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Ob man bei einem Gewitter unter einer Eiche oder einer Buche Schutz vor Blitzen
sucht, ist egal: Allein stehende Bäume sind immer gefährlich. Je höher sie sind,
umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit eines Blitzeinschlags. In diesem Fall
wird der Baum sogar zur Gefahrenquelle: Einerseits kann Rinde absplittern und
den Schutzsuchenden verletzen, andererseits breiten sich im Umkreis von etwa
20 Metern enorme Blitzströme aus. Wer in dieser Zone steht, leitet den Strom
durch seinen Körper. Der Irrglaube von den sicheren Buchen entstand vermutlich,
weil die Rinde einer Eiche nach einem Blitzeinschlag deutlich zerstörter aussieht
als die einer Buche. Der Grund: Die buche hat eine glattere Rinde, an der Blitze
weniger Spuren hinterlassen. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Blitzschlag ums
Leben zu kommen, ist übrigens sehr gering: Bei 1,3 Millionen Einschlägen pro Jahr
in Deutschland sterben nur zehn Menschen.
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