Simulierter Brand in der alten Schule
Ortsfeuerwehren proben den Ernstfall
Unter Atemschutz mussten die Trupps
das verrauchte Gebäude nach vermissten
Personen durchsuchen.
(Fotos: Hake)
"Geschockt": Malte Weidemann (li.)
von der Jugendfeuerwehr wollte unbedingt
nach Hause. Er spielte seine Rolle als
Verletzter so gut, dass sich gleich mehrere
Retter mit ihm beschäftigen mussten,
um ihn zu beruhigen.

Borstel (ha) Das S´zenarionwar spektakulär gewählt: "Die alte Schule brennt in voller Ausdehnung. Zehn Personen werden im Gebäude vermisst". So lautete die Einsatzmeldung am Mittwochabend, die die Feuerwehren aus dem Stützpunkt Hagen ereilte. Bei dieser Übung der Ortsfeuerwehr Borstel waren die eigenen und die Atemschutzgeräteträger der Ortswehren Hagen, Nöpke und Dudensen besonders gefordert. Sie stehen auch um Ernstfall unter einer besonderen Überwachung. Dazu hat die Ortswehr ein neues System erarbeitet, das die Überwachung anhand von Datenkarten, die jeder Atemschutzgeräteträger abgibt, vereinfacht. So mussten die Trupps zu je zwei Personen in der durch eine Nebelmaschine verrauchten Schule nach den Verletzten, allesamt Statisten aus der Jugendfeuerwehr, suchen und sie aus dem Gebäude retten. Die anderen Feuerwehrleute übernahmen derweil die Beteuung auf einem Sammelplatz und bereiteten die Löscharbeiten vor. Nach gut einer Stunde war die Übung erfolgreich beendet, "Es ist alles überraschend gut gelaufen und die Wehrleute haben interessante Erfahrungen gemacht, wie sich die Retter untereinander in der Teamarbeit abstimmen müssen", sagte Ortsbrandmeister Manfred Beermann. Der hatte zusammen mit seinem Stellvertreter Mark Nordmann und den Gruppenführern die überraschende Übung vorbereitet. So fiel die Manöverkritik zum Abschluss, bei der aufgefallene Mängel besprochen wurden, kurz aus. Auch Stadtbrandmeister Wolfgang Langreder, der den Übungsablauf verfolgt hatte, war zufrieden.

(Neustädter Zeitung am Samstag 07.10.06 ( http://www.Neustaedter-Zeitung.de ))