Als sie aufwachte und ihn friedlich schlafend neben sich entdeckte, glitt ein zufriedenes Lächeln über ihr Gesicht. Er sah so ruhig, entspannt und irgendwie glücklich aus. Was er wohl gerade träumte...? Ob er sie sah oder erfreute ihn ein ganz anderer Traum so sehr, dass er jetzt sogar lächelte? Sie beobachtete ihn. Die Sonne bahnte sich ihren Weg durch die kleinen Spalten, die der Vorhang nicht zu verdecken vermochte. Es war ein wunderschöner Tag, einer der ersten richtig warmen Frühlingstage. Erneut huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Sie ganz allein würde den Tag mit ihm verbringen dürfen. Seine Augen würden nur für sie strahlen, und sie würde sich ihnen ergeben und in diesem endlosen blau ertrinken. Seine Lippen würden ihr erzählen wie groß die Liebe war, die sie verband... Er drehte sich zu ihr und öffnete langsam die Augen. Sein Blick war unheimlich verschlafen, das Blau seiner Augen funkelte dennoch und er lächelte sie verliebt an. Sie erwiderte sein Lächeln, strich sanft über sein Haar und fragte sich wie sie das nur verdient hatte. Sie war nie das brave, ordentliche Mädchen gewesen, hatte nie viel gelernt, war auch nie besonders eitel, wollte immer nur sie selbst sein, anders als die anderen, vielleicht ein klein wenig egoistisch. Mit Männern hatte sie nie viel Glück gehabt, es waren immer die falschen, in die sie sich verliebte und das wusste sie meist schon von Anfang an. Aber als sie ihn getroffen, kennen gelernt und seine Wärme erkannt hatte, wusste sie, dass an ihm nichts falsches sein konnte. Sein Blick war aufrichtig, sein Lächeln umwerfend, seine Stimme zum Träumen und dann wollte er auch noch sie und keine andere. Das konnte sie nie verstehen. Sie war doch gar nichts besonderes, eher das Gegenteil. Wie hatte sie diesen Mann verdient, der sie ebenso abgöttisch liebte wie sie ihn? Was hatte sie so gutes getan, dass sie so belohnt wurde? Doch dann überkam sie ein Gefühl... sie wollte es nicht mehr hinterfragen, wollte die Zeit mit ihm einfach genießen, seine Nähe, seine Wärme, seine Liebe ausschöpfen, bei ihm sein. Sie rückte ein Stückchen näher an ihn heran, ihre Augen hafteten an seinen, die sie anstrahlten und jede ihrer Bewegungen in sich aufnahmen. Langsam, ganz sanft glitten ihre Fingerspitzen über seine Wange, immer und immer wieder. Ohne Worte unterhielten sie sich, nur mit den Augen. Sie erzählten einander wie sehr sie einander brauchten, wie groß und stark ihre Liebe war, dass sie einander nie mehr verlieren wollten. Eine Träne bahnte sich ihren Weg über ihre Wange, sanft strich er sie weg und zog sie in seine Arme, hielt sie fest, ließ sie seine Nähe, seine Wärme, seine Liebe spüren. Sie schloss die Augen, ließ seine Wärme, seine Nähe auf sich wirken, genoss es bei hm zu sein und schenkte ihm sicher zum tausendsten Mal ihre Liebe... |
written on 5th April 2002 |