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Oft bedarf es einer längeren "Einlesezeit", bis Wandmalereien in dem Wirrwarr der Schrämmspuren und bei den gegensätzlichen Lichtverhältnissen entdeckt werden. Links unten sieht man sechs spitze Berge (oder sind damit Wellen gemeint), die in zwei Reihen angeordnet sind - eine Landschaftsdarstellung also. Sie erinnert zwar an asiatische Miniaturen, was eher für eine Entstehungszeit in der Hippieära spräche, doch dürfte auch diese Darstellung zum Altbestand wie das Kri-Kri in der Liegenische der gleichen Höhle gehören. Links oben glaubt man eine menschliche Figur, leicht schräg nach links voranschreitend, auszunehmen. Mehrere Farbflecken dazwischen lassen an ein ursprünglich größeres und zusammenhängendes Wandgemälde denken. Weniger subtil ausgeführt ist eine Deckenbemalung in einer anderen Höhle, wobei nicht sicher ist, ob sie nicht ein Relikt der letzten Besiedlung ist.
16.03.2000 |