Weihnachten

Es war ein kalter Wintermorgen, über der Stadt standen dicke Schnee Wolken. Vieles von der weißen Pracht lag auf den Straßen und gaben den Schein der Ruhe. Frierend zog ich meinen Mantel enger um mich, obwohl ich wusste das diese Kälte kein Mantel vertreiben konnte.

Es war kurz vor Weihnachten, um genau zu sein der 20 Dezember. Wenn ich an diese „Festtage“ denke dann fühle ich nur eine große leere in mir. Ich weiß nicht wann ich meine Freude an Weihnachten verloren hatte, sie war irgendwo auf meinem Weg verloren gegangen.

Ich sah in meiner Arbeit die Erfüllung, die andere Menschen in einer Familie sehen. Schon bald sollte ich belehrt werden. An diesem Tag ich war mal wieder als letztes im Büro, ich arbeite seit langem in einer großen Kanzlei und opferte meine ganze Freizeit dem Job. Ich war gerade in meine Arbeit vertieft, als ich einen lauten Knall hörte. Erschrocken sah ich auf, langsam ging ich nach draußen und wäre beinah über den Grund der Unruhe gefallen. Dieser „Grund“ sah mich mit unglaublichen braunen Augen an und murmelte Entschuldigungen. Es schlug ein in meinem Herzen wie ein Blitz. Vor mir lag ein kleiner Engel.  

Ich half diesem Engel auf und verlor mich in seinen Augen. Er musste ein Engel sein, den kein Mensch hätte mich so verzaubern können. Es war mir als würden wir uns schon seit Ewigkeiten kennen Ich spürte das ich ihn schon jetzt und mit ganzem Herzen liebte. Dieser Engel sah mich mit großen Augen an und flüsterte ein leises danke. Und ehe  ich darüber nachdenken konnte fragte ich diesen Engel ob er mit mir essen gehen würde. Zu meiner großen Freude sagte dieser wunderschöne Engel ja. Wir gingen in ein kleines stilles Restaurant. Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind und wusste das erstemal in meinem Leben, nicht was ich sagen sollte. Ich saß diesem Wunderschönen Wesen gegenüber und hatte vor Aufregung ganz nasse Hände und bestimmt eine Million Schmetterlinge im Bauch. Dann fing mein Engel zu erzählen an, wie sehr er diese Jahreszeit liebte und welche schönen Erinnerungen er mit Weihnachten verband. Das er sehr Traurig wäre, dieses Jahr alleine Feiern zu müssen, weil er es nicht schaffe nach Hause zu seiner Familie zu Fahren.

Er sah mich an und fragte wie ich denn Weihnachten Feiern würde. Wieder war ich Sprachlos, wusste keine Antwort. Doch als ich in seine Augen sah, wusste ich das alles anders sein würde, nichts mehr wie es wahr. Und da fragte ich meinen Engel ob er mir die Ehre erwiesen würde mir die Freude von Weihnachten zu zeigen. Das strahlende Lachen mit dem er Ja sagte, berührte mein Herzen und ließ meine Seele erklingen. Fast die halbe Nacht saßen wir dort und sprachen über so viele Dinge. Und als wir draußen waren und eigentlich die Zeit des Abschieds gekommen war, kratzte ich meinen ganzen Mut zusammen und hielt ihn auf, bat ihn nicht zu gehen. Ich kniete vor ihm und gestand meine Liebe, das ich nie mehr ohne in sein möchte. Erwartete nicht, das er meine Gefühle erwidern würde, doch zu meiner Überraschung, schlang er seine Arme um mich und schwor mich niemals mehr allein zulassen. Tränen des Glückes liefen über unsere Wangen. Da knieten wir beide auf der Straße, hielten uns in den Armen und weinten vor Glück.

Warum ich das jetzt aufschreibe weiß ich nicht, damals war unser erstes gemeinsames Weihnachten und das schönste von allen. Auf dieses Fest folgten viele weitere, doch dieses erste bedeutet mir alles.