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Eier oder Weißbrot beispielsweise enthält ungefähr genauso viel Eisen wie Spinat:
Etwa 2,2 Milligramm (mg) pro 100 Gramm. Dennoch ist die Legende vom besonders
eisenhaltigen Spinat nicht auszulöschen. Sie geht zurück auf den Baseler Physiologen
Gustav von Bunge, der Ende des 19. Jahrhunderts den Eisengehalt von 100
Gramm mit 35 mg bestimmte - dieser Wert sicherte dem Spinat fortan eine unerreichte
Spitzenstellung unter dem Gemüse. Was dabei übersehen wurde: Bunge hatte
für seine Messungen getrockneten Spinat verwendet. Da frischer Spinat aber zu
90 Prozent Wasser enthält, liegt sein Eisengehalt etwas zehnmal so niedrig. Wer
seinen niedrigen Eisengehalt im Blut ausgleichen will, sollte daher eher
Schweineleber (22 mg) oder Kürbiskerne (13 mg) essen. Selbst Schokolade (6,7 mg)
liefert mehr Eisen als Spinat.
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