Diskussionsveranstaltung der Gruppe Sozialer Widerstand
Thema: "Wir haben keine Wahl – außer der sozialen Revolution!"

Die freie Wahl ist das Grundprinzip dieser Gesellschaft: wir haben sie zwar nie, aber das Kapital lässt uns die Illusion, wir hätten sie. Denn die Entscheidung für einen Kandidaten, für eine Partei, für ein Programm – all das gleicht der Entscheidung für ein Produkt im Supermarkt – ähnlich angepriesen. Wir haben die Wahl zwischen Aldi und Karstadt, zwischen Mallorca und Balkonien, so wie wir die Wahl zwischen „rechts“ und „links“ und den sonstigen Angeboten der Warengesellschaft haben. Nur leisten müssen wir sie uns können, denn die Rechnung zahlen wir, all dies geht auf unsere Kosten, ob nun die Wahl eines bestimmten Produktes oder die einer bestimmten Partei. Wir haben die Wahl, die Illusion zu wählen, die uns am glaubhaftesten erscheint.

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Immer neue Wahlvereine bedeuten nur eine Vervielfachung der Wahlalternativen im System, nicht die Vervielfachung der Alternativen zum System. Das alles bedeutet, daß diese alternativen Parteien all dies alternativ gestalten wollen, d.h. Entlassungen werden „sozial gerecht“ durchgeführt, Steuern werden „fair“ erhoben, die Ausbeutung der Arbeitskraft mittels der Lohnarbeit wird „human“ gestaltet, etc. – aber all das hat kein Ende, es wird lediglich transformiert und schön geredet. Der alltägliche Alptraum wird „alternativ“ gestaltet, nicht beendet. Wir brauchen aber weder weitere Varianten der alltäglichen Zumutungen, des alltäglichen Schwachsinns, etc. , auch keine linke Weihe oder Fürsprecher eines Politikwechsels, keinen, der uns integrieren will und uns den Schwachsinn im Namen des Kapitals erklären will.

Eine Diskussion über das Leben jenseits von Markt und Staat.

Wann? Samstag, 19. September 2009, 15.00 Uhr, Wo? Nachbarschaftshaus Gostenhof Adam-Klein-Straße 6, 90429 Nürnberg

Infos gibt es hier

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