Football Against Racism in Europe
(FARE)


Fußball ist der bedeutendste Sport der Welt und gehört uns allen. Jeder Mensch hat das unveräußerliche Recht der Teilnahme an diesem Sport, frei von jeglicher Diskriminierung oder Belästigung und ungeachtet seiner Herkunft, Nationalität oder Religion, seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung oder irgendeiner Behinderung - sei es als SpielerIn, AnhängerIn, ZuseherIn, TrainerIn, SchiedsrichterIn oder FunktionärIn.

Wir, die hier beim Seminar „Networking Against Racism in European Football - NAREF“ in Wien vom 31. 1. bis 2. 2. 1999 versammelten VertreterInnen von über 40 Organisationen, darunter Kampagnen gegen Rassismus im Fußball, Fanprojekte und Fanklubs, Sportorganisationen und Menschenrechtsgruppen aus 13 europäischen Ländern, unterstreichen hiermit unser Engagement für den Kampf gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus, religiöse Agitation, Sektierertum, Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung im Fußball und durch den Fußball.

Wir sind nicht bereit, Rassismus im Fußball zu tolerieren: weder auf den Rängen noch auf dem Spielfeld, auf Funktionärsebene, im Training oder in der Ausbildung.
 

I. Forderungen an die für das Spiel verantwortlichen Institutionen

Fußball stellt ein wesentliches gesellschaftspolitisches Element in Europa dar und spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Rassismus.

Wir fordern die Institutionen des Fußball, insbesondere die UEFA, EURO 2000 und die nationalen Fußballverbände, auf:

Im Vorfeld der EURO 2000 sollten die nationalen Verbände offene Foren einrichten und ein breites Spektrum von Fangruppen, Fanprojekten und Spielergewerkschaften ebenso wie Sponsoren zur Teilnahme einladen.

In den Zeitschriften und Publikationen der UEFA, der EURO 2000, der nationalen Verbände und der Klubs sollten regelmäßig antirassistische und antidiskriminierende Mitteilungen und Erklärungen veröffentlicht werden. Wir fordern die UEFA, die FIFA und die EURO 2000 ebenso wie private Fußballsponsoren, die Europäische Kommission und den öffentlichen Sektor in den verschiedenen europäischen Ländern auf, finanzielle Unterstützung und Hilfeleistung für Projekte, Kampagnen und Aktivitäten bereitzustellen, die dem Kampf gegen den Rassismus dienen.
 

II. FairPlay verpflichtet sich:

 ein Netzwerk mit dem Namen "Football Against Racism in Europe" (FARE) [Fußball gegen Rassismus in Europa] zu etablieren

III. Sie werden die folgenden Schritte setzten:

Anhang zum Aktionsplan

Networking

Informationsfluß
Wir sind bemüht, die Fähigkeiten aller Beteiligten bestmöglich zu nutzen. Einige verfügen möglicherweise über spezielle Kenntnisse im Aufbau von Datenbanken, andere haben dafür Erfahrung in der Organisation von Veranstaltungen und wieder andere sind vielleicht besonders kreativ.
Elemente eines effizienten Netzwerks:
Betrieb des Netzwerks auf mehreren Ebenen:
Finanzierung des Netzwerks:
Erste konkrete Schritte:
Bemühungen um finanzielle Mittel für das Projekt müssen auf mehreren Ebenen betrieben werden: Es ist keinesfalls notwendig, daß alle diese Aufgaben nur von einer einzigen Person wahrgenommen werden. So muß beispielsweise jemand, der Erfahrung im Auftreiben von Sponsorgeldern hat, nicht unbedingt für Verhandlungen mit der Europäischen Kommission geeignet sein.

Vorschläge, die an Sponsoren herangetragen werden, müssen positive Aspekte herausstreichen. „Fußballfans arbeiten zusammen, um Verständnis und Respekt für alle Völker und Kulturen zu schaffen“ klingt für einen potentiellen Sponsor möglicherweise attraktiver.

Mitglieder des Netzwerks müssen bei all ihren Aktivitäten darauf hinweisen, daß diese Teil von FARE sind.

Ideen für Aktionen vor und während der EURO 2000:
    Organisation eines großen Nachfolgetreffens in der zweiten Jahreshälfte 1999 oder Anfang 2000, an dem möglichst viele UEFA-Mitgliedstaaten teilnehmen sollen.

    Produktion eines gemeinsamen Plakates, auf dem alle unterstützenden Organisationen/Fanklubs mit ihrem Logo aufscheinen.

    Organisation eines auf Jugendliche abzielenden „Streetkick“-Programms in den acht Gastgeberstädten der EURO 2000 in Holland und Belgien in den letzten vier bis sechs Wochen vor dem Turnier.

    Zur Vorbereitung von Punkt (3) werden wir mit den entsprechenden Organisationen und Einrichtungen in den Gastgeberländern Kontakt aufnehmen.

    Wir werden uns um die Unterstützung von Sponsoren für antirassistische Materialien und Veranstaltungen rund um die EURO 2000 bemühen (verantwortlich dafür ist SARI).

    Wir werden eine CD mit einer eindeutigen antirassistischen Aussage produzieren.

    Wir werden während des Turniers eine hochrangig besetzte und professionell organisierte Veranstaltung, beispielsweise ein Konzert, anbieten.

Zur Homepage von FARE


Auf europäischer Ebene vertieften sich die Partnerschaften, die im Europäischen Jahr gegen Rassismus gewonnen wurden, durch erste gemeinsame Aktivitäten bei den FairPlay-Projekten 1997 und 1998/99 (Wiener Symposium mit Beteiligung der UEFA 1997, Videopräsentation Show Racism the Red Card, ICC mit dem Fanprojekt Dortmund e.V.).

Zentral für die Vertiefung der Qualität der Partnerschaften war jedoch das FairPlay-Seminar „Networking Against Racism in European Football“ vom Januar/Februar 1999, bei dem u.a. das FARE-Netzwerk aus der Taufe gehoben und der FARE-Aktionsplan zur EM 2000 entworfen worden ist. Am Seminar beteiligt waren neben den FARE-Mitgliedern auch die UEFA und die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Aus dem Aktionsplan ergibt sich eine Gewichtung für kommende Aktivitäten des Netzwerks, wobei FairPlay die zentrale Rolle bei der Koordination und Präsentation inne hat.

Links zu unseren Partnerprojekten


FARE Mitglieder und Unterstützer

England

Football Unites, Racism Divides,Sheffield

Kick-It-Out, London

Show Racism the Red Card, Newcastle

The Football Association, London

Professional Footballers Association, Manchester

Charlton Athletic, London

Charlton Athletic Race Equality, London

Football Supporters Association, Newcastle

 Schottland

The Scottish Football Association, Glasgow

Nord Irland

Sport Against Racism in Northern Ireland, Belfast

Irish Football Association, Belfast

 Irland

Soccer Against Racism in Ireland, Dublin

Football Association of Ireland, Dublin

 Deutschland

Fanprojekt Dortmund e.V., Dortmund

Schalker gegen Rassismus, Gelsenkirchen

1. Deutsch Polnischer Schalke 04 Fanclub, Frankfurt/Oder

BAFF-Bündnis Aktiver Fußballfans, Düsseldorf

 Italien

Progetto Ultrà, Bologna

Unione Italiana Sport Per Tutti, Roma

A.S.C.-Forum Calcio, Bologna

Noi Ultràs, Venezia/Mestre

 Spanien

S.O.S. Racismo Alava, Vitoria

 Belgien

Union Royale Belge des Sociétés de Football-Association, Bruxelles

VZW The Rifboys, Gent

 Holland

Vertizontaal, Euro Support, Breda

Euro Support/Supporters Project Go Ahead Eagles - Deventer FC

 Tschechische Republik

Helsinki Citizens Assembly-Roma Section, Brno

 Polen

'Never Again' Association, Warschau

 Schweiz

Fédération Internationale de Football Association - FIFA, Zürich

Gemeinsam gegen Rassismus, Young Boys Bern

 Russland

Football Union of Russia, Moskau

 Norwegen

Vålerenga mot Rasisme, Oslo

 Österreich

Verrückte Köpfe,
The Freaks,
Wild Boys (Fanclubs FC Tirol)

Rapid M@ilers,
Grün-Weiße-Akademiker (Fanclubs Rapid Wien)

Girls Front Viola,
Crazy Girls,
Austria 80 (Fanclubs Austria Wien)

Friedhofstribüne (Fanclub Vienna Sport Club)

Girlpower 2000 (Fanclub USC Landhaus)

FairPlay-vidc, Wien