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Es gibt keine Frage die im Internet unter Hobbyforschern stärker diskutiert wird.
Man muss schon Einstein um Auskunft bitten, um mit Hilfe seiner Allgemeinen
Relativitätstheorie eine dunkle Argumentationsbasis für Zeitreisen zu erhalten.
Einstein beschreibt Raum und Zeit als zusammenhängendes gekrümmtes Gebilde. In
diesem Kontinuum ist die Existenz von so genannten Wurmlöchern möglich - eigenartige
Objekte, die als eine Art Schwarzes Loch mit Hinterausgang funktionieren. Während
sich die Welt entlang des gekrümmten Raum-Zeit-Kontinuums entwickelt,
könnten diese Löcher als Abkürzung benutzt werden, so wie z. B. ein Wurm der sich
durch einen Apfel bohrt. Das Problem: Noch nie wurde ein solches Wurmloch angetroffen,
es gibt auch keine Hinweise auf die Tatsache, dass dieses sehr theoretischen
Gebildes existiert. Und selbst wenn es sie geben sollte, ließen sie
sich, davon gehen beinahe alle Forscher aus, niemals in der Praxis als Zeitmaschine
nutzen. So kommt die Menschheit wenigstens nie in den Zwiespalt, das
"Großvater-Paradoxon" aufklären zu müssen: Was würde passieren, wenn der Zeitreisende
in der Vergangenheit seinen Großvater (oder seinen Vater) ermordet und
damit seine eigene Zeugung und Geburt verhindert? Da er nun nicht lebt, kann er
auch nicht in die Vergangenheit reisen, um die Tat durchzuführen. Wenn er die Tat
aber nicht ausführt, lebt er und kann also den Mord begehen. Ein Gedankengang,
der Kopfschmerzen bereiten kann. Gegen die Möglichkeit von Zeitreisen, so der
Physiker Stephen Hawking, spreche aber vor allem eines - der gesunde Menschenverstand:
"Sonst wären wir längst von Touristenhorden aus der Zukunft heimgesucht
worden." Es sei denn, unsere Zeit gilt bei Reiseveranstaltern der Zukunft als
die langweiligste Zeit von allen…
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