30.05.2004 Chapada do Araripe (Floresta Nacional) – Fahrt : Crato-Fortaleza

 

An diesem Tage hatten wir leider nur etwa 3 Stunden für echtes Birding... Um 4:00 Uhr morgens fuhren wir los und 30 Minuten später betraten wieder den Floresta Nacional noch bei voller Dunkelheit. Es war ziemlich still und ruhig nur einige Frösche und Grillen gaben ihre Vorstellung. In der Dämmerung begann der Kappenwaldfalke wieder zu rufen und bis fünf Weißbrauen-Ameisenpittas sangen gleichzeitig. In einem harten Birding haben wir uns dann doch  einige interessante Arten erarbeitet. Sehr schön waren Männchen und Weibchen des endemischen Planaltowollrückens* Thamnophilus pelzelni und ich bekam den gestern nur gehörten Caatinga-Ameisenfänger* Herpsilochmus sellowi sehr nah vor mein Fernglas. Eine sehr schöne Beobachtung von zwei Fahlzwergspechten Picumnus fulvescens (endemische Art) bildete den Höhepunkt dieses frühen Morgens.

 

 

 

Fahlzwergspecht  Picumnus fulvescens  Foto: © Arthur Grosset

 

 

Zum Schluss hörten wir noch einen Blauscheiteltrogon Trogon curucui aus der Tiefe des Waldes rufen.

 

Caatinga-Ameisenfänger*  Herpsilochmus sellowi (Männchen) 

Foto: © Arthur Grosset

 

Trockener halblaubwerfender Wald in Floresta Nacional do Araripe

 

 

 

Planaltowollrücken* Thamnophilus pelzelni  Foto: © Paulo Brito

 

Nach dem Frühstück mussten wir leider Chapada do Araripe verlassen um noch vor Einbruch der Dunkelheit Fortaleza erreichen zu können. Unterwegs konnten wir noch vier weitere Arten der Tripliste hinzufügen: Ohrflecktauben Zenaida auriculata, Braunkuhstärling Agelaioides badius der endemischen Unterart fringillarius zur Zeit als eine separate Art vorgeschlagen, Kurzschnabel-Gilbammer Sicalis luteola und Rotstirn-Bündelnister Phacellodomus rufifrons mit seinem spektakulären Nest. Ein Stopp an dem berühmten Felsen Galinha Choca (auf Eiern sitzendes Huhn)  und dem angrenzenden Stausee Açude Cedro brachte  leider keine neuen Arten.

 

 

Pedra da Galinha Choca – eine bizarre Felsformation bei Quixadá

 

Fazit der Exkursion: die Zeit war eindeutig zu knapp um alle „Spezialitäten“ sehen zu können, die Jahreszeit wohl auch nicht optimal weil die Vögel ziemlich verhalten auf die Klangattrappen reagierten. Vermisst habe ich vor allem viele Tyrannen-, Schlüpfer- und Kolibri-Arten in Serra de Baturité und die endemischen Riesensteigschnäbel und Schakuakas in Chapada do Araripe. Andererseits habe ich dank Paulo das Beste aus dieser kurzer Zeit gemacht. Es gelang uns das Hauptziel der Reise zu erreichen  d.h. Araripepipra ausgiebig zu beobachten. Auch andere Besonderheiten dieser Region „landeten“ im Notizblock: die wunderschönen Blaukappentangaras der lokalen Unterart und die sehr lokal verbreiteten, endemischen Caatingaspateltyrann, Ocker- und Fahlzwergspechte.

Ich denke man braucht zwei volle Tage für Baturité und drei für Araripe um alle Spezialitäten der lokalen Avifauna genießen zu können .

 

 

 

 

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