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Star Trek Das offizielle Magazin # 19
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Star Trek Voyager Schicksalspfade |
Star Trek The Next Generation Kristallwelt 2 |
Star Trek Die neue Grenze Die Hunde des Krieges |
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Autor: Mike Hillenbrand ST- Das offizielle Magazin |
Autor: Mike Hillenbrand ST- Das offizielle Magazin |
AutorIn: Gudrun Melerowicz ST- Das offizielle Magazin |
Star Trek: Voyager
Schicksalspfade
Jeri Taylor
ISBN: 3453213602
Der gemeine Star Trek-Roman an sich hat ja einen
evolutionären Nachteil gegenüber jeder TV-Episode. Eigentlich gibt es ihn gar nicht. Zumindest
nicht im "wirklichen" Star Trek-Universum. Egal, was in einem Roman geschieht - ob Kirk
heiratet, Picard Vater wird oder Worf einen Arm verliert -, es ist und bleibt für die TV-Serie
ohne jeglichen Belang.< "non-kanonisch" nennt sich das und ich durfte seinerzeit selbst erleben,
wie vehement John Ordover, derzeitiger Redakteur der Star Trek-Romane bei Simon&Shuster in
New York, eine Geschichte um Spocks und Saaviks Hochzeit verteidigte, weil zwar in allen bis
dato erschienenen Romanen von einer Vater-Tochter-Beziehung zwischen den beiden berichtet
wurde, aber dies in keinem Kinofilm oder einer TV-Serie je explizit erwähnt worden war. Also
stand der Hochzeitsstory nichts im Wege ... warum habe ich mich auch aufgeregt? - Sie ist ja
sowieso non-kanonisch!
Einige Zeit schien es aber so, als ob es tatsächlich Ausnahmen geben sollte. Romane, die einen
geradezu offiziellen Status erlangen sollten, wurden geplant und verwirklicht. Die Reihe war
die des Raumschiffs Voyager und die Autorin hieß Jeri Taylor. Es handelt sich bei dieser
Dame tatsächlich um jene Jeri Taylor, die auch im Vorspann zur Fernsehserie Star Trek:
Raumschiff Voyager als Creator genannt wird und in den ersten Jahren auch federführend in
der Produktion dieser Serie war. Diese für Voyager durchaus wichtige Dame verfasste seinerzeit
einen Roman namens "Mosaik", in dem sie auf brillante Art und Weise das Leben Kathryn Janeways
vor dem Pilotfilm der Serie in allen Einzelheiten beschrieb. Dieser Roman sollte die Biografie
Captain Janeways werden und den Drehbuchautoren als Vorlage dienen. Jeri Taylor ging mit gutem
Beispiel voran und verfasste auf Basis der Informationen in ihrem Buch die Episode "Der Wille
/ Coda". Die Zeiten der stets non-kanonischen Romane schien vorbei zu sein, und Jeri Taylor
setzte noch einen drauf und verfasste mit "Pathways", eben jenen Schicksalspfaden, einen
weiteren Roman, in dem nun die Biografie aller anderen Crewmitglieder von ihr aufgezeichnet
wurden.
Dann kam, was kommen musste: Jeri Taylor verließ die Serie Star Trek:
Raumschiff Voyager und da bis dato kein offizielles Statement die kanonische Relevanz
ihrer Romane bestätigt hatte, verabschiedete sich auch jede Hoffnung darauf und jede Furcht
vor einem Wechsel des Status Quo. "Mosaik" wie auch das gerade neu in Deutschland
erschienene "Schicksalspfade" bleiben exzellent geschriebene Romane, die sich eng mit den
Figuren an Bord der Voyager beschäftigten, aber auch absolut irrelevant für die
Geschehnisse auf dem kleinen Bildschirm und vielleicht einmal der großen Leinwand sind. Das
Lesen dieser Romane lohnt sich aber nichtdestotrotz. Auch wenn es sich vielleicht nicht um die
"wirklichen" Biografien der Voyager-Besatzung handelt, sind die in "Schicksalspfade"
beschriebenen Vorgeschichten der einzelnen Figuren rührend, erheiternd, erschreckend und
absolut lesenswert.
Quelle: Mike Hillenbrand
Star Trek: The Next Generation
Kristallwelt 2
John Vornhlot
ISBN: 3453213599
John Vornholt ist ein Autoren-Veteran im Star
Trek-Universum, und seine Erfahrung im Verfassen spannender Star Trek- und
anderer SF-Stories half ihm zweifellos und nachweislich, eine Geschichte um einen der
faszinierendsten Episoden-Charaktere der Serie Star Trek: Deep Space Nine zu verfassen.
In der Folge "Das Melora-Problem" der eben genannten Serie taucht eine gewisse Lt. Melora
Pazlar auf, die auf einem Planeten mit geringer Schwerkraft aufgewachsen ist und sich aus
diesem Grund nur mit Hilfe von mechanischen Hilfsmitteln in einer Schwerkraft-Umgebung
zurechtfinden kann. Von dieser Figur berichtet STOM-Redakteur Ralph Sander in seinem Buch
"Das Star Trek-Universum", die als reguläres Besatzungsmitglied an Bord der Raumstation
gedacht war. Dieser Plan wurde aber schnell wieder verworfen, als sich die Mehrkosten für die
Special-Effects überschlugen. Der Zweiteiler "Kristallwelt" unterstreicht diese Rechnung
eindrucksvoll, denn die Welt, die sich John Vornholt als Heimat für Melora Pazlar ausgedacht
hat, wäre wohl selbst mit dem Budget für einen mittelprächtigen Hollywood-Kinofilm kaum zu
visualisieren.
Der Leser trifft also wie gesagt auf Madame Pazlar, die inzwischen unter dem Kommando von
Captain Jean-Luc Picard an Bord seiner Enterprise Dienst tut und erlebt, wie sie zusammen
mit ihren Kameraden versucht, ihre künstlich erschaffene Welt zu retten, der sowohl von
externer als auch von interner Seite Gefahr droht. Beide Romane zusammen wären wahrscheinlich
in früheren Jahren noch als eine Giant Novel veröffentlicht worden, aber das war - wie bereits
erwähnt - in auflagenträchtigeren Zeiten. Nun sind es zwei Romane geworden, was aber an der
Qualität der Geschichte nichts zu ändern vermag. Viel Spaß mit Star Trek und vergesst
nicht: Lesen ist wie Fernsehen im eigenen Kopf!
Quelle: Mike Hillenbrand
Star Trek: Die neue Grenze
Die Hunde des Krieges
Peter David
ISBN: 3453196759
Der amerikanische Originaltitel "The Quiet Place" hätte in der deutschen Übersetzung "Der
stille Ort" ergeben. Das wäre laut Bernhard Kempen (Übersetzer von "Die neue Grenze") denkbar
ungeeignet als Buchtitel, da er zu leicht mit einem gewissen Örtchen in Verbindung gebracht
werden könnte. Und wieder liegt uns ein gelungener, fesselnder Roman von Peter David vor.
Nur ungern legt man das Buch aus der Hand, wenn die Lektüre auf Grund alltäglicher
Verpflichtungen unterbrochen werden muss. Trotz der mehrmaligen Abfolge von Entührung und
Befreiung ist das Buch nicht einen Moment langweilig. Immer wieder treten neue Wendungen
auf, die den Leser überraschen. Wir treffen alte Bekannte und lernen neue Rassen kennen.
Es wird aber selbst für den ständigen Leser dieser Reihe langsam schwierig, Personen aus
weiter zurückliegenden Bänden auf Anhieb richtig einzuordnen. Andererseits werden hin und
wieder kleine Rückblicke eingestreut, um auch dem Neueinsteiger den Durchblick zu
ermöglichen. Seine zwei großen Überraschungen hat Peter David geschickt über das Buch
verteilt. Die eine kündigt sich schon zur Mitte des Buches hin an, die zweite hält er bis
zur drittletzten Zeile zurück (aber nicht gleich auf die letzte Seite springen und lesen,
wäre schade um die Spannung). Und wie nicht anders zu erwarten, bleibt auch diesmal jemand
in Schwierigkeiten zurück, die es wohl im nächsten Band zu lösen gilt. Dieser Jemand ist
aber im vorliegenden Buch eine ganze Rasse, die bisher zu den Erzfeinden von Captain Calhoun
zählte und sich nun ausgerechnet von der U.S.S. Excalibur die Rettung erhofft.
Quelle: Gudrun Melerowicz
 
Hinweis: Diese Buchvorstellungen sind geistiges Eigentum der Autoren.
Copyright by Star Trek Das offizielle Magazin.
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