Der Zauberer und die Hexe


Der Zauberer und die Hexe
Zauberer und Hexen gab es schon seit Urzeiten. Doch diese Zauberer und Hexen
konnten nur primitive Zaubereien durchführen wie Feuer machen, Höhlenwandfarbe
machen und Kräuter finden, von denen sie nicht gleich vergiftet werden. Aber im
Laufe der Zeit wurden die Zauberer immer besser im Zaubern und zur römischen
Zeit ließen sich sogar einige Zaubersprüche ins Lateinische übersetzen und wurden
dadurch noch wirksamer.

Lateinische Sprüche
Da viele Zaubersprüche nun ins Lateinische übersetzt waren, hatte man sich nicht die Arbeit gemacht, sie nochmal ins neue Lateinische zu übersetzen. Wie jede Sprache verändert sich auch die lateinische um laufe der Zeit. Deswegen klingen manche Zaubersprüche noch, wie das alte Latein, was ihre Wirksamkeit jedoch keinesfalls beeinflusst.

Zaubertränke
Zaubertränke wurden schon um 2000 v. Chr. gebraut. Damals wurden einfache Zutaten wie Moorgras und Ahornsirup benutzt. Hier haben wir eine kleine Liste der Zutaten, von denen wir Überreste gefunden haben:Moorgras AhornsirupFliegenpilzKleeblätterZitterlaubKletterroseEdelweis Da ich nicht die ganze Liste in das Buch schreiben konnte, sieht man hier nun nur einen kleinen Ausschnitt. Ein beliebter, alter Zaubertrank war der Fliegenpilztrank. Wenn man ihn in Wasser zerkochte, stiegen giftige Dämpfe auf, die Fliegen töten. Aufgrund dessen wurde der Pilz eben Fliegenpilz genannt. Um 1500 v. Chr. wurden die Tränke aufgeschrieben.


Die Winkelgasse
Die Zaubersprüche, die Muggel von der Winkelgasse abhalten, gibt es schon ewig- naja, oder eben erst seit 1483. Der Tropfende Kessel wurde schon 1480 gebaut. Ein alter Zauberer namens Klom führte ihn. Er stellte eine Mauer bereit um sie als magischen Raum zu benutzen. Muggel können diesen Raum nicht sehen, sie würden einfach hindurchlaufen. In der Winkelgasse gab es damals nur ein Geschäft. Das war Ollivanders. Er hatte schon viel früher gute Zauberstäbe gemacht. Aber damals hat er sie irgendwo anders verkauft.

Der Koboldaufstand 1576
Der Aufstand der Kobolde wurde schon 1568 im Gasthaus zu den drei Besen in Hogsmeade von dem Kobolden geplant. Der Anführer war Brukulus der Bärtige. Hier eine Rangliste seiner Gefolgsleute:


Hassan der Hässliche
Mulut der Murrende
Kurak der Kleine
Lullet der Lustige
Asula der Alberne
Ibiner der Irre
Burruk der Begabte
Vuluff der Verrückte
Seran der Schlaue
Pulka der Picklige
Esot der Eklige

Im tropfenden Kessel haben sich die Kobolde auch einmal getroffen, wurden dann aber vom Wirt herausgejagt, weil sich viele Gäste beschwert hatten. Das steigerte den Zorn der Kobolde. Warum sich die Kobolde aufregten, ist einfach zu erklären: Nach dem Gesetz dürfen magische Wesen nicht mit Zauberstab zaubern. Weil aber Kobolde so schlau und magisch bewandt sind wie Zauberer und wollten den magischen Rat davon überzeugen, dass Kobolde diese Rechte verdienen. Der magische Rat wies diesen Antrag jedoch ab. Dann hatten die Kobolde um 1572 noch eine Idee: Sie eröffnen einen Laden für Koboldzauberstäbe. Aber sie erhielten keine Rechte, den Laden zu eröffnen. An einem Tag, dem 15.8.1774 rief Brukulus der Bärtige auf, dass jeder Kobold sich einen Zauberstab besorgen soll, egal auf welche Weise. Am 14.5.1576 trafen sich die Kobolde erneut in Hogsmeade und planten den Überfall am nächsten Tag. Als der Tag nun gekommen war, schlichen die Kobolde sich aus dem Wald und gingen auf den Hügel, wo heute die heulende Hütte steht. Sie streckten ihre Zauberstäbe aus und schossen mit leichten Flüchen um sich. Manchmal vermischten sich Flüche und es entstanden unsägliche Sachen. Alle Getroffenen wurden in das St.Mungo Hospital gebracht. Die Kobolde wurden entwaffnet. 

Hexen:
Natürlich gibt es nicht nur männliche Zauberer, nein es gibt auch weibliche und diese werden meist als Hexen bezeichnet.Hexen gibt es in fast allen Kulturen, z.B. in asiatischen, afrikanischen und orientalischen. Im Alten Testament wird die "Hexe von Endor" beschrieben, eine Hellseherin und Totenbeschwörerin die den Geist des König Samuel aus der Unterwelt aufsteigen lässt, um seinem Nachfolger Saul dessen Tod zu prophezeien. Im 7. Jahrhundert machte eine Berberfürstin im Gebiet des heutigen Tunesiens von sich reden, die als Hexe und Prophetin ihr Volk sechs Jahre lang im Kampf gegen die arabischen Eroberer führte. In Britanien lebte eine Hexe namens Morgaine le Fey, sie ist die
Halbschwester des Königs Artus und je nach Sage ist sie eine Weise Frau, Gute Fee oder Böse Hexe. Manchmal wird sie auch als Mutter von Mordred, Artus Sohn und Todfeind dar gestellt.Im europäischen Volksglauben gehen Hexen einen Pakt mit dem Teufel ein. Erst im Spätmittelalter bildete sich die Hexenvorstellung heraus, die schließlich zu den grauen- und massenhaften
Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit führte.

Zauberer:
Das sind die Männlichen, unter den Magiern. Über Zauberer ist nicht so viel bekannt, wie über Hexen.Einer der bekanntesten Zauberer war Merlin, heute ist es wohl Voldemort, Dumbledore und Harry.In der Mythologie der Muggel gilt Merlin als der größte aller Zauberer. Merlin war nach der Sage
Sohn eines Dämons oder des Teufels oder eines Gottes, evt. Auch eines Königs. Er war Weiser, Narr, Magier und Prophet und beteiligt an der Zeugung und Berater von König Artus. Er soll nicht gestorben sein, sondern von einer Fee oder Nixe entweder in die Anderswelt entrückt oder in tiefen
Schlaf versenkt worden sein. Eines Tages soll er wiederkehren.

Hexenverfolgung:
Die Hexenverfolgung gibt es schon so lange, wie es Menschen gibt, nur mit dem Unterschied, dass diese nicht so schlimm waren. Das kam erst nach dem Mittelalter. Die Vorstellung von Hexen in der Welt der Muggel gibt es in fast allen Kulturen. So verbot bereits der "Codex Hammunrabi" im
18. Jahrhundert v. Chr. die Zauberei. Und 367 n. Chr. kam es auf Anordnung des römischen Kaisers Valerian zu Hexenverfolgungen. Doch erst im Spätmittelalter bildete sich die Hexenvorstellung heraus, die schließlich zu den grauen- und massenhaften Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit führte. Die schlimmsten Verfolgungen gab es zwischen 1450 bis 1750. Anna Göldi, die sogenannte letzte Hexe Europas wurde 1782 im schweizerischen Glarus hingerichtet. In Großbritannien gab es den ersten Hexenprozess 1324, die erste Hinrichtung einer Hexe 1566 (sie wurde gehängt) und erst 1735 wurde gesetzlich die Hexenverfolgung abgeschafft. Auch in den USA gab es grausame Hexenverfolgungen, z.B. in Salem 1692. Der Höhepunkt der Hexenjagten lag überall zwischen 1560 und 1630. Vorher war der Glaube an Magie und Zauberer weit verbreitet, wurde jedoch von der Kirche abgetan und bekämpft als Rest heidnischen Aberglaubens. Zwar zählte schon seit Kirchenvater Augustinus der Teufelspakt zu einem festen Bestandteil der christlichen Dämonologie, doch wurde er erst von den Dominikanern Albertus Magnus und seinem
Schüler Thomas von Aquino zu einer umfassenden Theorie ausgebaut vom Vertrag zwischen dem Satan bzw. einem Dämon und einem Menschen, von einer Gegenwelt des Teufels und seiner menschlichen Verbündeten, die es zu bekämpfen gelte. Damit konnte jeder magische oder auch nur als abergläubisch bewertete Handlung als Teufelsdienst verfolgt und als Ketzerei bestraft werden. Bereits 1225 kam der Sachsenspiegel den kirchlichen Forderungen nach harter Bestrafung von
zauberischen Delikten nach und sah für Zauberei und Ketzerei den Feuertod vor.
Der Durchbruch in der Hexenverfolgung (die gar nicht so einfach durchzusetzen war gegen den gesunden Menschenverstand der Mehrheit des Volkes wie des Klerus) kam dann 1487 mit dem berühmt-berüchtigten Hexenhammer Nahm man den Hexenhammer ernst, bedrohten die Hexen nicht nur die Kirche, sondern die ganze Weltordnung und waren als Statthalter des Teufels für alles Böse verantwortlich. Um sie ausfindig zu machen, wurden Hexenproben eingeführt, die den Beschuldigten gar keine Chance mehr ließen, etwa das Stechen in ein Muttermal oder einen Leberfleck - floss kein Blut, war man überführt. Bei der Wasserprobe wurde man mit gebundenen Händen ins Wasser geworfen. Wenn man unterging und ertrank, galt man als unschuldig, wenn man sich über Wasser hielt, war die Schuld bewiesen, da nur der Teufel geholfen haben konnte. Auch zählte nun die Denunziation statt einer Anklage nd wurde die Folter ins Beweisverfahren eingeführt.So konnte wes schließlich zu den grausamen Verfolgungen kommen, mit unmenschlichen Folterungen und Verbrennungen bei lebendigem Leibe, bei denen nach vorsichtigen Schätzungen 100.000 bis 500.000 Menschen ums Leben kamen, vielleicht aber auch einige Millionen. Hexen wurde nicht nur der Teufelspakt vorgeworfen, sondern auch Schadenszauber oder allgemein die Anwendung Schwarzer Magie, dass sie die Zukunft vorhersagen würden, unbelebte Gegenstände belebten oder die Toten wiederbelebten, Geister oder Dämonen beschwörten und sich und andere in Tiere verwandeln würden, also Animagi seien. Manchen wurde vorgeworfen, Vampire oder Werwölfe zu sein. Oft stellt man ihnen Tiere als Vertraute an die Seite, besonders gerne Katzen, Raben oder Eulen. Es gibt heute noch Hexenverfolgungen, auch in Europa, bis hin zu Steinigungen und Verbrennungen wie in den 80er-Jahren noch in Bayern und in den 90er-Jahren in Jugoslawien. In Rumänien wurde 1997 eine Scheidung ausgesprochen, weil die Frau eine Hexe und ein energetischer Vampir sei. In Honduras kam es zu Unruhen und Lynchmorden, nachdem am 3. Juni
1995 ein Blitz mehrere Zuschauer tötete und man Hexerei als Ursache vermutete, ebenso im Kongo, als dort am 25. Oktober 1998 eine ganze Fußballmannschaft von einem Blitz erschlagen wurde. Überhaupt ist in Afrika seit Mitte der 90er-Jahre ein regelrechter Hexenwahn entstanden, in Südafrika wurden seither mehrere Hundert Menschen als Hexen und Zauberer verbrannt.