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Der Tod

Meine Gedanken
fahren fort
zu den sonnentrinkenden
Wiesen
un den kalten Seen.
Meine bleichen Augen sehen
schwarze Wälder,
die den Mond ertränken
und mit ihren
Wurzeln sanft
über mein
erdschwarzes Grab streicheln.

Aber eines Tages verliert
euer Leben auch
seinen Wert
und tief unten,
zugedeckt von einem Graslaken,
werdet ihr erkennen müssen:
der Mond und die Sonne
wandern weiter ohne euch.

Die Seele flattert hilflos und
leicht
dem Nichts entgegen.
Und immer und immer
noch folgt sie
glitzernden Bächen.
Umsonst versucht sie,
das Ende vor Augen,
die Vollendung zu erreichen
und ertrinkt dabei
im schäumenden Sturm.

Morgen wird nichts anders sein,
der Tod behält sein Gesicht
und klopft mit elfenbeinfarbenen
Knochenfingern
wieder gegen deine Tür.

© 1988 by Barbara Bohland



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Letztes Update: 01.11.2004