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Geburt
ohne Schnitt
Schwangere:
Helft mit einen Dammschnitt zu vermeiden!
In den letzten
Wochen vor der Geburt helfen Damm-Massage und Kegelübungen,
dass die Geburt so entspannt und leicht wie möglich verläuft.
Der Bereich
zwischen Vagina und Anus, wird während der Geburt Ihres Babys
stark gedehnt. Arzt oder Hebamme können einen Dammschnitt für
angebracht halten; einen Einschnitt, der die Vaginalöffnung
vergrössern und einen Einriss des Damms verhindern soll. Die
Naht, mit der dieser Schnitt wieder geschlossen wird, heilt in wenigen
Tagen.
Trotzdem:
Diese Wunde können Sie vielleicht verhindern!
Damm
- Massage
Eine Massage
des Damms zielt darauf ab, die Entspannung und Elastizität
des Beckenbodens zu erhöhen, die Chancen für die Geburt
ohne Dammriss zu vergrössern und das Risiko eines Dammschnitts
zu verringern. Derart vorbereitet wird sich das Gewebe nach der
Geburt rascher erholen und besser heilen. Durch die Massage kann
die Frau ertasten, welche Muskeln sich während der Geburt entspannen
sollen. Die Massage regt den Kreislauf von Blut und Lymphe an, dehnt
die Muskelfasern des Damms und erhöht seine Elastizität.
Dadurch wird der Damm gut mit Nährstoffen versorgt und das
Gewebe bleibt so unversehrt wie nur irgend möglich.
Die Damm-Massage
ist meist eine Selbstmassage, obwohl sie auch der Partner übernehmen
kann. Die Massage sollte langsam und rhythmisch ausgeführt
werden.
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Unter
gewissen Voraussetzungen ist eine Damm-Massage nicht
angezeigt:
1.
bei Krampfadern im
Beckenbereich und
2. bei akutem Herpes (Fieberblasen im Genitalbereich).
3. Unbedingt zu vermeiden ist eine Öffnung des
Harntraktes.
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Massieren Sie
täglich etwa fünf Minuten; beginnen sollte man in der
34. Woche (etwa sechs Wochen vor der Geburt). Möchte man schon
früher damit beginnen genügen zwei Massagen pro Woche
bis zur 34. Woche. Verwenden Sie angewärmtes Öl, das viel
Vitamin E enthält, zum Beispiel Weizenkeimöl (in der Regel
enthalten kaltgepresste Pflanzenöle viel Vitamin E).Waschen
Sie sich gründlich die Hände, und legen Sie jeglichen
Schmuck ab. Achten Sie auch auf kurzgeschnittene Nägel (auch
die Babypflege vereinfacht sich wesentlich mit kurzgeschnittenen
Nägeln). Leeren Sie vor Beginn der Massage Ihre Blase, setzen
Sie sich bequem hin und stützen Sie sich mit Kissen ab.
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Tauchen
Sie einen Gaze- oder Wattebausch in das angewärmte Öl
und legen Sie ihn auf den Damm um das Gewebe zu lockern und
den Bereich geschmeidiger zu machen. |
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Tauchen
Sie Zeigefinger oder Daumen in das Öl und reiben es etwas
kräftig in den Damm. |
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Führen
Sie Daumen (oder andere Finger wenn das bequemer ist) zwei bis
drei Zentimeter in die Vagina ein und drücken Sie in Richtung
Anus und nach aussen. Dehnen Sie behutsam aber gezielt mit gleichbleibendem
Druck, bis Sie ein leichtes Kribbeln oder Brennen spüren.
Halten Sie etwa zwei Minuten lang diese Dehnung; dann wird sich
dieser Bereich leicht taub anfühlen und das Brennen nachlassen.
Sprechen Sie dabei mit ihrem Kind und sagen ihm, dass es bald
hier durch kommen wird, dass dies sein Weg in unsere Welt ist. |
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Bei
immer noch gleichbleibendem Druck massieren Sie in einer rhythmischen,
U-förmigen Bewegung die untere Hälfte Ihrer Vagina.
Dehnen Sie das Gewebe dabei nach aussen, etwa drei Minuten lang.
Diese Dehnung entspricht jener bei der Geburt und Sie werden
ein ähnliches Brennen spüren wenn das Köpfchen
Ihres Babys durchtritt. |
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Konzentrieren
Sie sich darauf, sich zu entspannen. Tiefe, ruhige Bauchatmung
hilft beim Lockerlassen der Muskeln. Wenn Sie täglich massieren,
werden Sie feststellen, dass das Gewebe immer elastischer wird,
je näher der Geburtstermin rückt. |
Kegelübungen
Nach der Geburt
sollten Sie Ihre gedehnten Muskeln mit Kegelübungen wieder
zu ihrer Spannung verhelfen. Dazu kontrahieren Sie die Muskeln des
Beckenbodens so, als wollten Sie den Harnstahl stoppen, loslassen,
stoppen usw. Damit können Sie auch üben, diese Muskulatur
überhaupt zu identifizieren: lassen Sie eine kleine Menge Harn
ab und halten dann die Entleerung der Blase an, wieder etwas Harn
ablassen und anhalten. Es gilt zu bedenken, dass die Blase ein Ort
der Abfallsammlung ist. Man stelle sich den Harn in etwa wie eine
Brühe nach dem Abwaschen vor: Immer wenn wir den Abfluss stoppen,
bildet sich ein Rand am Becken mit Ablagerungen, nur dass wir nachher
nicht nachspülen können. Das heisst: Diese Übung
darf nicht zur Routine werden. Machen Sie sie ein- oder zweimal,
nur um die Muskulatur zu identifizieren. Variante: Diese Muskeln
können auch beim Geschlechtsverkehr kontrahiert werden, was
für Sie und Ihren Partner sehr lustvoll ist.
Kegelübungen
können Ihnen auch helfen, sich bei der Dehnung des Dammbereichs
während der Geburt besser zu entspannen, weil dann die Muskeln
eine bessere Grundspannung haben. Dr. Kegel stellte fest, dass die
Beckenbodenmuskeln über eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit
verfügen und dass dieser Schliessmuskelbereich ausserordentlich
elastisch und nachgiebig ist. Training ist bei jedem Skelettmuskel
ein sehr wichtiger Faktor für die Wiederherstellung seiner
Funktionsfähigkeit; nach der Geburt sind diese Übungen
besonders wichtig.
Sobald
Ihnen die beteiligten Muskeln (die Schliessmuskeln von Vagina und
Anus) vertraut sind, machen Sie diese Übungen mindestens dreimal
täglich jeweils drei bis fünf Minuten lang (geht gut beim
Warten auf den Bus), und nach der Geburt häufiger.
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