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I. Kupferstiche 1 - 6
II. Kupferstiche 7 - 12
III. Kupfertstiche 13 - 18
IV. Kupferstiche 19 - 24
V. Kupferstiche 25 - 30
VI. Kupferstiche 31 - 36
VII.Kupferstiche 37 - 42

Selbstporträt. 1498 El Prado. Madrid

Albrecht Duerer. Geboren in Schoss einer ungarischen Goldschmiedefamilie in der freien Reichsstadt Nuernberg am 21.Mai 1471. 1494 heiratete er Agnes Frey. Duerer starb 1528 in Nurnberg. Sein Leben verlief hauptsächlich in der Reichsstadt; drei grosse Reisen sind zu verzeichnen: 1494 und 1505-07 nach Italien und 1520-21 in die Niederlaender und Antwerpen.

Das reichhaltige Werk umfasst die Malerei und die Gravierkunst, sowie die Abfassung verschiedener theoretischer Abhandlungen bezueglich der Perspektivprobleme, z.B. "Underweysung der Messung". Der Kuenstler vollendet seine Ausbildung im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts unter dem starken Einfluss der flaemischen Schule und der deutschen gotischen Tradition. Nach der Jahrhundertwende unternimmt Duerer seine zweite Reise nach Italien (die erste fand 1494 statt), und der Beruehrung mit Bellini, Mantegna und der venezianischen Schule zufolge eignet er sich endgueltig die kuenstlerischen und teoretischen Voraussetzungen der italienischen Renaissance an.

Die vorliegende Schau enthält die drei "master prints": " Die Melancholie"[1], "Der Heilige Jeronimus in seinem Studium"[2] "Der Ritter, der Tod und der Teufel"[3]und die Reihe "Die Offenbarung des Johannes"[27-40] aus den Jahren 1496 und 1498. Der von den Zeitgenossen gestellte Vergleich mit Apeles aus der Antike laesst sich leicht ersehen aus seiner hervorragenden Faehigkeit der Bildschöpfung. Nach der Veröffentlichung der "Underweysung der Messung"(1525)[41], in dem eine wissenschaftliche Behandlung der plastichen Darstellung intendiert wird, erreichte Duerer die allgemeine Anerkennung seiner Meisterschaft. Der in allen Bilder zugrundeliegende Kompositionssinn in Verbindung mit einer eingehende Detailschilderung kombiniert sich mit der Darstellung Objekte hohen symbolischen Werts. Nach dem Ansatz der Reform einer volksnahen Darstellung der Bibel werden die Bilder im Rahmen bauerlichen Landschaften ausgefuehrt.

"Die Melancholie" [1], aus dem Jahr des Muttertodes, zeigt ein "geistiges Selbstporträt" ,so Erwin Panovski; in Worten Duerers: Die Genialität des Künstlers drängt ihn in die Abgründe der Melancholie (griechisch melan=schwarz, cholé=die Galle). "Der heilige Jeronimus"[2] Bibelübersetzer, ist ein sehr wiederholtes Motiv in Dürers Gravierwerk. Komposition und Perspektive begleiten das Lichter- und Schattenspiel. Die heilige Figur wurde der Tradition gemäss in der Wüste dargestellt, dagegen in diesem Kupferstich sitzt "der heilige Jeronimus" an einem einfachen Holztisch vor einem grossen Fenster. Tiere und Schädel gliedern sich auf schlichte Weise in den Zimmermobiliar ein. "Der Ritter" [3] gestalt sich über zwei Diagonale in der Form der Lanze und der Abhang bis zum Schwert . Zwischen dem Teufel und der Todesfigur nähert sich der christliche Ritter mit der "Seelenstärke" des Schlosses und der "Treue" des Hundes der notwendigen vollkommenen Reue (Dürer)."Die Offenbarung des Johannes" Folge , enstanden in den Jahren 1496-98, zeigt noch gotische Züge in seiner buntscheckigen Struktur, die sich nicht nur auf die Komposition (Himmel,Stern,Landschaften.....) beschränkt, sondern sich auf die perspektivische Verkürzung und die das Blick an sich heranziehende Objekte hinausstreckt.

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