| Erster Mai Das bekannteste Sinnbild des Monats Mai ist der Mai- oder Bänderbaum, welcher der Mittelpunkt bei ländlichen Festen ist. Der Maibaum wird am Vorabend des 1. Mai eingeholt. Die Bänder des Maibaums dürfen nur von bereits "versprochenen", d.h. verlobten Mädchen angeknüpft werden. - Treulose Mädchen finden am 1. Mai vor ihren Fenstern einen "Schand- und Trutzmaien", ein Gebilde aus dürren Stecken und Strohgewinden, während den ehrbaren Mädchen von ihrem Liebsten ein "Birken-Maien" gesetzt wird. Kirchenerlasse gegen das "Maiensetzen" haben diese Volkssitte nicht zum erlöschen gebracht, so daß sie sich bis in das 17. Jahrhundert erhielt, obwohl noch eine Polizeiverordnung aus der Oberpfalz im Jahre 1637 diesen Brauch als ein "unflätig-unchristliches Ding" bezeichnete. Neben dem Maibaum ist auch die "Queste" bekannt, ein Baumstamm mit einem Querbalken in halber Höhe, wodurch ein Kreuz ensteht, an dem ein riesengroßer Laubkranz befestigt ist. Jedes Jahr am 1. Mai versammeln sich die Einwohner an der Queste. Der alte Kranz wird abgenommen und verbrannt und dann wird ein neuer aufgehängt. Der 1. Mai ist auch heute noch ein Feiertag. Das Ruhen der Arbeit am 1. Mai stammt daher, daß dieser Tag bei den alten Germanen ein großer Festtag gewesen ist. |
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