Anastacia Newkirk, so ihr vollständiger Name, wird am 15. September 1973 in Chicago geboren und stammt aus einer Künstlerfamilie (Bruder Brian, Schwester Shawna).Ihre Eltern, ein Sänger und eine Schauspielerin, legen der Kleinen anscheinend das Talent in die Wiege. Angespornt durch den Background ihrer Eltern fängt sie schon recht früh an, sich professionell für das Tanzen zu interessieren und wird für diverse Musikvideos als Hupfdohle engagiert.Als ihre Eltern sich scheiden lassen, bleibt sie mit 14 bei ihrer Mutter und macht in New York ihren Abschluss an der renommierten "Professional Children´s School". Die leidenschaftliche Tänzerin geht mit ihrer älteren Schwester oft in Discotheken, am liebsten in den Dance Club "1018". Durch ihre Tanzbegeisterung wird sie Stammgast beim "Club MTV". So zum Beispiel für Salt 'n' Pepas "Everybody Get Up" und "Twist And Shout".

 

Aber klar ist, dass sich eine Lady, die ein Gesangsvolumen aufweist, das man eher einer dunkelen Mama zuordnen würde, nicht mit Background-Schubidu und gelegentlichen Tanzeinlagen abspeisen lässt. So versucht sie mit selbstgeschriebenen Songs einen Plattenvertrag zu ergattern, was jedoch nicht zuletzt daran scheitert, dass sie sich in ihrer künstlerischen Freiheit nicht einschränken lassen will. So missachtet sie viele "gutgemeinte" Ratschläge diverser Produzenten, die sie entweder zur neuen Hip Hop-Queen machen oder ihren Gesangstil ändern wollen. Gut, dass sich Anastacia nicht beirren lässt und ihren schönen Dickkopf gegen alle Widrigkeiten durchsetzt.

 

Ihre neue Managerin Lisa Braude lässt sie an dem MTV Gesangswettbewerb "The Cut" teilnehmen. In der Jury sitzen u.a. David Foster und Faith Evans.Sie kommt unter die letzten zehn Bewerberinnen.Die begehrte Trophäe kann sie zwar nicht einfahren, aber am Ende hat ihre Performance so ziemlich jeden beeindruckt, der im Business etwas zu melden hat. Schließlich kann sie sich aussuchen, bei welchem Majorlabel sie einen Vertrag unterschreiben will. Alle stehen Schlange, um sich die Dienste ihrer markanten Stimme zu sichern.Im März 1999 ist es dann endlich soweit: Plattenvertrag beim Sony-Epic-Label "Daylight". Tritt schliesslich beim SWR3 New Pop Festival 2000 auf.

 

Sony bekommt den Zuschlag und 2000 ist es endlich so weit, das Debutalbum "Not That Kind" erscheint. Im März 2001 sackt sie dafür den "Echo" in der Kategorie "Best International Newcomer" ein, und verweist dabei Mitbewerber wie Macy Gray, Blink 182, Gigi D'Agostino und Craig David auf ihre Plätze. Das Nachfolgealbum "Freak of Nature" bestätigt ihren Ausnahmestatus. In der Folge platziert sie ihren Power-Soul in 10 Millionen Haushalten und sammelt eine Unmenge an Preisen, bevor im Januar 2003 eine schreckliche Nachricht die Musikwelt erschüttert: Anastacia bestätigt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist.

Dank einer frühzeitigen Erkennung besiegt sie ihre Krankheit in der Rekordzeit von sechs Monaten. Von stoischer Lebensbejahung beseelt, weiss sie über diese Zeit zu berichten: "Ich konnte nicht sprechen, nicht denken und litt viele Qualen. Es war wirklich hart! Dennoch sehe ich immer die positiven Seiten. Ich muss das Leben einfach durch eine rosarote Brille sehen, auch wenn mein Blick in den vergangenen Monaten empfindlich getrübt wurde".

 

Im September 2003 spielt sie im Studio zusammen mit Glen Ballard (Alanis Morissette), Dallas Austin (TLC, Pink, Boyz II Men, Madonna) und Dave Stewart die ersten Songs für ein neues Album ein. Das selbstbetitelte "Anastacia" erscheint pünktlich zum Frühlingsbeginn 2004 und präsentiert eine gereifte Anastacia. Mit intimen Texten, in denen sie ihre Erfahrungen mit der Krankheit verarbeitet, und erdbetontem Soul-Rock zeigen sich die Umgestaltungen sehr deutlich. Anastacia ist sich der Veränderungen wohl bewusst!

"Es ist so, als ob man jemandem sein dunkelstes Geheimnis zeigt und hofft, dass man geliebt und verstanden wird. Wenn die Fans mich immer noch mögen, dann weiß ich, das alles okay ist".

 

Inzwischen zählt Frau Newkirk zu den ganz Grossen. Das Doppel-Platin-Album "Anastacia"(2004) ist das erfolgreichste Chartalbum seit Herbert Grönemeyers "Mensch". Insgesamt verbrachte "Anastacia" 2004 zehn Wochen auf der Pole-Position. Weltweit verkaufte sich das Ausnahme-Album bislang über zwei Millionen mal, davon knapp 700.000 alleine in Deutschland.

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