Orientierungshilfen zur erfolgreichen Durchführung
eines Promotionsprojekts
(dieses Papier ist Grundlage für die Workshops zum Thema „Erfolgreiches Promovieren“ in Zusammenarbeit mit dem Lektorenprogramm der Robert Bosch-Stiftung)
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Habe ich generell Spaß an der Formulierung
längerer Texte? Kann ich Texte gut organisieren?
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Kann ich mich auf längere Zeit motivieren und
disziplinieren, konsequent morgens (oder nachts) am Schreibtisch zu sitzen?
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Macht es mir nichts aus, mitunter sozial sehr
isoliert zu arbeiten? Wie sehr hat mich die Diplom-/Magister-/Examensarbeit
gequält?
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Umberto Eco zufolge sollte der Gegenstand der
wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen meines wissenschaftlich-thematischen
Interesses und meiner Neugier liegen. Habe ich ein solches Interesse?
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Trifft oder zumindest streift mein
wissenschaftliches Interesse das Thema, das ich in der Dissertation bearbeiten
kann/will/soll?
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Bin ich in der Lage, aus meinem Interesse heraus
eine wissenschaftliche Fragestellung zu formulieren, die eine Promotion trägt?
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Besteht die Möglichkeit, das Promotionsprojekt
extern zu finanzieren, etwa über eine Mitarbeiterstelle an der Uni? Wie groß
sind meine Chancen, ein Stipendium zu erhalten?
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Gibt es andere Finanzquellen, die mir das Projekt
ermöglichen, etwa Ersparnisse, großzügige Großeltern o.ä.
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Sind Nebenjobs eine Option, die ich neben der
Promotion auf Dauer verkrafte?
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Macht eine Promotion an der momentanen Stelle
meines Werdegangs Sinn? Bin ich möglicherweise zu alt, um beruflich Vorteile
von einem Doktortitel zu haben?
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Falls mir mein zukünftiges Berufsfeld nicht klar
vor Augen steht: Inwieweit muss ich die Entscheidung zur Promotion in einen
Meinungsbildungsprozess der Berufswahl einbinden?
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Ist der Titel für meine Karriere behilflich ( etwa
in Uni, Museen etc.)? Oder wirkt der Titel eher abschreckend, weil er zu hohe
Kompetenz, Selbstbewusstein und mitunter auch Team-Unfähigkeit suggeriert?
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Ist das Thema der Promotion interessant und/oder
innovativ für potenzielle Arbeit-/Auftraggeber? Habe ich Kontakt zu dieser
„Zielgruppe“ meiner Promotion bzw. kann ich ihn herstellen?
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Passt die Promotionsordnung meiner
(potentiellen/zukünftigen) Alma Mater zu meinen Vorstellungen einer
erfolgreichen Promotion?
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Inwieweit besteht eine Übereinstimmung zwischen
Betreuer und Doktorand hinsichtlich paradigmatischer und methodologischer
Grundauffassungen? Bin ich bereit, mich in ein Abhängigkeitsverhältnis zu
meinen Betreuern zu begeben? Wie oft werden sie als Ansprechpartner zur
Verfügung stehen?
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Habe ich ausreichenden Zugang zu den Quellen, die
zur Bearbeitung meines Dissertationsthemas erforderlich sind? Kann ich mich mit
anderen wissenschaftlich Arbeitenden etwa in Forschungsgruppen oder
Graduiertenkollegs zusammenzutun?