Interview mit Michi

Rassistische Übergriffe unterbinden

Michael Hatz, Rapid Kapitän, Verteidiger und Teamspieler

FairPlay: Herr Hatz, sie haben in Italien gespielt. Gibt es im Bezug auf Rassismus im Fußball einen Unterschied zwischen Italien und Österreich?

Hatz: Ich glaube, daß sich die Situation in Österreich in den letzten Jahren sehr gebessert hat. Von meinen italienischen Freunden weiß ich aber, daß es in den italienischen Stadien gerade in letzter Zeit schlimmer geworden ist. Es mußten sogar schon Spiele wegen rechtsextremen Statements der Fans abgebrochen werden. Jedenfalls hat Rassismus im Fußball nichts verloren. Nichts in Italien und auch nichts in Österreich.

Glauben Sie als Kapitän und als Profifußballer etwas gegen Rassismus tun zu können?

Auf jeden Fall. Als Profifußballer müssen wir unsere Bekanntheit nützen, um dagegen aufzutreten und als Kapitän habe ich eine zusätzliche Vorbildwirkung. Auch die Vereine scheinen mir sehr darum bemüht, rassistische Übergriffe zu unterbinden. In dieser Hinsicht hat sich das Bewußtsein bei allen Beteiligten in den letzten Jahren stark verbessert. Wir dulden keine rassistisch motivierten Aktionen bei Rapid und ich bin überzeugt, daß die Rapid-Fans das auch so sehen.