Vergärung im Schredderstapel

B6-Schneeren-Nienburg (mk)
Schreck am Vormittag des Ostersonntag: Ein Autofahrer meldet einen größeren Holzstapel an der B6 Eilvese in Richtung Nienburg der brennen soll. Die Feuerwehr-Einsatzleitstelle löst daraufhin Alarm für die Feuerwehren aus Eilvese und Hagen aus.

Als die Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreichen wird schnell klar, es handelt sich um einen Haufen Schreddergut, der bei den Ausbauarbeiten der B6 dort aufgeschüttet wurde. Durch den Verwesungsprozess dampft der Stapel leicht.

Nachdem die Gruppenführer der beiden Wehren das Schreddermaterial begutachtet haben können sie Entwarnung geben. Die Feuerwehren aus Eilvese und Hagen rücken wieder in ihre Gerätehäuser ein.

Kurz danach wird durch einen weiteren Anrufer in der Leitstelle Nienburg erneut gemeldet, dass der Stapel brennen soll, so dass die Eilveser Einsatzkräfte erneut an die Einsatzstelle fahren um nach zu sehen, ob der Verwesungsprozeß eventuell doch eine Selbstentzündung verursachen könnte.

Nach der erneuten Begutachtung ergibt sich, dass die Lage unverändert ist. Der Stapel verwest weiter, dampft weiter, kein Einsatz für die Feuerwehr, die Eilveser werden den Stapel am Nachmittag zur Sicherheit noch einmal in Augenschein nehmen.
Alles in Allem ein Einsatz unter dem Gesichtspunkt:

"Wenn sie ein Feuer oder Rauchentwicklung entdecken, RUFEN SIE DIE FEUERWEHR!
Wir fahren lieber 10mal zu einem Einsatzort, der sich als gärender Schredderstapel
rausstellt, als einmal zu spät zu einem Objekt, dass tatsächlich abbrennt!

Ein großes Lob an die aufmerksamen Autofahrer!

(Eigenbericht 08.04.2007 - Autor: Michael Klöpping (mk))