Soldaten erobern das Mühlenfeld
Patengeburtstag mit "Hinkelsteinen" besiegelt
In Hagen und der Kaserne werden die über drei Tonnen schweren Steine dauerhaft an die Patenschaft erinnern. Ortsbürgermeister Friedrich Noack, Gründungsmitglied der Patenschaft, Heinrich Kahle, Hauptmann René Theile, Kompaniefeldwebel Klaus Husistein und der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Manfred Behre, bei der Übergabe.
(Foto:Hake)
Abkühlung: Beim Wassertransport über die Schmierseifenplane bekamen Paten und Soldaten nicht nur nasse Füße.
(Foto:Hake)
Hagen (ha)
Mit einem Spiel ohne Grenzen, einem Klönschnack am Lagerfeuer und einer gewichtigen Geschenkübergabe haben Bundeswehr und Dorfgemeinschaft das 40-jährige Bestehen ihrer Patenschaft gewürdigt. Mit 75 Soldaten war die zweite Kompanie vom Panzerbataillon 33 aus der Wilhelmstein-Kaserne am Freitag in das Dorf eingezogen. Die Soldaten bekamen Quartier bei Gasteltern.
Dörfler und Soldaten pflegen seit vier Jahrzehnten ein enges Miteinander und die "Bürger in Uniform" gehören zum Bild der Patengemeinde. Bereits ein Jahr nach dem Einzug des Panzerbataillons 33 in die Wilhelmstein-Kaserne in Luttmersen fühlten sich die Hagener mit den Soldaten freundschaftlich verbunden. ein offizieller Patenschaftsvertrag mit der Gemeinde Hagen wurde am 21. Juni 1966 beschlossen und Urkunden am 30. September unterzeichnet.
Als dauerhaftes und sichtbares Zeichen der Verbundenheit haben Dorfgemeischaft und Bundeswehr bei der "Geburtstagsfeier" am Samstag zwei riesige Felssteine mit einer Inschrift als Geschenke ausgetauscht.
"Die Ziele der Patenschaft haben sich über die Jahre verändert", sagten der Sprecher der Dorfgemeinschaft, Dieter Drape, und der Kompaniechef, Hauptmann René Theile. Die Soldaten hätten durch die verkürzte Wehrpflicht und ihren neuen Aufgaben mit Auslandseinsätzen nicht mehr so viel Zeit, Patenschaften so intensiv zu pflegen. Auch Teile der Bevölkerung täten sich heute schwer, Dinge die sonst als Pateneltern selbstverständlich waren, in dieser Zeit zu machen. Über neue Formen der Patenschaftspflege müsse nachgedacht werden.
Vor der Geschenkübergabe hatten sich die Soldaten beim Spiel ohne Grenzen mit den örtlichen Vereinen gemessen. Das Spieleturnier gewann die letztlich die Feuerwehr vor dem TSV und Schützenverein. Die Soldaten belegten mit ihren Mannschaften den fünften und siebten Platz.
In zwei Jahren wird der Schützenverein zum Patenschaftstag das Spiel ausrichten.

(Neustädter Zeitung am Mittwoch 28.06.06 ( http://www.neustaedter-zeitung.de ))
Herzlichen Dank an Herrn Hake für die Fotos!