern können Parzengruppe und Felsen den Hintergrund bilden. Werkgeschichte- und Technik: TB III, 28.5.1929:

      "Beginn mit dem Auftragen des "Malgrundes" in der Tulpe. Die Wand - es ist sehr heiß - wurde am Tag vorher genäßt und jetzt wieder stark angefeuchtet. Der Malgrundmörtel wurde als Spritzbewurf (der Putz darunter etwas aufgerissen) angeworfen. Da der Mörtel rasch anzog, konnten nur kleine Stellen etwa 1/2 - 1/3 qm mit dem - eisernen Reibebrett geglättet werden. Die Ansatzstellen machten natürlich Schwierigkeit und machen die Struktur der Wandfläche etwas unruhig. Der Malgrund wurde dünn - wohl 2 mm - aufgetragen, was natürlich der Glättung auch hinderlich war. Zu den etwa 40 qm hatte ich 300 kg bestellt (6 Säcke), gebraucht wurden 5 1/2 Sack.

      Es wäre richtiger gewesen, auf dem noch feuchten Kalkputz den Malgrund aufzutragen: Der Grund wurde noch 3mal nach dem Abbinden genäßt inerhalb zweier Tage.

      3.6. Ätzen. Mit dem 1:3 verdünnten Ätzmittel. Zwei mit der Plafondbürste waagerecht geführte Anstriche, dann ein dritter mit Wasser. Das Putzmittel brauste leis auf der Wand, und schäumte im Zinkeimer. Der dritte (Wasser)anstrich glitt geradezu an der Wand herunter. Morgen kann mit dem Aufzeichnen begonnen werden."

      TB III, S. 139: 12.7.1929 "Gestern wird die Malerei in der Tulpe nach 15 eigentlichen Arbeitstagen abgeschlossen. Davon 2 einhalb Tage Durchzeichnen der Cartons. Munne [d.i. Elisabeth Crodel] als Hilfe. Wir fingen beim Liebespaar an, der Gebrauchsanweisung entsprechend 'in der Technik der Ölfarben', mit dem Resultat, daß die Malerei mulmig, Kreidig, pastellartig, unangenehm wirkte. Durch das viele Verwenden des Weiß noch dazu großer Unterschied zwischen der feuchten und der trockenen Farbe. Ich versuchte dann dünn, aquarellartig ohne Weiß zu malen, mit dem weißen Untergrund zu rechnen. Die Folge: leicht, freskohafte, helle Wirkung, die allerdings eine sichere, ausführliche Handschrift verlangt. Das Weiß des Putzes gilt mit als wichtiger optischer Bestandteil der Malerei.

      Die Handschrift (das Bild ist durch ausführlichen Carton und Skizzen vorbereitet) darf nicht wie beim Aquarell Farbfleck allein sein, sondern muß in der Art Pompejanischer Malerei die Form nachfühlen, mit Farbe zeichnen.

      NB. Bei ersten Nässen vor dem Malen zeigte der Malgrund eine craquelé-ähnliche Struktur, feine netzförmige Risse. Ob eine ungenügende Nässung des Putzgrundes, auf den dann der Malgrund kam (vgl. 28.5.), Schuld daran ist: während des Auftragens des Malgrundes war es sehr heiß.

      Besuch von 4 Kunsthistorikern in der Tulpe."

      Literatur: Kurt Gerstenberg, Improvisationen über Leben und Tod. ein Gespräch über die Wandgemälde Charles Crodels im Musikzimmer des Studentenhauses der Universität Halle, Kreis von Halle, 1m 1930/31, S. 203-207, Wiederabdruck in: Charles Crodel, 1983; Curt Glaser, Neue Wandmalereien von Charles Crodel, Beilage zum Berliner Börsencourier 29.12.1929; Wiederabdruck Charles Crodel, Jena 1994, S. 29.

    114. Halle

      *** Moritzburg Gymnastiksaal der Universität Wettlauf der Atalante und des Hippomenes. Eingewoben Eindrücke aus dem Louvre wie direkt vergleichbar in den "Les Demoiselles d'Avignon" von Picasso.

      • Wandmalerei in campanisch-pompejanischer Technik

      Abgenommen am 21.11.1931; zerstört 26.10.1936 Wandabrollung TB III, S. 216 (7.1.1931) Hauptwand 5,90 cm, mit Seitenstück 7,50; TB III, S. 237: "ab Donnerstag 23.7.[1931] Malen im Gymnastiksaal. 6 Aufteilungen, um dem Putzaustrocknen auszuweichen. Technik in der pompejianischen Art. Da Salpeterausblühungen parallel in 4 cm Abstand von der Wand Halbsteinziegelmauer aus der Ziegelei Trotha-Sennewitz. Lieskauer Weißkalk und Bruckdorfer Sand für die grobe Putzschicht (1,5 cm), Marmorsand aus Schlesien, Kalk: über Gasfeuer gebrannter Kalk aus dem Kalkwerk Schäfer, Dietz an der L[...]. Wasser: destilliertes Wasser aus dem Universitätslaboratorium, Milch aus der Halleschen Molkerei. Diese Putzschicht 1:3, 1-0,5 cm stark, die beim Beginn in 2 Lagen aufgeworfen, zuletzt mit dem Eisen geglättet. Karton mit dem Nagel eingedrückt, um den Graphit bzw. Kohlenschmutz zu vermeiden.

      Farbe mit 1/3 Kalk verrieben. Malmittel: Milch. Bügeln mit elektr. Eisen auch Puppenbügeleisen. Nach einer dünnen Lasur ("Tine") erstes Bügeln. Richtigen "Moment" abzupassen. Wo viel Farbmaterie bügelt es sich am besten z.B. bei den Schwärzen.

      Technik wohl eher für das dekorative Detail als für das große Wandbild. Weitere Grenzen durch die nur wenige Tage feuchten Schichten.

      Für neuere größere Wanddinge kehre ich reumütig zu A.W. Keim zurück.

      Der Putz hätte noch feiner im Korn sein können. Der Stukkateur wäre für den letzten Auftrag wohl richtiger.

      Materialien für die 32 qm große Fläche:

      8 Sack Marmormehl, 2/3 Faß Kalk, ca. 5 Liter Milch, Wachs kaum mehr als 250 gr. Farbverbrauch, da dünner, aquarellierender Auftrag minimal. Farben: Schwarz, Kobalt dunkel, Ocker gebrannt, Ocker hell, Chromoxydgrün matt, Cadmium, Krapp, Umbra gebrannt, Caput mortuum violett, Neapelgelb, als Weiß durchweg Kalk.

      Gebrannter Ocker mit Schwarz gab mit dem Weißkalk ein diskretes Violett.

      Große Zeitersparnis durch das Bügeln, das die Munne [d.i. Elisabeth Crodel] restlos übernommen hatte. Mittagessen, manchmal mit Täubchen, immer mit Kaffee aus der elektr. Maschine, aus dem Marseiller Körbchen, dessen Verschluß der berühmte Durchdrücknagel war.

      Dauer: ca. 2 Wochen."

      Lit.: Peter Findeisen, Geschichte der Denkmalpflege Sachsen Anhalt, Berlin 1990, S. 210f.; Abb. Charles Crodel, Jena 1994; Andreas Hüneke, Die Moritzburg zu Halle, Leipzig 1978, S. 27f., Abb. 22 (= Baudenkmale 43).

    115. Halle

      Moritzkirche Fenster-Entwurf 1939 und 1947 TB VII, 1939, S. 12; März 1940, S. 38-39; TB X, S. 101 (April 1947).

    116. Halle

      Landestheater Versuche zur Foyergestaltung TB X, S. 72 (Februaur 1947); TB XI, S. 80-81 (22.3.1950).

    117. Halle

      *** Standesamt-Süd, Eheschliessungs- und Wartezimmer Riebeckplatz 3 (I) Wandmalerei Übergabe am 27.9.1929; zerstört Sommer 1933, das Gebäude im Weltkrieg zerbombt Perspektive und Wandabrollung TB III, S. 142-143 (27.7.1929); 3 Tage Aufzeichnen, Ausmalen S. 144 (5.9.29); TB III, S. 146, 27.7.29 Übergabe Hamburger Nachrichten Abendausgabe 15.8.1931:

      "Wandbilder Charles Crodels in Halle. Charles Crodel hat für den eben vollendeten Um- und Neubau des Studentenhauses der Universität Halle, der akademischen "Burse zur Tulpe" das Musikzimmer und für das Standesamt Halle-Süd das Wartezimmer mit Wandmalereien geschmückt. Der in Marseille als Sohn deutscher Eltern geborene Künstler, der an der Halleschen Kunstgewerbeschule tätig ist, malte in den Wandbildern des Musikzimmers eine ganze Symphonie des Lebens: Variationen über seine Schicksale, Scherz und Leid, das Idyllische und das Heroische, Mummenschanz und Ernst, Jugend und Alter, Tod und Sieg, Ganz in der Sphäre des Heiteren bleiben die Wandbilder Crodels im Standesamt."

      Curt Glaser, Neue Wandmalereien von Charles Crodel, Beilage zum Berliner Börsencourier 29.12.1929; Wiederabdruck Charles Crodel, Jena 1994, S. 29.

    118. Halle

      Entwurf zum Sitzungssaal im Neubau des Arbeitsamtes Halle TB III, S. 148 (14.11.1929) Wandabrollung 1:100 (Wandteilstück 8,80 m).

    119. Halle

      *** Ornamentale Fenster im Sitzungssaal des alten Rathauses am Markt 1949 Müller Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18 Nr. 3.

    120. Halle

      Kindergarten Lutherschule Entwurf Ausmalung Kellerraum Vielleicht durch Schüler ausgeführt. TB X, S. 89 (März 1947)

    121. Halle

      Wandmalerei Kindergarten Huttenschule Entwurf Ausmalung Vielleicht durch Schüler ausgeführt. TB X, S. 90 (März 1947)

    122. Halle

      St. Ulrichskirche Entwürfe, Jesaja 40, 31 1947, wg. Währungsreform nicht ausgeführt TB X, S. 65 (Januar 1947; S. 99 (April 1947)

    123. Halle

      Petruskirche Entwurf Rundscheiben für Petruskirche Halle-Cröllwitz TB X, 1946, S. 22.

    124. Halle, Haus Crodel

      *** Aussattung Wohnhaus Halle

      • a. Wandbild im großen Erdgeschoßraum TB III, S. 189 Juni 1930 endgültige Fassung der Wand mit Bemaßung.

      • b. spätere Hausausmalung - Penthouse 1944 (S. 208)

      • c. Zimmerbemalung OG TB IX, S. 86 (Februar 1945)

      • d. Außengestaltung: Vgl. TB III, S. 140 Juli 1929 (Terrasse und Becken mit schreitender Figur von Gerhard Marcks [Wandler]; vgl. TB VII, S. 128.

      • e. Wandmalereien und Keramik (1950, S. 95) und plastische Arbeiten

      Das Wandbild der Wohnhalle mit Kamin auch auf der von Bruno Paul geleiteten Berliner Ausstellung "Maler und Bildhauer am Bau" (Halle 7), 1931; Abb. in: Die Weltkunst Jg. 5, 1931, Heft 23, S. 8. Wandabrollung TB III, S. 77 (28.10.1928) 1:50 Wandlänge: 8,04 m (erster Entwurf, nicht ausgeführt) und S. 78: Geburt des Erechteion (?) für Gegenwand 3,95 m und Durchgang zum Wintergarten S. 79 (Jagdmotive). Kamin des großen Zimmers: TB III, S. 153 (20.12.1929) 1,40 x 80 cm; Bronzegriff (und Hund) TB V, S. 11 7.2.1932; Variante ausgeführt auf Berliner Bauausstellung 1931. Ausführung TB III, S. 196. Lit: Crodel 1983, S. 119; Grundriß: Baulaterne 1926 Haus Niemeyer.

    125. Halle

      *** Atelierhaus Crodel Entwurf Crodel und Architekt Hans Wittwer 1935-1937 Ergänzt durch keramischen Ofen (zusammen mit Thoma Gräfin Grote) 1935 hatte Crodel in seinem Garten ein neues Atelier für die Kartons seiner Kirchenfenster zu bauen begonnen, wohl nach Tagebuchandeutungen anfänglich mit Konsultation von Architekt Hans Wittwer. TB V, S. 154: 18.3.1935 "Erster Spatenstich für das Atelier" TB V, S. 135 (1935); Richtfest 4.9.1937 (TB V, S. 159).

    126. Halle, Moritzburg

      • a. Entwurf für die Decke des Turmraumes in der Moritzburg TB III, S. 130, 24.4.1929

      • b. Vorschlag zu Verglasung im Charakter einer Blankverglasung für das Kellergewölbe TB XII, S. 13 (10.10.1951) .

    127. Hamburg. Museum für Kunst und Gewerbe

      *** Probefenster St. Jacobi 1958 in das Museum für Kunst und Gewerbe gekommen. Ausgestellt in der Crodel-Ausstellung des Museums (vgl. Faltblatt Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg).

    128. Hamburg

      *** Ev. luth. Hauptkirche St. Jacobi

      • 6 Chor- und Tauffenster

      1957-1962 Mayer Hervorgegangen aus Konkurrenz 1956/57; Kostenvoranschlag Mayer 27. Sept. 1958; Probefenster im Museum für Kunst und Gewerbe, 1958; Einweihung Chorfenster 24.5.1959 (TB XIV, S. 352). TB XIV, S. 228 (November 1957), 268 (März 1958); S. 320 (Januar 1959); S. XVI, S. 99 (November 1959) Tauffenster St. Jacobi; TB XIX, S. 34 (24.6.1969) Südfenster.

      St. Jacobi Hamburg. Baugeschichte, Kunstwerke, Prediger. Herausgegeben von Lutz Mohaupt, Hamburg 1982, S. 56-58; Abb. 56-57; Wenzel Lohff, Das kleine Kirchenbuch der Hauptkirche St. Jacobi Hamburg, Hamburg 1978.


      Programm der Verglasung von Charles Crodel, Kalenderveröffentlichung, wohl 1959:

      "Man vergißt zu oft, daß bei einem Glasfenster in einer Kirche zwei Distanzen zu beobachten sind. Da ist zunächst die architektonisch-optische "Distanz". Der Teppich aus Glasstücken ( der ein Glasfenster nun einmal sein muß) hat das Architektonische seines Raumes aufzunehmen, seinen Maßstab, seinen Atem oder wie man sich ausdrücken möchte. Der gotische Chor "will" ein anderes Fenster als etwa die barocke Hallenkirche: der moderne Kirchenraum hat wieder andere Forderungen. Die Hauptportalfenster (W) in Chartres aus dem 12. Jahrhundert sind anders und von der wunderbaren Schwere und Dichte der romanischen Zeit, im Gegensatz etwa zu den großartigen, jubelnden Konzeptionen der zwei Menschenalter späteren, schon "gotischen" Apsishochfenster dieser herrlichen Kirche, der Mutter aller Glasmalerei. Diese "Teppiche" bestehen aus Stücken bunten Glases. Das Licht - durch Bleiruten und Schwarzlotmalerei gehemmt und geleitet - flutet durch sie hindurch, und der Teppich wird so zu einem Teppich farbigen Lichts! Dieser Teppich zeigt Aufbau und Glanz durch Farben und durch Kompositionselemente, in denen besonders in früher Zeit das Weiß die Funktion eines Ordners und Farbträgers hatte. Der Glasfensterteppich hat sein ewiges Geheimnis (dem nur durch Einfachheit und Liebe nachzukommen ist). Die andere Distanz" ist beim Nähertreten die des Ikonographischen, des biblischen Inhalts, der theologischen Absicht. Sie ist in das Architektonisch-Optische hineinzuarbeiten, kommt also gewissermaßen erst danach; ein Zeichen, wie hoch dieser zunächst-nur-Glasteppich zu bewerten ist. "Wer die Kirche betritt" (er war meistens des Lesens unkundig), sagt Abt Sugerus von St. Denis im 12. Jahrhundert, "nehme das Weihwasser, bete und sehe die Geschichte des Testaments und der Heiligen in den Glasfenstern!" Die Chorfenster in der Hamburger St. Jacobi-Kirche (15. Jahrh.) entstanden 1956-58, die drei mittleren sind untereinander "geordnet"; so ist das Achsfenster vorherrschend blau, in den Fenstern rechts und links stehen die Farben auf dunkelroten Gründen. In dem linken (NO) Fenster nun, ganz oben ein Engel mit seinen riesigen Flügeln bis ins Maßwerk hineinragend - ein Verkündigungsengel gegenüber Maria. Er wird hier im Ausschnitt gezeigt. Er muß richtig "gelesen" werden. Ganz oben unterm Maßwerk hat er eine andere Wirkung; er ist eben anders "gewirkt", wie wenn er etwa in Augenhöhe vor uns stände. Die Figur des Engels, groß auf der Staffelei gemalt, ist schließlich hoch oben nur noch wie eine Briefmarke; aber die muß richtig sitzen! Er will und muß auch ein Ornament - ein farbig schmückendes also - sein und steht zu anderen Farbornamenten, etwa zunächst zu denen des Fonds des Fensters in Wechselwirkung. Zum dunklen purpurroten das helle gelbe Gewand des Engels, zwei Blauakkorde dagegen; spärliches Weiß. Er will verkünden und ist Äußerung der Not unserer Zeit; er möchte nicht nur anrühren, sondern aufregen."
    129. Hamburg ESSO

      Neubau ESSO-AG, Hamburg 4 Entwürfe mit Kostenvoranschlag durch Mayer für Speisesaal TB XVIII, S. 198 Dezember 1967.

    130. Hamburg

      Privatbesitz

      • 2 kleine Fenster (St. Ursula, St. Caecilie), ehemals Verwaltungsbau ESSO AG. 1967 Mayer TB XVII, S. 200 (Januar 1968) und 197

    131. Hamburg.

      Wohn- und Atelierhaus Zusammenarbeit mit Architekt Arnold. Vgl. architektonischer Entwurf für das Atelier in Halle.

    132. Hamburg

      St. Katharinen Verglasungsvorschlag TB XIII, S. 122-123 (14.4.1957) Wettbewerb; TB XVIII, S. 166-167 26.7.1967; S. 199 (3.1.1968).

    133. Hamburg

      Kleines Fenster in Privatbesitz.

    134. Hamburg

      Christi Geburt 62 x 53 cm Wagner, dann Haus Ihlefeldt (?) TB V, S. 89 1948.

    135. Hamburg

      *** Reederei John T. Essberger Schiff Morsum: Mosaik Wagner.

    136. Hamburg

      *** Reederei John T. Essberger Schiff Rantum Mosaik Vielleicht erhalten in Rendsburg Wagner.

    137. Hamburg-Eidelstedt

      Entwürfe für 4 Fenster Kostenvoranschlag Mayer 9.8.1960 TB XVI, S. 175 (20.7.1968) 1968.

    138. Hamburg-Eppendorf

      Universitäts-Krankenhaus Entwurf für Glasschliff-Wand TB XII, S. 103 (September 1952).

    139. Hamburg-Fuhlsbüttel

      *** Ev. Marienkirche

      • 12 kleine Fenster nach eigenem Vorschlag 1959-1960 Mayer Architekten Bernhard Hopp und Rudolf Jäger TB XVI, 18.9.1959, S. 35.

    140. Hamburg-Reinbeck

      Entwürfe mit Architekt Friedhelm Grundmann (23.8.1967) TB XVIII, S. 154 20.6.1967.

    141. Hamburg-Volksdorf

      *** kleines Fenster, Hamburg: 33,2 x 31,3 TB XVIII, 1966, S. 41 n.d. 3.1.1966.

    142. Hamburg-Winterhude

      *** Ev. luth. Matthäuskirche

      • Gesamtverglasung

      1961-1969 Mayer Architekt P. Schnabel TB XVI, S. 301 (10. August 1961); S. 337 (Dezember 1961); TB XVII, S. 5 zur Empore: 150. Psalm, "Abend" und "Morgen"; S. 21 Detail (April 1962), S. 127 (Juli 1963), S. 221 Gesamtprogramm und Bemalung (12.12.1964); TB XVIII, S. 5 Juni 1965; TB XVIII, S. 22 Oktober 1965; TB XVIII, S. 192; S. 214-215 (4.4.1968); Vorschlag für Speisesaal: S. 256 (2.11.1968); TB XIX, S. 27 (29.5.1969) Fertigstellung der letzten Blattfenster; TB XIX, S. 240 Ausmalung (2.4.1972) C. Steckner, Zum Fensterwerk von Charles Crodel, Matthäus Hamburg. 75 Jahre Matthäuskirche, Juli/Juli 1987; Matthäuskirche in Winterhude, Hamburg 2002 (Kirchenführer, 36 S.)

      Zusätzlich: kleine Scheibe "Kreuzigung" für Pastor Giese.

    143. Handewitt über Flensburg

      *** Ev. luth. Kirche

      • 2 kleine Fenster

      • Email

      1965 Mayer Architekten Rudolf Jäger und Johannes Gies Werkstatt Steckner-Crodel TB XVII, 2.7.1964, S. 188 Unsere Kirche zu Handewitt. 100 Jahre nach dem Wiederaufbau, Handewitt 1984, S. 27: Vera Marie Steckner-Crodel, Abendmahlbild Email; Glasfenster von Crodel: S. 28, Farbabbildung.

    144. Hannover-Ricklingen

      ***Edelhofkapelle Verkündigung

      • 1 Apsisfenster

      1965-1966 Mayer Architekt Dipl. Ing. Carl-Christian Siebert, Hannover, Dessauerstr. 21

      Karton 1:1 erhalten Stifter: Baronin v. Alten TB XVIII, S. 34 (6.12.1965).

    145. Harzgerode

      Jugendheim Wandmalerei Verantwortlich wohl Meyer-Günther und Schubert? 1945 TB IX, November 1945, S. 182-183

    146. Haßfurt

      Katholische Stadtkirche Vorschläge für 4 Fenster TB XVII, S. 110-111; S. 118f. (1.5. 1963); S. 155 (9.12.1963)

    147. Heilbronn

      *** Ev. St. Kilian

      • 20 Fenster (Gesamtverglasung)

      1964-67 Mayer TB XVI, S. 176 (23.7.1960); TB XVII, S. 51 (20.7.1962); S. 144 (3.10.1963: Deckenmalerei); S. 150 (Übersicht Farbeinschlüsse für Graufenster); S. 179 (Abendmahlfenster und Tauffenster) Mai 1964; TB XVIII, S. 62 (22.4.1966), S. 79; S. 139 (6.5.1967) Auftrag des Landeskonservators Baden-Württemberg (1965-1968); Stiftung der Weinbauern von Heilbronn. Lit: H.D. Bechstein, Die Kilianskirche zu Heilbronn. Geschichte - Zerstörung - Wiederaufbau, Heilbronn 1965, S. 71-74 D. Elsner, Die modernen Glasfenster, in: Kilianskirche Heilbronn, Schnell & Steiner, München 1988 (Kunstführer Nr. 1731).

    148. Heilbronn

      St. Nikolai Vorschläge zu Behängen Zusammenhang mit Arbeit Gerhard Marcks? TB XII, S. 106 (September 1952) TB XII, S. 107 (18.9.1952).

    149. Hermannsburg

      Peter-Pauls Kirche Entwurf 5 Fenster TB XVI, Januar 1962, S. 344-345.

    150. Hermsdorf

      Haus Frau Willy Hildisch-Hermsdorf Wochenendhaus am Stausee Vignetten auf der Wand TB X, S. 13

    151. Hildesheim

      *** Ev. luth. St. Michaelis

      • 5 Fenster im Westchor

      1965-67 Mayer TB XVII, S. 150-151 (13. November 1963); TB XVIII, S. 11 (August 1965).

    152. Högby bei Mjölby/Schweden

      *** Lillkyrkan

      • 1 Fenster

      1970 Mayer Mit Taufstein und Teppich, Ausführung Frau Svea Bomann, Mjölby TB XVIII, S. 148-149 (30.5.1967); S. 167 Taufstein (30.7.1967); S. 174 (26.8.1967); TB XVII, S. 252 (September 1968); S. 256; S. 260 (November 1968); TB XIX, S. 13 (10.2.1969). Bengt Cnattingius, Mjölby Kyrka, Linköping 1969, S. 6.

    153. Ilsenburg

      Projekt Ilsenburg, Kreis Wernigerode TB VI, 235 H. Feldtkeller, Die Wiederherstellung der Schloßkirche in Ilsenburg, Jb. der Denkmalpflege in der Provinz Sachsen und in Anhalt 5, 1937/1938, S. 49-74.

    154. Jena

      *** Wandmalerei Wohnhaus Kriegerstraße, heute Schloßmuseum Weimar Thema: Erfurter Brunnenkapellen-Sage TB II, 12.6.1924 (Pferdegruppe); 18.Sept.1924; 2. Okt [1925]; 13.10.1925; TB III, S. 17 (8.3.1928) Herausnahme für Weimar. Kauf durch Köhler; Charles Crodel, Jena 1994, S. 15.

    155. Jena

      Lyceum Jena Breite der Wand 12.98 m Entwurf 1:20 Lebenstag, nicht ausgeführt, aber thematisch Grundlage der Wandmalerei in der Burse zur Tulpe in Halle Abb. Katalog Charles Crodel, Jena 1994, S. 24-25, Februar 1926.

    156. Jena

      *** Grabstein für den Vater nach Entwurf von Ch. Crodel Vgl. TB XVI, 186: 21.6.1964: "Grab der Eltern an der Nordschule"

    157. Jena

      Glaswerke Schott & Gen. Jena

      • a. Glasfenster (?) "Glasbläser" 87 x 41 cm (TB VI, S. 27, Januar 1937)

      • b. Putzmosaik Schott, Gemeinschaftsraum 10,20 x 4 m (TB VI, S. 168, vor 12.3.1938: Flächenmaß: Breite 10.20 m H ca. 4 m).

    158. Jena

      *** Haus Dr. Erich Schott Schott-Straße Nr. 1

      • 4 Jahreszeiten: 4 Supraporten 140 x 40 erhalten

      • 1 querformatiges Bild (sämtlich in Mainz)

      • Kamin (vor Ort erhalten)

      TB V, S. 215 nach 21.2.1936 Supraporten und Kamin

    159. Jena

      ***

      • Wandmalerei "Griechenland und die Vertreibung der Türken von der Athenischen Burg", 1925, Centenarfeier der Befreiung Griechenlands, Stichdatum Tod der Bobbolina 1825. Entstanden im Anschluß an die Griechenlandreise mit Herbert Koch. Mehrfach restauriert.

      Früher direkt unter dem Centenar-Bild Hodlers über dem Eingang zum Archäologischen Institut und der Sammlung Farbigkeit in Abhängigkeit der Wandverkleidung mit blautürkisen Kacheln verkleidet, an der weißgestrichenen Decke darüber Weinlaub. Wandmalerei heute zu braun, stellenweise Abblättern der Farbschicht Aufbau: linke Seite Lammträger, Kaffeneion, Bobbolina (der Griechischen Marianne) mit Erechteion. Überbrückungsstück: Bewaffneter und Gefallener, anschließend: Verwundeter mit Parthenon. TB II, 15.8.; 2.9.1925; 18.9; 26.9.

      Willy Zschietzschmann, Jenaische Zeitung 8.10.1925; Eberhard Schenk von Schweinsberg, Wandbilder Crodels in der Universität von Jena, Kunstchronik und Kunstmarkt 35, 1925/1926, S. 690; Paul Weber, Hodlers Wandbild "Aufbruch der Jenaer Studenten zum Befreingskampfe 1813" in Universität Jena, Westermanns Monatshefte 73, 1928/29, S. 501-508; Bernhard Wächter, Zur Ikonographie der Jenaer Hodler-Studien, in: Fall Hodler. Jena 1914-1919, Jena 1970, S. 157-169

    160. Jena

      Mitarbeit Denkmalkomission für die gefallenen Studenten der Universität Jena Archivalien: Universitätsarchiv Jena, Bestand B.A. Nr. 1954 a/b Akten zum Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Denkmalkommission 27.1.1921 (Bl. 31): Lietzmann, Koch, Weber, v. Seidlitz 3.2.1921 Bl. 32:

      "Der Allgem. Studentenausschuß Jena. Der Asta hat in seiner gestrigen Sitzung für die Denkmalkommission die Astamitglieder Herren Polack, Schroth, Kirchberg sowie Herrn Stud. Crodel, Kriegerstr. 3, gewählt."

      Modell zum Denkmal von Hans Walther (1888-1961) kam ins Erfurter Angermuseum (in der konservativen Presse: "Gorilla-Gruppe"). Eingeweiht wurde am 21. Juni 1925 (Jenaer Volksblatt Nr. 143, 22. Juni 1925) Festarchitektur durch Architekt Rohde, Jena; Schrift von Bruno Pflügner; Material Stein der Gegend auf Anraten von Th. Fischer, München. Zur Feier erschien: Die Gedenktafeln der Thüringischen Landesuniversität Jena für ihre im Weltkriege gefallenen Angehörigen, 40 S.

    161. Jena

      Entwurf für ein Wandbild, Lebensalter als Morgen, Mittag, Abend für das Lyceum Jena 1926 Beschreibung und Abb. in: Charles Crodel, Jena 1994, S. 24-25; Grundentwurf für die Burse zur Tulpe in Halle.

    162. Kassel

      St. Martinskirche Entwürfe? Baurat Maures TB XIV, 1958, S. 281

    163. Köln

      Mosaik, Email und Teppichvorschläge für den Spanischen Bau 1962 (Sitzungssaal des Stadtparlaments in Köln) TB XVII, 1962, S. 14-15, S. 47, S. 61, S. 103, S. 274.

    164. Köln

      Antoniterkirche Überlegungen für Empore 2 * 10 m TX XIV, S. 242 (Januar 1958)

    165. Köln

      Konkurrenz Kölner Dom Fensterzyklus: Alttestamentliche Vorbereitung auf das Weihnachtsfest TB XII, März 1951, S. 10-11 1/3 Erster Preis 4.6.1951 DM 1000.-, nicht ausgeführt Dazu Schreiben von Kommissionsmitglied Prof.Dr. A.Hoff, Direktor der Kölner Werkschulen.

    166. Köln

      *** Ev. Karthäuserkirche

      Detail der Chorverglasung: Selbstporträt Charles Crodel mit Gerhard Marcks - das Selbstbildnis Crodel eine Selbstzitat nach dem Farbfenster für die Galerie Möller (heute: MAK, Köln).

      Gesamtverglasung 1956-59 Wagner

      • a.Chor- und Schiffverglasung Einweihung 24.10.1956 TB XIII, S. 38 (29.5.1963), S. 42-43; S. 47

      • b. Nordkapelle: TB XIV, S. 187 (Mai 1957

      Lit.: Die Kartause in Köln. Festschrift der evangelischen Gemeinde Köln, Hrsg. Rainer Sommer, Köln 1978, S. 149-153 Reclam Rheinlande und Westfalen, Stuttgart 1964, S. 368.

    167. Köln. Museum für angewandte Kunst.

      Museum für Angewandte Kunst, Köln, Scheibe 153 * 100 cm, aus dem Besitz Ferdinand Möller, entstanden für dessen Galerie in Berlin (vgl. Brigitte Klesse, Zwei Glasfenster von Charles Crodel für Ferdinand Möller, Kölner Museums-Bulletin, 1997, Heft 3, S. 21 - 34; Farbabb. S. 28). Die Scheibe war lange Jahe in der Kölner Galerie Möller am Neumarkt. Das Gebäude steht heute noch (2002).

    168. Köln

      Fayencewand ca. 10 * 4 m; über die ganze Fläche einzelne Platten in Rauputz eingelassen, 1954. Das Tagebuch vermerkt: "Putzkeramik aus Grundformen-Baukasten". Ausgeführt in den HB-Werkstätten.
      TB XIII, S. 138 (um 24.10.1954 Einweihung der Katharinenkirche in Frankfurt durch Pfarrer Niemöller). Nach mündlicher Auskunft zum hier wiedergegebenen Foto vermutet Hedwig Bollhagen als Auftraggeber Möbel-Pesch in Köln (vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 77 Abb.)

    169. Köthen

      Katholische Kirche Fenstervorschlag TB XVII, S. 91 23. Februar 1963.

    170. Konstanz

      *** Hofapotheke zum Malhaus(am Obermarkt)

      • Naturstein-Mosaik in der Eingangswandung des Treppenaufgangs.

      1944 Wagner TB VIII, Januar 1944, S. 190, S. 198.

    171. Krakau

      Staatskasino

      • 7 Mosaiken für die Außenwand

      Wagner TB VII, 140 (1940) Entsprechende Projekte von Gerhard Marcks.

    172. Landsberg

      Projekt zur Kirchenausstattung Entwürfe TB XII, Mai 1952.

    173. Leipzig

      Tagebuch V, 8.Nov. 1931 Loggia-Entwurf für Privathaus in Leipzig Entwürfe ausgestellt auf der Künstlerbundausstellung, Villa-Romana-Preis 1932.

    174. Leipzig

      Universitätskirche St. Pauli Fenstervorschläge 31.7.1959 / 7. April 1960 Korrespondenz mit Prof.Dr.Dr. Alfred Dedo Müller, Dr. Nadler, Dr. Sommer (Hannover), Ilse Rothe (Hildesheim) TB XIV, Mai 1959, S. 349; TB XVI, 1959, S. 31 (Thema: Epheserbrief); TB XVIII S. 177 8.9.1967.

    175. Lettin

      Entwürfe für Altar TB IX, Juni 1945 S. 128-129, S. 144.

    176. Lima

      San Felipe, Lima-Orrantia Iglesia Parroqial Entwurf Chorfenster Weltenrichter TB XII, 28.8.1952, S. 97.

    177. Limbach/ Vogtland

      Flügelaltar projektiert? 1964-1966 Pfarrer Bretschneider erhielt 1967 1 Bild (Schreiben vom 28.3.1967) TB XVII S. 196 (22.8.1964); TB XVIII, April 1966, S. 61.

    178. Linköping

      Dom Linköping Fensterprojekt TB XVII, S. 199-200 10. September 1964.

    179. Louisville

      (Kentucky, USA)

      Vorschlag Gesamtverglasung für Kirche, nicht ausgeführt TB XVII, S. 231 (20.2.1965).

    180. Ludwigshafen

      Projekt für Mosaikwand TB XIV, Januar 1956, S. 74, S. 80.

    181. Lüneburg

      *** Ev. St. Johannes Elisabethkapelle

      • Gesamtgverglasung

      1968-69 Mayer Stifter: Weinhändler Radbruch; Pfarrer Wolkenhaar Problem: Beleuchtung des Altars TB XVIII, 230-231 (20.5.68); zu Fertigstellung Dankschreiben von Frau Radbruch, 25. Mai 1969.

      Martin Vogt, St. Johanniskirche Lüneburg, 3. Auflage 1984, S. 26 (=Große Baudenkmäler Heft 334).

    182. Lützen

      Fensterentwurf 1952 Korrespondenz 23.2.1953 Superintendent Henckel in Lützen.

    183. Madrid

      Deutsche Botschaft Madrid Mosaik für Eingangshalle Auftrag durch WagnerTB IX, 1944, S. 7 (Juni 1944); S. 17 (Vermerk 1972 Transportflugzeug 1944 über Frankreich abgeschossen), S. 18; S. 26.

    184. Magdeburg

      *** Kath. Pfarrkirche St. Petri

      • 16 Fenster meist 3-4 lichtig

      Vita des St. Petrus mit rechts AT Präfigurationen und NT links 1966-1972 MüllerTB XIV, Oktober 1958, S. 288-2291; TB XVI, S. 147 (20.4.1960), TB XVIII, S. 245 (September 1968); S. 246-248 (September 1969); TX XIX, S. 42 (Juli 1969); S. 62-63 (13.10.1969); S. 144 Einweihung: 22.11.1970; Sakristeifenster: S. 193 (26.7.1971); S. 194 Einschlüsse unter den Fenstern, Bemerkung: in Weimar gemalt Juli 1972. Dehio, Der Bezirk Magdeburg, Berlin 1974, S. 287 (Glasmalereien im Chor nach Entwürfen von Carl Crodel, 1970); Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18 Nr. 5 ("Geschichte des Petrus" mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Vernichtung in den KZ-Lagern, Abb.).

    185. Magdeburg

      Dom St. Sebastian (?) Entwürfe TB XIV 1958, 289, TB XVI, 1960, S. 184 (September 1960); XIX, S. 98 (10.4.1970); S. 262-263 (2.8.1972); TB XX, S. 56-57 (31.7.1973) Abb. in: Ch. Crodel. Kunst. Handwerk. Industrie, Hannover und Hamburg 1983, 64; Charles Crodel, Jena 1994, S. 146 (31.7.1973)

    186. Magdeburg

      *** Stadtbild Erfurt Sitzungssaal des Oberpräsidenten 1929 Auftrag des Oberpräsidenten Dr. Heinrich Waentig (1870-1943); das Bild gehört mit Lyonel Feiningers Stadtbild von Halle zu den drei Bildern für den Sitzungssaal des Oberprädsidiums in Magdeburg, vgl. Saale-Zeitung Halle, 27.6.1929: Erfolge der Kunstgewerbeschule. Ein Gegenstück dieses Stadtbildes Halle von Crodel ist verschollen. Das Magedeburger Bild heute in der Nationalgalerie Berlin (Katalog: National-Galerie. Gemälde des 20. Jahrhunderts, Berlin (Ost) 1976, S. 19 Abb. Öl auf Leinwand 130*110, Inv. 1929 A II 186; Abb. in: Gerhard Marcks und Charles Crodel. Eine Künstlerfreundschaft, Bremen 1992, S. 86.

    187. Mainz

      ***Jenaer Glaswerk Schott & Genossen Verwaltungsbau 1955 und 1960 Mayer

      • a. Naturstein-Mosaik: Fabrik

      • b. Glasbläser TB XIII, S. 157-159 (Februar 1955); vgl. Wertheim-Bestenheid

      • c. 1 Glasmalereischeibe "Glasbläser" (Geschenk für Erich Schott, jetzt Privatbesitz) TB XIV, 1955, 157f. Abb. Ch. Crodel. Kunst. Handwerk. Industrie, Hannover und Hamburg 1983, 64; Charles Crodel, Jena 1994, S. 40; vgl. Wertheim-Bestenheid.

    188. Malexander Kyrka über Boxholm, Schweden

      Kirche Malexander Fenster, Überfangglas TB XIX, S. 273 (9.9.1972); 17.3.1973
      Rotes und blaues Überfangglas geätzt mit Emailfarbe, wohl 8 Scheiben 58 * 94 cm in die Hauptschiffverglasungen eingelassen. Ausführung mit dem örtlichen Glaser.

    189. Mannheim

      St. Trinitatiskirche Entwürfe 1957 mit Hampe TB XIV, Mai 1957, S. 186; 13.6.1957.

    190. Mannheim

      Nationaltheater TB XIV, 1956, S. 143 12.10.1956 Entwürfe.

    191. Mansfeld

      Kloster Mansfeld Fensterentwurf Osterfenster und Himmelfahrtsfenster TB XI, S. 30 (25.5.1949); Osterfenster S. 32, auch S. 34?

    192. Marburg

      1955 / 1956 Wettbewerb zu Fenstern Elisabethkirche 3.4.1956 TB XIII, S. 181 (Mai 1955).

    193. Marwitz bei Velten

      *** HB-Werkstätten

      • Mattglas=Glasschliff-Tür

      ca. 2.30 x 1.50 m, eine Scheibe im Krieg verloren; Bez. "Ausf. August Wagner. Berlin", Leitersignatur TB VI, S. 164 (Februar 1938) Vorentwurf; S. 174 (22.3.1938).

    194. Merseburg

      *** Dom, ev. 3 Chor-Fenster Bildprogramm 1947-1960 Müller TB X, S. 102 (5. Mai 1947); TB X, S. 230 (September 1948), S. 243; TB XI, S. 31 (2.-4.6.1949); S. 50 (Oktober 1949); TB XVI, S. 180 (20.8.1960) Wurzel-Jesse-Fenster. Lit.: Helga Möbius, Der Dom zu Merseburg, Berlin 1960, S. 60 (Abb.); Ausstellungskatalog "Architekturbezogenes Glas", Erfurt 1988, S. 18 Nr. 1.

    195. Merseburg

      Foyer Stadthallenprojekt Architekt Baurat Zollinger TB III, 1929, S. 137 Ausgestellt: Juryfreie Berlin Vgl. TB III, Dezember 1928, S. 88-89 und 10.6.1928 (S. 40) Monate des Jahres.

    196. Minden

      Entwürfe für Dom zu Minden 1953 Zusammenarbeit mit F.X. Zettler

      Siehe auch -> Diakonissenanstalt Salem-Köslin unter Salem-Köslin.

    197. Mjölby/Schweden

      *** Mjölby Kirche

      • 9 Fenster und

      • große Wandmosaikfelder

      1968-1969 Mayer TB XVII, Nov. 1968, S. 260; TB XIX, S. 272; S. 274 (September 1972) Mosaikfelder. Kostenvoranschlag Fenster Mayer 4.12.1968; Bengt Cnattingius, Mjölby Kyrka, Linköping 1969; Per Svae, Professor Crodels Glasmalingar i Mjölby Kyrka, Mjölby o.j. (8 S.)

    198. München

      Perlacher Friedhofskapelle. Projekt Grab der Katharina Goldberg mit Pössenbacher TB V, S. 53 (10.-15.1.1935).

    199. München

      Kongreßsaal des Deutschen Museums, TB V, S. 293-295 nach 29.9.34 Wandabrollung mit dominierend Blau und Gold im Maßstab 1:150.

    200. München

      Heeresoffizierschule, Schwere Reiterstraße Gedenktafel für die Gefallenen der Infanterieschule Dresden (Email) 1961 Ausführung: Werkstatt Steckner-Crodel TB XVI, S. 341 (1.1.1962); zur Vorgeschichte vgl. TB III, S. 252 (13.11.1931):

      "O.K. über Alfred Schuler ... um 1902, der in den schweren Reitern der Türkenstraße die Praetorianergarde sah."
    201. München

      *** Studentenheim, Biedersteinstr. 30 a (= Bau 4)

      • a. Blaue Keramikwand (Fayence) für die östliche Abschlußwand der Gemeinschaftshalle, H 3,56 m x B 4,02 m aus 96 Kacheln zu 31,5 cm * 24,5 cm. Signatur auf Bildmotiv im Teller oben links: CRODEL 1955 und Leiter; weitere Signaturen in der Malerei. Architekt Harald Roth, 1955 (in den Aufzeichnungen von Crodel wird in Zusammenhang mit diesem Auftrag auch Sep Ruf genannt).

      • b. Nach Aufnahme im Nachlaß Crodel sowie Tagebuch bemalte Einzelplatten in der Anschlußwand (nicht mehr nachweisbar).

      • c. Wandteppich (Elisabeth Crodel)

      TB XIII, S. 55 (Juli 1953); S. 155 (17.1.1955: Brand der Platten in der Akademie München). Zu den Bauten Biedersteinstr. von Harald und Otto Roth. Baumeister 1954, S. 355 (Grundriß Gemeinschaftshalle Haus 4). vgl. C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 78 Abb.).

    202. München

      Allianz-Versicherung, München, Königinstr. 28. Architekt Prof. Wiedemann; Entwurf Bildkeramik Innenhof 1953 TB XIII, Juli 1953, S. 48, 49.

    203. München

      Theater am Gärtnerplatz 2 Vorschläge für einen Gartensaal TB XII, S. 114-115 (Oktober 1952).

    204. München

      *** Waisenhaus am Rotkreuzplatz Waisenhausstraße 20

        5 Supraporten in Glasmosaik Themen früher den Funktionen der dahinter liegenden Räume entsprechend.

      • a Bücherei 0,8 * 0,8 m

      • b Musikzimmer 0,8 * 0,8 m

      • c Hähnchen und Hühnchen 1 m * 0,8 m

      • d Scherenschnitte (ehemals Kindergarten) 0,8 * 0,8 m

      • e Scherenschnitt, mit Leiter signiert 0,8 * 0,8 m

      • 4 Stützen im Kindergarten

      Mayer Architekt Sep Ruf? TB XIV, September 1956, S. 136-137 Kostenvoranschlag 19.9.1956 Motive im Graphischen Werk als Farbradierung (Steckner 397); Probefeld bei Mayer erhalten.

    205. München

      Haus Ernst Färber, Tizianstraße 65, 8000 München 19 (Nymphenburg) -> nicht Tizianstraße 9: Dr. Dieter Färber wahrscheinlich zerstört 5 Scheiben aus Kristallglas 1957.

    206. München

      Haus v. Treek, wohl Gustav van Treeck, Werkstatt für Mosaik und Glasmalerei, 8000 München 40, Schwindstraße 3; nichts weiter bekannt.

    207. München

      Wohnung Crodel in der Georgenstraße 3 Keramik und Innenarchitektur, (1975 zerstört) Zusammenarbeit mit Architekt Arnold, Berlin TB XII, S. 63 (Februar 1952).

    208. München

      Wettbewerb Lutherkirche Chorfenster Sendlinger Tor TB XIII, S. 174-177 (April 1955).

    209. Münster

      Johanniskapelle Kapelle der Johanniter in St. Petri? TB XVIII, Januar 1966, S. 42 Wettbewerbteilnahme; S. 66 (Mai 1966).

    210. Münster

      Dom St. Paul Chorfenster TB XX, S. 63 (8.9.1973).

    211. Mürwik bei Flensburg

      *** Christuskirche

      • Altarbild (Email)

      1958 Werkstatt Steckner-Crodel Hopp und Jaeger.

    212. Mutzschen

      *** Dorfkirche Flügelaltar 1959-1962 Crodel-Stiftung eines Altars: Hirtenverkündigung, Tabor, Jonas im Walfisch, Durchgang durchs Rote Meer TB XVI 1960, S. 159 (Gesamtprogramm); 1960, S. 173. Ausführlicher Briefwechsel in Mutzschen. Vgl. Bernterode, Ronneburg und Minden: Salem-Köslin.

    213. Naumburg

      Naumburger Dom St. Peter und Paul 1. Projekt: Taufkapelle Nach Hilde Risch wurden nach 1933 noch Teppiche durch die Werkstätten der Burg Giebichenstein für Naumburg ausgeführt in Zusammenarbeit mit Rudolf Koch. Projektbeginn 1931 mit Regierungspräsident Ernst v. Harnack (TB III, S. 244 2.9.1931: Skizze des Taufkapellenfensters; im Nachlaß erhalten Riß von Preußischen Hochbauamt vom März 1932 zum Fenster der Taufkapelle des Domes zu Naumburg, Maßstab 1:10 (H= 1,57 B= 0,67). Dazu mehrere Entwürfe und Tb. IV, S. 24ff. 10.4.32 Skizzen für Fenster 67 * 157 bezeichnet als "Domfenster Naumburg" und "Taufkapelle Naumburg". 2. Projekt: Westfenster TB VII, S. 55 (8.-12.6.1940) Westfenster, Zusammenarbeit mit Hochbauamt Naumburg Vgl. Peter Findeisen, Geschichte der Denkmalpflege Sachsen Anhalt, Berlin 1990, S. 233f.

    214. Neustrelitz

      2 Fenster Wagner Projekt zur Verglasung eines Offizierkasinos. Entwürfe im Nachlaß und im Wagner-Archiv mit Korrespondenz. TB V, S. 156 (24.8.1935).

    215. Niehagen, Ostsee (Darst)

      ***

      • Supraporte Haus Gerhard Marcks

      vor 1940, bestehend aus fünf kleineren Scheiben 19,5 x 23,5. Zwei der fünf bleiruthengefaßten Rechtecke sind mit der Leiter signiert, heutige Folge falsch. Wagner TB V, S. 170 (Oktober 1935) Abb. in richtiger Folge in: Gerhard Marcks und Charles Crodel. Eine Künstlerfreundschaft, Bremen 1992, S. 13.

    216. Niemegk, bei Bitterfeld

      Dorfkirche, ehem. Augustiner-Klosterkirche, vielleicht Probescheibe "Versuch für Niemegk" Wagner TB V, S. 30 (4.12.1934), vgl. S. 64, 170, 172 (vgl. Abbildung oben).

    217. Nienburg / Saale

      Zementfußboden mit Einlagen vom Saalfelder Marmorbrocken und kleinen Mosaiken für Niemburg, Saale Konservator Ludwig Grote. TB VI, S. 209 (30.7.1938), S. 235.

    218. Nordhalben

      Dorfkirche St. Bartolomäus in Nordhalben, Nordfranken (nicht: Bartholomäus!) Farbentwurf TB V, S. 120 (12.6.1935). 195. 228 (28.3.1936)

      St. Bartolomäus http://www.kath-pfarrgemeinde-nordhalben.de Kronacherstr. 14 96365 Nordhalben.

    219. Northeim

      Wettbewerb St. Sixt-Kapelle Ostfenster Südchor 1969 Kostenvoranschlag Mayer mit 5 Vorschlägen 29.5.1969 TB XIX, S. 17 (17.3.1969); S. 19, S. 20.

    220. Nürnberg

      Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg Probe? TB XIII, S. 1m S. 4-5 (8.1.1953)

    221. Nürnberg

      St. Lorenz Fensterprojekt TB XIV, S. 225 (Oktober 1957); S. 228.

    222. Nürnberg

      *** Handwerkskammer Nürnberg Gobelin 1952 Nürnberger Gobelin Manufaktur.

    223. Nürtingen

      St. Laurentius Wettbewerbteilnahme Verglasungsentwürfe 1962-1966 TB XVII, S. 49 (13. Juli 1965); S. 54 (August 1962); S. 58 (27.8.1962); S. 71 (27.11.1962); TB XVIII, S. 48 Februar 1966, S. 73.

    224. Otterndorf

      Entwürfe für Gesamtverglasung TB XIII, 15.5.1967, S. 147.

    225. Pevsum

      Pevsum (Ostfriesland) = Schiffsname der Nordfriesischen Reederei. Ausgeführter Fenster-Entwurf TB XVIII 21.7.1967, S. 165; Juli 1968, S. 240.

    226. Pforzheim

      *** Ev. Schloßkirche

      • 10 Fenster im Stiftschor

      1958-1963 Hervorgegangen aus Konkurrenz Sept. 1958 Mayer Architekt Hampe TB XIV, Februar 1958, S. 248; TB XV, Mai 1958, S. 1; TB XVI, Mai 1960, S. 160 Lit.: Schloßkirche St.Michael. Die Gestalt der Kirche heute, Hrsg. Erich Delcker, Pforzheim 1967, S. 27: Dritter Abschnitt der kunstverglasten Fenster: Professor Crodel (Verglasung des Stiftschores Nr. 17 - 23), S. 30, Abb. Fenster 20 S. 31; Die Schloss- u. Stiftskirche St. Michel in Pforzheim, Pforzheim 1989,

    227. Posen

      Entwurf für Mosaikwand Wagner TB VIII, Februar 1944, S. 196,

    228. Potsdam

      *** Kath. St. Josef-Krankenhaus

      • 6 Fenster der Kapelle

      1947 Wagner Hans Junecke, Mosaiken und Glasmalerei der Gegenwart, Zs. f. Kunst, Leipzig 1950, Heft 4, S. 14 Sonderdruck (= S. 276 im Heft),

    229. Potsdam

      Drachenhaus Überlegung zu Bemalungen und Restaurierung im Sommer 1936. 1770 von Unger nach dem Vorbild der Pagode im Kew Garden beim Neuen Palais errichtet Oberbaurat Rochholz Konservator Ernst Gall TB V, Juni 1936, S. 255, S. 269 und S. 271 (28.8.36); S. 272 28.8.36: bei der Direktion der Staatlichen Schlösser und Gärten (Ernst Gall)TB VI, S. 199. Arno Krause, Das Chinesische Teehaus im Park von Sanssouci, Potsdam 1968, Anm. 49 (S. 47) zur Renovierung der Anlagen 1936-1937.

    230. Quedlinburg

      *** Stiftskirche St. Servatius, ev.?

      • 1 Kryptenfenster

      1934 - 1936 Wagner Auftrag des Landeskonservators Giesau TB IV, 1934, S. 279: 2.9. Quedlinburg-Wiperti-Krypta Halberstadt: Farbstiftskizze des Grundrisses mit Tinte und Maßangaben; TB V, S. 254 In Berlin bei Provinzialkonservator Robert Hiecke und bei v. Arnim (?): 8.-16.6.1936 Berlin "Beim Bronzegießer Noack wegen eines Adlers für das Grab Heinrichs I. beim Landeskonservator" (= Heinrich I. 876); 2.7.1936 (Andeutungen über Probleme wegen Autorschaft); ausgeführt Adlerfenster, Zeichnung und Flächen des Vogels wohl nur Schwarzlotzeichnung und Fläche, Schnabel gelbes Glas, Schwanz mit Blau, das die Fläche belebt. Projekt Verglasung TB XVI, S. 181 (18.6.1960).

    231. Querfurt

      Verglasung St. Lamperti-Schlosskapelle? Projekt, wohl nicht ausgeführt, Entwurf erhalten und Fotos von Einzelscheiben.

    232. Radebeul

      Altar TB 1960, XVI, S. 173 Entwurf zu einem Altar ?

    233. Ratibor (Heidebruch-Ratibor)

      Dominikaner-Liebfrauenkirche

      • Schiff-Fenster

      1943-1944 Wagner TB VIII, S. 116-117 (Mai 1943); TB IX S. 35 (August 44.)

    234. Regensburg

      Dom Entwürfe für Wettbewerb TB XVIII, 1965, S. 13 (17.8.1965).

    235. Rendsburg

      St. Marienkirche Fenster 1940 Wagner (ausgeführt ?)

    236. Rendsburg

      Haus Konsul Entz, Rendsburg Vorschlag für Wandmosaik wir im Wohnhaus Wagner, Berlin-Treptow TB XII, S. 56 (Januar 1952).

    237. Ronneburg, Thüringen

      Altar geplant oder ausgeführt 1959-1969.

    238. Rositten

      Projekt zur Kirchenausmalung mit Pfarrer Hildebrand TB III, 132 (15.5.1929).

    239. Roth bei Prüm/Eifel

      *** Kath. Kirche St. Leonhard

      • 3 Fenster im Gemeinderaum

      • 1 Fenster bei der Orgelempore

      • 1 Marien-Fenster im Vorraum

      1969 Glasmalerei Binsfeld, Trier Architekt Rolf Robinschon TB XIX, 5.6.1969, S. 28-29; S. 33; S. 257:

      ".. endlich sah ich die Fenster in situ. Man müsste bei Grisaillen beim Einsetzen der Farben noch sparsamer sein. So etwa rote Kuh neben der hl. Brigitte, das Dunkelblau des Landsknechts, beim hl. Sebastian die roten Schuhe bei den 3 Ärzten (das 'rosa' wie bei den Mützen wäre besser gewesen)."
    240. Rowno

      Postneubauten

      • Mosaik-Hauszeichen (4 Elemente)

      1943 Wagner Rudolf Nieß und Walter Schmidt TB VIII, S. 134 (22.7.1943).

    241. Rudelsburg

      TB III, 1932 S. 244 (2.9.32) Projekt für die Gastronomie der Rudelsburg mit Regierungspräsident Ernst v. Harnack (zusammen mit Ausstattung Naumburg) angedeutet.

    242. Rudolstadt (Heidecksburg)

      Heidecksburg bei Rudolstadt Ausmalungsentwurf für einen Saal (Tür und Wand). TB XI, S. 28, 13.-15.5.1949.

    243. Rummelsburg

      Erlöserkirche Bildfenster-Entwurf um 1952 Wohl für Wagner; im Tagebuch nicht identifiziert. Entwurf im Nachlaß erhalten.

    244. Saalburg

      *** Wochenendhaus Crodel an der Saale-Talsperre Architektur und Dekorationen 1935

    245. Salem-Köslin bei Minden

      *** Auferstehungskirche der kath. Diakonissenanstalt

      • Altarbild (Email)

      1959 Architekten Hopp und Jaeger Werkstätten Steckner-Crodel TB XVI, S. 119 Januar 1960 Einweihungsschrift vom 18. Mai 1961, S. 15-17: Professor Charles Crodel über die Altartafeln Abb. in: Mitteilungen aus dem Diakonissenhaus Salem-Köslin Minden, August 1963. Charles Crodel 1960: "So muss notwendig nach dem Fegefeuer zweier Weltkriege eine neue bildnerische Einstellung zum Gegenstand erfolgen, ja seine neue Besitzergreifung."

    246. Salzhausen bei Lüneburg

      *** Ev. Dorfkirche

      • 3 Fenster

      1966-1967 Mayer TB XVIII, August 1966, S. 86; 1967, S. 131 (22.3.1967). F.W. Reinecke, St.-Johannis-der-Täufer-Kirche zu Salzhausen, Faltblatt o.J.

    247. Sangerhausen

      *** Kath. Herz-Jesu-Kirche

      • 3 Chor-Fenster;

      • 2 Seitenfenster

      • 1 Rundfenster im Taufraum (1984 beschädigt)

      1961 TB XVI, August 1961, S. 304-305 (Tauffenster und Chorfenster).

    248. Schmalkalden

      *** Ev. St. Georg

      • 3 Chorfenster

      • 1 Fenster Orgelempore

      1958-1959 Müller TB XIV, März 1958, S. 260-261; S. 271 (27.4.1958); TB XVI, 8.9.1959, S.25; TB XVI, Januar 1960, S. 122 Abb. in: Carl Crodel, Halle und Erfurt 1982; Ernst Badstübner, Stadtkirche und Schlosskapelle zu Schmalkalden, 2. Auflage 1983, S. 21, Abb. S. 19 (= Das Christliche Denkmal Heft 83); Georg Piltz, Kunstführer durch die DDR, 4. Aufl. 1973, S. 364.

    249. Schönkirchen

      Wandmalerei oder Stickerei "Sommermonat" Schönkirchen wohl Ortsbezeichnung. TB X, S. 24 (31.8.1946); S. 55 Ausführung 6.5.1948.

    250. Soest

      Wiesenkirche

      • 3 Chorfenster

      • 8 Schiffenster

      Wettbewerbteilnahme 1957 Architekt Helmut Fischer Mayer Kostenvoranschlag 24. Juli 1957.

    251. Soest

      St. Petri-Kirche Soest 1961 Farbgebung für die geschmiedeten Eisengitter von Gerhard Marcks; vgl. Werkverzeichnis Gerhard Marcks Nr. 756

    252. Soest

      St. Thomae Projekt Schiffverglasung TB XIV, Juni 1957, S. 202; S. 205.

    253. Stadtsteinach

      Stadtkirche

      • 16 kleine Scheiben

      Fenster 1942 Wagner (?) Ausführung und Zuordnung nicht gesichert TB VII, S. 139 (3.8.1941); S. 167 (18.1.1942): "Die 16 kleinen Fenster für Stadtsteinach. Immer daran denken, daß ein Glasfenster zunächst ein Ornament aus Glasstücken ist!"

    254. Stadtsteinach

      Kindererholungsheim der Deutschen Reichspost bei Stadtsteinach, heute wohl Salem-Siedlung TB VI Projekt seit 1939 Ausführung nicht gesichert; erhalten sind Zahlreiche Pläne im Nachlaß. Zusammenarbeit mit Walter Schmidt wahrscheinlich.

    255. Stendal

      St. Annenkirche Projekt: Franziskus-Fenster, Verkündigung (?) und Dreikönigsscheibe 1947-1948 Wagner (?) Architekt Eberhard Naumann, Hellerau TB ; TB X, 157 (Dezember 1947), S. 214 (1948) drei Farbskizzen 65 x 40 cm; TB XV, S. 183 (22.8.1960); zur Komposition VI, S. 79 11.7.1937; TB VII, S. 34 29.2.1940.

    256. Steudnitz bei Jena

      *** Haus Herbert Levin

      • Wandmalerei und bemalte Textilien

      1924 (zerstört 1945) Probe erhalten. TB II 14.11.1924, Entwurf fertiggestellt nach dem 5.12.1924 für Levin; Einweihung am 7.2.1925 Curt Glaser, Kunst und Künstler, 24, 1925/1926, S. 245; Charles Crodel, Jena 1994, S. 14.

    257. Strassfurt

      Durch undatierte Entwürfe dokumentiert: kleinformatige Verglasungen für einen Neubau in funktionaler Architektur (Wandabrollung Nachlaß Crodel).
      Der Vorgang kann sich beziehen auf Strassfurt (Initiator des Projektes mag nach B. Klesse ein Apotheker gewesen sein), Anregungen von Straßburg? (die Wandabrollung des Verglasungsprojektes entspricht in Grundzügen der von Theo van Doesburg 1926/27 geschaffenen Aubette in Straßburg). Von diesem Projekt sind Einzelscheiben ausgeführt und 1:1 Entwürfe im Nachlaß erhalten. TB V, S. 64 21.2.1935; vgl. Brigitte Klesse, Zwei Glasfenster von Charles Crodel für Ferdinand Möller, Kölner Museums-Bulletin, Heft 3, 1997, S. 21 - 34.

    258. Thale

      Jagdhaus v. Bismarck Fenster 1941 Wagner Architekt Theo Kellner? TB VII, S. 122, (27. April 1941) Zu v. Bismarck vielleicht TB II, 23. Oktober 1925: Tanz mit Levins und Bismarcks aus Thale im Wohnhaus Crodel Jena.

    259. Trautenfels/Steiermark

      Mosaikfußboden 1942 Projekt von Wagner TB VII, S. 153 (3.Nov. 1941); S. 158 (8.11.1941), S. 169 ( 20.-27.1.1942).

    260. Trier

      *** Kath St. Gangolf

      • Gesamtverglasung

      1966-1967 Binsfeld TB XVIII, S. 96-97 Dezember 1966); Tauffenster S. 113 (Januar 1967); S. 117 (Februar 1967) Lit.: Hans-Walter Stork, Katholische Stadtpfarrkirche St. Gangolf Trier, München und Zürich 1990 (Schnell Kunstführer Nr. 1805).

    261. Ulm

      Münster Verglasungsvorschlag TB XVIII, S. 78 Juli 1966; S. 234 (Juli 1968).

    262. Warschau

      TB VII, S. 103 (21.1.1941) Dekoration für einen Innenraum.

    263. Weimar, Schloßmuseum

      *** Wandmalerei, ehemals Kriegerstr.3 Durch Köhler 1927 erworben, im 2. Weltkrieg durch Luftmine beschädigt, erhalten, aber hinter Wandverkleidung. Vgl. Eintrag Jena. Abb. Charles Crodel, Jena 1994, S. 15.

    264. Weißwasser

      Vereinigte Lausitzer Glaswerke, Werkstbauten von Ernst Neufert. Entwurf zu Fenster mit Glasbläsern 1937 Wagner Ausführung nicht gesichert aber aufgrund der genauen Maßangaben H= 41 cm B = 87 wahrscheinlich TB VI, S. 27 (16.1.1937). Motivwiederholug: Wertheim-Bestenheid.

    265. Weißwasser/Oberlausitz

      *** Haus Direktor Dr.Bruno Kindt. Rundfenster des von Ernst Neufert erbauten Wohnhauses; die Scheibe durch Wilhelm Wagenfeld gerettet und erhalten. 1937 Wagner. TB VI, S. 28 (16.1.1937) Fuchs und Storch.

    266. Wertheim-Bestenheid

      *** Ev. Martin-Luther-Kirche

      • 2 Chorfenster

      • 8 Schiffenster

      • 1 Rundfenster, Stiftung Hans Löber (Heilung des Blinden)

      1957 und 1964 Mayer (Rechnung 14.8.1964) TB XIV, Mai 1956, S. 105 (Rückverweis März 1955); September 1956, S. 135; TB XVI, S. 73 (17.12.1962); TB XVII, S. 133 (August 1963); Evangelisten und "Lobet den Herrn", signiert 1957 Leiter, im Westen Rundfenster von 1964 Lit.: 25 Jahre Martin-Luther-Kirche. Evangelische Pfarrgemeinde Wertheim-Bestenheid, Wertheim o.J. Eie Scheibe des "Glasbläserfensters" wurde für Ersch Schott als Glasfenster und für den Verwaltungsbau von Schott in Mainz als Mosaik wiederholt (Mainz ). Die Motive der Glasbläser ähnlich von Crodel für Weißwasser.

    267. Wickede / Ruhr

      • Glasmosaik mit Gold: die Kirche als "arbor bona"

      Entwurf? TB XV, S. 149 vor 28.4.1959 Entwurf; TB XVI, S. 129 (25.12.1960.); TB XVI, S. 149 (28.4.1960).

    268. Wittingen-Suderwittingen

      *** Dreikönigskapelle 3 Fenster (überfang 16/18)

      • 1) Erscheinung des Sternes

      • 2) die 3 Könige treffen sich

      • 3) Anbetung des Kindes

      1967-1968 wohl mit Mayer.

    269. Wolfhagen bei Kassel

      Stadtkirche Wolfhagen Entwurf mittleres Chorfenster TB XVI, Januar 1961, S. 250-25.1

    270. Wülfingerode

      = Dorfkirche Bernterode Altarbild mit 2 Predellen sowie 1 Rundfenster und 3 Schiffenster. Bernterode.

    271. Zeesen

      *** Erholungsheim der Deutschen Reichspost Porzellankamin 1937 Staatlichen (Königliche) Porzellanmanufaktur Berlin und für die Post: Architekt Walt(h)er Schmidt TB VI, S. 35 (6.3.1937), S. 55: 3.5.-27.5. Malen der Platten in Berlin; TB VI, S. 63: Abnahme 1.6.1937 vgl. Zentralblatt der Bauverwaltung 61, 1941, S. 574 (Abb.); C. Steckner, Keramos 164, April 1999, S. 70. Abb.)

    272. Zeitz

      Wandmalerei TB 1948, S. 211 Entwurf?

    273. Zweibrücken

      Wiederaufbau Alexanderkirche Entwürfe Verglasung 6 Fenster TB XIII, S. 98-99 (April 1954); Entwurf 4. Nov. 1954.



    Verfasser: focas@nexgo.de


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