B I O G R A P H I E .
Wenn du etwas genauer wissen willst, wie Christina aufgewachsen ist und
wie ihre Karriere angefangen hat, bist du hier genau richtig!
Christina Aguileras Geschichte klingt wie ein Hollywood-Märchen. Mit
einem Vater, der beim Militär dient, und einer Pianistin als Mutter, die
mit dem Jugend Symphonie Orchester durch ganz Europa getourt ist, hat die 22-Jährige
(geboren am 18.12.1980) schon die ganze Welt bereist und zeitweilig in Japan,
Florida, Texas und New Jersey gewohnt, bevor sie sich in Wexford, PA, einem
Vorort von Pittsburgh, niedergelassen hat.
"So lange ich zurückdenken kann, wollte ich immer auf der Bühne
stehen", sagt Christina. Erste Auftrittserfahrungen sammelte sie auf Talent-Shows,
die von der Schule organisiert wurden. Als 8-Jährige trat sie bei dem anerkannten
"Star Search" auf, mit 10 Jahren sang sie die Nationalhymne für
die in Pittsburgh ansässigen Football-Teams Steelers und Penguins, und
im Alter von 12 Jahren bekam sie einen Auftritt im "New Mickey Mouse Club"
in Orlando mit vielen anderen zukünftigen Stars wie Britney Spears, J.
C. und Justin von `N Sync. Nachdem sie zwei Jahre bei der wöchentlich ausgestrahlten
Disney-Show mitgewirkt hatte, reiste Christina durch die Welt, um ihre musikalischen
Fähigkeiten auszubauen. Sie nahm das Duett "All I Wanna Do" mit
dem japanischen Popstar Keizo Nakanishi auf, machte beim Videodreh mit und tourte
durch Japan. Im gleichen Jahr sorgte sie fast für Ausschreitungen beim
"Golden Stage Festival" in Transilvanien, Rumänien, als sie von
der Bühne aus in die Menge von 10.000 Zuschauern ging, während sie
Lieder von Sheryl Crow und Diana Ross sang.
Nachdem sie 1998 in die Staaten zurückkehrte, wurde sie zum Vorsingen für
die Aufnahmen zu "Reflection", dem Soundtrack für den Disney-Film
"Mulan", eingeladen. Damit hatte das Suchen der Produzenten nach einer
ausdrucksvollen Stimme mit einem weiten Tonumfang ein Ende. "Sie brauchten
jemanden, der das zweigestrichene E singen kann," nach Christinas Aussage.
Auf den Wunsch ihres Managers hin übte sie zu Hause nach einem Karaoke-Band
mit dem Whitney Houston Titel "I Wanna Run To You". Ein Demoband davon
wurde zu Disney geschickt. Die Produzenten liebten die Aufnahme, und innerhalb
von 48 Stunden fand sich das junge Mädchen mit der einzigartig reifen Stimme
in Los Angeles in einem Studio wieder um "Reflection" aufzunehmen.
In der gleichen Woche bekam sie einen Vertrag bei RCA Records. Die Premiere
von Mulan war im Juni 1998 und "Reflection" schoß in die Top
15 Single-Charts mit Christina, die das Stück live in den Shows "CBS
This Morning" und "Donnie & Marie" präsentierte. "Das
Thema des Songs - in dem es um das Finden der eigenen Identität geht -
konnte ich sehr gut auf mein eigenes Leben als Teenager übertragen",
sagt Christina. Der Song bekam sehr gute Kritiken und wurde sogar für den
Golden Globe als bester Originalsong in einem animierten Film nominiert.
1999 begann dann der kometenhafte Aufstieg an die Spitze der Charts. Es folgten
das gleichnamige Debütalbum mit den aufeinander folgenden Chart-Toppern
"Genie In A Bottle" und "What A Girl Wants". Das Grandiose
war, dass sie diesen Erfolg mit "Mi Reflejo", der spanischen Version
ihres Debüts, wiederholte und bald darauf mit "My Kind Of Christmas"
einen weiteren Megaerfolg landete. Christina verkaufte mehr als zehn Millionen
Alben, gewann einen Grammy in der Kategorie "Best New Artist" und
absolvierte eine Welttournee. Wow, denkt sich jetzt wahrscheinlich so mancher,
die hat alles erreicht, was ein Künstler sich erhofft. Nicht so Ms. Aguilera:
Anstatt sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen strebte sie neue Ziele an. Sie wollte
ihr ganzes Talent entfalten, sich aber vor allem aus der Schublade befreien,
in die sie von den Medien gesteckt wurde. "Ich fühlte mich gefangen,"
erklärt sie. "Ich wurde von den Leuten unterdrückt, die daran
interessiert waren, dass ich immer dasselbe mache. Aber ich mache niemanden
dafür verantwortlich. Man lernt schnell in diesem Business und als ich
erst einmal wusste was ich wollte, hab ich mir von niemandem rein reden lassen."
Das allerdings auch Superstars nur Menschen sind, sieht man daran, dass ihr
Ziel erst einmal ihr Zuhause in Los Angeles war. Erholung, Entspannung, zu sich
selbst finden und ihre beiden Hunde hatten Priorität.
"Ich brauchte diese Pause," gibt sie zu. " Ich wollte mich einfach
eine Zeitlang in meinem Schlupfloch verkriechen. In meinem Leben - nicht nur
bezogen auf meine Karriere - ist so viel in so kurzer Zeit passiert. Meine erste
große Liebe und ich haben uns getrennt und außerdem hab ich gemerkt,
dass ich auch Erfahrungen außerhalb der TV- und Tonstudios und Hotelzimmer
brauche. "Ich wurde angetrieben," gibt Christina offen zu. "Selbst
inmitten der Tour, dachte ich daran, wie mein nächstes Album werden würde:
ich schrieb Songfetzen in Zeitungen und Hefte. Wer jedoch bereits zu diesem
Zeitpunkt darauf baute, dass bald eine neue Platte von diesem kreativen Köpfchen
in den Recordstores erhältlich sein würde, wurde leider ein wenig
enttäuscht. Es flatterte nämlich das äußerst verlockende
Angebot einer viel versprechenden Zusammenarbeit mit Pink, Mya und Lil'Kim ins
Haus der Aguilera. Und an den Titel "Lady Marmalade", der ihr einen
weiteren Grammy einbrachte erinnert man sich gerne zurück. Dieser Augen-
und Ohrenschmaus sorgte dafür, dass Christina international im Rampenlicht
stand, selbst dann noch, als sie langsam, aber stetig die Grundlagen für
ein musikalisches Manifest schuf, das alle Regeln neu definieren würde.
"Ich war mir bewusst, was ich wollte," fährt sie fort. "Ich
fühlte mich schon lange unwohl mit dem Image, das man mit mir und meiner
Musik in Verbindung brachte. Es fühlte sich an, als ob ich etwas vorgeben
würde, was ich nicht bin; so als ob ich mein wahres "Ich" verstecken
würde. Durch dieses Versteckspiel wurde das wahre "Ich" verletzt.
Bei diesem Album war ich entschlossen hinter den Hype und Glitter zu treten,
um zu den bloßen Tatsachen zurückzukehren. Es war, als ob ich mit
allem neu anfangen würde." Klar, wäre es jetzt einfach zu behaupten:
Armer missverstandener Teenie Star, versucht sich zu emanzipieren und kreiert
mit dem zweiten Album ein Pendant zum Debüt. Das ist der einfache Gedankengang,
der in unserem Fall leider nicht zutrifft. "Stripped" ist nicht nur
einfach eine gewagte Reaktion auf die Erfahrungen mit dem ersten Album. "Ich
war immer ein großer Fan von Soul. Ich liebe echten Rock&Roll und
Hip-Hop ist einer meiner größten Einflüsse. Ich wollte alles."
Und was diese Frau will, verfolgt sie mit unaufhörlichem Ehrgeiz und einer
Bereitschaft ihre Grenzen extrem auszureizen.
"Ich dachte immer, im Tonstudio aufzunehmen bedeutet Perfektion zu erreichen.
Als ich dieses Album machte entdeckte ich, dass es wichtiger ist echte Gefühle
zu vermitteln. So gut es geht wollte ich dem Zuhörer das Gefühl geben,
er stünde direkt neben mir im Studio. Mich als Persönlichkeit vorzustellen
stand im Vordergrund. Worauf es zum ersten Mal ankam war, dass zu teilen, was
ich wirklich durchmache." Doch hier hört die Setzung neuer Maßstäbe
keinesfalls auf: die größte Herausforderung stellte die Zusammenstellung
des Producer- und Songwriting Teams dar. Wichtig war es für Christina mit
Leuten zusammenzuarbeiten, die nicht von ihrem "alten Image beeinflusst
waren". Nachdem die Visionärin all diese schädlichen Einflüsse
in einem nahezu unbarmherzigen Prozess der Elimination beseitigt hatte, stand
erfolgreichen Zusammenarbeit nichts mehr im Wege. Unter anderem bewiesen Linda
Perry, Producerin von Pink, das Team von Redman und Rockwilder, der Producer
von Alanis Morrissette - Glenn Ballard, der Studiokünstler Scott Storch
und die Künstlerin Alicia Keys sowie deren Producer auf Stripped ihr Können.
Quelle: christina-aguilera.de