Presseaussendung von
Football Against Racism in Europe
Wien, am 12. Februar (vidc) Unbeeindruckt vom Wintersport in Vail schlossen sich vergangene Woche Faninitiativen, Fanclubs und antirassistische Fußballkampagnen aus 13 europäischen Ländern in Wien zu dem Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) zusammen.

Im dem gemeinsamen Aktionsplan fordern die mehr als 40 Organisationen 1% der Sponsoreinnahmen der EURO 2000 zur Umsetzung von Aktionen gegen Rassismus anläßlich der EM in Holland und Belgien. "Sponsoren die aus der globalen Faszination des Fußballs Gewinne erzielen", meint der Fanbeauftragte der Young Boys Bern, Urs Frieden, "sollen auch konstruktive Maßnahmen gegen die Schattenseiten des Fußballgeschäfts finanziell unterstützen."

Geplant sind Streetkick-Turniere für Jugendliche in den acht Austragungstädten, ein multikulturelles Großevent in Holland, eine Anti-Rassismus CD mit Songs aus den 16 Teilnehmerländern sowie die Produktion von Postern und Infomaterialien für Fans. Im Sommer 99 finden bereits europäische Fanturniere in Montefiorino und Dublin statt.

Neben Fangruppen von europäischen Erstliga-Klubs wie FC Bologna, Borussia Dortmund, Charlton Athletic oder NAC Breda umfaßt FARE auch die größten Fan-Dachorganisationen aus Deutschland (BAFF) und England (FSA). Auch österreichische Fanclubs von SK Rapid, Austria Wien, FC Tirol und WSC sind mit von der Partie.

Das Netzwerk ist das Ergebnis eines von der EU unterstützten und von der österreichischen Kampagne FairPlay.Viele Farben.Ein Spiel veranstalteten dreitägigen Diskussionsforums (31.1 - 2.2) im Gartenhotel Altmannsdorf. Bei der Eröffnung versicherte Christian Keglevits der Initiative die vollste Unterstützung der Vereinigung der Fußballer (VdF) zu. Für die neue Saison kündigte Keglevits Aktionen der Spieler in den Stadien an.

© Kurt Wachter, Fairplay-vidc
12.02.1999