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Hier kommen noch einige Kurzgeschichten und Gedichte von mir, frei nach dem Motto:

Geschichten, die die Welt nicht braucht.

Viel Spaß!

 

 

Der undankbare Junge

 

Es war einmal ein Junge, der wollte seine Grütze nicht essen. Seine Mutter kochte ihm jeden Tag liebevoll die widerlichsten Gerichte, ja selbst vor eingelegtem Meerschweinchengehirn (süß-sauer) schreckte sie nicht zurück. Als Nachtisch kredenzte sie ihm flambierte Hundepfötchen nach Art des Hauses. Sie scheute weder Kosten noch Mühen und schickte Boten in alle Welt, um neue Rezepte und erlesene Zutaten zu besorgen. Doch der Junge zeigte sich sehr undankbar, und eines schönen Nachmittags - gerade zur Kaffeezeit, als seine Mutter ihm Lemurennasen in Vanillesoße anbieten wollte - lief er davon. Er rannte schnurstracks in den Wald, wo er sich nach einfachen Wurzeln, Beeren und Pilzen umsah. Jedoch: nach all den fernöstlichen Schmanckerln erkannte er nicht eine Pflanze. Wie er so ging, fand er zwar keine Beeren, wohl aber drei Bären, die ihm folgten. Dumm wie er war bemerkte er dies nicht. So marschierte dieses Quartett in die nächstgelegene Stadt. Die Menschen dort waren simpel und einfach zu belustigen. So jauchzten sie vor Freude, als sie die Vier die Hauptstraße entlang marschieren sahen, und sie warfen ihnen Goldstücke zu. Jeder glaubte natürlich, dies sei fahrendes Volk und zur Belustigung der Menschheit unterwegs. Der Junge sammelte das Geld auf - jetzt war der Augenblick gekommen, wo er die Bären zum ersten Mal bemerkte - und kaufte im Tante Minna- Laden genug Essen, um sich und die Bären zu sättigen. Dies allein war es gewesen, was die drei possierlichen Tierchen im Sinn gehabt hatten, und schon waren sie wieder im Wald verschwunden. Der Junge aber wanderte weiter, doch ohne Geld gab es für ihn auch nichts zu essen. Da er aber außer sich den Magen vollschlagen nie etwas gelernt hatte, magerte er immer mehr ab und verstarb schließlich. Seine Gebeine fand ein sich auf Wanderschaft befindlicher Bauer ( er hatte ja noch seine Frau und die Kinder für die Landarbeit, und Oma war auch erst 79 Jahre und noch ziemlich rüstig). Wie gut, daß der Junge seinen Ausweis mitgenommen hatte! So wurden die sterblichen Überreste seiner Mutter gebracht. Diese jedoch wollte nicht glauben, daß Sohnemann tatsächlich tot sei. Geschickt flocht sie eine Perücke aus den Haaren seiner Roßhaarmatratze (die er jetzt nicht mehr benutzte) und setzte sie dem Skelett auf. So saßen beide wieder vereint am Eßtisch, und die Mutter freute sich, denn sie konnte nun wieder schimpfen, er solle doch endlich sein Essen verspeisen.

So ging es viele Jahre lang, bis endlich die Frau in ein Heim für geistig Verwirrte eingewiesen wurde. Man hatte jedoch Mitleid mit ihr, und sie konnte ihren Sohn mitnehmen. So lebten sie beide glücklich und zufrieden bis an Mutters Lebensende.

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Ode an die Dosenmilch

Oh Labsahl für den Katzenmagen!

Wird unsere Katz´ es wohl vertragen?

Doch streicht sie schnurrend um mein Bein,

Wer kann denn da schon sagen `nein`?

Schnell geht die Zunge, wenn sie schleckt,

Seht, wie es uns´rer Katze schmeckt!

Noch sitzt sie da und putzt sich stumm,

Doch gleich wird sie gucken dumm:

Es wirkt die Milch, die Katze bricht -

Drum gebt der Katze Dosenmilch nicht!

 

(c) B.Fuchs

Kampfhasetiger

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Die folgenden 2 Geschichte entstanden bei der Aufgabe, in einer Minute eine Geschichte zu erfinden, in der vorgegebene Worte vorkommen müssen.

Froschkönig

Waschmaschine

Regierung

Prinzessin Kunigunde

Prinzessin Kunigunde lag noch tief im Schlaf, als die Sonnenuhr klingelte. Mist! Schon wieder aufstehen! Aber König Ottmar der Umwerfende war außenpolitisch beschäftigt und weilte daher in Sibirien, um dort Entwicklungshilfe in Form von elektrischen Heizdecken, nur 1500,- pro Stück, zu leisten. Außerdem stand die Eröffnung des neuen unbeheizten Freibades in Novosibirsk auf der Agenda. Ja, die russische Regierung hatte weder Kosten noch Mühen gescheut, um dem Volk Wohlstand zu bringen!

Prinzessin Kunigunde derweilen kümmerte sich um Papas Zucht von Froschkönigen, 635 Kaulquappen und Frösche allerbester Abstammung schwammen in der großen Zinkbadewanne herum, alle handverzaubert vom Hofzauberer a.D. Besonders ein Frosch namens Hans- Dieter hatte es Kunigunde angetan, er hatte so schöne gelbe Warzen auf seinem Rücken. Sie saß so am Wannenrand herum und betrachtete verträumt ihre zukünftigen Heiratskandidaten, als Königin Trudnelda, ihre Mutter, rief:" Hey Lütte, komm mal rüber! Der Frühjahrsputz ist fällig, und ich bin gerade dabei meinem Kaktus Dauerwellen zu legen!" Nun, Kunigunde wußte wie unnachgiebig ihre Mutter war. Also fütterte sie den Hofhund mit Persil Megaperls und steckte ihn zusammen mit dem Tafelsilber in die Waschmaschine; 95 Grad, Vorwäsche, Weichspülen - und das Silber war wieder geschmeidig und schön. Naja, der Hund schien dannach weit weniger Futter zu brauchen.

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Bügeleisen

Musikauswahl

Holzfeuer

Schlittenhund

Ananas

Schöne Ferien!

Der geplante Trip nach Kenia war das reinste Fiasko! Davon will ich euch erzählen. Doch wo fange ich an?

Zuerst einmal traf ich eine Musikauswahl, damit ich der 3. Welt ein wenig deutsche Kultur näher bringen konnte. Heino und Helge Schneider - anspruchsvolle Musik- Virtuosen der Heimat! Beim Einchecken am Flughafen gab es dann das erste Mißverständnis; ich wurde von Amnesty International beiseite genommen und 3 1/4 Stunden befragt. Aus sich mir unerfindlichen Gründen waren sie der Meinung, die CD´s beinhalten gefährliche Musikelemente, die psychisch labilen Menschen schaden könnten. Kunstbanausen!

Meine Maschine war natürlich weg, aber alternativ wurde mir ein Ersatzflugzeug angeboten. Baujahr 1829, mit Holzfeuer sowie Pedalen angetrieben. Meine Güte, hatte ich nach dem Start einen Muskelkater! Könnt ihr euch das eigentlich vorstellen? Aber ich muß zugeben, auf meinen Piloten war verlaß. Früher hatte er in Grönland gearbeitet, war dort als Schlittenhund jedoch völlig unterbezahlt gewesen. Immerhin verdiente er als Pilot jetzt 2 Dosen Chappi mehr und hatte alle 10 Stunden eine Pause von 2 Minuten, um Gassi zu gehen. Diese Pausen nahm er auch peinlich genau wahr, wie ich über Mallorca bemerkte. Nur mit dem Zurückkommen nahm er es nicht so genau - wir waren inzwischen 2 1/2 Stunden von der Insel entfernt. Oder war Fidos Schicht schon zuende?

Langsam ging mir das Holzfeuer aus, also hieß es wieder " in die Pedalen treten". Meine Beine schmerzten, aber ich war nicht denkfaul gewesen: aus einem Bügeleisen und einer Ananas bastelte ich mir ein Perpetuum Mobile. So, jetzt konnte ich mich entspannen! Oh nein! Das Feuer war doch nicht ganz erloschen! Die rostfreie,edelverzinkte Ananas schmolz in der Glut binnen Sekunden, und das Bügeleisen war mein Gesellenstück aus meiner ehemaligen Origamigruppe gewesen und würde sicher auch bald brennen. Das heißt: genau da war meine Rettung in Sicht! Schnell - bevor es in Flammen aufging - entfaltete ich das Bügeleisen. Jetzt machte es sich bezahlt, daß ich 5 Jahre lang die Origamigruppe besucht hatte. Binnen Sekunden hatte ich einen Fallschirm gefaltet. Und raus aus dem Flugzeug!

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß ich fast unbeschadet gelandet bin, und zwar mitten im Indischen Ozean. Jetzt warte ich immer noch auf das nächste Schiff. Immerhin habt ihr mir die Zeit verkürzt, da ich euch meine Geschichte erzählen konnte.

 

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(c) Babette Fuchs

 

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