| Du folgst dem Gang ungefaehr zehn Meter, dann fuehrt er in einen weiteren Raum. Mit Decken bedeckte Kisten und scheinbar Moebelstuecke nehmen den meisten Platz ein. Doch in der hinteren linken Ecke des Raumes, hinter einer hohen Kiste verborgen, scheint etwas schweres an einem Seil zu haengen. Du kannst nur den Anfang des Seiles direkt unter der Kellerdecke erkennen, der untere Teil ist durch die Kiste verdeckt. Auf der rechten Seite und der, die dir gegenueberliegt, fuehrt je ein weiterer Gang von diesem Kellerraum weg. Hier unten scheint sich ein Labyrinth aufzutun. Du naeherst dich dem Gang rechts von dir, doch als du hineinleuchtest, stellst du fest, dass er in ein paar Metern Entfernung eingebrochen ist. Also beschliesst du, dem anderen Gang zu folgen. Um ihn zu betreten, musst du an der grossen Kiste vorbei, die verdeckt, was an dem Seil haengt. Als du dich dem Gang naeherst und erblickst, was dir bis jetzt verborgen geblieben ist, gefriert dir das Blut in den Adern. Einen Angstschrei kannst du gerade noch unterdruecken... vielleicht kann es dich ja hoeren... |
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| Es wird kalt, ein Luftzug aus dem Gang, in den du hinein wolltest, umgibt dich. Es riecht nach Verfaultem. Froestelnd wendest du dich von dem schaurigen Anblick ab und begibst dich mit schwachen Schritten in den naechsten Gang. Verzweifelt versuchst du die Angst und die Erinnerung an das haengende Skelett zu verdraengen. Es will dir nicht ganz gelingen. Nach wenigen Schritten, die dich nur weiter in den Gang fuehrten, dir aber kein offensichtliches Ziel in Sicht fuehrten, hoerst du etwas, was es dir vor Schreck einen Moment schwarz vor den Augen werden laesst. Ein klapperndes Geraeusch, als ob etwas hinunterfaellt ertoent einige Meter hinter dir, aus dem Raum, den du gerade verlassen hast. Du schliesst die Augen, versuchst dich zu beherrschen, um nicht vor Panik kopflos davonzurennen, und drehst dich schaudernd in die andere Richtung... |
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| An dem Ende des Ganges, wo du ihn gerade betreten hast, siehst du, was gerade noch an dem Seil gehangen hat. Es bewegt sich, als wollte es dich auffordern, ihm zu folgen. Das ist einfach zu viel. Panik erfasst dich, du kannst dich nicht mehr beherrschen. Ein Schrei entfaehrt deinem Mund, als du dich umdrehst und genau in eine der kalten Steinwaende rennst, mit denen du schon einmal, in einem Anfall von Angst, Bekanntschaft gemacht hast. Und du warst so sicher, dass der Gang noch nicht zu Ende war. Zitternd drehst du dich um und drueckst dich wieder einmal gegen eine Wand, in der Hoffnung, sie moege nachgeben und dich irgendwohin fuehren, wo du dich sicher fuehlen kannst. Doch es geschieht nichts. Das einzige was du siehst, ist immer noch dieses Skelett, das dich scheinbar auffordert, mit ihm zu kommen. Der Aufforderung willst du nicht nachkommen, du schliesst deine Augen und hoffst, dass es genauso verschwindet, wie der Kopf im Drudenfuss... Ploetzlich ertoent eine rauhe Stimme. Mit einem lockenden Tonfall, als wollte es eine Katze herbeiholen, spricht das Skelett zu dir. "Folge mir... ich will dir etwas zeigen, was dich freuen wird..." Du willst nicht hinhoeren. Du haelst die Augen krampfhaft geschlossen...du bildest dir das nur ein...das ist nur Einbildung...es gibt keine Geister. "Ein Schatz...wie im Maerchen, nicht wahr? Geb ihn dir...", faengt es wieder an, "komm mit mir und du wirst reich... er liegt schon seit Jahrhunderten hier...jetzt kommt endlich jemand...um ihn mitzunehmen...dann bin ich frei und der Schatz in guten Haenden...hilf mir...du wirst reich sein und es nicht bereuen..." Das Angebot ist verlockend... Doch, nein, du traust keinem Skelett, das kann doch alles nicht stimmen. Gehst du mit ihm? Oder schliesst du die Augen und hoffst noch einmal, das die schaurige Gestalt verschwindet? |