Pädagogische Schwerpunkte der Ganztagsschule in der Hauptschule Bad Marienberg
a) Klassenlehrer als
Bezugspersonen
In jeder Ganztagsschulklasse werden
grundsätzlich zwei Klassenlehrer als Bezugspersonen eingesetzt. Diese übernehmen
möglichst viele Fächer in der eigenen Klasse und führen sie vom 5. bis 9.
Schuljahr. So entsteht im Laufe der Zeit ein Vertrauensverhältnis zwischen
Klassenlehrern und Schülern; die erzieherischen Möglichkeiten sind dadurch
erheblich erweitert. Gerade in der schwierigen Zeit der Pubertät wenden sich
viele der Schüler mit ihren Problemen vertrauensvoll an ihre Klassenlehrer.
Selbstverständlich wird auch ein intensiver Kontakt zwischen Klassenlehrern
und Eltern gepflegt. So besteht beispielsweise in vielen Klassen ein
Elternstammtisch.
b) Hinführung zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung - Entfaltung der Persönlichkeit
Ganztagsschule bietet mehr als
Unterricht.
Das Mittagessen wird gemeinsam an Zehnertischen eingenommen.
Dabei wird auf gegenseitige Rücksichtnahme und Einhalten der Tischsitten
geachtet.
Nach dem Essen haben die Schüler eine Stunde, die der
Freizeiterziehung dient. Es gibt viele Angebote, wie sie diese Stunden
verbringen können, sei es in Spiel-, Werk- oder Klassenräumen, in Sportstätten
oder auf dem Schulgelände. Alle Hobbystätten werden von Lehrern und
Erzieherinnen betreut. Die Schüler können bekannte Spiele spielen oder neue
lernen, gemeinsam Sport treiben, mit gleichaltrigen oder mit Mitschülern anderer
Altersgruppen zusammen sein. Sie lernen, ihre Freizeit aktiv und sinnvoll zu
gestalten. Ein breit gefächertes Angebot von Arbeitsgemeinschaften ergänzt das
Anliegen, die Persönlichkeit der Schüler zu entfalten und zu stärken. Vor allem
im musischen Bereich sollen Interesse und Begabung geweckt und ausgebaut werden.
Die Big Band ist landesweit bekannt.
c) Fördern der Konfliktfähigkeit
Schon in Kindergärten und Grundschulen klagen Erzieher und Lehrer über zunehmende Gewaltbereitschaft bei Kindern. Die Lehrer arbeiten mit den Schülern kontinuierlich daran, entstehende Probleme gewaltfrei zu lösen. Gemeinsam werden Regeln für das Zusammenleben aufgestellt und darauf geachtet, dass sie eingehalten werden. Wer gegen die Regeln verstößt, erhält die Möglichkeit, das sinnvoll wieder gutzumachen. In Kommunikationsübungen lernen die Schüler allmählich, ihre Konflikte mit anderen zu besprechen und Lösungen zu finden.
d) Hausaufgaben
Hausaufgaben sind in vielen Familien ein Problem. Aus den Grundschulen ist bekannt, dass immer mehr Schüler die aufgegebenen Hausaufgaben nicht erledigen. In der Ganztagsschule werden keine schriftlichen Hausaufgaben aufgegeben. Wer allerdings im Unterricht getrödelt hat, muss daheim nacharbeiten. Während der gesamten Schulzeit stehen für den Fachunterricht ¼ mehr an Stunden zur Verfügung. So können die notwendigen Übungen in den Unterricht integriert sowie Lerntechniken vermittelt und eingeübt werden. Ganz ohne Lernen zu Hause geht es aber nicht. Vokabeln oder Gedichte müssen nach wie vor daheim gelernt werden, und eine Klassenarbeit fällt natürlich besser aus, wenn der Stoff zu Hause wiederholt wird.
e) Organisation
Die Ganztagsschulklassen haben montags,
dienstags und donnerstags von 7.55 Uhr bis 16.10 Uhr Unterricht, mittwochs und
freitags von 7.55 Uhr bis 13.00 Uhr. Mittwochs von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr
findet eine Big Band - Probe statt, an der interessierte Schüler
teilnehmen.
Das Mittagessen findet in zwei Schichten (5. /6. Schuljahr 12.15
Uhr bis 13.00 Uhr, 7. bis 10. Schuljahr 13.00 Uhr - 13.45 Uhr) statt.
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