Lurchi -
Werbefiguren
Im Laufe der Jahrzehnte, in denen Lurchi an Popularität bei den Salamander-Kunden gewann, wurde auch eine große Menge von Werbematerial produziert. Dies wurde teilweise kostenlos abgegeben (etwa Luftballons, Aufkleber oder Fähnchen), teilweise verlost (etwa Lurchi-Schokoladentaler oder Malsets), teilweise auch verkauft. Auch im letzteren Fall aber dienten die Artikel nicht (oder nicht hauptsächlich) der Erwirtschaftung von Gewinn, sondern sie sollten die jungen Leser noch stärker an die Figuren und damit an die Marke Salamander binden.
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Zu den interssantesten und begehrtesten Werbeartikeln gehörten immer die dreidimensionalen Abbilder Lurchis und seiner Freunde: die Werbefiguren. Ich gebe im folgenden einen chronologischen Abriss der verschiedenen Serien, die hergestellt wurden, beschreibe ihre Charakteristika und (wo es möglich ist) ihren Marktwert unter Sammlern.
Die verschiedenen Serien von Werbefiguren

1) Pappfiguren
Die ersten Figuren wurden von der Firma Salamander etwa Mitte der 50er Jahre hergestellt - und sind eigentlich noch kaum als "Figuren" zu bezeichnen. Sie waren aus Pappe hergestellt (ausgestanzt) und vor allem zum Aufhängen an der Wand gedacht. Vermutlich handelt es sich im Grunde um Dekorationsartikel für die Salamander-Läden, die gar nicht zum Verteilen an Kunden gedacht waren. Es befinden sich nur einzelne Exemplare in der Hand von Sammlern, auf dem Markt spielt diese Serie daher keine Rolle.

2) Steh-auf-Lurchi
Wahrscheinlich schon Mitte der 50er Jahre entstand auch der "Steh-auf-Lurchi": eine etwa 5 cm große Lurchi-Figur mit Gitarre, aus schwarzem Plastik gefertigt und handbemalt. Sie steht auf einem halbkugelförmigen grünen Sockel, der innen mit Metall beschwert ist. Das insgesamt etwa 7 cm hohe Figürchen mit dem spindeldürren Lurchi ist sehr zerbrechlich und daher nur noch in wenigen Sammlungen anzutreffen. Sammlerwert: komplett mindestens 50 Euro, ohne Sockel noch mindestens 30 Euro.

3) Biegefigur
Etwa 1958 erschien erstmals die etwa 12 cm große Lurchi-Biegefigur. Sie wurde seitdem wiederholt neu aufgelegt, fand große Verbreitung und war etwa vier Jahrzehnte lang  in den Salamander-Läden zu erwerben - bis zu ihrer Ablösung durch die Figur 19)... Die verschiedenen Produktionsserien dieses Klassikers unterscheiden sich zum Teil erheblich. 6 verschiedene Hauptserien wurden bis heute identifiziert. In chronologischer Reihenfolge:

a) Die älteste Serie hebt sich deutlich von allen späteren ab: Lurchi ist sehr schlank, hat niedrige Augenwülste und schmale Füße. Seine Schuhe sind halbhohe Stiefel, dreimal geschnürt. Sie tragen unter der Sohle keine Herstellerkennung und haben keinen Absatz, dafür eine umlaufende Kante. (Bild rechts) 50er Jahre, Sammlerwert 12 bis 15 Euro.

b) Lurchi trägt nun (und in allen weiteren Serien) etwas klobige Halbschuhe. Unter der Sohle ist vorerst das runde Symbol des Herstellers Schleich. Lurchis gelbe Flecke sind in die Oberfläche eingeprägt. Wahrscheinlich die seltenste Serie. Anfang der 60er Jahre, Sammlerwert 15 bis 20 Euro.

c) Unter der Sohle ist noch immer das Schleich-Symbol, aber die Flecke sind nicht mehr geprägt, nur noch aufgemalt. Ebenfalls eher selten. Anfang bis Mitte der 60er Jahre, Sammlerwert 12 bis 15 Euro.

d) Keine Kennung unter der Sohle, die aufgemalten Flecke sind häufig etwas verschwommen. Wurde lange produziert (wohl Mitte der 60er bis in die 80er Jahre) und ist entsprechend häufig. Mehrere Unterserien zeigen leicht abweichende Farben bei Flecken, Mund und Schuhen, teilweise asiatischer Hersteller. Sammlerwert 4 bis 5 Euro.

e) Als Kennung unter dem Fuß das Prüfzeichen "CE". 80er Jahre, Sammlerwert etwa 3 Euro.

f) Unter dem Fuß steht neben dem CE-Zeichen auch "Salamander AG Kornwestheim". 90er Jahre, Sammlerwert 2 bis 3 Euro.

4) Musikgruppe (Quietschfiguren)
Diese Figurenserie vom Ende der 50er Jahre ist noch immer die schönste von allen, die Salamander herstellen ließ. Quietschfiguren von 7 bis 9 cm Größe zeigen die sechs Lurchi-Hauptfiguren mit Musikinstrumenten:
- Lurchi mit Ziehharmonika
- Hopps mit Becken
- Piping mit Geige
- Mäusepiep mit Flöte
- Igelmann mit Saxophon
- Unkerich mit Tuba
Die äußerst gelungene und liebevolle Gestaltung der Figuren stammt vom damaligen Zeichner Heinz Schubel.
Innerhalb dieser sehr gesuchten Serie ist die Seltenheit der einzelnen Figuren unterschiedlich: Lurchi wurde damals wahrscheinlich am häufigsten gekauft und ist daher noch relativ oft anzutreffen. Hopps wird seltener angeboten, der in seine Musik versunkene Piping ist besonders rar. Mäusepiep ist oft beschädigt: die Flöte war für Kinder leicht abzubrechen. Igelmann ist ebenfalls eher selten - wahrscheinlich, weil er irrtümlich Eingang in viele Mecki-Sammlungen gefunden hat. Am seltensten aber sieht man Unkerich - vermutlich wurde der Dicke wenig gekauft, weil er auf den ersten Blick nicht so ansprechend aussieht wie seine schlankeren Gefährten.
Entsprechend reichen die Preise für Exemplare in guten Zustand (d.h. unbeschädigt und mit nur geringen Farbabschürfungen) von 20 Euro (Lurchi) über 25 Euro (Hopps) und 30 Euro (Igelmann, Mäusepiep) bis zu 40 Euro (Piping, Unkerich).

5) Musik-Lurchi (farbige Kleinfigur)

Im Bereich Anfang bis Mitte der 60er Jahre ist eine Figur einzuordnen, die der Sammlerszene erst vor kurzem bekannt wurde und über die noch wenig bekannt ist. Es handelt sich um eine kleine Version von Lurchi mit Ziehharmonika, 5 cm groß - im Unterschied zur bekannteren Serie 6) aber farbig gestaltet. Auf den Körper aus schwarzem Weichplastik sind Details wie Augen, Mund und Schuhe trotz der kleinen Maße sehr sorgfältig aufgemalt. Auch die Flecken sind nur gemalt (wahrscheinlich gesprüht), nicht eingeprägt wie bei Serie 6). Auch trug diese Figur keine Schlaufe auf dem Kopf und unterscheidet sich auch in den Proportionen etwas vom einfarbigen Lurchi aus Serie 6) - siehe Vergleichsfoto rechts.
Die Flecken sind etwas unscharf, wie bei einer Unterserie der Biegefigur 3) von Mitte der 60er Jahre (wohl gleicher Hersteller). Ob nur Lurchi in dieser Form produziert wurde oder auch der Rest der Gruppe, ist nicht bekannt. Wegen der hohen Seltenheit gibt es keinen stabilen Marktwert, es ist aber ein Liebhaberpreis von mehr als 50 Euro anzusetzen.


6) Musikgruppe (Kleinfiguren)
Etwa Ende der 60er Jahre wurden Heinz Schubels Entwürfe für die Figuren mit Musikinstrumenten (Nummer 4) erneut verwendet. Es wurde nun eine Version aus einfarbigem, unbemalten Plastik produziert, nur etwa 5 cm hoch. Haltung und Instrumente entsprechen der größeren Serie, doch wurde nun das Gras weggelassen, das den Figuren zur Verbreiterung des Sockels diente (für Quietschfiguren notwendig); auch einige Details in der Darstellung fielen weg. Vom Kopf der Figur geht immer ein etwa 3 cm langes Plastikstück aus, das in einer Art Öse endet. Man konnte die Figürchen damit als Schlüsselanhänger benutzen - wahrscheinlich war der eigentliche Zweck aber nur die Befestigung an Salamander-Schuhen als Zugabeartikel.
Die Figuren wurden in verschiedenfarbigem Plastik produziert: am häufigsten sind gelbe Exemplare, gefolgt von roten, selten sind blaue und besonders grüne Stücke. Der Preis auf dem Sammlermarkt differiert entsprechend: von 8 Euro (gelb) über 10 Euro (rot) und 15 Euro (blau) bis zu mindestens 20 Euro (grün). Ist die Plastikschlaufe am Kopf noch vorhanden (selten der Fall), sind mindestens 5 Euro mehr anzusetzen. Der Akkordeon-Lurchi aus der roten Serie weist übrigens oft eine mehr orangene Färbung auf - es ist noch nicht klar, ob es sich dabei um eine eigene Serie handelt..

7) Neue Wandfiguren mit Musikinstrumenten
Auf die Darstellung der Lurchi-Charaktere als Musikgruppe hatte man sich nunmehr eingeschossen und fertigte Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre) auch neue Wanddekorationen in diesem Stil an. Etwa 30 cm groß, erreichen nicht die gestalterische Schönheit der älteren Exemplare (Nummer 1), sind aber vom Design her ein Zeitdokument: der plakative, farbenfrohe Stil ist deutlich von der Entstehungszeit geprägt. Die Figuren tauchen auf dem Sammlermarkt selten auf, als Preis ist bei einwandfreiem Zustand bis zu 20 Euro pro Stück angemessen.

8) Einfache Quietschfiguren
Zu Beginn der 70er Jahre war erstmals die neue Quietschfigurenserie erhältlich, die danach fast 30 Jahre lang produziert wurde. Auch diese Figuren sind von Heinz Schubel entworfen, nun aber mit der Vorgabe, wesentlich einfacher, stilisierter und "kindgerechter" zu sein als die Reihe mit den Musikinstrumenten. Dies wurde von Schubel auch konsequent umgesetzt: Die neuen Quietschfiguren eignen sich gut zum Spielen, sind bei Kindern beliebt, für Sammler aber nur begrenzt interessant; durch die hohe Auflage werden auch für ältere Stücke nur moderate Preise erzielt. Für Salamander waren die Figuren ein Erfolg: Um 1990 gingen jährlich rund 125.000 Stück über die Ladentheke. Ende der 90er Jahre wurde der Dauerbrenner durch die neue Serie 13) ersetzt, die von dem derzeitigen Zeichner Dietwald Doblies gestaltet war.
Im Laufe von drei Jahrzehnten hat es verschiedene Versionen gegeben, die sich meist nur in der Farbgebung leicht unterscheiden, manchmal (bei Wechsel des Herstellers) auch in der Größe oder Details der Darstellung. Hier eine Übersicht der 13 bislang identifizierten Serien, wobei sich Farb- und Größenangaben auf den Lurchi beziehen, für die anderen 5 Figuren gelten sie analog. Die Abkürzung Q steht für das Quietschventil am Boden der Figuren, das entweder als Schlitz zu sehen ist oder mit einem Kreuz oder Gitter abgedeckt wurde. G steht für die Größe der Lurchi-Figur bis zur erhobenen Fingerspitze, K für eine eventuelle Kennung am Boden der Figur, S für den ungefähren Sammlerwert.

a) G 10,5 cm, Q versenkt mit Kreuz, K keine. S 6 Euro.

b) G 11,2 cm, Q versenkt mit Kreuz, K keine. S 5 Euro.

c) G 11,6 cm, Q versenkt mit Kreuz, K keine. S 5 Euro.

d) G 11,5 cm, Q halb versenkt mit Kreuz, K keine. S 4 Euro.

e) G 11,2 cm, Q eben mit Kreuz, K keine. S 3 Euro.

f) G 11,7 cm, Q eben mit Kreuz, K keine. S 3 Euro.

g) G 12 cm, Q halb versenkt mit Schlitz, K keine, Farbe orangegelb. S 2 Euro.

h) G 12 cm, Q halb versenkt mit Schlitz, K inverse zweistellige Zahl. S 2 Euro.

i) G 12,3 cm, Q halb versenkt mit Schlitz, K keine. S 3 Euro.

j) G 11,5 cm, Q eben mit Kreuz, K keine. S 2 Euro

k) G 11,4 cm, Q eben mit Kreuz, K "CE John D-8228 Freilassing". S 2 Euro.

l) G 11,4 cm, Q eben mit Gitter, K "CE John D-83395 Freilassing". S 1 Euro.

m) G 11 cm, Q eben mit Gitter, K "CE John D-83395 Freilassing". S 1 Euro.


9) Stoffpuppe

1977 gab es kurzzeitig eine 40 cm hohe Lurchi-Stoffpuppe mit Lederschuhen und Filzhut, die zwar nicht sehr ansprechend aussieht (d.h. sie ist potthässlich), aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Stückzahl heute aber dennoch gesucht und daher teuer ist. Zudem haben sich die liebevollen Details der Ausstattung als sehr vergänglich erwiesen: Der Filzhut (an der rechten Hand festgenäht) und die Schuhe fehlen heute bei vielen Exemplaren. Sammler, vorsicht: Die Schuhe werden gerne durch Puppenschuhe ersetzt! Bei den richtigen Schuhen handelt es sich um Mokkasins aus hellem Leder. (Bild links)
Aus einer ganzen Reihe von Versuchen, Lurchi in eine Stoff- oder Plüschfigur umzusetzen, war dies der erste, der überhaupt den Weg in die Läden fand. Die Umsetzung erwies sich als sehr schwierig, auch die Firma Steiff hatte sich in den 70er Jahren erfolglos daran versucht.
Für Puppen mit den kompletten Accessoires müssen auf dem Sammlermarkt 40 bis 60 Euro bezahlt werden. "Nackte" Exemplare ohne Hut und Schuhe sind schon ab 20 Euro zu haben.

10) Glücks-Lurchi

Ebenfalls 1977 wurde ein "Glücks-Lurchi" aus biegsamem Kunststoff produziert, etwa 5 cm groß. Er wurde in einer bedruckten Schiebeschachtel verkauft (Form und Größe wie eine Steichholzschachtel). Von diesem "Lurchi als Talisman" gab es zwei verschiedene Versionen: mit und ohne Vorrichtung, um ihn als Schlüsselanhänger zu benutzen. Auch die zugehörigen Schachteln sind unterschiedlich. Die nett gestaltete Figur taucht am ehesten in der Schlüsselanhänger-Version auf, oft aber ohne das zugehörige Kettchen mit Verschluss. (Im Bild rechts ist es durch ein neues ersetzt.) Die Schachtel fehlt praktisch immer.
Für vollständige Figuren in guten Zustand gilt ein Preis von etwa 20 Euro, mit Schachtel das doppelte.

11) Schaufensterfiguren

Die etwa 30 cm großen, beweglichen Plastikfiguren waren jahrzehntelang nur als Schaufensterdekoration gedacht, wurden dann aber aufgrund der großen Nachfrage in den 80er Jahren auch für den Verkauf freigegeben. Beweglich sind Kopf und Arme, bei Lurchi, Hopps und Unkerich auch die Beine, bei Lurchi auch der Schwanz. Die Gestaltung ist deutlich vom Lurchi-Design Heinz Schubels geprägt.
Es gibt ältere Versionen aus den 50er und 60er Jahren, die sich wesentlich unterscheiden: andere Größe, Bemalung, andere Gestaltung der Details, und: mehr bewegliche Gelenke! (Zur Nutzung im Schaufenster waren drehbare Taillen und Hände besonders nützlich.) Sicher abschätzen lässt sich das Alter einer Figur meist nur mit viel Erfahrung oder durch Vergleich mit einer jüngeren Version.
Während man für neue Figuren nicht mehr als den damaligen Ladenpreis von etwa 15 Euro bezahlen sollte, werden für die seltenen Altversionen höhere Sammlerpreise verlangt. Für Stücke mit deutlichen Gestaltungsunterschieden sind bis zu 40 Euro zu rechnen, für solche mit mehr Gelenken bis zum doppelten.
Auch diese Serie wurde Ende der 90er Jahre durch eine neue ersetzt, die von Dietwald Doblies gestaltet ist (siehe unten, Nummer 14).

12) Plüsch-Lurchi

Um 1989 dachte man bei Salamander wieder einmal an Plüsch-Figuren von Lurchi und seinen Freunden. Man versuchte es diesmal mit einem asiatischen Hersteller, dessen Versuche zunächst tatsächlich Gnade vor dem gestrengen Auge der Salamander-Werbeabteilung fanden. Mit Ausnahme nur von Lurchi selbst, der nicht "salamanderhaft" genug aussah. Also wandte man sich für die Titelfigur wieder an einen deutschen Hersteller: die Firma Heunec. Letztendlich wurden die asiatischen Puppen dann doch wieder verworfen, so dass an Ostern 1990 nur der Heunec-Lurchi in die Salamander-Läden kam. Etwa 30 cm groß, handelt es sich in erster Linie um einen "Schmuse-Lurchi" für Kinder. Die Puppe ist aber so versteift, dass sie sich auch zum Aufstellen eignet, ihre Schnürschuhe aus dunklem Leder helfen dabei. Das Aussehen ist recht brauchbar, jedenfalls weit besser als bei dem 20 Jahre älteren Stoff-Lurchi (Nummer 9).
Auf dem Sammlermarkt wird die Puppe noch um den Neupreis von etwa 15 Euro gehandelt, ohne Schuhe maximal 10 Euro.

13) Neue Quietschfiguren

Veränderte Version der bekannten Serie 8), von Dietwald Doblies etwa 1997 gestaltet und etwa vier Jahre lang in den Salamanderläden erhältlich. Stlistisch griffen diese recht gelungenen Figuren etwas auf die alte Serie mit Musikinstrumenten (Nummer 3) zurück, sind aber jetzt ohne Instrumente. Die Serie kehrte vom betont kindlichen Ausdruck wieder zu einer detailreicheren Darstellung zurück.
Nach der Lurchi-Umgestaltung ließ man die Reihe auslaufen und ersetzte sie durch die Hartplastikserie 19). Seit die Figuren nicht mehr lieferbar sind, bewegt sich der Sammlerpreis vom damaligen Ladenpreis (1,50 bis 2,50 Euro) allmählich nach oben.

14) Neue Schaufensterfiguren

Veränderte Version der bekannten Serie 11), wurde von Dietwald Doblies etwa 1997 gestaltet und war dann etwa vier Jahre lang in vielen Salamanderläden erhältlich. Der Sammlerpreis liegt noch um den Ladenpreis von etwa 15 Euro, dürfte aber wegen der relativ geringen Auflage demnächst steigen.

15) Schlüsselanhänger-Set

Ende der 90er Jahre kamen erstmals alle 6 Darsteller der Lurchi-Reihe als Schlüsselanhänger heraus. Es wurden dafür keine neuen Figuren entworfen, sondern man benutzte das vorhande Design der Serie 13 von Dietwald Doblies, maßstäblich verkleinert auf etwa 5 cm. Die Anhänger wurden selten separat abgegeben, meist gab es sie nur als Anhängsel an Salamander-Kinderschuhe. Die Anhänger sind relativ häufig, der Sammlerpreis liegt derzeit bei etwa 2 Euro pro Stück.

16) Steiff-Figur
Viele Sammler hatten darauf gewartet, im Jahr 2000 schließlich war es soweit - und das Ergebnis enttäuschte. Steiff produzierte endlich einen "Lurchi", in limitierter Auflage von 6000 Stück, einzeln numeriert. Die Gestaltung aber lässt zu wünschen übrig - wieder einmal zeigte sich, dass Lurchis schlanke Figur und sein Echsenmund schwer in ein Plüschtier zu fassen sind. Tatsächlich gefällt die weit billigere Puppe der Firma Heunec (Nummer 12) ebensogut wie das Steiff-Produkt.
Auf Hut und Schuhe muss die Puppe verzichten, hat aber immerhin bewegliche Beingelenke. Der berühmte "Knopf im Ohr" ist hier am Schwanz untergebracht - Lurchi hat ja keine Ohren. Die Werbekampagne für die Puppe trug das denkwürdige Motto "Helden werden immer weicher".
Die Puppe war lange Zeit zum Preis von 99 Euro erhältlich; ob die Steiff-Sammler den Wert später steigen lassen, ist abzuwarten.

17) Neue Schlüsselanhänger
Nach dem großen Redesign der Lurchi-Figuren im Herbst 2000 begann man, auch die Schlüsselanhänger-Serie (15) entsprechend umzustellen. Lurchi (im T-Shirt) fand sich schon Ende 2000 in der neuen Gestaltung in den Läden, Unkerich (im Mantel) folgte Anfang 2001, Igelmann (mit Brille) im Sommer 2001, die anderen bald darauf. Die Gestaltung entspricht etwa der Hartplastikserie (19). Geringer Sammlerwert von 1 bis 2 Euro.

18) Anziehpuppen
Als Ersatz für die großen Schaufensterfiguren (14) kamen Mitte 2001 Anziehpuppen im neuen Lurchi-Design in die Geschäfte. Recht liebevoll gestaltet, sind die Stoffpuppen jeweils in einen Baumwollbeutel verpackt, der mit dem Bild des Lurchi-Teams bedruckt ist. Lurchi selbst ist bereits vergriffen, die anderen werden es bald sein - doch als Wert ist bislang höchstens der Ladenpreis von rund 13 Euro anzusetzen.

19) Hartplastikfiguren
Schon seit Anfang 2001 waren sie vereinzelt in den Salamandergeschäften anzutreffen: Die neuen Plastikfiguren, die seitdem die Quietscher-Serie (13) ersetzen. Bis Juli 2001 hatten die Geschäfte aber nur Muster, die sie im Normalfall nicht abgaben. Das Design der neuen Figuren ähnelt dem der neuen Schlüsselanhänger (17), mit sehr unterschiedlicher Größe je nach Figur - am größten war Unkerich mit etwa 10 cm.
Als die Figuren im August 2001 dann tatsächlich in den Verkauf kamen, gerieten die Lurchi-Sammler in Hektik: Die Figuren zum Verkauf unterschieden sich deutlich von den zuvor verbreiteten Mustern! Mit etwas Glück ließen sich während dieser Zeit auch Stücke aus der Testserie erwerben - manch einer besuchte viele Salamanderläden in seiner Umgebung.
Die wichtigsten Veränderungen: Gegenüber der Testserie ist der reguläre Lurchi gewachsen (man beachte besonders die längeren Beine), Unkerich dagegen geschrumpft - Lurchi als Titelheld ist damit auch optisch wieder der Herausragende. Hopps hat die Augen nun geschlossen statt offen, Igelmann trägt andere Farben. Pipping ist ebenfalls leicht geschrumpft, Mäusepiep bekam ein rundlicheres Gesicht. Hinzu kommen kleinere Farbunterschiede und ein härteres Material als in der Testserie. Auch tragen die regulären Figuren alle das CE-Zeichen unter dem Fuß - daran sind die beiden Serien leicht zu unterscheiden.
Inzwischen ist die ganze Serie nicht mehr lieferbar. Während die Figuren der regulären Reihe auf dem Sammlermarkt 2 bis 3 Euro erbringen, schlagen die Testfiguren mindestens mit 10 Euro zu Buche.

Links Bild: Testserie                             Rechtes Bild: reguläre Serie
20) Neue Biegefigur
Im Herbst 2001 ging es auch dem Klassiker unter den Lurchi-Figuren an den Kragen: Die Biegefigur (2), die mehr als 40 Jahre lang herestellt wurde, musste einer neuen Version im aktuellen (bekleideten) Design weichen. Der Ladenpreis liegt bei etwa 3 Euro - vorläufig ist die Figur in den Salamandergeschäften noch zu bekommen, voraussichtlich aber nicht mehr lange.
Eine Testserie wie bei 19) ist von dem Biege-Lurchi nicht bekannt.
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