St. Augustine's Abbey
Der heilige Augustinus wurde im 6. Jahrhundert von Papst Gregor I. nach Britannien geschickt, um das Christentum zu verbreiten. Ethelbert, der König von Kent, dessen Frau Bertha bereits praktizierende Christin war, überließ Augustinus Land außerhalb der Stadtmauern, und im Jahr 598 wurde die Abtei gegründet.
Blick auf die Kathedrale von Canterbury, von den Ruinen von St. Augustines Abbey aus. Beide Bauwerke sind als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt.
1538 wurde die Abtei unter Heinrich VIII wie alle Klöster in England aufgelöst und der Besitz fiel an die Krone. Im Laufe der nächsten 15 Jahre wurden die Gebäude abgerissen, und die Steine teilweise zum Bau der neuen Festungen an der Küste verwendet (z.B. Deal Castle). Die verbleibenden Gebäude wurden in einen königlichen Palast umgewandelt, der allerdings nicht oft benutzt wurde und im Jahr 1692 durch ein Erdbeben schwer beschädigt wurde.
Während der Ausgrabungen zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurden vier Kirchen aus sächsischer Zeit entdeckt. Auf dem oberen Bild sieht man die Nordwand des Hauptschiffs der im 11. Jahrhundert erbauten normannischen Kirche. Die dunklen Steine im oberen Teil der Nordwand stammen aus der Tudor-Zeit.
Im Hintergrund die St. Martin's Church, die älteste Kirche Englands.
Die Grabstätten dreier sächsischer Könige aus dem 7. Jahrhundert.