Meine Geschichte_01
 
Im Folgenden habe ich versucht, zu rekapitulieren, wie das damals eigentlich anfing mit meiner Leidenschaft, wann und wie sich meine Neigung, Frauenkleider zu tragen, zum ersten mal zeigte. Ich erzähle Euch die Geschichte der Frau in mir, die sich ganz allmählich immer deutlicher bemerkbar machte und Ihr Recht verlangte...


Meine Geschichte
Kapitel I

Wie es anfing

Es fing an, als ich vierzehn war, glaube ich. Irgendwann hatte ich, nachdem ich im Dunkeln unter der Bettdecke heimlich und leise (meine beiden Brüder schliefen mit mir im gleichen Zimmer) an mir herumgespielt hatte, meinen ersten Orgasmus (ohne damals zu wissen, daß das so heißt, was mir da "passiert" ist), und ich weiß noch wie heute, wie erschrocken oder verblüfft ich war, auf einmal etwas Nasses Klebriges an meinen Fingern, auf meinem Bauch und in meinem Schlafanzug zu haben. (Heute lächle ich darüber, und mancher wird vielleicht über meine Naivität den Kopf schütteln. Doch ich weise darauf hin, daß das Anfang der siebziger Jahre war und ich in einer Kleinstadt aufgewachsen bin. Unsereiner ist mit viel weniger Information zum Thema Sexualität groß geworden als die Jugend von heute. Obwohl - wer sagt denn, daß es so manchem Jungen heutzutage nicht genauso geht wie mir damals...) Von der Überraschung abgesehen war es aber ein großartiges Ereignis. Dieses neue, berauschende Gefühl, das ich plötzlich da unten hatte und das mir durch Mark und Bein ging, war unbeschreiblich. Ich erinnere mich noch, daß ich es zunächst fast jede Nacht - oder zumindest so oft ich konnte - haben wollte. Diese neue Erfahrung beschäftigte mich sehr, und nach und nach erkundete ich mich selbst und entwickelte Verfeinerungen oder neue Varianten, mir diesen Rausch zu verschaffen.

An dieser Stelle muß ich zunächst einige Erklärungen loswerden. Ich bin also mit meinen beiden Brüdern in einer Kleinstadt in Brandenburg aufgewachsen. Wir lebten damals in einem kleinen Haus und teilten uns ein Zimmer. Durch die beengten Verhältnisse und weil es meiner Mutter nicht behagte (mein Vater äußerte sich nicht dazu, ich denke, es spielte für ihn keine Rolle, und er hätte sich deswegen nicht mit meiner Mutter gestritten) war es uns Kindern nicht möglich, Freunde mit nach Hause zu bringen, was ich immer sehr bedauert habe. In jungen Jahren nahm man das nicht ganz so tragisch, da konnte man sich draußen vor der Tür treffen, zumal wir als Kinder sowieso die meiste Zeit an der frischen Luft verbrachten. Wirklich belastend wurde es allerdings, als wir größer wurden und in das Alter kamen, wo man doch gerne mal eine Freundin mit nach hause gebracht hätte. Daran war aber überhaupt nicht zu denken. Daß das die Ursache dafür war, daß ich diese besondere Neigung entwickelt habe, möchte ich zwar bezweifeln, doch hatte es sicher seinen Einfluß darauf. Das auslösende Moment ist jedenfalls darauf zurückzuführen.

Ich weiß nicht, ob das schon ein Vorzeichen dafür war: da ist eine Erinnerung aus frühester Kindheit - ich muß ein, zwei Jahre alt gewesen sein - wie ich mir mein Gummihöschen über den Kopf ziehe und dabei ein seltsam schönes, erregendes Gefühl habe. Komisch, daß ich das bis heute nicht vergessen habe...

Wenn die häuslichen Umstände wirklich prägend gewesen sein sollten, müßten meine Brüder ja die selbe Vorliebe haben wie ich. Das glaube ich allerdings nicht. Natürlich ist es möglich, doch ich bin mir ziemlich sicher, daß ich das schon irgendwie bemerkt hätte.
Doch solche Spekulationen und Untersuchungen überlasse ich den Psycho-, Sexuo-, Soziologen und dem, der will. Ich weiß nur, daß es damals anfing.

Da meine Eltern kein eigenes Schlafzimmer hatten - ihr Bett war die Klappcouch im Wohnzimmer - stand ihr Kleiderschrank in unserem Kinderzimmer, das sie auch nutzten, um Ihre Kleidung, die sie nicht unbedingt gleich in den Schrank legen wollten, vorübergehend loszuwerden. So lag auch die Unterwäsche meiner Mutter immer irgendwo, mit allem, was dazugehörte: Schlüpfer, Hemdchen, Strumpfhaltergürtel oder Hüfthalter (wie sie damals noch hießen, es war Mitte der Siebziger; meine Mutter mochte keine Strumpfhosen), und über der Stuhllehne hingen BHs und Strümpfe.

Nun kann ich den exakten Zeitpunkt nicht mehr nennen - der spielt ja auch keine große Rolle - jedenfalls war ich eines Nachmittags wieder mal alleine im Haus. Meine Brüder tobten draußen rum, spielten vielleicht Fußball mit den anderen Kindern aus der Straße, was nicht so unbedingt mein Fall war, und meine Eltern waren noch arbeiten. Ich nutzte - wie so oft - die Gelegenheit, um mich meiner neuentdeckten Leidenschaft hinzugeben. Wie es passierte, kann ich nicht mehr genau sagen, jedenfalls schoß mir plötzlich die Idee durch den Kopf, die Unterwäsche meiner Mutter anzuziehen. Dieser Gedanke erregte mich so sehr, daß ich anfing zu zittern wie bei einem Schüttelfrostanfall. Ich nahm also die Sachen - Stück für Stück - vom Stuhl... Und ich - ein Junge(!) - legte mir - zum ersten mal einen Strumpfhaltergürtel um. Und ich - ein Junge(!) - zog mir - zum ersten mal Damenstrümpfe an. Und ich - ein Junge(!) - legte mir - zum ersten mal einen Büstenhalter an (den ich mit Strümpfen ausstopfte).

Die Erregung, die mich erfaßte, war ein völlig neues, berauschendes Gefühl...

(Fortsetzung irgendwann)




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